Dagmar Dusil Writer in Residence 2026 in Arosa

Ausgabe Nr. 2943

Georg Brunold lädt jedes Jahr einen Autor zu einem Aufenthalt von drei bis vier Monaten in seine Schreibwerkstatt PenArosa mit Brunolds Arbeitsbibliothek ein. In diesem Sommer wird die gebürtige Hermannstädterin Dagmar Dusil zu Gast sein.

Die Daten sind flexibel zu wählen im Zeitraum von Mitte Juni bis Ende Oktober. Im Rahmen des umfangreichen Sommerprogramms von Arosa Kultur hat der Writer in Residence sich mindestens einmal der interessierten Öffentlichkeit zu stellen und dieser zu erklären, woran er/sie arbeitet. Im Rahmen des Arosaer Kultursommers sind weitere Lesungen geplant.

Gegenüber der HZ schreibt die Autorin: „Ich habe mich auch sehr gefreut. Arosa war die erste Anlaufstelle von Thomas Mann in seinem Schweizer Exil. Die Szene aus dem „Zauberberg”, der zwar in Davos spielt, hat seine reale Vorlage in dem Salon des Waldhotels in Arosa, wo Thomas Mann oft Kaffee trank und Zeitung las. Hermann Hesse hat seine zweite Hochzeitreise nach Arosa gemacht…”. Unser Bild: Dagmar Dusil im Wiener Stadtpark 2025.                             Foto: privat

Aus drei Jahren wurden dreißig

Gespräch mit der scheidenden Heimseelsorgerin Petra Stöckmann-Kothen

Ausgabe Nr. 2942

Petra Stöckmann-Kothen auf der Kanzel der evangelischen Kirche in Neppendorf.

„Geboren am 30. Juli 1964 als zweites von vier Kindern, aufgewachsen in Gödenstorf, Landkreis Harburg, Niedersachsen – in der Nordheide / Lüneburger Heide”, so stellt sich Diakonin Petra Stöckmann-Kothen vor und fährt fort: „Nach der Schule machte ich eine Ausbildung zur ländlichen Hauswirtschafterin, anschließend besuchte ich eine Fachschule und neben der Arbeit im Erholungszentrum Wittensee (ähnlich dem Elimheim in Michelsberg) besuchte ich die Meisterschulung der Landwirtschaftskammer Kiel, Abschluss 1987 als Meisterin der ländlichen Hauswirtschaft. Zuletzt besuchte ich das Seminar für evangelischen Gemeindedienst MBK in Bad Salzuflen und machte 1991 den Abschluss als Gemeindehelferin.”

Im September 2025 feierte sie ein Jubiläum: 30 Jahre Seelsorgerin im „Dr. Carl Wolff”-Altenheim in Hermannstadt. Ende Januar 2026 nimmt sie Abschied und zieht zurück nach Deutschland. Lesen Sie im Folgenden ein Interview mit Petra Stöckmann-Kothen, das HZ-Redakteurin Beatrice U n g a r zum Jahreswechsel geführt hat. Weiterlesen

Gewissenhaft und liebevoll

Die langjährige Kuratorin Erika Pretorian ist tot

Ausgabe Nr. 2942

Erika Pretorian im Stadtpark in Râmnicu Vâlcea.               Foto: Privat

Die in Kronstadt geborene Anwältin Erika Pretorian, die von 2000 bis 2024 Kuratorin der evangelischen Kirchengemeinde Râmnicu Vâlcea gewesen ist, erlag zu Jahresbeginn einer schweren Krankheit. In dem Rundbrief der Frauenarbeit der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien ist 2025 ein Porträt der Verstorbenen erschienen, das die Vorsitzende der Frauenarbeit, Sunhild Galter, der HZ dankenswerterweise zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt hat.Weiterlesen

Sichtbares Zeichen der Wertschätzung

Christine Manta-Klemens erhielt Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland

Ausgabe Nr. 2941

Konsulin Wiebke Oeser (links) hielt die Laudatio und übergab die Urkunde und die Ordensinsignien an die Geehrte Christine Manta-Klemens.                                                            
Foto: Beatrice UNGAR

„Um eine Persönlichkeit zu ehren, die zu den engagiertesten Förderern der deutsch-rumänischen Beziehungen zählt und sowohl mit Rumänien als auch mit Deutschland sehr verbunden ist”, habe man sich im Spiegelsaal des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt versammelt, sagte Konsulin Wiebke Oeser in ihrer Begrüßung zum Auftakt der Feierstunde am Dienstag, in der die Pädagogin und Kreisrätin Christine Manta-Klemens das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland entgegennehmen durfte, das ihr von Bundespräsident Frank-Walther Steinmeier verliehen worden ist.Weiterlesen

