Die Märzchen sind erschienen

Ausgabe Nr. 2948

In der Heltauergasse/Nicolae Bălcescu in Hermannstadt stellten die Märzchenverkäufer schon am Mittwoch, dem 25. Februar, ihre Ware auf. So auch die Hermannstädterin Anca Fălămaș (unser Bild), die schon seit 2010 lustige Märzchen aus Keramik selber erzeugt und bemalt. Bei ihr kostet ein Märzchen zwischen 10 und 20 Lei, sie bietet jedoch auch handbemalte Kärtchen und Ohrringe aus Keramik an.

Foto: Cynthia PINTER

Ihre Stimme ist größer als ihr Körper

Mireille Mathieu feierte 60 Bühnenjahre in Bukarest

Ausgabe Nr. 2948

Mit der gleichen Energie und Frische wie immer blühte Mireille Mathieu so richtig auf bei ihrem zweiten Konzert in Rumänien, am 22. Februar in der Sala Palatului in Bukarest.                                           Foto: andreipartos.ro

Seit Jahrzehnten hatten es alle sehnlichst erwartet. Kein Wunder, dass sich so viele auf den Weg gemacht hatten, trotz Eis und Schnee und fortgeschrittenem Alter. Sie kamen aus allen Ecken und Enden zur Bukarester Sala Palatului, die sie unwirsch und unvorbereitet empfing, obwohl ausverkauft. Dabei hätte wohl der Preis einer Karte im VIP-Bereich ausgereicht, um den Platz vor dem Konzertsaal räumen zu lassen! 60 Bühnenjahre, zu diesem Anlass trat am 22. Februar 2026 der Spatz von Avignon wie man Mireille Mathieu gern nannte zum zweiten Mal in Rumänien auf. Und machte Furore!Weiterlesen

Gurkensuppe als Auftakt

Lesung mit Peter Biro im Erasmus-Büchercafé

Ausgabe Nr. 2948

Peter Biro (links) und Ruxandra Stănescu bei der Lesung im Erasmus-Büchercafé.                                                                               Foto: Eduard RESCHKE

Mit einem Rezept begann der Literaturabend im Erasmus-Büchercafé am 21. Februar d. J., um 17 Uhr. Peter Biro eröffnete seine Lesung mit Texten aus „Tarator – 158 Variationen einer kalten Gurkensuppe“ und machte damit deutlich, dass es ihm weniger um Kulinarik als vielmehr um Sprache geht. Ein schlichtes Gericht dient ihm als Ausgangspunkt für gedankliche Experimente: Das Rezept wird aus unterschiedlichen ideologischen, gesellschaftlichen und kulturgeschichtlichen Blickwinkeln neu formuliert. Der Inhalt bleibt, doch der Ton verändert sich – mal klingt er pathetisch, mal wie eine theoretische Abhandlung. Gerade diese Verschiebungen prägen den Charakter des Buches. Eine kalte Gurkensuppe als Auftakt war somit Programm. Weiterlesen

Neue Heimseelsorgerin im Dr. Carl Wolff-Altenheim

Ausgabe Nr. 2948

Neue Heimseelsorgerin im Dr. Carl Wolff-Altenheim ist seit Mitte Februar die 1982 in Hermannstadt geborene Pfarrerin Angelika Beer (rechts). Sie folgt Diakonin Petra Stöckmann-Kothen, die nach 30 Jahren in ihr Heimatland Deutschland zurückgekehrt ist. Die neue Heimseelsorgerin wurde am Samstag im Rahmen des Gottesdienstes im Dr. Carl Wolff-Altenheim durch Bischof Reinhart Guib (links) offiziell in ihr Amt eingeführt. Beer hatte sich im Herbst 2019, obwohl sie seit ihrem neunten Lebensjahr in Deutschland gelebt hatte, für ein Vikariat in der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien entschieden, im Gemeindeverband Neppendorf bei Dechant Pfarrer Dietrich Galter. Im April 2022 wurde sie in Malmkrog ordiniert und als Pfarrerin für die Kirchengemeinden Malmkrog, Rauthal, Lasseln und Sächsisch-Neudorf im Lassler Tal, Maldorf, Hohndorf und Großalisch an der Kleinen Kokel und Tekendorf und Moritzdorf in Nordsiebenbürgen im Schäßburger evangelischen Kirchenbezirk eingeführt.                              Foto: Beatrice UNGAR

 

„Sucht nicht obskure Formeln…“

Constantin Brâncuși 150: Österreich setzte den internationalen Auftakt

Ausgabe Nr. 2948

Blick in die Fotoausstellung von Nicolae Cristinel Cavan im Rumänischen Kulturinstitut in Wien.                                                                     Foto: RKI Wien

Mit zwei koordinierten Schwerpunktaktionen in der Steiermark und in Wien ist Österreich in das weltweite Kulturprogramm „Brâncuși 150“ gestartet, das 2026 den 150. Geburtstag des rumänischen Bildhauers Constantin Brâncuși (1876-1957) würdigt. Den Auftakt bildeten eine Ausstellung mit zeitgenössischer Grafik im Kunsthaus Köflach sowie eine fotografische Hommage an das Monumentalensemble von Târgu Jiu im Rumänischen Kulturinstitut Wien.Weiterlesen

