Was eine Identität ausmacht

Rezension zu „La Nation entre les lignes“ von Catherine Roth

Ausgabe Nr. 2846

Catherine Roth: La Nation entre les lignes. Les Saxons de Transylvanie et la question des identités, Presses Universitaires de Rennes 2022, 625 Seiten, ISBN 978-2-7535-8626-0

In dem Buch „La Nation entre les lignes – Les Saxons de Transylvanie et la question des identités”, erschienen 2022 in der Reihe Essais im Verlag Presses Universitaires de Rennes, führt Catherine Roth auf über 600 Seiten durch die Geschichte und Prägung einer Minderheit. Sie untersucht die Identität der Siebenbürger Sachsen und schafft es, Kommunikation, Geschichte, Natur, Gegenwart, Kunst, Nationalismus und unsichtbare Medien zu einem schlüssigen Gesamtwerk zusammenzuführen.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2846

Modernisierung abgeschlossen

Hermannstadt. – Die Modernisierungsarbeiten im Wohnblockviertel Theresianum/Terezian wurden abgeschlossen, meldet das Hermannstädter Bürgermeisteramt. Die Arbeiten in Wert von 33,55 Millionen Lei (6,7 Millionen Euro) wurden von der Firma Geiger Transilvania durchgeführt. U. a. wurden knapp 46.000 Quadratmeter Grünflächen angelegt bwz. erneuert, zwei Parks modernisiert, Fahrradwege eingerichtet, Straßen und Gassen zwischen den Wohnblocks saniert, 1.162 Parkplätze eingerichtet, Straßenbeleuchtung bzw. Wasser- und Abwassernetze modernisiert und erweitert.

„Wir haben auch diese letzten umfangreichen Arbeiten abgeschlossen, die sich sehr positiv auf die Bewohner auswirken”, erklärte Bürgermeisterin Astrid Fodor. „Insgesamt haben wir von 2016 bis heute 16 größere und kleinere Wohnblockbereiche modernisiert, was die Lebensqualität in diesen Vierteln sichtbar verbessert hat. Der öffentliche Raum ist besser organisiert und effizienter. Die Grünflächen sehen gut aus, denn unsere Absicht war, diese zu erhalten und zu beleben. Wir haben versucht, im Rahmen der verfügbaren Flächen in diesen in den 70er und 80er Jahren eingerichteten Vierteln die Wünsche der Hermannstädter, die mehr Pakplätze haben wollten, und derer, die mehrere Grünflächen haben wollten, in Einklang zu bringen. Die Investitionen für die Modernisierung dieser Viertel sind von über 182 Millionen Lei (36,4 Millionen Euro), die ausschließlich aus dem Haushalt der Stadt Hermannstadt stammen”, erklärte Bürgermeisterin Astrid Fodor. (RS)Weiterlesen

Erwartungen wurden übertroffen

Büchners Woyzeck – neue Premiere an der deutschen Abteilung des TNRS

Ausgabe Nr. 2845

Premiere mit einem Klassiker: Wie eine Fetzenpuppe, die sich hin und her schieben lässt, wird der Titelheld in der jüngsten Inszenierung an der deutschen Abteilung des Radu Stanca-Nationaltheaters von Büchners „Woyzeck” dargestellt. Lesen Sie den Premierenbericht auf Seite 5. Unser Bild (v. l. n. r.): Szenenfoto mit Daniel Bucher (Doktor), Gyan Ros Zimmermann (Woyzeck) und Daniel Plier (Hauptmann).                             Foto: Andrei VĂLEANU

Einen Klassiker der deutschen Literatur auf die Bühne zu bringen, ist kein leichtes Unterfangen. Die Erwartungen sind groß: Wird es nun eine klassische Aufführung oder eine moderne, mit einem aufwändigen Bühnenbild und vielen Möbelstücken, und wird sich der Regisseur an dem bekannten Text halten? Fragen über Fragen, die sich auch einige der Hermannstädter Zuschauer vor der Premiere von „Woyzeck“ von Georg Büchner am Sonntagabend, dem 10. Dezember stellten. Neugierig waren sie allemal, davon zeugte der volle Saal des Radu Stanca-Nationaltheaters. Die Regie des Theaterstückes, das von den Schauspielerinnen und Schauspielern der deutschen Abteilung des TNRS gespielt wurde, führten Hunor Horváth und Edith Buttingsrud Pedersen.Weiterlesen

