Arbeitsbesuch

Ausgabe Nr. 2954

Arbeitsbesuch des Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und Nationale Minderheiten, Bernd Fabritius (Bildmitte), im Dr. Carl Wolff Heim in Hermannstadt: Gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Michael Schmidt Stiftung, Dipl. Ing. Michael Horst Schmidt (links), konnten in einem Gespräch am 8. April mit der Leiterin dieser wichtigen Einrichtung der Altenpflege und der Kinder- und Erwachsenen- Hospizarbeit, Ortrun Rhein (rechts), Anliegen der Sozialeinrichtung der deutschen Minderheit in Rumänien erörtert werden. Thematisiert wurden unter anderem auch Anliegen, die in der nächsten Sitzung der deutsch-rumänischen Regierungskommission im Juli 2026 in München adressiert werden sollen. Bundesbeauftragter Fabritius dankte der Michael Schmidt Stiftung für die in den letzten Jahren nachhaltige Unterstützung der Einrichtungen, durch die kurzfristige Haushaltsengpässe und unvorhergesehene Notwendigkeiten überbrückt werden konnten. Mit einer Unterstützung von 120.000 Euro im Jahre 2024 und 60.000 Euro im Jahre 2025 gehört die Michael Schmidt Stiftung zu den bedeutendsten Unterstützern dieser Einrichtung außerhalb der staatlichen Finanzierung aus Rumänien und dem deutschen Bundeshaushalt.    Foto: BMI

Rotkreuz-Zweigstelle Hermannstadt hat eigenen Rettungsdienst

Ausgabe Nr. 2950

Die Hermannstädter Zweigstelle der Rumänischen Rotkreuz-Gesellschaft (Societatea Națională de Cruce Roșie din România) hat in Partnerschaft mit dem Kreisrat Hermannstadt, der Transilvania-Halle und dem Verein LifeSavers einen eigenen Rettungsdienst eingerichtet. Eine diesbezügliche Präsentation hat am 4. März vor und im Rathaus am Großen Ring stattgefunden. Die Rettungsleitstelle befindet sich in der Transilvania-Halle, Telefon 0799 207 207. Angekauft wurden aus Spenden von Terra Building und Romgaz drei Krankenkraftfahrzeuge: ein Rettungswagen vom Typ B1/B2 für Notfälle und dringende Krankentransporte, ein Krankenwagen vom Typ A1/A2 für Krankentransporte und ein Einsatzwagen für häusliche Gesundheitspflege. Unser Bild: Vor dem Rathaus konnte man die drei Krankenkraftfahrzeuge bewundern und auch besichtigen.       Foto: Beatrice UNGAR

Kampfflagge für das Militärspital

Ausgabe Nr. 2913

Das Hermannstädter Militärspital „Dr. Alexandru Augustin“ hat in festlicher Runde am Mittwoch, dem 28. Mai, eine Kampfflagge entgegen nehmen dürfen und gleichzeitig den 106. Jahrestag seit der urkundlichen Bestätigung der Übernahme durch das 7. Korps der rumänischen Armee gefeiert. Oberstarzt Dr. Doru Florian Cornel Moga, Kommandant des Militärkrankenhauses, übernahm die Kampfflagge vom Leiter der medizinischen Abteilung des Verteidigungsministeriums, Generalleutnant Dragoș-Marian Popescu und versprach: Das Jahr 2025 steht für uns im Zeichen des Wachstums und der Herausforderungen bei den Investitionen, die wir tätigen. Wir werden auf alle kommenden Herausforderungen professionell, einfühlsam und unverzüglich reagieren. An der Veranstaltung nahmen u. a. Bürgermeisterin Astrid Fodor, Kreisratsvorsitzende Daniela Cîmpean und Präfekt Mircea Crețu teil.                                                        Foto: Ruxandra STĂNESCU

Pragmatisch und engagiert

Besuch bei Erika Scherer in der Spenden-Apotheke

Ausgabe Nr. 2883

Die pensionierte pharmazeutische Assistentin Erika Scherer in der Spenden-Apotheke.                                                                       Foto: Beatrice UNGAR

