Eine literarische Einladung

Ausgabe Nr. 2399
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Anthologie Im Schatten der Kirchenburgen" im Wunderwaldverlag erschienen

Die Anthologie „Im Schatten der Kirchenburgen“ überrascht mit einem erfrischenden Ansatz – doch scheitert stellenweise an der Ausführung. Auf knapp hundert Seiten setzen sich zehn Autoren mit dem Thema „Kirchenburgen“ auseinander. Oder mit den Worten der Herausgeberin Michaela Stadelmann gesprochen: In den Kurzgeschichten muss „eine existierende Wehrkirche bzw. Kirchenburg vorkommen“. 

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Nachrichten

2398

Volle Unterstützung für Johannis; 24. Sachsentreffen in Mühlbach; Internationales Poesiefestival; 42 Jahre Bergfreunde-Verein; Lesung in Wuppertal; Festival für die Geschlechtergleichheit; Buchvorstellung am Dienstag; Transilvanian Brunch; Gesucht wird der stärkste Mann”; Publikumspreis bei HOP-Gala; Radio Neumarkt auf Deutsch; Rumänisches Fernsehen in deutscher Sprache.Weiterlesen

Lobby in Berlin

Ausgabe Nr. 2398
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Pressemitteilung von der DFDR-Vorstandssitzung

 

Der Vorstand des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien (DFDR) trat am vergangenen Freitag zu einer ordentlichen Sitzung zusammen. Die Sitzung wurde vom DFDR-Vorsitzenden Dr. Paul-Jürgen Porr geleitet, an ihr nahmen Repräsentanten aller fünf Regionalforen teil sowie der Ehrenvorsitzende Dr. Paul Philippi, der Abgeordnete Ovidiu Ganţ und Christiane Cosmatu, Unterstaatssekretärin im Departement für interethnische Beziehungen. Auf der Tagesordnung standen insgesamt acht Punkte, die in der fast vierstündigen Besprechung behandelt wurden.

 

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Heißer Schnaps für den „Genossen“

Ausgabe Nr. 2398
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Am 20. September 1974 wurde die Transfogarascher Hochstraße eröffnet

 

Als greatest driving road in the world" (tollste Verkehrsstraße der Welt) bezeichnete ein Reporter der BBC-Sendung Top Gear" (Höchstgang) 2009 die Transfogarascher Hochstraße, die auf der Nord-Süd-Achse die Südkarpaten überquert. Gebaut wurde die Straße von 1970 bis 1974, am 20. September 1974, also vor genau 40 Jahren wurde sie feierlich eröffnet. Ursprünglich war sie als einspurige Forststraße geplant, aber der damalige Staatschef und Generalsekretär der Rumänischen Kommunistischen Partei forderte zwei Spuren, in der gleichen Bauzeit…Weiterlesen

Neues Sportzentrum

Ausgabe Nr. 2398
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Erstes DWS-Treffen nach der Sommerpause

 

Vergangenen Freitag fand das 134. Mitgliedertreffen des Deutschen Wirtschaftsclubs und zugleich das erste in diesem Jahr nach der Sommerpause statt. Nach der bergüßung von Neumitgliedern stellte Verkaufsleiter Philip Sunley das Unternehmen DB Schenker vor, das die Verköstigung sponsorte. Maria Ciolan stellte das Aria Zentrum, eine medizinische Klinik und ein Sportzentrum vor. DWS-Geschäftsführer Wiegand Fleischer machte auf einige Termine aufmerksam.

 

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„Ein Theater, das nie schläft“

Ausgabe Nr. 2398
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Spielzeitbeginn am Radu Stanca-Nationaltheater in Hermannstadt

 

Mit der Vorpremiere des Stückes „Marat/Sade“, eine Adaptation des Textes „Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats dargestellt durch die Schauspielgruppe des Hospizes zu Charenton unter Anleitung des Herrn de Sade“ von Peter Weiss, in der Regie von Charles Müller, eröffnete das Radu Stanca-Nationaltheater Hermannstadt am Sonntag seine neue Spielzeit.Weiterlesen

Liebe zur Musik geweckt

Ausgabe Nr. 2398
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Der siebenbürgische Musiker Michael Beck ist tot

 

