Poesie, Pathos, Witz und Feuer

Das 26. Hermannstädter Internationale Theaterfestival verzeichnete neue Rekorde

Ausgabe Nr. 2630

Die französische Straßentheatergruppe „Plasticiens volants“ verwandelte an zwei Abenden den Großen Ring in eine Bühne für mit Helium gefüllte aufblasbare Gestalten aller Art. Unser Bild: Einige Figuren wie diese aus der Vorstellung „New World“ konnte man auch tagsüber bewundern.
Foto: Fred NUSS

Das Internationale Theaterfestival Hermannstadt hat dieses Jahr den Rekord der Zuschauer gebrochen. 123.000 Menschen sollen den insgesamt 540 Events der 26. Auflage beigewohnt haben. Das größte Theaterfestival des Landes, das am 14. Juni begonnen hatte, endete am Sonntag, dem 23. Juni, zehn Minuten vor Mitternacht mit dem traditionellen Feuerwerk. Damit endete das spektakulärste Event des Jahres in Hermannstadt.Weiterlesen

Aus Liebe zur Bergwelt

125 Jahre SKV-Kurhaus auf der Hohen Rinne

Ausgabe Nr. 2630

Ein kenntnisreiches und kurzweiliges Ko-Referat hielt Konrad Klein über die Schanta, ein ca. 4 km von dem Luftkurort Hohe Rinne gelegene Wiese, auf der einige Hermannstädter Ferienhäuser gebaut hatten.
Foto: Beatrice UNGAR

Aus Anlass des 125. Jahrestags der Einweihung des Kurhauses auf der Hohen Rinne am 10. Juni 2019 hielt Dr. Mircea Dragoteanu, Autor des Buches „A fost odată Hohe Rinne – Istoria Păltinișului” einen Bildvortrag zum Thema „Zwischen Bergen und Himmel, die Hohe Rinne. 125 Jahre seit der Einweihung des Luftkurortes Hohe Rinne” im Rahmen der dritten Auflage der Veranstaltungsreihe „Hermannstädter Gespräche“, die von dem Demokratischen Forum der Deutschen Hermannstadt in Zusammenarbeit und mit Unterstützung des Instituts für Auslandsbeziehungen Stuttgart durchgeführt wird.Weiterlesen

Gelebte Partnerschaft

Ausgabe Nr. 2630

Im Rahmen der seit 1997 zwischen Marburg und Hermannstadt existierenden Städtepartnerschaft ist am Montag ein vom Marburger Verein Hilfe für Sibiu/Hermannstadt“ unter Koordination von Carola von Winterfeldt organisierter Gütertransport mit einer umfangreichen Schulmöbelspende (Tische, Stühle, Tafeln) bei der Independența-Berufsschule  eingetroffen. Auf dem Hilfstransport waren neben Schulmöbeln auch Kindergartenmöbel und Kartons mit Kleidung. Empfänger waren die Schule Nr. 8, der Kindergarten Nr. 16, soziale Einrichtungen der Stadt und der Hilfsverein Olivia. Am Mittwoch konnten sich die Medien bei der Berufsschule ein Bild von dieser Schenkung machen und sich dabei bei der Leiterin des Kollegs, Frau Mirela Hanea, und Herrn Konsul Hans Erich Tischler über diese Aktion informieren. Konsul Tischler begrüßte diese gelebte Partnerschaft und konkret bezeugte Solidarität zwischen den beiden Städten. Unser Bild: Konsul Hans Erich Tischler (3. v. r.), Schulleiterin Mirela Hanea (2. v. r.) und Teo Pădurean (1. v. r.) vom Hilfsverein Olivia mit einer der gespendeten Tafeln.