In dem Hinterhof des evangelischen Stadtpfarrhauses am Huetplatz gegenüber der evangelischen Stadtpfarrkirche befindet sich eine kleine Spenden-Apotheke, die von der engagierten Ehrenamtlichen Erika Scherer betreut wird. Die Spenden-Apotheke besteht aus einem kleinen beschaulichen Raum, welcher sich im selben Gebäude wie der Infopoint für Touristen befindet. Kunden erhalten ihre Medikamente durch das zum Innenhof hinausgehende Fenster. Seit dem 1. Januar 2015 ist Scherer hier aktiv. Die Apotheke wird von der Hermannstädter evangelischen Kirchengemeinde A. B. betrieben und versorgt die Menschen der Region mit kostenlosen Medikamenten, welche aus Spenden aus Deutschland stammen.Weiterlesen

,,Eine der prägendsten Zeiten meines Lebens“

Gespräch mit dem Biophysiker Prof. Dr. Günther Zeck von der TU Wien

Ausgabe Nr. 2764

Prof. Dr. Günther Zeck in seinem Büro an der TU Wien mit der ,,Neuroikone“  von Dorcas Müller (einem der Chips, künstlerisch fotografiert mit ein paar Blutstropfen).                        Foto: Privat

Etwas über 20 Jahre ist es her, dass eine Forschungsgruppe des Max-Planck-Instituts (MPI) für Biochemie in Martinsried weltweit Aufsehen erregte. Im Sommer 2001 gelang es den Wissenschaftlern, erstmals ein Netz aus Nervenzellen in direkte Kommunikation mit einer Halbleiterstruktur zu bringen. Teil des Teams war auch Günther Zeck, ein junger Doktorand mit siebenbürgischen Wurzeln, über den die Hermannstädter Zeitung im September 2001 berichtete. Mittlerweile ist der heute 48-Jährige Professor an der Technischen Universität Wien. Über seine Karriere als Wissenschaftler und über eine jahrzehntelange Verbundenheit mit Siebenbürgen berichtet Prof. Dr. Günther Zeck im Interview mit der HZ-Praktikantin Cheyenne P e t e r s.Weiterlesen

Ein ,,Vorreiter in Diagnose und Vorbeugung“

Auf Bildgebung spezialisierte Medima Health-Klinik in Hermannstadt
Ausgabe Nr. 2731

Die neue Klinik befindet sich in der Aleea Seviș 2A.    Foto: Werner FINK

Eine neue Klinik der Medima Health-Kette wurde am Donnerstag der Vorwoche in der Str. Aleea Seviș in Hermannstadt eröffnet.  Gelegt wird hier der Schwerpunkt auf medizinische Bildgebung und onkologische Patienten. Ausgestattet wurde die Klinik mit Spitzentechnologie, die eine genaue Diagnose noch im frühzeitigen  Krankheitsstadium ermöglicht. Die Investition in Hermannstadt belief sich auf rund 3 Millionen Euro. Bei der Eröffnung dabei waren Vlad Ardeleanu, Geschäftsführer von Medima Health, Initiator und ärztlicher Direktor der Kette Prof. Univ. Dr. Gheorghe Iana, und Dozent Dr. Adrian Şanta, der die Klinik vor Ort leitet.Weiterlesen

Ein Novum für die Tier-Neurologie

Tierarzt Dr. Nicolae Coldea hat erste Doktorarbeit in diesem Bereich geschrieben

Ausgabe Nr. 2711

Auf eine Live-Verteidigung musste Dr. Nicolae Coldea (oben links) verzichten, die Kommission war online zugeschaltet.                          Foto: die Verfasserin

Es gibt keine größere Sünde, als auf der Welt gewesen zu sein und keine Spur hinterlassen zu haben, erklärte ein Mönch in einer TV-Sendung. Auf diese Aussage hin beschloss der Hermannstädter Tierarzt Dr. Nicolae Coldea, seinen Doktor zu machen. Wie der Mönch hieß, weiß er nicht mehr, seinen Doktortitel hat er aber Ende Januar d. J. mit Sehr gut erhalten und die Tiere und Tierhalter in der Stadt haben auch etwas davon: Den ersten Arzt in Rumänien, der in der Tier-Neurologie promovierte und eines der maximal drei Hörtestgeräte landesweit.  Weiterlesen