Der 1955 in Urwegen geborene Michael Hamlescher, als Musiker unter dem Namen Michael Beck bekannt, wurde in der Wuppertaler Zeitung vom 23. Oktober 2004 anlässlich seines 25. Jubiläums an der Bergischen Musikschule als „Wanderer zwischen den Musikwelten bezeichnet" und als einer „der regelmäßig auszieht, Toleranz zu leben". Am 11. September 2014 kam Michael Beck bei einem schweren Verkehrsunfall bei Konstanza ums Leben. Eine seiner ehemaligen Kolleginnen an der Hermannstädter Kunstschule, die in Frankfurt an der Oder tätige Violonistin Simona Böhm, erinnert sich im Folgenden an den viel zu früh Verstorbenen:Weiterlesen

„Bildung kann man dir nicht nehmen“

Ausgabe Nr. 2398
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Großzügige Sachspende der Michael Schmidt-Stiftung zum Schulbeginn

 

65.000 Schülerinnen und Schüler gehen seit Montag im Kreis Hermannstadt wieder zur Schule. Während ca. 8.000 Erst- und Zweitklässler auf ihre Lehrbücher noch warten müssen, dürfen sich die Kinder freuen, die an einer der 19 Schulen mit deutschen Abteilungen die Vorbereitungsklassen besuchen. Die Michael Schmidt-Stiftung und die Bayerische Staatsregierung schenkten diesen entsprechende Lehrmittel.Weiterlesen

„Jedes Töpfchen find‘ sein Deckelchen“

Ausgabe Nr. 2397
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Streiflichter vom 48. Töpfermarkt auf dem Großen Ring in Hermannstadt

 

Jedes Töpfchen find' sein Deckelchen". Mit diesem Vers begann der Refrain eines Liedes, das Lieselotte Pulver seinerzeit  im Spielfilm Kohlhiesels Töchter" zum Hit gemacht hat und das auch heute noch bei Karnevalsfesten in Deutschland zum Standardrepertoire gehört. Wäre dies Lied nicht schon in dem 1962 gedrehten Film gesungen worden, es hätte der Hit des seit 1968 stattfindenden Töpfermarktes in Hermannstadt sein können.

 

Töpfer aus allen Regionen Rumäniens hatten am vergangenen Wochenende ihre Meisterwerke im Rahmen des 48. Töpfermarktes auf dem Großen Ring zur Ansicht oder zum Verkauf gebracht.

Auf einem seit langem nicht mehr so ruhigen Großen Ring konnte man am Wochenende eigentlich alles finden, was aus Ton gefertigt werden kann. Man fand also wirklich für jedes Töpfchen ein Deckelchen.

Viele fragen sich jetzt wieso gerade Hermannstadt? Was hat die Stadt mit der Töpferei zu tun?

Als schon im späten Mittelalter etabliertes Handelszentrum, ist Hermannstadt über die Jahrhunderte hinweg ein interessanter Absatzmarkt für Händler, Handwerker und Manufakturen aller Art gewesen. Die unterschiedlichen Zünfte sind auch heutzutage noch wohl bekannt, vor allem da viele der Straßen in der Altstadt ihre Namen tragen und dadurch Zeugen der Geschichte bleiben.

Eine der ersten Zünfte der Stadt, erstmals im Jahr 1376 urkundlich erwähnt, die einen besonderen Einfluss auf die damalige Gesellschaft ausübte, war diejenige der Töpfer. Dokumente aus den Jahren 1376, 1539 und 1776 aus dem Hermannstädter Archiv zeugen von Anfang und Verlauf der Töpfergeschichte. Zahlreiche Kacheln fanden ihren Platz nach dem 18. Jahrhundert in den wichtigsten Museen Rumäniens und im Ausland. 252 Töpfer lebten damals allein in der Umgebung von Hermannstadt und hatten zu Gast eine große Anzahl von Töpfergesellen aus dem Ausland, die drei bis vier Jahre lang das Handwerk erlernen und ausüben durften. Dokumente weisen die Existenz des Töpfermarktes  auf der Wiesengasse (rum. Tipografilor) bis Ende des 19. Jahrhunderts nach.