,,Das Gefühl eines Zeitsprungs”

Interview mit der deutschen Konsulin Wiebke Oeser

Ausgabe Nr. 2940

Konsulin Wiebke Oeser in ihrem Büro.               Foto: Ruxandra STĂNESCU

Konsulin Wiebke Oeser leitet seit August das Konsulat der Bundesrepublik Deutschland in Hermannstadt und hatte bereits ein paar Wochen Zeit, Stadt und Leute kennen zu lernen. Ein Interview mit ihr führte HZ-Redakteurin Ruxandra S t ă n e s c u.Weiterlesen

,,Quasi ein Transmissionsriemen”

DFDR-Geschäftsführer Benjamin Józsa ist Sprecher der ADGM

Ausgabe Nr. 2937

Benjamin Józsa bei einer ADGM-Sitzung.                     
Foto: László Mihály

Benjamin Józsa, der Geschäftsführer des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien (DFDR) wurde zum Sprecher der Arbeitsgemeinschaft deutscher Minderheiten (AGDM) in der Föderalistischen Union Europäischer Nationalitäten (FUEN) gewählt. Er löst Bernard Gaida, Präsident des Verbandes der deutschen Sozial Kulturellen Gesellschaften in Polen, in dieser Funktion ab. Die Wahl fand im Rahmen der Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft deutscher Minderheiten am 7. November d. J. in Berlin statt. „Ein Ehrenamt und für mich eine Auszeichnung”, erklärte Józsa in dem Interview mit HZ-Redakteurin Ruxandra S t ă n e s c u.Weiterlesen

,,Absolut zuverlässig und wohlüberlegt”

Laudatio auf Martin Bottesch / Von Gerold HERMANN

Ausgabe Nr. 2937

Ehrennadel für Martin Bottesch: Die höchste Auszeichnung für besondere Verdienste um die deutsche Minderheit, die Goldene Ehrennadel des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien (DFDR), überreichte im Anschluss an die Vertreterversammlung des DFDR am vergangenen Freitag im Spiegelsaal des DFDH der DFDR-Vorsitzende Dr. Paul-Jürgen Porr (links) an Martin Bottesch.                                              Foto: Benjamin JÓZSA

Es bietet sich mir heute eine ganz besondere Gelegenheit, die Tätigkeit und Persönlichkeit von Martin Bottesch zu würdigen. Der Anlass ist bekannt: Der Vorstand des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien hat einstimmig beschlossen, Martin Bottesch die höchste Auszeichnung für besondere Verdienste um die deutsche Minderheit, die Goldene Ehrennadel, zu verleihen.

Zum Biographischen: Martin Bottesch wurde am 27. September 1953 in Großpold/Apoldu de Sus in einer Landlerfamilie geboren. Nach dem Studium der Mathematik an der Babeș-Bolyai-Universität in Klausenburg war er zunächst 14 Jahre lang Lehrer am Gymnasium in Mühlbach und seit 1992 bis zum Schuljahresende 2023 am Brukenthalgymnasium in Hermannstadt.Weiterlesen

Neuer AGDM-Sprecher

Ausgabe Nr. 2936

Benjamin Józsa (rechts), der Geschäftsführer des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien wurde zum Sprecher der Arbeitsgemeinschaft deutscher Minderheiten (AGDM) in der Föderalistischen Union Europäischer Nationalitäten (FUEN) gewählt. Er löst Bernard Gaida (links), Präsident des Verbandes der deutschen Sozial Kulturellen Gesellschaften in Polen, in dieser Funktion ab. Die Wahl fand im Rahmen der Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft deutscher Minderheiten am 7. November in Berlin statt.                                                      Foto: Privat

 

Kinder stark machen – von Anfang an

Interview mit Teresa Leonhard zum Kinderparcours ,,Mein Körper…“

Ausgabe Nr. 2936

Camelia Proca vom A.LE.G.-Verein, Julia Heyden, Teresa Leonhard und Dr. Liane Junesch vom Studiengang Grundschul- und Vorschulpädagogik in deutscher Sprache der Lucian Blaga-Universität bei der Vernissage am 8. Oktober 2025 (v. l. n. r.).                              Foto: Privat

