Aus Liebe zur Bergwelt

125 Jahre SKV-Kurhaus auf der Hohen Rinne

Ausgabe Nr. 2630

Ein kenntnisreiches und kurzweiliges Ko-Referat hielt Konrad Klein über die Schanta, ein ca. 4 km von dem Luftkurort Hohe Rinne gelegene Wiese, auf der einige Hermannstädter Ferienhäuser gebaut hatten.
Foto: Beatrice UNGAR

Aus Anlass des 125. Jahrestags der Einweihung des Kurhauses auf der Hohen Rinne am 10. Juni 2019 hielt Dr. Mircea Dragoteanu, Autor des Buches „A fost odată Hohe Rinne – Istoria Păltinișului” einen Bildvortrag zum Thema „Zwischen Bergen und Himmel, die Hohe Rinne. 125 Jahre seit der Einweihung des Luftkurortes Hohe Rinne” im Rahmen der dritten Auflage der Veranstaltungsreihe „Hermannstädter Gespräche“, die von dem Demokratischen Forum der Deutschen Hermannstadt in Zusammenarbeit und mit Unterstützung des Instituts für Auslandsbeziehungen Stuttgart durchgeführt wird.

Jutta Caplat
Foto: Beatrice UNGAR

 

Ihr Großvater Gustav Kiszling, ein eifriges Mitglied des SKV, so Jutta Caplat, „stieg oder fuhr an den Wochenenden zum Kurhaus hinauf, brachte die Post oder Bestellungen, bezahlte die Wegräumer und andere Handwerker und kehrte  nach Hermannstadt zurück, beladen mit den Einnahmen der Woche, der Post sowie mit vielen Aufträgen und Wünschen.“ Ihr Großvater habe seine Tochter, ihre Mutter Ilse, zu jeder Jahreszeit mit auf die Hohe Rinne genommen, wo er auch als Bergführer tätig war. So habe sie auch ihre Kinder in der Tradition der Liebe zur Bergwelt erzogen. Die Hohe Rinne sei für sie immer „der beste Ausgangspunkt für viele schöne Wanderungen gewesen“, berichtete Jutta Caplat. Sie selbst habe ihre Kinder auch in dieser Tradition erzogen.

Dr. Thomas Ziegler
Foto: Beatrice UNGAR

An seine auf der Hohen Rinne verbrachte Zeit, wo sein Vater ein Ferienhaus gebaut hatte und die Familie bis zur Enteignung 1948 oft die Sommerfrische genoss oder Skiurlaube, erinnerte sich Dr. Kurt Thomas Ziegler.

Weitere drei Bände seiner Monografie „A fost odată Hohe Rinne – Istoria Păltinișului”(der erste Band erschien 2014 im Alma Mater Verlag Klausenburg)seien geplant, 1.400 Seiten sind schon fertig, berichtete im Rahmen seines Bildvortrags Dr. Mihai Dragoteanu, der an die Anwesenden appellierte, ihm Informationen und Fotos zur Hohen Rinne zu vermitteln, insofern sie darüber verfügen oder jemanden kennen, der/die darüber verfügt. Dragoteanu versprach: Ich werde mein Bestes tun, so dass aus dieser Monografie keine Information fehlt, die es verdient, wie der Philosoph Constantin Noica zu sagen pflegte, auf das andere Ufer der Geschichte  hinüber gerettet zu werden.

Beatrice UNGAR

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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