Horst Klusch, unter dessen Koordination im Jahr 1968 der erste Töpfermarkt in Hermannstadt  mit 25 ausstellenden Hafnern organisiert wurde, schreibt im Artikel „Der Töpfermarkt in Hermanstadt – zwischen Tradition und Moderne" in der ersten Ausgabe des Ziarul Olarilor (Töpferzeitung), dass zu Ende des 19. Jahrhunderts die Hermannstädter Zunft der Töpfer über 200 Mitglieder zählte. Schon bei der ersten Auflage des „modernen“ Töpfermarktes im Jahr 1968 wurde die Organisierung dieser Veranstaltung dem Zentrum für Konservierung und Förderung der Traditionellen Kultur, Cindrelul –  Junii Sibiului, überlassen, das in Partnerschaft mit dem Astra-Museum bedeutungsvolle Änderungen für die Veranstaltung einführten. So ist es auch dazu gekommen, dass heutzutage der Töpfermarkt auf dem Großen Ring gehalten wird.

Auch dieses Jahr konnte man einige Stunden in der bunten und beruhigenden Welt der Keramik und des Lehms verstreichen lassen.  Nur die Vogelwasserpfeifen, die die Ruhe des Wochenendes unterbrachen, erinnerten noch an den Alltag auf dem Großen Ring, welcher bei anderen Events bei weitem nicht so ruhig ist.

Ein Töpfer führte seine Kunst an der Töpferscheibe Live vor, und in kurzer Zeit sammelten sich mehrere Interessierte im Kreis rund um ihn herum.

Vasile Rătezeanu aus Găleșoaia, Kreis Gorj, bewegte langsam seinen Fuss auf dem Töpferrad und formte sorgfältig eine Vase, die immer genauere Konturen annahm. Damit die Zuschauer genau sehen, wie alles geht und damit ein bisschen Spannung in der Luft schwebt, drückte er den Lehm ein und die Vase wurde im Nu zu einem kreisenden Lehmball. Man hörte jetzt ein „Oooohhh” aus der Menschenmenge. Doch Rătezeanu lachte und fing an, die Vase wieder zu gestalten.

An den vielen Ständen konnte man u. a. traditionelle Kachelöfen von Teracota Mediasch, lustige Glöckchen und coole Tassen von Tonal, bunt bemalte Schmuckkästchen von Pall Lajos aus Korond, Schmuckzeug, Willkommen-Tontafeln und vieles vieles mehr bewundern und kaufen.

Man konnte einfach Stunden in der Spirale des Tons verbringen, ohne zu bemerken, dass eine Minute vorbeigegangen ist. Man konnte Ungarisch, Deutsch und Rumänisch sprechen hören und sich im nachhinein noch träumend vorstellen, wie es vor Jahrzehnten auf dem Markt auf dem Grossen Ring gewesen sein muss.

Ein Höhepunkt war die Vorstellung der ersten Töpferzeitungim Schatzkästlein, zu der die die Töpferfamilie Sitar aus der Maramuresch mit einer Töpfereiausstellung eingeladen war.

Die Ausstellung, kuratiert von Karla Roșca, verzauberte die Anwesenden mit Keramik aus Baia Mare, Keisd (Saschiz), Vama, Negrești und Bârgău, handgefertigt in der Werkstatt der Familie Sitar. Interviews der Familie Sitar und die Geschichte der ausgestellten Keramik konnte man abgebildet an den Wänden der Kunstgalerie lesen.

Die erste Töpferzeitung wurde unter der Federführung von Karla Roșca und Horst Klusch herausgegeben und soll ein „für Töpfer, über Töpfer und von Töpfern”  geschriebenes Blatt sein. Man kann Geschichten lesen von Menschen, die ihr Leben der Töpferei  gewidmet haben, die Geschichte der Töpferindustrie oder Neuigkeiten aus der Branche finden.

Leider konnte Horst Klusch aus Krankheitsgründen nicht dabei sein. Die Hauptakteure der Vernissage, Cornel Sitar, Angela Sitar,  Ioana Luca und Ilie Moise, haben aber ihr Bestes getan, damit sich die Gäste willkommen fühlen.

Angela Sitar hat zuletzt auch einen kleinen Kurs in Keramikmalerei gehalten, an dem sich auch die deutsche Konsulin Judith Urban beteiligte, und unter den neugierigen Blicken der Zuschauer, achtsam ihren Tonteller bemalte. 

                         Monika TOMPOS

 

Bei wunderschönem Wetter konnten die Besucher nach Lust und Laune auf dem Großen Ring die wie immer reichlich vorhandenen Töpferwaren aller Art betrachten und erstehen.                               Foto: Fred NUSS

Die deutsche Konsulin Judith Urban (links) lässt sich von der bekannten Töpfermeisterin Angela Sitar zeigen, wie man einen Teller bemalt.

