Ilse Hehn und ihr neuestes Buch ,,Diese Tage ohne Datum“
Ausgabe Nr. 2813

Ilse Hehn bei ihrer Lesung am 18. Mai 2013 aus dem Band ,,Irrlichter. Kopfpolizei Securitate. Gedichte, Notate, Collagen, Malerei/Lumini înşelătoare. Poliţia minții Securitatea“ (Gerhard Hess Verlag Ulm, 2013) im Erasmus-Büchercafé in Hermannstadt. Foto: HZ-Archiv
Dieses Sich-aus-dem-Staube-Machen, wie Mücken überfällt es mich manchmal. Entscheidungen aus dem Augenblick heraus. Ich reiße die Außenhaut der Tage auf, sage „Die Welt ist, und sie ist bunt und fassbar“, sage wie Gentleman Phileas Fogg zu Passepartout „In zehn Minuten reisen wir ab!“
Mit Bezug zu den Versen ,,Man müßte sich aus dem Staube machen/Und früh am Morgen unbekannt verreisen“ aus Mascha Kalékos Gedicht ,,Einmal sollte man…“ beginnt Ilse Hehn in ihrem neuen Buch, ,,Diese Tage ohne Datum“ das Kapitel über eine Reise nach Samos, die sich einreiht in die vielen Reisen in alle Himmelsrichtungen. Es ist ein poetisches Reisetagebuch, wobei das Wort poetisch ganz groß geschrieben werden muss. Denn gleichgültig, wo sich die wissbegierige und gleichzeitig sehr kenntnisreiche Autorin aufhält, geht es ihr darum, wie Ulrich Steenberg in einem Vorwort schreibt, in Landschaften, Kultur, dem unterschiedlichen südlichen oder nördlichen Licht eine innere Heimat zu entdecken.Weiterlesen→