2018: „Jahr der evangelischen Freiheit“

Bischof Reinhart Guib lud zum traditionellen Neujahrsempfang ein

Ausgabe Nr. 2561

Bischof Reinhart Guib (stehend) begrüßt die Gäste im Festsaal des Bischofspalais, in dessen Mitte zwei Körbe mit Äpfeln auf die Aktion „12 Apfelbäumchen für ein klares Wort“ hinwiesen. Die beiden letzten Apfelbäumchen sollen im April in Basel bzw. in Hermannstadt gepflanzt werden                               Foto: Fred NUSS

Mit dem Thema „Evangelische Freiheit“ im Jahr 2018 nehme die Leitung der Evangelischen Kirche A. B. (EKR) in Rumänien ein Thema der Reformation auf, „das in der heutigen politischen und gesellschaftlichen Situation in Rumänien wie in Euopa vermehr und verstärkt Gestalt annehmen kann, ja erforderlich ist. Dies Thema geht zurück auf eine der wichtigsten Schriften des Reformators Martin Luther: ‚Von der Freiheit eines Christenmenschen‘, 1520 herausgegeben.“ Diese Worte schreibt Bischof Reinhart Guib in seinem Geleitwort zu dem Kalender der EKR für das Jahr 2018, den alle Gäste des Neujahrsempfangs, der am Dienstag im Bischofspalais stattgefunden hat, als Geschenk mitnehmen durften.Weiterlesen

Denk ich an Hermannstadt…

Erinnerungen an meine Heimatstadt / Von Peter BETSY

Ausgabe Nr. 2561

Auf dem Foto ist der ehemalige Kindergarten in der Fleischergasse Nr. 23 zu sehen, und das Haus daneben, Nr. 25 (mit dem rosa Erdgeschoss, vor dem das schwarze Auto steht – vis a vis von der Nationalbank) war das Elternhaus des Verfassers.                                  
Foto: Beatrice UNGAR

Denk ich an Hermannstadt…..so wandern meine Gedanken an den Geburtsort, wo meine Wiege stand und ich die glücklichen, geschützten Kinderjahre in der Geborgenheit einer Großfamilie in der Fleischergasse/Mitropoliei verbrachte, und im Nachbarhaus, bei der geliebten und geschätzten „Lenchentante“, den Kindergarten besuchte. Sie begleitete meine ersten Schritte der Stationen meines Lebens. Mein Spielplatz lag zwischen der großen orthodoxen Kathedrale und dann entlang des Hauses mit den steinernen Jungfrauen“/Karyatiden – „les ballades romantiques“ – und der niedlichen reformierten Kirche vorbei, bis zum Huetplatz zur evangelischen Stadtpfarrkirche. Schon damals gab es ein christlich-ökumenisches Glaubensbekenntnis und ein friedliches pluriethnisches Miteinander. Weiterlesen

„Mein Herz will nach Hause…“

Christl Servatius Schullerus ist tot

Ausgabe Nr. 2561

Christl Servatius Schullerus, 1933 in Kronstadt geboren, hat Jahrzehnte lang in Hermannstadt als Religionslehrerin gewirkt und zusammen mit ihrem Gatten, Pfarrer Siegfried Schullerus Bibelkreise und Jugendstunden angeboten und damit viele junge Leute vor und nach der Wende geprägt. Am 27. Dezember 2017 ist Christl Servatius Schullerus gestorben. Aus ihrem Gedichtband Schritte zu Dir“ stammt das unten stehende Gedicht:Weiterlesen

Straßenbahn fährt am Wochenende wieder

Ausgabe Nr. 2561

Die Straßenbahn in Hermannstadt wurde am 8. September 1905 von der im gleichen Jahr Elektrischen Stadtbahn Aktiengesellschaft eröffnet. Die erste Strecke verband den Hauptbahnhof mit dem Erlenpark. Am 15. Mai 1910 wurde die Straßenbahn erstmals erweitert, bis zum Friedhof, am 10. August 1912 vom Bahnhof zum Zibinsmarkt. Am 15. Mai 1915 erfolgte die Erweiterung vom Friedhof bis zum Waldwirtshaus, am 26. September 1927 zum Konradplatz und am 18. September 1929 zum Neppendorfer Bahnhof. Die Eröffnung der Überlandlinie nach Rășinari erfolgte am 14. März 1948. Ab 1970 verblieb nur noch diese Überlandlinie (vom Friedhof aus), 2011 wurde sie ebenfalls eingestellt. Unser Bild: Diese in Österreich vom Bürgermeisteramt Rășinari gekaufte Tram soll ab heute jeweils am Wochenende zwischen Rășinari und dem Hermannstädter Zoo verkehren. Eine Hin- und Rückfahrt kostet 4 Lei/Kind bzw. 8 Lei/Erwachsener.