Übergänge, Abschiede und Vergänglichkeit

Fotoausstellung Hypnopomp von Iwajla Klinke bis Ende März zu sehen

Ausgabe Nr. 2948

Iwalja Klinke in Hermannstadt.                       Foto: Ruxandra STĂNESCU

Die Fotoausstellung „Hypnopomp“ der deutschen Künstlerin Iwajla Klinke kann derzeit im Museum für zeitgenössische Kunst des Brukenthalmuseums in der Quergasse/Tribunei 6 besichtigt werden. In klein- und großformatigen Fotografien werden junge Männer auf schwarzem Hintergrund dargestellt und ihre Transformationen zwischen Identitäten und Lebensphasen, mit einem tiefen Blick auf Themen wie Übergänge, Abschiede und Vergänglichkeit. Kuratorin der Ausstellung ist Iris Ordean. Nach Hermannstadt wurde die Ausstellung vom Deutschen Kulturzentrum Hermannstadt in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut und dem Brukenthalmuseum gebracht.Weiterlesen

Ingeborg Bachmann und Paul Celan

Ausgabe Nr. 2948

Eine der berühmtesten Künstler- und Liebesbeziehungen der zeitgenössischen europäischen Literatur im Fokus: Ingeborg Bachmann und Paul Celan, zwei bedeutende Persönlichkeiten des deutschsprachigen Literaturschaffens, begegnen einander symbolisch in zwei dokumentarischen Ausstellungen. Das Österreichische Kulturforum und das Nationale Museum für Rumänische Literatur in Bukarest präsentieren zum ersten Mal in Hermannstadt die Ausstellung „SCHREIBEN GEGEN DEN KRIEG – INGEBORG BACHMANN 1926-1973“.Weiterlesen

Kulturfolger in dem Park

Neuer Band von Klaus Fabritius und Eduard Duldner

Ausgabe Nr. 2948

Klaus Fabritius (stehend) und Benjamin Józsa bei der informativen Buchvorstellung im Spiegelsaal des DFDH.                           Foto: Beatrice UNGAR

„Die Biodiversität im Park ist ein Indikator für die Gesundheit der Stadt” lautet der letzte Satz im Vorwort zu dem neuesten Band, den Dr. Klaus Fabritius und Eduard Duldner herausgegeben haben. Dabei handelt es sich um „Willkommene Gäste/Musafiri bineveniti, ein Buch, das den sogenannten Kulturfolgern gewidmet ist. Was Kulturfolger sind, erläuterte der Diplom-Biologe Fabritius in bewährter Weise bei der Buchvorstellung, die am Mittwoch der Vorwoche im Spiegelsaal des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt stattgefunden hat.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2948

Freier Eintritt

Hermannstadt. – Alle Hermannstädter haben am Donnerstag, dem 5. März, freien Eintritt im Brukenthalpalais, im Geschichtsmuseum und im Naturwissenschaftlichen Museum. Interessierte müssen Ausweis oder Geburtsurkunde vorweisen. Das August von Spiess-Jagdwaffen-, das Trophäen- und das Apothekenmuseum können nur mit Anmeldung besucht werden. (RS)

 

Gastland der Frankfurter Buchmesse

Bukarest. – Rumänien wird 2028 Gastland der Frankfurter Buchmesse. Den offiziellen Ehrengast-Vertrag unterzeichneten am Freitag, den 20. Februar, Rumäniens Kulturminister András Demeter und der Direktor der Frankfurter Buchmesse, Juergen Boos, in Bukarest. „Rumänische Literatur ist in Europa längst präsent – getragen von einer starken Gegenwartsliteratur“, sagte Buchmesse-Direktor Juergen Boos der dpa. Die Bücher berühmter rumänischer Autorinnen und Autoren erzählten von einem Land, das politische Umwälzungen, Zensur und Neuanfänge erlebt habe, so Boos weiter.

Rumäniens Kulturminister András Demeter betonte seinerseits: „Wir wollen den Ehrengastauftritt mit Sorgfalt, Professionalität und einer nachhaltigen Vision angehen und dabei den Tiefgang und die Lebendigkeit der aktuellen Kulturlandschaft Rumäniens aufzeigen.“

Das Kernziel der seit 1976 bestehenden Ehrengastauftritte der Frankfurter Buchmesse ist es nach Angaben der Veranstalter, die Zahl der Übersetzungen aus dem jeweiligen Gastland ins Deutsche zu steigern. Die internationale Aufmerksamkeit auf der Messe führe zudem dazu, dass Titel weltweit häufiger verlegt würden. (BU)Weiterlesen

Tanzen hält die Tradition am Leben

Ausgabe Nr. 2947

Marienball des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt

Die Tanzgruppe des Hermannstädter Jugendforums begeisterte unter der Leitung von Stefan Kézdi und Sebastian Arion mit einem flotten Auftritt und animierte anschließend beim Offenen Tanzen alle Anwesenden zum Mitmachen. Foto: Laura MICU

Der Marienball des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt (DFDH) gehört schon seit mehr als 30 Jahren zu den festen Veranstaltungen der siebenbürgisch-sächsischen Gemeinschaft in Hermannstadt. Auch in diesem Jahr brachte der Ball zahlreiche Gäste zusammen und verband Tradition, Musik und generationenübergreifenden Volkstanz. Gefeiert wurde im Restaurant Hanul din Tulgheș im ASTRA-Freilichtmuseum, wo sich insgesamt rund 260 Personen einfanden, darunter auch die auftretenden Tanzgruppen und Musiker.

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