Foto: Beatrice UNGAR

 

Aufgeschlossen für Dichtung: Jens Langer

Zum 80. Geburtstag des Pfarrers und Publizisten / Von Joachim WITTSTOCK

Ausgabe Nr. 2630

Jens Langer ist auch leidenschaftlicher Hobbyfotograf.
Foto: Henriette VÁSÁRHELYI

Familiäre Umstände brachten es mit sich, dass der in Rostock beheimatete evangelisch-lutherische Pastor Jens Langer seit mehr als anderthalb Jahrzehnten zum Rumänienreisenden und Siebenbürgenkenner wurde. Durch die Heirat des Sohnes und dessen Zuzug nach Holzmengen/Hosman wurde das Untere Harbachtal für Jens Langer und seine Gattin Mechthild zum Schwerpunkt regelmäßiger Aufenthalte hierzulande. Weiterlesen

Manipulation einfach gemacht

„Deepfake“ erreicht neues Niveau

Ausgabe Nr. 2630

Das Foto ist ein Screenshot von https://www.ohadf.com/projects/text-based-editing/
Auf dieser Seite wurde die neue Technologie der Öffentlichkeit präsentiert.

„Deepfake“ (dt.: tiefe Fälschung) ist ein noch sehr junger Begriff für eine ebenso junge technologiebasierte Entwicklung, mit der zum Beispiel Videos manipuliert werden können. Seit 2017 ist er in der Öffentlichkeit ein Thema und nimmt mit jeder weiteren Innovation an Bedeutung zu. Anfang Juni wurde ein neuer Algorithmus vorgestellt, dessen falsche Anwendung einen moralisch fragwürdigen Meilenstein für die Zukunft der menschlichen Gesellschaft darstellen könnte.Weiterlesen

„Kann Spuren von Heimat enthalten“

Wanderausstellung zur Ess- und Trinkkultur im Teutsch-Haus

Ausgabe Nr. 2630

Die Leiterin des Friedrich Teutsch-Begegnungs- und Kulturzentrums Dr. Gerhild Rudolf (stehend links) bei der Vernissage mit Patricia Erkenberg vom Haus des Deutschen Ostens München.                    
Foto: Fred NUSS

Die Wanderausstellung „Kann Spuren von Heimat enthalten“ befindet sich derzeit an ihrer sechsten Station. Die Ausstellung wurde am Donnerstag der Vorwoche im Terrassensaal des Friedrich Teutsch-Begegnungs- und Kulturzentrums (Teutsch-Haus) in Hermannstadt eröffnet. Es war eine Premiere, denn zum ersten Mal wird die Ausstellung außerhalb von Deutschland gezeigt. Das war möglich durch die Kooperation der Leiterin des Teutsch-Hauses Dr. Gerhild Rudolf mit Patricia Erkenberg vom Haus des Deutschen Ostens München. Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2630

Neuer Ombudsmann ist eine Frau; Kronenfest in Kerz; Kinderflohmarkt; Brunch am Wochenende; Gulasch-Köche gesucht; Orgelsommer in Mediasch; Programm für Jugendliche; Josef&Josef; Obor Fest; Sibiu Sands; Neue Hotline; „Food Fashion”-Fotos; Alpenrose-Festival; Hermannstädter Radtour; 25 Jahre Altenheim; Rumänisches Fernsehen in deutscher Sprache.
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Es gehört dieser Tage zum guten Ton

Streiflichter vom 26. Internationalen Hermannstädter Theaterfestival
Ausgabe Nr. 2629

 

Radelnde Blaskapelle aus Holland: Der Auftritt der Crescendo Opende Bicycle Band sorgte am Wochenende in der Heltauergasse und auf dem Großen Ring für Aufsehen.                                
Foto: Beatrice UNGAR

