Autofrei ist der Schillerplatz attraktiver

Das Street Delivery-Festival feierte am Wochenende seine dritte Auflage 

Ausgabe Nr. 2681

Das Festival Street Delivery feierte am Wochenende seine dritte Auflage. Unser Bild: Eine  tolle Atmosphäre herrschte trotz Schutzmaske am Samstagabend beim Konzert der Hermannstädter Band „Suburbia 11“.                  Foto: Cynthia PINTER

Was können uns die Straßen der Stadt bieten? Sind es bloß Abstellplätze für unsere Autos? Immer mehr Städte drängen das Auto zurück, um wieder mehr Platz für die Menschen zu schaffen. Das passiert auch in Hermannstadt Schritt für Schritt, Meter für Meter. Der Große Ring, die Heltauergasse und seit fast einem Jahr ist auch der Huetplatz eine autofreie Zone. Dafür kämpft nicht nur das Bürgermeisteramt Hermannstadt sondern auch verschiedene NGO’s und Festivals. Eines davon ist Street Delivery, das heuer zum dritten Mal unter dem Motto „ReSolutii“ am Wochenende vom 10. bis 12. Juli am Schillerplatz und an der Kreuzung Armbrustergasse/Str. Arhivelor und Wintergasse/Str. Timotei Popovici stattfand.Weiterlesen

Schlüssel zum gelingenden Leben

Ein Wort aus Hermannstadt zur Tageslosung

Ausgabe Nr. 2681

Vikar Heinrich Rosinger ist zugleich der Vertreter von Kleinscheuern im Gemeindeverband Neppendorf. Deshalb hier einige Angaben zu der ehemals siebenbürgisch-sächsichen Gemeinde unweit von Hermannstadt. Zur evangelischen Kirchengemeinde A. B. Kleinscheuern gehören heute 9 Mitglieder. 1930 waren es noch knapp 1500 gewesen. Die 1353 erstmals urkundlich erwähnte Gemeinde gehörte zum Hermannstädter Kapitel und hat im Laufe der Geschichte auch sehr trübe Zeiten erlebt. So wurde sie z. B. 1600 von Fürst Mihai Viteazul (Michael der Tapfere) in Schutt und Asche gelegt. Die schmucke evangelische Kirche wurde ab 1280 als turmlose dreischiffige Basilika erbaut und wurde beim Erdbeben 1977 schwer beschädigt. Die renovierte Kirche wurde 1980 durch den damaligen Bischof D. Albert Klein wieder eingeweiht. Kleinscheuern kann sich auch mit einem der ältesten Kirchenbücher der Siebenbürger Sachsen rühmen: 1380 legte es Pfarrer Michael an. Neueren Datums ist die Wegenstein-Orgel, die 1913 von dem Orgelbauer Carl Leopold Wegenstein persönlich aufgestellt worden ist. Der Altar stammt aus dem Jahr 1714. Seit 1992 betreibt im evangelischen Pfarrhaus das Blaue Kreuz Rumänien das Nazareth-Haus, eine Reha-Einrichtung für suchtkranke Männer. Unser Bild: Eine Besonderheit in der schmucken evangelischen Kirche ist die kunstvoll verzierte Kelchkanzel, die 1777 hier aufgestellt worden ist.Foto: Angelika Sara BEER

Der Herr, euer Gott, ist der Gott der Götter und der Herr der Herren, der große, starke und furchtbare Gott, der kein Ansehen der Person kennt und keine Bestechung annimmt. (5. Mose 10,17)

Nachdem Mose die zwei neuen steinernen Tafeln – von Gott mit den Zehn Geboten beschrieben – empfangen hat, beschreibt er seinem Volk, wer Gott ist und was er von jedem Einzelnen fordert.

Der Schlüssel zum Wohlergehen

Wir sollen Gott fürchten, in allen seinen Wegen wandeln, ihn lieben und ihm von ganzem Herzen und von ganzer Seele dienen. Das ist der Schlüssel zum Wohlergehen jedes Einzelnen.

Gott ist und bleibt ein eifernder und gerechter Gott, das hatten sie inzwischen in der Wüste, auf dem Weg in das verheißene Land erfahren. Mose ermuntert die Menschen zu einer festen Gemeinschaft untereinander und mit ihrem Gott.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2681

Infektionsrate geht nicht zurück

Bukarest. –  Seit gestern hat Österreich direkte Flüge aus und nach Rumänien verboten, wegen Infektionsrisiko mit dem neuen Coronavirus. Ausnahme machen die Flüge, „die im Interesse Österreichs sind”, meldet die rumänische Presseagentur Agerpres, sich berufend auf die österreichische Presseagentur APA, Flüge mit Saisonarbeiter, medizinische Flüge, Cargotransporte, usw.

