Zwischen Mythos und Realität

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Ausgabe Nr. 2947

Fasching der Lyzealklassen an der Hermannstädter Brukenthalschule

Die 12. C-Klasse freute sich gemeinsam mit Klassenlehrerin Camelia Tudor über den ersten Preis. Fotos: Lukas STOIA-HELTMANN

Faszinierende Figuren, überraschende Begegnungen und ein spannendes Spiel zwischen Realität und Fantasie – so präsentierte sich der diesjährige Fasching der Hermannstädter Brukenthalschule, der am Donnerstag der Vorwoche in der Turnhalle der Schule stattfand. Das diesjährige Hauptthema lautete „Between Myth and Reality“ (zwischen Mythos und Realität), und die 12. C-Klasse konnte sich über den Sieg freuen. Moderiert wurde der Abend von den Schülern Ana Cazan und Luca Mara.

Die Jury bestand dieses Jahr zur einen Hälfte aus ehemaligen Schülern und zur anderen Hälfte aus Lehrern: Iulia und Gabriela sowie die Lehrerinnen Delilah Florea, Marcela Ivan, Iulia Lazăr und die Schulleiterin Monika Hay saßen am Tisch vor der Bühne und hatten alle Hände voll zu tun. Sie vergaben Punkte für die Umsetzung des Themas, Einhaltung der vorgegebenen Zeit, eine fehlerfreie Sprache, Teilnehmeranzahl, das Einbeziehen von Lehrern oder Schulpersonal, die Videos, die Kostüme, und für die Originalität. Jede Vorstellung wurde nämlich von einem originellen Video begleitet, das einleitend zum Geschehen auf der Bühne passte.

Der zweite Platz ging an die 12. B-Klasse, die ausgelassen ihrer Freude Ausdruck verlieh. . Foto: Lukas STOIA-HELTMANN

Was die Originalität der Kostüme betrifft, konnten am Ende auch die Zuschauer per QR-Code für eines der drei besten abstimmen: Luca Simion (Trump), Răzvan Presecan (Zeus), Alexandru Crăciun, (als von Alien entführter Mensch). Als Gewinner ging Alexandru Crăciun hervor. Dieses Jahr gab es keinen Originalitätspreis. Und so wurden die drei Besten angekündigt: Der dritte Platz ging an die 11. A-Klasse, der zweite Platz an die 12. B-Klasse und der erste an die 12. C-Klasse.

Die Schüler der 12. C-Klasse zogen in diesem Jahr das Thema Der Rattenfänger”. Vorgestellt wurde die Sage vom Rattenfänger von Hameln. Die Hauptgestalt verwandelte mit einer magischen Flöte jede Person, die ihr im Weg stand, in eine Maus. Schließlich wurde die gesamte Schulgemeinde in Mäuse verwandelt und der Rattenfänger weigerte sich, auch nur eine Person zurück zu verwandeln, bis er nicht bekommen hatte, was er sich wünschte: den Notenkatalog.

Eingebunden wurden übrigens mehr als zehn Lehrkräfte und Mitglieder des Schulpersonals, und dafür gab es auch einen Preis für die engagierteste Lehrkraft, den Logik-/Psychologie-/Philosophie-Lehrer Octavian Pop gewann.

Preisgekrönt wurden auch die Schülerinnen und Schüler, die künstlerische Beiträge auf der Bühne präsentierten: Iustin Bucea spielte auf der Gitarre Lieder von Chris Rea, Annemarie Lutsch zeigte eine akrobatische Tanzeinlage, und Victor Szasz (Klavier) sang zusammen mit Andrei Sarsamă (Gesang) bekannte Lieder von Queen.

Iustin Burcea spielte auf seiner Gitarre Lieder von Chris Rhea.

Was dieses Jahr besonders war, war das Schauspiel, an dem mehrere Lehrkräfte der Schule mitgemacht haben. Mit ihrem Auftritt wollten die Lehrkräfte auf die Gefahren von Fake-News in sozialen Medien aufmerksam machen und auf die Suchtgefahr hinweisen, die Smartphones bei Jugendlichen hervorrufen können. Auf der Bühne standen zwölf Stühle für die Lehrkräfte und eine Leiter am linken Rand. Die Stühle waren von Papierhandschellen umringt, die an den Händen der Lehrkräfte befestigt waren. Jede Lehrkraft riss eine nach der anderen die Handschellen ab, stand auf und klebte das Fach, das sie unterrichtet, an die Leiter: Schulleiterin Monika Hay (Geschichte), Corina Stroie (Erdkunde), Andreea Lăzăriciu (Spanisch), Delilah Florea (Informatik), Ivan Marcela (Deutsch), Cristina Varga (Englisch), Octavian Pop (Philosophie), Mihaela Dragoie (Arithmetik), Cătălina Rebegel (Geometrie), Claudia Muntean (Biologie), Dana Gălbenuș (Anatomie) und Cătălin Lazăr (Geschichte).

Victor Szasz (links) und Andrei Sarsamă (rechts).

Mit den Vorbereitungen wurde auch dieses Jahr recht früh begonnen. Das Thema wurde von den Schülerinnen und Schülern der 11. Klassen noch vor Weihnachten ausgelost und bekannt gegeben. Traditionsgemäß wird der Fasching von einem Organisationsteam aus Elftklässlern veranstaltet. Anschließend folgten die nächsten Planungsschritte, und am Ende hatten alle Teilnehmenden einen Riesenspaß. Selbstverständlich möchten die Veranstalterinnen und Veranstalter jedes Jahr etwas Neues einbringen.

Lukas STOIA-HELTMANN

Veröffentlicht in Jugend, Aktuelle Ausgabe, Allgemein, Gesellschaft.