Das Besondere am Theaterfestival in Hermannstadt: Jeder will dabei sein. Zu sagen, man hat dieses Theaterstück oder jene Straßenperformance gesehen, gehört zum guten Ton diese Tage. Wenn man nachmittags durch die Heltauergasse gehen muss, so ist das fast unmöglich nicht wenigstens ein paar bunte Sambatänzerinnen oder eine laute Blaskapelle angetroffen zu haben. So ist das jeden Sommer in Hermannstadt, ständig etwas los. Das Theaterfestival feiert dieses Jahr seine 26. Auflage:  540 Veranstaltungen mit 3.300 Künstlern aus 73 Ländern. 70.000 Zuschauer sollen auch heuer die Theatersäle, Hallen, Straßen und Plätze füllen. Das Theaterfestival, das unter dem Motto „Die Kunst zu schenken“ läuft, hat am 14. Juni begonnen und dauert noch bis Sonntag.Weiterlesen

„Rumänisches Roulette“

Ein Plädoyer für die Vielfalt Siebenbürgens

Ausgabe Nr. 2629

Mercedes Echerer.
Foto: Sebastian MARCOVICI

Ein Plädoyer für die Vielfalt Siebenbürgens legte Mercedes Echerer mit ihrem „Rumänisches Roulette“ getitelten Stück am ersten Festivaltag im Gong-Theater vor. Es war eine musikalische Reise zu allen Völkerschaften dieses Landstrichs, begleitet von Erinnerungen, oder waren es Erinnerungen begleitet von ortsüblicher Musik?Weiterlesen

Im Zeichen von Tradition und Moderne

Streiflichter von den Banater Heimattagen 2019

Ausgabe Nr. 2629

 

Trachtenumzug auf dem Opernplatz am Sonntag nach der Messe.
Foto: Jan-Christian BREWER

Am vergangenen Wochenende war es wieder so weit. Hunderte und aberhunderte Banater Deutsche folgten dem Ruf, oder besser gesagt der Einladung des Demokratischen Forums der Deutschen im Banat, zu den 14. Banater Heimattagen nach Temeswar. Das Motto der Heimattage lautete diesmal „Tradition und Moderne – Die Deutschen im Banat und 100 Jahre Rumänien”. Veranstalter sind das DFDB und das Deutsche Forum der Banater Jugend (DFBJ). Die jährlichen Treffen der ausgewanderten und ansässigen Deutschen finden abwechselnd in Ulm und in Temeswar statt.

Zwei Jahre nach dem letzten Treffen in Rumänien kamen die Banater dann am Samstagvormittag in der Nationaloper endlich wieder zusammen. Euphorie und Nostalgie standen spürbar in dem Raum, der von kunstvollen griechischen Verzierungen und anderen altertümlichen Malereien rund um die riesige Dachkuppel gesäumt war. Nicht nur ältere, auch viele junge Menschen waren zugegen.Weiterlesen

Sommerfest beim Konsulat

Ausgabe Nr. 2629

Das traditionelle Sommerfest des Konsulats der Bundesrepublik Deutschland in Hermannstadt fand bei schönstem Sommerwetter am Donnerstag der Vorwoche in dem Garten der Auslandsvertretung statt. Dabei stellte eine Delegation des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen ihr Bundesland vor. Unser Bild: Minister Karl-Josef Laumann (rechts) überreichte Konsul Hans Erich Tischler als Gastgeschenk ein in Nordrhein-Westfalen gebackenes Brot.

Foto: Fred NUSS

„Eine unserer besten…“

„Kein Denkmal für Gudrun Ensslin” im Gong-Theater aufgeführt

Ausgabe Nr. 2629

 

Schlussszene mit Flavia Muntean auf dem Leichenberg.
Foto: Werner FINK

„Nach einer wahren Begebenheit“ konnte man zu Beginn der Aufführung lesen. Gudrun Ensslin gab es tatsächlich, denn in dem Theaterstück, einem Monolog von Christine Brückner (aus dem Band „Wenn du geredet hättest, Desdemona…“), erzählt die RAF-Terroristin Gudrun Ensslin von ihrem Leben. In die Rolle der Hauptperson schlüpfte dabei die Abiturientin von der Brukenthalschule, Flavia Muntean. Regie führte Johanna Adam-Hansel.Weiterlesen