„In die Zukunft investieren, eine wichtige Option”

Karpaten Meat greift Schule in Leschkirch/Nocrich unter die Arme

Ausgabe Nr. 2560

Schuldirektorin Ionela-Luiza Nicoară (6. v. r.), Bürgermeister Ionel Vișa (5. v. r.) und Unternehmer Stefan Jung (3. v. r.).    
Foto: Werner FINK

Insgesamt elf Desktop-PCs sowie einige Bücher und Sitzsecken spendete Mitte Dezember des vergangenen Jahres die bei Marpod in der näheren Umgebung ansässige Firma Karpaten Meat der Schule in Leschkich. Die Übergabe erfolgte im Rahmen einer kleinen Feier bei der u. a. auch Bürgermeister Ionel Vișa sowie Stefan Jung, einer der beiden Geschäftsführer von Karpaten Meat sowie Lehrer, Eltern und Schüler dabei waren. Die Direktorin Ionela-Luiza Nicoară dankte im Namen der Schule dem Sponsor. Die PCs waren nämlich höchst willkommen, da die alte Ausrüstung des Informatiklabors der Schule technisch längst überholt war.

 

Dabei war auch der ehemalige Schuldirektor Achim Miculeț. „Vor etwa 20 Jahren haben wir begonnen, an einem gebrauchten Rechner zu arbeiten, der von dem Geld der Eltern gekauft wurde. Einige Jahre später haben uns Holländer gebrauchte Rechnern gesponsert, später konnten wir über ein Projekt dieses Labor einrichten. Wir gehörten zu den wenigen Schulen im Kreis Hermannstadt, die über ein Informatiklabor verfügten“, sagte er. Er freue sich nun, dass dies Projekt nun weitergeführt werde.

Die von Iulian Călinescu (links, stehend) geleitete Volksmusikgruppe der Schule bot den Spendern ein kleines Ständchen.
Foto: Werner FINK

„Wir sind hier in der Region tätig und daher ist es angebracht, in dem Umfeld, aus dem unserer Angestellten kommen, die Lernmöglichkeiten, sei es Bücher oder PCs, für die Kinder, die die Zukunft sind, zur Verfügung zu stellen. Das ist ein Bedürfnis, das uns sehr wichtig ist und wo wir fragen können: Wo können wir helfen?“, sagte der Schweizer Stefan Jung von Karpaten Meat. Ich denke, es ist für beide Seiten eine wichtige Option, in die Zukunft zu investieren“. Vor allem wo die Politik sehr stark im Minus liege und nicht immer das liefere, was sie liefern sollte, sei es nicht richtig, dass eine ganze Schule darunter leide. Karpaten Meat sponsorte auch in den vergangenen Jahren verschiedene Sachen, wie Kleidung oder Schuhe und hat sich nun vorgenommen, jährlich eine derartige Spende zu machen. Im nächsten Jahr soll ein anderes Dorf, möglicherweise Alzen, an die Reihe kommen. Die auf Angusrinderzucht spezialisierte Firma Karpaten Meat verfügt gegenwärtig über 6.500-7.000 Tiere und beschäftigt über 100 Mitarbeiter.

Über die PCs freute sich vor allem die Bildungsberaterin (consilier educativ) und Erdkundelehrerin Alemănuța Toader. In der fünften Klasse unterrichtet sie nämlich das Wahlfach Digitales Landkartenzeichnen“ (Utilizarea tehnicilor de cartografiere digitala in cunoasterea orizontului local, comuna Nochrich, județul Sibiu), in dem die Schüler die Ortschaft, u. a. auch touristische Sehenswürdigkeiten, kartographiert haben und gelernt haben was u. a. ein Toponym ist. „Wir möchten, dass die Schüler lernen, selber die Landkarten des lokalen Umfeldes zu erstellen. Vielleicht werden sie in Zukunft Geografen, Topografen, Folkloresammler oder Inhaber von Pensionen, mit denen sie Ökotourismus betreiben können“, meinte die Lehrerin.

Die Schüler in Leschkirch sind übrigens in zahlreiche Aktivitäten eingebunden. So z. B. machen sie in dem Umweltschutzprogramm Die Recycling-Patrouille“ (Patrula de Reciclare) oder beim Wettbewerb Achte die Umwelt“ (Respecta mediul). Mit dem Team von „Colinele Transilvaniei“ soll es ebenfalls eine Partnerschaft geben.

Regelmäßig kommen nun die Musiklehrer Iulian Călinescu und Mircea Pîrcălabu seitens der Musikschule Casa Sonja des Vereins Elijah aus Holzmengen an die Leschkircher Schule und erteilen den Schülern Musikunterricht. Im Rahmen der Spenden-Übergabe wurden die Anwesenden mit einem kleinen Konzert überrascht, wobei die Schüler u. a. traditionelle rumänische Weihnachtslieder aus der Region zum Besten gaben.

Werner FINK

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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