Fotos: Fred NUSS

Nachrichten

2397

24. Sachsentreffen in Mühlbach

 

Mühlbach. – Unter dem Motto „Wir sind hier" ist das 24. Sachsentreffen, das am 20. September d. J. in Mühlbach gefeiert wird, dem 25. Gründungsjubiläum des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien gewidmet. Die Predigt im Festgottesdienst hält Dechant Dr. Wolfgang Wünsch, Festredner ist DFDR-Geschäftsführer Benjamin Jozsa, mit der Honterus-Medaille ausgezeichnet wird der DFDR-Vorsitzende Dr. Paul Jürgen Porr.

Für die Fahrt zum 24. Sachsentreffen stellt das Zentrumsforum Hermannstadt seinen Mitgliedern zwei Busse zur Verfügung. Die Hermannstädter können sich beim Forumssitz, bei Helmut Lerner, bis Mittwoch, den 17. September, 11 Uhr, einschreiben. Teilnehmer aus anderen Orten schreiben sich beim jeweiligen Forumsvorsitzenden ein. Abfahrt in Hermannstadt: am Samstag, den 20. September, 8 Uhr, vom Parkplatz „Thalia“- Saal. Für die anderen Ortschaften sind die Abfahrtszeiten von den jeweiligen Forumsvorsitzenden zu erfahren. Nähere Informationen unter 0269-21.54.17.

 

Reservierungen für CibinFest

Hermannstadt. – Das CibinFest 2014 findet zwischen dem 25. und 28 September m Großen Ring statt. Das Reservierungssystem wurde schon aktiviert, so, dass man sich unter www.cibinfest.ro anmelden kann. (WF)

 

 

Festival der lyrischen Kunst

Hermannstadt. – Seit Mittwoch, und bis zum 28. September findet in Hermannstadt das von der Hermannstädter Staatsphilharmonie veranstaltete Internationale Festival der lyrischen Kunst statt. Heute bietet die Bukarester Komische Oper für Kinder um 19 Uhr im Thaliasaal eine Vorstellung mit Donizettis „Don Pasquale", am Sonntag, den 14. September, 19 Uhr, konzertiert das Ensemble „Flauto dolce" aus Klausenburg in der Johanniskirche. Vom 24. bis 28. September findet die fünfte Auflage des „Vox Artis"-Gesanwettbewerbs für jungen Solisten statt. Mehr zu dem Programm auf Seite 8. (BU)

 

Bastelstunde für Kinder

Hermannstadt. – Am ersten Schultag, also am 15. September, ab 16 Uhr, lädt das Deutsche Kulturzentrum Hermannstadt zur ersten Bastelstunde dieses Herbstes ein. Zur Feier des Tages sollen einzigartige Stundenpläne gebastelt werden. Erwartet werden Kinder zwischen 7 und 11 Jahren. Der Eintritt ist frei. Die TeilnehmerInnenzahl ist begrenzt. Die Anmeldung erfolgt ausschließlich per E-Mail in chronologischer Reihenfolge: E-Mail: kultur@kulturzentrum-hermann stadt.ro. (RS)

 

 

Bücherspenden für BookFest

Hermannstadt. – Die Buchmesse Sibiu Bookfest findet auf dem Großen Ring in Hermannstadt bis 14. September statt. Die Organisatoren rufen auch zu einer Bücherspende auf, für Kinder vom Land, die sich keine Bücher oder Schulsachen leisten können. Spenden werden im Zelt „Born to Play” entgegengenommen. (RS)

 

 

Handball am Sonntag

Hermannstadt. – Der Handballklub Hermannstadt trifft am ersten Spieltag der A-Liga der Herren, Serie B,  am Sonntag, 16 Uhr, CSU Politehnica Temeswar. Der Eintritt ist frei. (RS)

 

Mühlentag in Holzmengen

Holzmengen/Hosman. – Zu einem Mühlentag werden Groß und Klein zu der Alten Mühle in Holzmengen am Samstag, dem 13. September, eingeladen. Organisiert wird ein regionaler Handwerksmarkt, dazu gibt es Leckereien aus der Holzofenbäckerei und Schaumahlen. Für die Kinder werden eine Malwerkstatt und ein Tanzworkshop organisiert.  Näheres unter www.moara-veche.ro (RS)

 

Reformationstagung

Hermannstadt. – Die Evangelische Akademie Siebenbürgen (EAS) lädt zur Reformationstagung 2014 ein, die im eigenen Sitz vom 25. bis 28. September stattfindet. Thema der Tagung ist „Kirche und Politik an der Peripherie. Reformation und Macht an den ,Grenzen' der deutschen, protestantischen Einflusszone im Vergleich von Frühneuzeit und Gegenwart”. Die Teilnahme ist kostenlos, im Tagungshaus in der Livezii-Str.  55 sind Übernachtungen möglich (Einzelzimmer mit Frühstück 25 Euro/Doppelzimmer 35 Euro pro Nacht).