In Rumänien ist die Zahl der neuinfizierten Personen stätig gestiegen. Zur Zeit wird auch mehr getestet, u. a. weil in mehreren Ländern, wie Griechenland und Ungarn, rumänische Staatsbürger nur noch mit einem negativen Sars-Cov2-Test einreisen dürfen.

Die Regierung hat einen Entwurf eines Gesetzes bezüglich der infizierten Personen an das Parlament geschickt, doch die Parteien sind sich seit mehreren Wochen nicht einig geworden. Zur Zeit dürfen Personen, die positiv auf den Coronavirus getestet worden sind,  das Krankenhaus auf eigene Verantwortung verlassen. 727 Personen haben sich entschieden, das Krankenhaus zu verlassen, mindestens eine Person ist einige Tage darauf an den Folgen der Infektion gestorben.

Bis zum 15. Juli wurden 34.226 Infektions-Fälle registriert. Durchgeführt wurden 886.918 Tests. 1.952 Personen sind an den Folgen gestorben.  (RS)

 

Deutsche Premiere online

Hermannstadt. – Das Stück ,,Live“ von Thomas Perle, dem aktuellen Dorfschreiber von Katzendorf wurde in der Regie von Bobi Pricop an der deutschen Abteilung des Radu Stanca-Nationaltheaters online produziert und wird im Rahmen der online-Spielzeit ,,Digitale Bühne“ am 24., 25. und 26. Juli, jeweils ab 19 Uhr, auf der Homepage des Theaters gezeigt. Hier, unter www.tnrs.ro können auch Karten gekauft werden. Mehr zum Programm der online-Spielzeit auf Seite 8. (BU)Weiterlesen

„Sie alle sind wunderbar”

Der Hermannstädter Fotograf Fred Nuss nahm Kulturverdienstorden entgegen

Ausgabe Nr. 2680

Feierliche Übergabe des Ordens am Samstag (v. l. n. r.): Silviu Borş, Raluca Turcan und Fred Nuss.                             Foto: Ruxandra STĂNESCU

Hermannstadts berühmtester Fotograf, Fred Nuss, wurde am 15. Januar d. J. durch Staatspräsident Klaus Johannis mit dem Verdienstorden für Kultur im Rang eines Kavaliers, für seine langjährige Tätigkeit als professioneller Fotograf und damit für die „Förderung der Kultur” ausgezeichnet. Den Orden überbrachte ihm am Samstag Vizepremierministerin Raluca Turcan. Weiterlesen

Eine musikalische Odyssee

Streiflichter von den 17. Rumänisch-amerikanischen Musiktagen

Ausgabe Nr. 2680

Die 17. Auflage der Rumänisch-amerikanischen Musiktage hat vom 1. bis 5. Juli d. J. vor dem Thaliasaal stattgefunden. Unser Bild: Nachdem am Mittwoch Abend die ersten Töne von Antonio Vivaldis ,,Jahreszeiten“ vom Balkon ertönt waren, sammelten sich sogar Schau- und Hörlustige hinter den Absperrungen, um dem Spiel der Hermannstädter Staatsphilharmonie zu lauschen. Die von Vivaldi geschriebenen erläuternden Sonette wurden zwar nicht vorgetragen, jedoch konnte auch ein jeder, der die vier Jahreszeiten nicht kannte, der Handlung ganz leicht folgen: Unter der Führung Ovidiu Dragomans wurde die Staatsphilharmonie vom Hermannstädter Balletttheater begleitet.                  Foto: Tobias LEISER

Der Covid-19-Pandemie trotzend haben die Rumänisch-Amerikanischen Musiktage auch in diesem Jahr wieder stattgefunden. Obwohl die 17. Auflage der Konzertreihe, vom 1. bis 5. Juli, nicht wie in gewohnter Manier auf dem Großen Ring und in der Philharmonie, sondern auf dem Vorplatz neben dem Thalia-Saal abgehalten werden musste, erfreuten sich die Musiktage dennoch zahlreicher Besucher. In neun einzelnen Konzerten nahmen die Musiker ihre Gäste mit auf eine musikalische Odyssee: von einer Harfen-Interpretation der Tänze aus Siebenbürgen, über Werke von Bach bis Vivaldi, bis hin zu Jazz mit Blues- und Rock-Elementen sowie Ska-Punk-Reggae.Weiterlesen

Astra Multicultural

Ausgabe Nr. 2680

Das ,,Astra Multicultural“-Festival, das der kulturellen Vielfalt gewidmet ist, findet vom 10. bis 12. Juli im Freilichtmuseum im Jungen Wald statt. Unser Bild: Im Vorjahr wurden unter Anleitung von Elisabeth Rosenauer in dem siebenbürgisch-sächsischen Haus aus Kleinschelken leckere Kartoffelwuzerl nach Neppendorfer Art gebacken und entsprechend serviert.                               

