Alarmzustand statt Notzustand

Einige Lockerungen ab dem 15. Mai auch in Rumänien

Ausgabe Nr. 2671

 

Die Kreisratsvorsitzende Daniela Cîmpean und der Manager des Kreiskrankenhauses, Cornel Benchea bei der Übergabe des von der Firma BESMAX PHARMA DISTRIBUTION für ein Jahr kostenlos zur Verfügung gestellten Aurora Plasmapherese Systems der Firma Fresenius Kabi im Blutzentrum des Kreiskrankenhauses Hermannstadt.              Foto: SCJU

Ab dem 15. Mai befindet sich Rumänien im Alarmzustand, nicht mehr im Notzustand, gab Staatspräsident Klaus Johannis am Montag bekannt. Somit treten auch bestimmte Lockerungen auf, aber noch lange keine Entspannung. Bis zum 6. Mai wurden in Rumänien 14.107 Personen registriert, die mit Covid-19 infiziert worden sind, 858 sind an den Folgen gestorben, 5.788  gelten als geheilt und 244 befinden sich zur Zeit auf den Intensivstationen.

Welche Lockerungen ab dem 15. Mai eintreten sollen – der 14. Mai ist der letzte Tag des zweimonatigen Notzustandes -, wird in den nächsten Tagen und Anfang der nächsten Woche noch bekannt gegeben werden, nachdem die aktuelle Situation analysiert wird, sagte Staatspräsident Johannis. Für die Ortschaften, die sich in Quarantäne befinden, gelten diese Lockerungen nicht.

Gemeldet wurde bereits, dass sich die Bürger wieder ohne Erklärung auf eigene Verantwortung bewegen dürfen, bei Maskenpflicht in geschlossenen öffentlichen Räumen, wie z. B. in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Wieder erlaubt ist auch vorläufig ab dem 15. Mai das Verlassen der Ortschaft, wo man seinen Wohnsitz hat und auch des jeweiligen Landkreises.

In der Öffentlichkeit dürfen sich Gruppen von mehr als drei Personen nicht treffen.

Schönheitssalons, Zahnarztpraxen und Museen dürfen ab Mitte Mai wieder öffnen, allerdings unter Einhaltung strenger Hygienemaßnahmen.

Weiterhin geschlossen bleiben die Malls.

Das Parlament hat inzwischen beschlossen, dass die Eltern, die zu Hause bleiben, um ihre Kinder zu betreuen, bis zum Beginn der Sommerferien weiterhin eine finanzielle Unterstützung erhalten.

Nach der Beendung des Notzustandes erhalten nur noch diejenigen finanzielle Unterstützung von der Regierung, die in Bereichen arbeiten, die wegen der Pademie weiterhin betroffen sind.

Im Kreis Hermannstadt wurden bis zum 5. Mai d. J. 371 Personen mit SARS-CoV-2-Infektionen registriert,  19 davon sind Kinder. 132 gelten als geheilt und wurden aus den Krankenhäusern entlassen, 21 Personen sind gestorben. Im Kreis Hermannstadt wurden im letzten Monat, seit dem Erwerb der Testlinie, 3.276 Tests durchgeführt, die Höchstzahl lag bei 197 Tests an einem Tag. Eine zweite Testlinie, finanziert vom Gesundheitsministerium, soll Mitte Mai in Hermannstadt eintreffen, die Testkapazität soll auf 400 Tests pro Tag steigen.

Neu im Kreiskrankenhaus Hermannstadt ist auch ein Desinfektionsgerät mit UV-Stahlen im Wert von 21.420 Lei, das von den Stadt- und Kreisräten des  Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien gespendet wurde. Das Gerät soll im Raum eingesetzt werden, wo der Computertomograph steht.

Ruxandra STĂNESCU

 

 

 

 

 

 

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