Infos und Programm unter www.eas.neppendorf.de. Anmeldungen unter eas@neppendorf.de oder 0269-21.99.14 bis zum 15. September. (RS)

 

Transilvanian Brunch

Leschkirch/Nocrich. – Der letzte Transilvanian Brunch des Jahres findet am Samstag, den 27. September, ab 11 Uhr, in Leschkirch/Nocrich statt. Einschreibungen und nähere Informationen unter 0722-396.755 sowie per E-Mail transilvanian.brunch@gal-mh.eu (BU)

 

Media Music Awards

Hermannstadt. – Über 30 rumänische Musiker steigen am 18. September ab 19 Uhr auf die Bühne am Großen Ring für die Media Music Awards. Dabei sollen die besten Künstler der letzten zwölf Monate prämiert werden. Die Organisatoren rechnen mit über 30.000 Zuschauern. (RS)

 

Ausstellung über Hermannstadt

Bukarest. – Am Dienstag eröffnete der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Rumänien, Werner Hans Lauk, die Ausstellung „Hermannstadt: Denkmäler – Menschen – Landschaften“. Die Ausstellungseröffnung findet um 17 Uhr im Nationalen Dorfmuseum „Dimitrie Gusti“ in Bukarest (Sos. Pavel Dimitrievici Kiseleff 28-30) statt. Die Ausstellung präsentiert auf 180 großformatigen Farbaufnahmen die Denkmäler, Menschen und Landschaften von Hermannstadt und des Hermannstädter Kreises mit Texten auf Rumänisch und Deutsch. Hergestellt wurden die Exponate im Rahmen des Programms der Europäischen Kulturhauptstadt des Jahres 2007, Hermannstadt, vom 9. September bis 5. Oktober sind sie nun erstmals auch im Nationalen Dorfmuseum in Bukarest zu sehen.

 

Regio-Gelder für Mediasch

 

Mediasch. – Mediasch erhält durch das Regionale Operationelle Programm Regio  17,77 Millionen Lei für die Restaurierung mehrerer Wehrtürme aber auch für die Neugestaltung des Stadtzentrums. Diese Finanzierung ist nur ein Teil des Gesamtprojektes im Wert von rund 26 Millionen Lei, dabei soll das Mediascher Zentrum saniert werden. Langfristig soll das Projekt zu einer Erhöhung der Anzahl der Touristen führen, hoffen die Lokalbehörden, was nicht nur zusätzliche Einnahmen bringen, sondern auch rund 20  neue Arbeitsplätze schaffen soll.

Unter www.regio-adrcentru.ro,/harta proiectelor kann man die Projekte einsehen, die in der Region Mitte durch Regio-Programme finanziert werden, mit Geldern von der Europäischen Union und der rumänischen Regierung. (RS)

 

Astra-Museum in Bulgarien

Hermannstadt. – Das Astra-Museum hat an der 12. Auflage des Internationalen Marktes für traditionelle Handwerke in Gabrovo/Bulgarien teilgenommen,  bzw. bei der Konferenz, die diese Messe begleitet. Das Astra-Museum hat drei rumänische Künstler nach Bulgarien geschickt:  die Weberin Mihaela Gâţă (Sălişte/Kreis Hermannstadt), den Töpfermeister Vasile Chira (Baia Mare/Kreis Maramureş) und die Riemnerin Adél Szasz (Eliseni/Kreis Harghita). Chira hat auch bei einem Wettkampf mitgemacht und als jüngster Teilnehmer einen Preis in Höhe von 200 Leva gewonnen. Mit dabei waren auch die Museografinen Dana Botoroagă und Elena Găvan. (RS)

 

Schulen wurden kontrolliert

Hermannstadt. – Alle Schulen und Kindergärten im Kreis Hermannstadt wurden vom Hermannstädter Gesundheitsamt geprüft und wurden sanitär autorisiert, teilten Vertreter der Präfektur mit.