Der interaktive Kinderparcours „Mein Körper – Ich kenne mich und hör’ auf mich“ in der Ferula der evangelischen Stadtpfarrkirche Hermannstadt sensibilisiert Kinder auf spielerische Weise für Themen wie Selbstwahrnehmung, Grenzen, Nähe und den Wert jedes einzelnen Kindes. Das Projekt wurde vom Studiengang Grund- und Vorschulpädagogik in deutscher Sprache (PIPP DE) an der Universität „Lucian Blaga“ initiiert und begleitet. Die Kuratorinnen Teresa Leonhard und Julia Heyden bekamen das Ausstellungsmaterial vom Schweizer Verein LIMITA geschenkt und entwickelten eine Umsetzung für Siebenbürgen. Ermöglicht wurde dies durch die finanzielle Unterstützung der Donauschwäbischen Kulturstiftung des Landes Baden-Württemberg und des Landes Kärnten sowie durch die Kooperation mit zahlreichen Partnerorganisationen vor Ort. Im Gespräch berichtet Co-Projektleiterin Teresa Leonhard dem HZ-Praktikanten Eduard R e s c h k e von den bisherigen Erfahrungen, den Rückmeldungen der Lehrpersonen und den Herausforderungen bei der Umsetzung.Weiterlesen

Ein herausragender Forscher

Gedenken an den Mathematiker Prof. Mircea-Eugen Craioveanu (1942-2012)

Ausgabe Nr. 2936

Prof. Mircea-Eugen Craioveanu (1942-2012).                 Foto: Privat

Mit diesem Beitrag möchte ich einer herausragenden Persönlichkeit der rumänischen Mathematik gedenken, ein großartiger Mensch und Mentor vieler Studenten, einschließlich meiner. Prof. Dr. Mircea-Eugen Craioveanu war ein wichtiger Mathematiker im Bereich Geometrie, der während seines Lebens enge Kontakte zur deutschen Minderheit hatte, nicht nur weil er germanophil und germanophon war, sondern auch, weil er in Czernowitz, Hermannstadt und Temeswar lebte und viele Studenten, darunter auch Siebenbürger Sachsen und Banater Schwaben, unterrichtet hat. Weiterlesen

Ein prominentes Mitglied

Zum 120. Geburtstag des Schauspielers Ottmar Strasser

Ausgabe Nr. 2935

Szenenfoto mit Ottmar Strasser und Käthe Fritsch bei der Aufführung des Lustspiels „Alles für die Katz“ 1938 in Hermannstadt.
Foto: Archiv Luzian Geier

Ottmar Strasser – Gründungsschauspieler an beiden größten deutschen Bühnen Rumäniens im vergangenen Jahrhundert – wurde vor 120 Jahren, am 15. November, im Banater Weinstädtchen Weißenkirchen geboren. 1919 zog die Familie nach Wien, wo Strasser das Reinhardt-Seminar besuchte. Im böhmischen Brüx debütierte er in der Operette Madame Pompadour. In kleineren Rollen war er auch in Saaz und Budweis zu sehen, bevor er sich 1927 in Hermannstadt niederließ, wo er zunächst als Mitarbeiter an der „Neppendorfer Zeitung“ wirkte. Weiterlesen

Eigenwillig und einfallsreich

Helmut Stürmer ist tot

Ausgabe Nr. 2933

Helmut Stürmer (1942-2025).
Foto: Corina GRAMOȘTEANU

„Ohne seine Vision hätte die Faust-Inszenierung nicht die gleiche Durchschlagskraft entwickelt”, erklärte Constantin Chiriac, der Intendant des Hermannstädter Radu Stanca-Nationaltheaters am Mittwoch, dem 22. Oktober, als er erfuhr, dass der Bühnenbildner und Kostümbildner Helmut Stürmer gestorben ist.Weiterlesen

Kompetente Arbeit gewürdigt

Hohe Auszeichnung für Prof. Dr. Erika Schneider

Ausgabe Nr. 2933

Prof. Dr. Erika Schneider (links) empfängt von Rastatts Oberbürgermeisterin Monika Müller die Urkunde und das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.           Foto: Werner SEDLER

Der international anerkannten Botanikerin und Wissenschaftlerin am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Prof. Dr. Erika Schneider, wurde im Namen des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Die Übergabe erfolgte in einem festlichen Rahmen im Rathaus in Rastatt durch Oberbürgermeisterin Monika Müller. Weiterlesen