Verkaufsschlager Adventkränze

Ausgabe Nr. 2845

Bei dem Weihnachtsbasar, den die private deutsche Charlotte Dietrich-Schule (CDS) in der Flussgasse/Râului 30 in Hermannstadt am vergangenen Freitag veranstaltet hat, waren die Adventkränze der Verkaufsschlager (unser Bild). Zum Verkauf bzw. zum Verzehr angeboten wurden aber auch Handarbeiten, weihnachtlicher Schmuck, Lebkuchen und andere hausgemachte Leckereien, u. a. Zuckerwatte, Gebäck, Waffeln, Zakuska und Marmelade. Schulleiter Rafael Mahl persönlich buk köstliche Pfannkuchen.                        

Foto: Beatrice UNGAR

Unendlich dankbar

Ein Brief vom Kinderhospiz des Dr. Carl Wolff-Vereins

Ausgabe Nr. 2845

An manchen Tagen ist das Kinderhospiz laut und bunt. So war das am Samstag, als Andrei seinen zweiten Geburtstag feierte und Artur seinen vierten. Die Lebensgeschichte beider Kinder begann mit Todesahnung. Die Eltern von Artur verzweifelten schier nach seiner Geburt. Sie konnten den Kleinen nicht einmal in die Arme schließen, denn Schläuche und Apparate bestimten sein Dasein. Tagelang standen sie vor dem Brutkasten und mussten erst einmal die Information verdauen: Das Beste für ihr Kind sei das Kinderhospiz. Ihm bleibe nur wenig Lebenszeit. Zwei Jahre hindurch kamen sie anfangs zögerlich, dann immer öfter zu Artur.Weiterlesen

Ein editorisches Ereignis gewürdigt

Neuerscheinung zum Einfluss der deutschen Sprache und Kultur präsentiert

Ausgabe Nr. 2845

Bei der Buchvorstellung sprachen Prof. Dr. Rudolf Gräf, der Literaturkritiker Prorektor Prof. Dr. Andrei Terian, die Journalistin Hannelore Baier, Dr. Doris Sava, Prof. Dr. Andrei Corbea-Hoișie, es moderierte Prof. Dr. Zeno-Karl Pinter (v. l. n. r.).                                       Foto: Andreea DUMITRU

„Das Erscheinen einer umfangreichen Darstellung zu entwicklungsgeschichtlichen Bedingtheiten der kulturellen Vergangenheit Rumäniens muss als editorisches Ereignis gewürdigt werden. Das Überblickswerk von qualitativ hoher inhaltlicher und typografischer Gestaltung beeindruckt durch thematische Breite und interdisziplinäre Zusammenführungen, die den prägenden Einfluss der deutschen Sprache und Kultur auf die rumänische Kultur- und Geistesgeschichte in einer von Umwälzungen markierten Zeit dokumentieren.” Mit diesen Worten leitete die Germanistin Dr. Doris Sava die Präsentation der beiden Bände „Limbă şi cultură germană în România (1918-1933)” (Polirom-Verlag 2023) am 6. Dezember im Forschungsinstitut der Rumänischen Akademie in Hermannstadt ein. Weiterlesen

Chanukka Sameach!

Ausgabe Nr. 2845

Vom 7. bis zum 15. Dezember wird heuer Chanukka gefeiert. Die jüdische Gemeinde Hermannstadt beging das Fest am Montag mit einer Delegation der Föderation der Jüdischen Gemeinden aus Rumänien, die sich auf „Chanukka-Reise“ durchs Land befand. Mit dabei waren Vizepräsident Ovidiu Bănescu, Dr. Mona Bejan und Silvian Horn. Unser Bild: Levia Baruch entzündete die vierte Kerze an der Chanukkia unter Aufsicht ihres Vaters Tiberiu Baruch, dem Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde Hermannstadt.         Foto: Beatrice UNGAR

 

Die gute Freundschaft gefeiert

Zweite Jahresabschlussfeier im Deutschen Konsulat in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2845

Konsulin Kerstin Ursula Jahn bei ihrer Ansprache im Hof des Konsulats.