Insgesamt 468 Einrichtungen wurden kontrolliert, u. a. 133 Kindergärten, 161 Schulen, 67 Lyzeen, 12 Internate, 10 Kantinen und 5 Spezialschulen.  (RS)

 

Radio Neumarkt auf Deutsch

Sendezeiten: Mo.-Sa. von 21 bis 22 Uhr auf den Frequenzen der Mittelwelle 1593, 1323, 1197 kHz sowie Ultrakurzwelle 106,8 MHZ und im Livestream unter www.radiomures.ro/de/: Freitag: Jugend und Bildung – Elisabeth Weber – Erfolgsgeschichte einer jungen Sächsin; Samstag: Musikabend bei Radio Neumarkt – Veronika Fischer; Montag: Projekte des Radu Stanca-Nationaltheaters in Hermannstadt – Interview mit Anna Neamțu; Dienstag: Menschen bei uns – Monica Vlaicu; Mittwoch: Delegation aus Salzburg in Hermannstadt; Donnerstag: Wirtschaftsmeldungen.

Die Sendung ist montags bis freitags auch in Hermannstadt über die UKW-Frequenz 106,8 zu empfangen.

 

Rumänisches Fernsehen
in deutscher Sprache

TVR 1, Montag  15.  September,  13.00-14.00 Uhr; Deutsch… um 1:  Deutsche Kulturtage im Haferland I; Kirchweih in Deutsch Sanktpeter. 

TVR 2, Dienstag, 16. September, 14.30-15.00 Uhr: Treffen der Zipser in Oberwischau. 

TVR 1,  Donnerstag, 18. September, 15.30-17.00 Uhr: Nachrichten; 20 Jahre Canzonetta Chor; 20 Jahre Dienst am Menschen in Weidenbach; Die Reissner Blaskapelle in Oberwischau.

 

„Ein Buch über die Heimat”

Ausgabe Nr. 2397
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Projektpräsentation und Preisverleihung in Mediasch stattgefunden

 

„Heimat im Spiegel des demografischen Wandels” lautete das Thema des Wettbewerbs, zu dem Schüler deutscher und deutschsprachiger Schulen in Rumänien Projekte vorbereiteten. Fünf der Projekte wurden im Rahmen eines Seminars am vergangenen Wochenende in Mediasch vorgestellt und die besten drei ausgezeichnet. Insgesamt nahmen rund 60 Schüler teil. Parallel zum Schülerseminar gab es ein Seminar für Lehrer, bei dem u. a. Neuerungen in Sachen Deutsches Sprachdiplom besprochen wurden.

 

Betreut wurden die Schüler beim Seminar in Mediasch von den Lehrern Holger Hack aus Craiova, Hugo Alexander Frohn von der Brukenthalschule in Hermannstadt und Tilo Herberholz vom Lenaulyzeum in Temeswar. Eingeteilt waren die Schüler in verschiedene Arbeitsgruppen wie Kunst, Musik, Theater, Tanz, Foto, Film. Das Ergebnis ihrer Aktivitäten stellten sie am vergangenen Dienstagabend im Traubesaal vor. Danach folgte die Vorstellung von fünf der insgesamt 23 Projekte zum Thema „Heimat im Spiegel des demografischen Wandels”, die sie zu Hause vorbereitet hatten.

„Heimat kann die zartesten, aber auch schrecklichsten Gefühle hervorrufen. Jedes Mitglied unserer Projektgruppe kennt Menschen aus der eigenen Familie oder Bekanntenkreis, die Siebenbürgen verlassen haben, um in Deutschland zu leben”, schreiben die Schülerinnen des Johannes Honterus- Lyzeums in dem Vorwort der Broschüre „Heimat im Spiegel des demografischen Wandels”, deren Beitrag zum Wettbewerb. Um herauszufinden, was eigentlich Heimat ist, führten die Schülerinnen Interviews und zeigten somit Lebensgeschichten aus dem persönlichen Bekanntenkreis auf. Interviews führten sie mit Krista Binder, einer Hamrudenerin, die nicht ausgewandert ist, mit Rosina Wilhelm, die aber ausgewandert ist. Angegeben wird auch deren „Rezept gegen das Heimweh”, der „Tag und Nacht”-Kuchen. Interviewt wurde auch der Repser Pfarrer Siegmar Schmidt, laut Nachwort einer „der stolzen Sachsen, die Siebenbürgen nie verlassen würden, aber auch Letiția Pârcălăbescu, die in Deutschland studiert und auch Irina Spânu, die ihren Heimatort Budeniț  bei Czernowitz während des Zweiten Weltkrieges verlassen musste. Zwei der Schülerinnen stellten nun am vergangenen Samstagabend die Broschüre in Form eines Theaterstücks vor, wobei die eine Gestalt ein „Buch über die Heimat“ schreibt und dabei nicht weiß, wie sie Heimat definieren soll, und die andere ihr damit hilft, dass sie auf die Lebensgeschichten der verschiedenen interviewten Personen hinweist.