Stimmgewaltig und expressiv

Neujahrskonzert der Hermannstädter Philharmonie

Ausgabe Nr. 2561

Der Tenor Stefan von Korch (stehend, im Vordergrund) trat zum ersten Mal auf der Bühne im Thaliasaal auf.              
Foto: Laurențiu STRĂUȚ

An drei Abenden – am 5., 6. und 7. Januar – bot die Hermannstädter Staatsphilharmonie in Partnerschaft mit dem Rotary Club Hermannstadt das diesjährige Neujahrskonzert. Es war ein Kraftakt sowohl für das Orchester als auch für die Solisten und den Dirigenten. Bei allen drei Konzerten waren die Karten ausverkauft.Weiterlesen

Ein idealistisches Unterfangen

Eine neue siebenbürgisch-sächsische Liedersammlung

Ausgabe Nr. 2561

Angelika Meltzer/Rosemarie Chrestels (Hrsg.): E Liedchen hälft ängden. Alte und neue Lieder aus Siebenbürgen. Ver lag Haus der Heimat e. V. Nürnberg 2017, 370 Seiten, ISBN 978-3-00-058197-7. Bestellungen nur über: Angelika Meltzer, Reichenberger Str. 77, D-90766 Fürth, 0049(0)911-73.56.49, melt zerangelika@web.de oder Haus der Heimat e. V. Nürnberg, Imbuschstr. 1, D-90473 Nürnberg, info@hausderheimat-nuern berg.de
Auf der Webseite www.angelika-meltzer.de stehen sämtliche Melodien als mp3 -Dateien zum Download und Anhören zur Verfügung.

Es ist kaum zu glauben: Im Zeitalter der „Musikindustrie“ mit Rock, Pop, Techno und sonstigen „boomenden Trends“, kommen zwei Damen auf die Idee, eine Anthologie siebenbürgisch-sächsischer Lieder zu erstellen! Die beiden Herausgeberinnen der Sammlung „E Liedchen hälft ängden“ (Ein Liedchen hilft immer), Angelika Meltzer und Rosemarie Chrestels, rechtfertigen dies idealistische Unterfangen im Vorwort dadurch, dass sie beabsichtigen „diese Kleinode (noch einmal) ins Bewusstsein unserer Landsleute zu holen, ’unseren’ Jugendlichen über die Lieder ihren Herkunftsdialekt und ihr siebenbürgisch-sächsisches musikalisches Erbe nahezubringen.“ Mit Fragebogen, Durchforsten von Liedersammlungen, Auswerten handschriftlich überlieferter Melodien und Sätze kam schließlich, nach dreijähriger Arbeit, das zustande, was zum heutigen Repertoire singender Siebenbürger Sachsen hüben und drüben gezählt werden könnte. Auf nahezu 350 Druckseiten begegnen uns über 300 Lieder, in vorwiegend sächsischer Mundart samt deutscher Übertragung, mit abwechselnd ein- bis vierstimmigen Vortragsmöglichkeiten. Weiterlesen

Kein Problem!

Eisbär Pelle hat keine Lust

Henning Callsen: Pelle und Pinguine – Kein Problem, sagt Papa Eisbär. Illustriert von Sabine Wilharm. Hanser Verlag, 2017. Empfohlen ab 5 Jahren. 120 Seiten, fester Einband. ISBN 978-3-446-25688-0.

