Faschingstreiben im Altenheim

Ausgabe Nr. 2947

Faschingstreiben im Altenheim: Zwischen Weihnachten und Ostern lassen es die Bewohnerinnen und Bewohner des Dr. Carl Wolff-Altenheims gewöhnlich beim jährlichen Fasching krachen. Letztes Jahr war das nicht möglich. Umso glücklicher waren die Bewohnerinnen und Bewohner aber auch alle Mitarbeitenden, allen voran die Heimleiterin Ortrun Rhein, dass es in diesem Jahr geklappt hat. Das war am Tag vor dem Aschermittwoch. In den entsprechend bunt geschmückten Speisesaal zogen am Dienstag zu den Klängen eines Marsches, den der Musiker Adrian Orlea aus seinem Synthesizer ertönen ließ die verschiedensten Masken ein. Die Stimmung war sehr gut. Es wurde getanzt, es gab Kaffee und Kuchen, Krapfen, und zum Abendessen Pizza auf den jeweiligen Abteilungen. Der Bratschist Marius Ungureanu – der für Proben an einem neuen kleinen Theaterstück angereist ist – gab den Ton zum Mitsingen bekannter Lieder an. Es wurden die schönsten Masken preisgekrönt. Gewonnen haben aber zweifelsohne alle, die mitgemacht haben.

Sibiu Travel Festival

Ausgabe Nr. 2947

Die Instrumentalgruppe des Folkloreensembles „Cindrelul-Junii Sibiului ” machen nicht nur während der Messe gute Werbung für Hermannstadt. Foto: Ruxandra STĂNESCU

Die erste Auflage der Tourismusmesse „Sibiu Travel Festival” wurde am Internationalen Flughafen Hermannstadt am Freitag, dem 13. Februar, und am Samstag, dem 14. Februar, organisiert und die Hermannstädter wurden mit Reiseangeboten, einer Tombola und Vorführungen erwartet. Organisiert wurde die Messe im Passagierterminal des Flughafens im öffentlichen Ankunftsbereich und hatte als Ziel, Urlaubspakete mit Abflug von Hermannstadt zu bewerben. Hauptsächlich Vertreter der Hermannstädter Agenturen waren dabei, und schon bei der Eröffnung meldeten die Organisatoren eine gute Nachricht: Die Charterflüge nach Kreta von AnimaWings kann man in diesem Sommer kaufen, auch ohne eine Pauschalreise zu buchen. Warum man aber eine Pauschalreise (An- und Abreise, Transfers, Übernachtungen und Verpflegung) von einer Reiseagentur kaufen sollte, erklärte Ionuţ Zinca von MyWayTravel der HZ-Redakteurin Ruxandra S t ă n e s c u.

Was bietet Ihre Reiseagentur an?Weiterlesen

Ausgewählte Werke

Ausgabe Nr. 2947

Unter dem Titel Flügel, zeigt die Galerie Schöne Höhe in Pirna/Deutschland vom 1. März bis zum 17. Mai 2026 ausgewählte Werke der Künstlerin Katharina Zipser in Zusammenarbeit mit Dr. Heinke Fabritius, der Kulturreferentin für Siebenbürgen, den Karpatenraum, Bessarabien und die Dobrudscha. Katharina Zipser (Jahrgang 1931) kommt aus Siebenbürgen. In den 1950er Jahren hat sie in Bukarest und Klausenburg bildende Kunst studiert. Ihre Bilder – viele in der alten Technik der Eitempera gemalt – verbinden die Lebenswelten ihrer Herkunft mit den Gedanken und Hoffnungen einer Ankommenden. Seit Jahrzehnten in Deutschland zu Hause sucht Katharina Zipser in ihrem Werk den Dialog zwischen hier und dort. Die Vernissage findet am Sonntag, den 1. März, 15 Uhr statt. Am 29. März, 15 Uhr, findet ein Werkstattgespräch mit Pomona Zipser und Heinke Fabritius statt, am 19. April, 15 Uhr, eine Schreibwerkstatt mit Juliana Socher und am 17. Mai, 15 Uhr, die Finissage. Gefördert wird die Ausstellung vom Bundesministerium des Inneren aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags. Näheres unter www.schoenehoehe.art. Unser Bild: Katharina Zipser: Ave Leda (1977).