Foto: Beatrice UNGAR

Detailfreudige Bildchronik der Stadt

Panoramafotos von Stefan Jammer im Teutsch-Haus ausgestellt

Ausgabe Nr. 2680

Blick in die Ausstellung bei der Vernissage, die am 1. Juli in kleinem Rahmen und mit Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen stattgefunden hat.                                                     Foto: Fred NUSS

So hat man Hermannstadt noch in keiner Ausstellung gesehen. Detailreich und in insgesamt 700 Fotografien zeigt der Fotograf Stefan Jammer in der Ausstellung „PANORAMA. Hermannstadt/Sibiu“ seine Sicht von Hermannstadt. Die Ausstellung wurde am 1. Juni im Terrassensaal des „Friedrich Teutsch“ Kultur- und Begegnungszentrum eröffnet und kann das ganze Jahr über (bis zum 15. Dezember) kostenlos besichtigt werden. Man könnte stundenlang in der Ausstellung verweilen und sich die verschiedenen Panorama-Bilder ansehen. Weiterlesen

10. Kronenfest in Frauendorf

Ausgabe Nr. 2680

Jonathan Servatius-Depner erklomm 2018 gekonnt den Kronenbaum und ließ Bonbons herunterregnen.                       
Foto: Privat

In Frauendorf wurde im Jahr 2011 zum ersten Mal nach vielen Jahren wieder das schöne gemeinschaftsstiftende Kronenfest gefeiert. Damals wurde die Idee von der zurückgekehrten Kuratorin Ilse Constantin geb. Seidner gemeinsam mit Freundinnen aus Deutschland, dazu die zuständige Pfarrerin (aus Mediasch) Hildegard Servatius-Depner und weiteren rumänischen Dorfbewohner entwickelt. Zimmermannsleute aus Deutschland haben einen Stamm für die Krone gedrechselt.Weiterlesen

Auch die Klone haben… ein Ende

Schreibwettbewerb des Deutschen Kulturzentrums Hermannstadt

Preisverleihung (v. l. n. r. ): Roxana Stoenescu, Andrei Cristian Rigo Ana Maria Vintilă, Sara Maria Marin und Ruxandra Stănescu.  Foto: Elisabeth KÖBER

Ausgabe Nr. 2680

Das Deutsche Kulturzentrum Hermannstadt hat im Frühjahr dieses Jahres einen Wettbewerb für kreatives Schreiben organisiert, am Freitag fand im kleinen Rahmen die Preisverleihung statt. Die 12-14-Jährigen konnten in deutscher oder rumänischer Sprache ihre Geschichten einreichen, die meisten waren allerdings deutsch. Eine schöne Überraschung für die Organisatoren war, dass auch Jugendliche aus anderen Landeskreisen mitgemacht haben.Weiterlesen

Von ,,Porl“ und ,,Ziegenhainer“

Neues Buch von Erwin Neustädter erschienen

Ausgabe Nr. 2680

Nach „Mensch in der Zelle – Ein Erlebnisbericht“ (2015) hat Pfarrer Ortwin Galter aus Linz nun das zweite Buch aus dem Nachlass seines Großvaters, Dr. phil. Erwin Neustädter, herausgegeben. Es trägt den Titel „Im Glanz der Abendsonne – Wie ich wurde, was ich bin“.

Über Jahre hinweg versuchte Neustädter zu ergründen, „welches die Mächte waren“, die ihn zu dem geformt hatten, der er schließlich wurde. Erste Anläufe dazu unternahm er bereits im Jahr 1955 nach seiner Entlassung aus der Internierung. Anfang der 1960er reicherte er den Entwurf mit Beobachtungen über die Einflüsse auf ihn an und begann das handschriftliche Manuskript, an dem er bis 1975 arbeitete, zu verfassen. 1976 schrieb er die erste maschinelle Fassung; die letzte Fassung trägt die Notiz: März 1980.Weiterlesen