Ausgezeichnet wurden die besten Projekte vergangenen Mittwoch im Festsaal des Stephan Ludwig Roth-Lyzeum. Mit dem ersten Platz belohnt wurden die Schülerinnen Isabella Cîrlănaru, Monica Doris Dumac, Simina Lazăr, Ioana Surdu und Daria Ştefan vom  Johannes Honterus Lyzeum aus Kronstadt. Auf Platz zwei landeten die Schüler vom George Coșbuc-Lyzeums aus Klausenburg, die einen Film über ein verlassenes Dorf gedreht haben, auf Platz drei die zwei Schüler des Decebal-Lyzeums aus Deva, die zum Thema ein Computerspiel gemacht haben.

Organisiert wurden die zwei Parallelveranstaltungen von Dieter Jaeschke, Fachberater und Koordinator und für das deutsche Sprachdiplom in Bukarest, zusammen mit der Kollegin in Temeswar, Birgit Söldenwagner, und der Kollegin in Hermannstadt, Birgit van der Leeden.  Jeder der Fachberater ist übrigens für einen Bezirk zuständig. Die Fachberater werden von der Zentralstelle für Auslandsschulwesen entsendet. „Zu dritt haben wir uns vor einigen Monaten überlegt, wie wir zu einem Pflichtthema im deutschen Sprachdiplom, das ist nämlich der Demographische Wandel, die Schüler und Schülerinnen auffordern kreativ zu arbeiten, weil der demografische Wandel ein sperriges Thema ist, mit dem sich junge Leute nicht so gern beschäftigen, sagte Jaeschke. „Wir haben gesagt, wenn man das in ein Wettbewerb, in dem man etwas kreativ produzieren soll einbindet, dann können vielleicht überraschende und kreative Produkte entstehen und man hat heute sicherlich gesehen, dass das tatsächlich der Fall ist. Ich bin persönlich sehr beeindruckt von den Leistungen, die von den jungen Leuten hier gezeigt worden sind.”

In den letzten Jahren soll es immer wieder mal Projekte gegeben haben, entweder der einzelnen Fachberater die sich auf deren Bezirk bezog oder im ganzen Land. Vor einem Jahr habe es ein ganz großes Projekt gegeben, nämlich „Donau verbindet”, das sogar mehrere Länder miteinbezogen. Die derzeitigen Fachberater sind seit einem Jahr hier in Rumänien und dieses war nun ihr erstes Gemeinschaftsprojekt.

Das Einführungsseminar für Lehrerinnen und Lehrer und die aus Deutschland nach Rumänien vermittelt werden soll jährlich in Mediasch organisiert werden. Die neuen Lehrerinnen und Lehrer in diesem Jahr sind nur drei. Außerdem nahmen allerdings noch etwa 30 Lehrkräfte die schon im Land sind teil. „Wir haben uns auf das  neue Schuljahr eingestellt. Wir haben zu den Neuerungen im Deutschen Sprachdiplom eine Fortbildung gemacht”, sagte Jaeschke. Außerdem habe es für die Lehrer einen Ausflug nach Malmkrog gegeben.

Außerdem nahmen am Schülerseminar noch die zehn neuen Kulturweit-Freiwilligen teil. Kulturweit ist ein Programm des Auswärtigen Amtes, durch das sich junge Leute zwischen 18 und 26 Jahren für eine deutsche kulturelle Einrichtung im Ausland engagieren können.

Die Projekte der Schüler zum Thema Heimat im Spiegel des demografischen Wandels können unter www.pasch-net.de nachgelesen werden.

                             Werner FINK

 

Fachberater Dieter Jaeschke und Gastlehrer Holger Hack zollten allen herzlichen Beifall.                                                                Fotos: der Verfasser

Daria Stefan (links) und Monica Dumac präsentierten das Siegerprojekt.