Reproduktion: Pomona ZIPSER

Zwischen Mythos und Realität

Ausgabe Nr. 2947

Fasching der Lyzealklassen an der Hermannstädter Brukenthalschule

Die 12. C-Klasse freute sich gemeinsam mit Klassenlehrerin Camelia Tudor über den ersten Preis. Fotos: Lukas STOIA-HELTMANN

Faszinierende Figuren, überraschende Begegnungen und ein spannendes Spiel zwischen Realität und Fantasie – so präsentierte sich der diesjährige Fasching der Hermannstädter Brukenthalschule, der am Donnerstag der Vorwoche in der Turnhalle der Schule stattfand. Das diesjährige Hauptthema lautete „Between Myth and Reality“ (zwischen Mythos und Realität), und die 12. C-Klasse konnte sich über den Sieg freuen. Moderiert wurde der Abend von den Schülern Ana Cazan und Luca Mara.

Weiterlesen

Diplomaten auf Zeit

Ausgabe Nr. 2947

BrukMUN 2026 im Samuel-von-Brukenthal-Gymnasium in Hermannstadt

Blick in die Aula der Brukenthalschule bei einer der Debatten.
Foto: Stephanie DENGEL

Internationale Konflikte, Menschenrechte und Sicherheitsfragen standen drei Tage lang im Mittelpunkt der Model United Nations (MUN), die von Schülerinnen und Schülern der 11. Klassen seit letztem Sommer selbst organisiert wurde. Mit BrukMUN 2026 verwandelte sich das Samuel-von-Brukenthal-Gymnasium vom 5. bis 7. Februar in einen Ort intensiver politischer Debatten. Planung, Ablauf und technische Umsetzung lagen weitgehend in Schülerhand, begleitet wurden sie auch von ihrer Lehrerin Cristina Varga.

 

Weiterlesen

Zwischen Hunger und Neuanfang

Ausgabe Nr. 2947

Lothar Schelenz erinnerte an die Nachkriegszeit in Nidda

Lothar Schelenz (stehend) bei seinem interessanten Vortrag im Spiegelsaal des DFDH. Foto: Beatrice UNGAR

Die Jahre 1945 bis 1950 brachten tiefgreifende Veränderungen für viele Städte in Deutschland. Auch für die hessische Kleinstadt Nidda. Über diese Zeit sprach Lothar Schelenz beim Kaffeenachmittag des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt (DFDH) im Spiegelsaal am 10. Februar d. J..

Weiterlesen

,,Die Stasi war mein Eckermann“

Ausgabe Nr. 2947

Zum 100. Geburtstag des ost-west-deutschen Schriftstellers Erich Loest (1926-2013)

Erich Loest (1926-2013).

Der am 24. Februar 1926 geborene Schriftsteller Erich Loest ist seit seinem Tod zu Unrecht etwas in Vergessenheit geraten.  Aus dem Nachlass erschienen 2014 die Tagebücher von 2011 bis 2013 unter dem Titel „Gelindes Grausen“.  Seither ist es es still um ihn geworden, obwohl die über 75 Bücher, die er im Laufe seines langen Lebens verfasst hat, zum Teil  Neuauflagen erlebt haben.