2. Etappe der Impfkampagne begonnen

Ein großer Teil der Bevölkerung darf sich in Rumänien seit Freitag impfen lassen

Ausgabe Nr. 2706

Viele Hermannstädter konnten sich nur noch in Freck programmieren, im Sportsaal des Gheorghe Lazăr-Lyzeums. Wenn man in der Nähe des Impfzentrums ankommt, ist dieses entsprechend ausgeschildert (,,Spre vaccinare“), denn der Sportsaal befindet sich zwischen mehreren Wohnblocks. Diese Woche ist in Freck alles wie am Schnürchen gelaufen. Die geimpften Personen müssen eine Viertelstunde im Saal bleiben, unter medizinischer Beobachtung und werden vor dem Verlassen des Saals desinfiziert. Auch vor dem Eingang wird hier regelmäßig desinfiziert. Foto: die Verfasserin

Die zweite Etappe der Impfkampagne gegen Covid19 hat am Freitag, dem 15. Januar, begonnen, mehrere Kategorien dürfen sich jetzt kostenlos impfen lassen. Die dritte Etappe der Kampagne soll voraussichtlich im April beginnen.

Rumänien war Anfang der Woche an 18. Stelle weltweit und an fünfter Stelle in der Europäischen Union, was die Anzahl der geimpften Personen betrifft. In der ersten Phase ab Ende Dezember wurde das medizinische Personal geimpft.Weiterlesen

Alarmzustand statt Notzustand

Einige Lockerungen ab dem 15. Mai auch in Rumänien

Ausgabe Nr. 2671

 

Die Kreisratsvorsitzende Daniela Cîmpean und der Manager des Kreiskrankenhauses, Cornel Benchea bei der Übergabe des von der Firma BESMAX PHARMA DISTRIBUTION für ein Jahr kostenlos zur Verfügung gestellten Aurora Plasmapherese Systems der Firma Fresenius Kabi im Blutzentrum des Kreiskrankenhauses Hermannstadt.              Foto: SCJU

Ab dem 15. Mai befindet sich Rumänien im Alarmzustand, nicht mehr im Notzustand, gab Staatspräsident Klaus Johannis am Montag bekannt. Somit treten auch bestimmte Lockerungen auf, aber noch lange keine Entspannung. Bis zum 6. Mai wurden in Rumänien 14.107 Personen registriert, die mit Covid-19 infiziert worden sind, 858 sind an den Folgen gestorben, 5.788  gelten als geheilt und 244 befinden sich zur Zeit auf den Intensivstationen. Weiterlesen

Die Hermannstädter 1510 vor der „bösen Pestilenz“ gerettet

Rigorose Ausgangssperren und Isolierungsmaßnahmen des Arztes Johannes Salzmann / Von Robert OFFNER

Ausgabe Nr. 2671

Johannes Salzmann: Ein nutzliche ordnung und regiment wider die Pestilentz (Wien, 1521)

Soziale Distanzierung widerspricht der Werteordnung und dem Lebensstil des Bürgertums zu Beginn des 21. Jahrhunderts, wie wir die Coronavirus-bedingte Stilllegung (Shutdown) derzeit erleben müssen. In der Grauzone zwischen rationaler Akzeptanz sinnvoller Einschränkungen und innerer Rebellion gegen die Limitierung der Freiheit als der großen Errungenschaft moderner Gesellschaften und der Selbstkontrolle über das eigene Los keimt in den Seelen die Hoffnung auf baldige Besserung und sogar Normalisierung des Lebens.

Nicht anders war es zu Seuchenzeiten längst vergangener Zeiten, etwa vor fünf Jahrhunderten in Hermannstadt. Die Stadt am Zibin, eine florierende siebenbürgisch-sächsische Handwerks- und Handelsstadt im Südosten des Königreichs Ungarn, war in der besonders glücklichen Ausnahmesituation, 1510 eine „böse Pestilenz“ ohne Verluste überstanden zu haben.Weiterlesen