Ausgabe Nr. 2358
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Prof. Dr. Dr.h.c. Paul Philippi zum 90. Geburtstag
Vor einer Woche erwähnte Prof. Dr. Karl Schwarz aus Wien gelegentlich einer Tagung in Neppendorf, mit welch erstaunlichem Mut der junge Paul Philippi im Jahr 1953 es wagte, gegenüber dem hochberühmten und damals jüngst emeritierten Kirchenhistoriker Prof. Dr. Karl Heussi Thesen aufzustellen und, selbst nachdem dieser eine „Richtigstellung“ veröffentlicht hatte, auch weiter zu verfechten. Es ging dabei um die religiöse Freiheit als einem europäischen Modellfall im Siebenbürgen des 16. und 17. Jahrhunderts.
Seither sind 60 Jahre vergangen, doch die glänzende Fähigkeit, schlagfertig und fest begründet zu argumentieren, kennzeichnet Prof. Dr. Paul Philippi auch heute noch. Er wird deshalb von vielen bewundert, andere aber widersprechen ihm oder wenden sich resigniert von ihm ab. Tatsache ist, dass seine optimistische Grundhaltung von einigen geteilt, von anderen gar nicht verstanden wird, denn es gibt Dinge, die man nur versteht, wenn man einen ähnlichen Ansatzpunkt hat. Auch dass er niemals bereit ist leichtfertig aufzugeben, kann nur verstehen, wer ähnlich empfindet.Weiterlesen