Weiterlesen

Tolle Leistung

Ausgabe Nr. 2947

„Es war wie ein Wunder, wir haben unsere eigenen Erwartungen übertroffen”, erklärte Bob-Pilot Mihai Țentea (rechts), nachdem er gemeinsam mit Anschieber George Iordache (links) am Dienstag im Zweierbob-Rennen auf Platz 5 gelandet ist. Die ersten drei Plätze hatten drei deutsche Teams für sich entschieden, auf Platz 4 landete das Team aus den USA. Das ist die seit 34 Jahren beste Leistung  bei einer Teilnahme Rumäniens bei Olympischen Winterspielen, nachdem die Rodler Ioan Apostol und Liviu Cepoi  1992 in Albertville den vierten und 1994 in Lillehammer den sechsten Platz belegt hatten. Die bisher einzige Medaille – eine Bronzemedaille -für Rumänien bei Olympischen Winterspielen holten 1968 in Grenoble Ion Panțuru und Nicolae Neagoe im Zweierbob.                                                                                          Foto: COSR

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2947

Rumänien bei den Berliner Filmfestspielen 2026: Rumänien ist bei der diesjährigen Berlinale in mehreren Kategorien vertreten, allerdings nicht im Wettbewerb um den Goldenen Bären. In der Kategorie Berlinale Shorts zeigen Radu Jude und Adrian Cioflâncă „Plan Contraplan”. Im Forum feierte der neueste Spielfilm von Regisseur Tudor Cristian Jurgiu, „De capul nostru”, Weltpremiere, im Beisein der gesamten Besetzung (unser Bild). „Atlasul Universului“ von Paul Negoescu war der erste rumänische Film in der dem Kinderfilm gewidmeten Kategorie Generation Kplus. Beim Berlinale Special waren die Produzentin Anda Ionescu und die Regisseurin und Drehbuchautorin Cristina Groșan mit der Mini-TV-Serie „Angelmaker”, in der Retrospektive „Videogramme einer Revolution” von Harun Farocki und Andrei Ujică und bei der Berlinale Special Gala „Heysel 85” von Teodora Ana Mihai dabei. Foto: Transilvania Film

Weiterlesen

Wo früher Seisers Konditorei stand

Ausgabe Nr. 2946

Bereits um die Mitte des 18. Jahrhunderts sind in Hermannstadt Kaffeehäuser nach Wiener Vorbild eröffnet worden. Aus einem Erlass des Hermannstädter Magistrats aus dem Jahre 1738 geht hervor, dass es zu jenem Zeitpunkt bereits mehrere Kaffeehäuser gab. Diese mussten infolge des Ausbruchs einer Pestepidemie ihre Tätigkeit einstellen. 1771 eröffnete der ehemalige Theaterdirektor, Livio Cinti, 1771 ein Café im Baron Möhringerschen Haus am Großen Ring 5 (heute Blaues Stadthaus) neben dem Brukenthalpalais. Schon 1776 wird erwähnt, dass die Konditore Anton Geist und Sebastian Wirth in Hermannstadt tätig sind. In der Sporergasse/General Magheru 2, 1933 hieß sie König Karlgasse, befand sich das Café und die Konditorei Seiser, deren Inhaber Oskar Seiser war. Dieser hatte Filialen in der Saggasse/Turnului 12 (heute befindet sich dort das Restaurant Akropolis) und von 1911 bis zur Enteignung 1948 im Erlenpark. Die Konditorei Seiser im Erlenpark (Bild oben) war nur in der Zeitspanne vom 1. Mai bis zum 15. Oktober geöffnet und bot ihren Gästen außer Konditoreierzeugnissen auch kalte Speisen, Wein und Bier an. Außerdem konzertierte hier wöchentlich die Militärkapelle.

Nach der Enteignung gab es hier einen Biergarten, der den Namen „Bolta rece” (Kühle Laube) trug. Nach der Wende wechselten die Betreiber und seit geraumer Zeit wird das Lokal umgebaut und modernisiert. Heute sieht es sehr modern aus, das alte Gebäude wurde erhalten aber es wurden zwei verglaste Trakte angebaut und alles mit einem hohen Draht-Zaun umgeben, an dem sich Efeu emporrankt.                      

Text und Foto rechts: Beatrice UNGAR