„Ihrem ‚Deutschland, wir kommen!‘ möchten wir antworten: Deutschland freut sich auf Euch!“, schloss Konsulin Kerstin Ursula Jahn ihre Ansprache bei der Jahresabschlussfeier, zu der sie in den Hof des Deutschen Konsulats Hermannstadt am Dienstag, dem 12. Dezember, einlud. Zuvor hatte sie das Thema EM-Qualifikation Rumäniens im Fußball angesprochen und freute sich im Namen Deutschlands, die Fußballelf in ihrer Heimat, Gastgeber der Europameisterschaft 2024, willkommen zu heißen. Weiterlesen

Studien zur Siedlungsgeschichte

Ausgabe Nr. 2845

Der Städtehistoriker und Mitglied der Rumänischen Akademie Architekt Dr. Paul Niedermaier (unser Bild) hat Ende November in der Bibliothek des Hermannstädter Forschungsintituts für Geisteswissenschaften der Rumänischen Akademie seine neuesten Bücher vorgestellt. Es handelt sich um Ardealul în spațiul sud-est european. Studii de istorie a habitatului din zona României în secolele IX-XIV” (Rumänische Fassung: Liviu Câmpeanu, Bukarest, Editura Academiei Române, 2022, 286 Seiten) und Siebenbürgen im südosteuropäischen Raum. Studien zur Siedlungsgeschichte des 9.–14. Jahrhunderts” (Köln-Wien, Böhlau Verlag, 2023, Siebenbürgisches Archiv 45, 344 Seiten). Diese zweisprachige Edition stelle sowohl für Städtehistoriker aber auch für Forscher im Bereich der Siedlungsgeschichte einen bedeutenden Fortschritt dar, sagte bei dieser Gelegenheit Prof. Dr. Rudolf Gräf, der Leiter des Forschungsinstituts.                                                                             Foto: Andreea BUZAȘ

 

Das Schneckchen

Schreibwettbewerb des Konsulats 2023

Ausgabe Nr. 2845

Das Thema des sechsten Schreibwettbewerbs für deutschsprachige Lyzeaner, den das Deutsche Konsulat Hermannstadt und die Hermannstädter Zeitung veranstaltet haben, lautete: ,,Eines Tages fand ich im nahen Wald ein kleines…” Ersetze die Punkte mit der Bezeichnung eines Tieres und setze den Text fort. Lesen Sie den Beitrag der Erstplazierten Sigrid Arvay (Johannes Honterus-Gymnasium, Kronstadt):Weiterlesen

Lebkuchenhäuschen erfolgreich versteigert

 Pfarrer Hans-Georg Junesch (1. v. l.) stellt die Lebkuchenaktion vor. Bbegrüßt wurden die Gäste u. a. von der DWS-Ehrenvorsitzenden, der Deutschen Konsulin Kerstin Ursula Jahn (Bildmitte), und dem DWS-Vorsitzenden Wolfgang Köber (1. v. r.).

Ausgabe Nr. 2845

Im Rahmen der diesjährigen Weihnachtsfeier des Deutschen Wirtschaftsclubs Siebenbürgen (DWS) wurden am vergangenen Donnerstag Lebkuchenhäuschen und -herzen versteigert, die von Jugendlichen von der evangelischen Kirchengemeinde A. B. Hermannstadt und dem Studiengang für deutsche Grundschulpädagogik der Lucian Blaga-Universität Hermannstadt unter der Betreuung von Liane Junesch gebacken wurden und beim Adventsbasar der Handarbeitskreise des Evangelischen Frauenvereins im Spiegelsaal des Demokratischen Forums der Deutschen Hermannstadt nicht verkauft werden konnten. Der Erlös vom Verkauf, als auch von der Versteigerung, dient guten Zwecken: eine Hälfte geht in die Kasse der Jugendarbeit, der Arbeit der Studierenden der Grundschulpädagogik, wo es immer wieder Bedarf an kleineren Summen gibt, und die andere Hälfte an den Verein Europäisches Jugendbegegnungszentrum Kirchenburg Holzmengen, der vielfältige Tätigkeiten entfaltet, die u. a. zum Erhalt der Kirchenburg beitragen. U. a. wird jährlich das Holzstock-Festival und der Weihnachtsmarkt, in diesem Jahr am 16. Dezember, in Holzmengen veranstaltet.

Im Verlauf des Abends kündete der Vorsitzende des Siebenbürgenforums, Martin Bottesch, das zweite große”, also internationale, Sachsentreffen an, das zwischen dem 2. und 4. August 2024 in Hermannstadt stattfinden wird. Sponsoren seien dabei willkommen.

Text und Foto: Werner FINK