Ausgabe Nr. 2561

Pelle, der kleine Eisbär, hat keine Lust. Was ihm fehlt – das kann das Weise Walross genau sagen – ist ein Singvogel aus dem Süden. „Pelle und Pinguine – Kein Problem, sagt Papa Eisbär” von Henning Callsen ist „der Start einer humorvollen Vorlesereihe über eine ungewöhnliche Freundschaft”, soll also weitergeführt werden, verspricht der Hanser-Verlag. Denn Pelles Papa macht sich auf den Weg und findet im Süden einen Vogel. Der zwar nicht singen, dafür aber fiepen kann.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2561

Buchvorstellung im Spiegelsaal; Beschwerden per App schicken; Krippenausstellung in Heltau; „Hermannstädter Netzwerk”; Bei Tourismusmessen dabei; Urzeln und Narren; Benefizmarathon im Mai; Schreibwettbewerb für deutschsprachige Lyzeaner; Dokumentarfilmreihe zu Siebenbürgen in Berlin; Symposium im Heiligenhof; Mehr Geld vom Sozialamt; Radio Neumarkt auf Deutsch; Rumänisches Fernsehen in deutscher Sprache.Weiterlesen

„Eine freudige Überraschung“

Gespräch mit dem Deutschen Konsul Hans Erich Tischler

Ausgabe Nr. 2560

Besuch in der HZ-Redaktion: Konsul Hans Erich Tischler (links) im Gespräch mit HZ-Chefredakteurin Beatrice Ungar.
Foto: Cynthia PINTER

Seit August 2017 hat das Konsulat der Bundesrepublik Deutschland in Hermannstadt einen neuen Leiter. Hans Erich Tischler, geboren 1959 in Bad Godesberg, verheiratet, hat von 1979 bis 1982 seine Laufbahnausbildung für den Auswärtigen Dienst absolviert und ist seither im Auswärtigen Amt tätig. Hier seine bisherigen Stationen: Auswärtiges Amt Bonn (1982 – 1984), Botschaft Moskau (1984 – 1987), Botschaft Seoul (1987 – 1993), Botschaft Kairo (1993 – 1994), Generalkonsulat Saratow (1994 – 1997), Generalkonsulat Neapel (1997 – 2001), Auswärtiges Amt (2001 – 2002), Bundesinnenministerium (2002 – 2010), Botschaft Baku (2010 – 2013), Botschaft Pristina (2013 – 2017).

Konsul Hans Erich Tischler gewährte der HZ-Chefredakteurin Beatrice U n g a r kurz vor Jahreswechsel folgendes Interview:Weiterlesen

Zwischen Freundschaft und Pflicht

Landespremiere am Radu Stanca-Nationaltheater in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2560

Humajun (Cătălin Pătru) verhaftet seinen Freund Babur (Florin Coșuleț) für seinen Verrat an den Kaiser.                                
Foto: Cynthia PINTER

Wir schreiben das Jahr 1648. Zwei Wächter stehen vor einem steinernen Tor. Sie dürfen sich nicht bewegen und eigentlich auch nicht sprechen, doch der jüngere Babur kann es einfach nicht lassen, seinen Freund Humayun zu ärgern. Erst kommt er zu spät und dann muss er auch noch unbedingt alles erörtern, was an diesem besonderen Tag in seinem Kopf umherschwirrt. Denn heute ist der Tag, an dem nach 16-jähriger Bauzeit Kaiser Shah Jahan der Welt erlaubt, bei Sonnenaufgang zum ersten Mal den Blick auf das fertige Taj Mahal zu werfen. Doch die beiden Wächter müssen nach Osten gen Sonnenaufgang schauen und es ist ihnen unter hoher Strafe verboten, sich umzudrehen. Ein Dilemma für den diensteifrigen Humayun, dessen Vater ein hoher General in der kaiserlichen Armee ist.Weiterlesen

„In die Zukunft investieren, eine wichtige Option”

Karpaten Meat greift Schule in Leschkirch/Nocrich unter die Arme

Ausgabe Nr. 2560

Schuldirektorin Ionela-Luiza Nicoară (6. v. r.), Bürgermeister Ionel Vișa (5. v. r.) und Unternehmer Stefan Jung (3. v. r.).    
Foto: Werner FINK

Insgesamt elf Desktop-PCs sowie einige Bücher und Sitzsecken spendete Mitte Dezember des vergangenen Jahres die bei Marpod in der näheren Umgebung ansässige Firma Karpaten Meat der Schule in Leschkich. Die Übergabe erfolgte im Rahmen einer kleinen Feier bei der u. a. auch Bürgermeister Ionel Vișa sowie Stefan Jung, einer der beiden Geschäftsführer von Karpaten Meat sowie Lehrer, Eltern und Schüler dabei waren. Die Direktorin Ionela-Luiza Nicoară dankte im Namen der Schule dem Sponsor. Die PCs waren nämlich höchst willkommen, da die alte Ausrüstung des Informatiklabors der Schule technisch längst überholt war.Weiterlesen