„Ein Künstler der Superlative“

Ausgabe Nr. 2440
 

Wanderausstellung Dürer nach Dürer" bis Ende August im Brukenthalpalais

 

Albrecht Dürer (1471-1528), sei ein Künstler der Superlative" gewesen, schwärmte der private Kunstsammler Thomas Emmerling bei der Vernissage der Sonderausstellung Dürer nach Dürer" am Dienstag im Brukenthalpalais in Hermannstadt. Die Wanderausstellung war zunächst vom 26. März bis 7. Juni im Klausenburger Ethnografischen Museum zu sehen und ist in Hermannstadt bis zum 30. August zu besichtigen.Weiterlesen

Spiegel für die Betrachter

Ausgabe Nr. 2438
 

Peter Connerth stellt im Brukenthalmuseum aus

 

1991 träumte man in Hermannstadt und in Luzern noch von einer Städtepartnerschaft. Ein Grundstein dafür gewesen wäre die Schulpartnerschaft zwischen dem Pädagogischen Lyzeum in Hermannstadt und dem Luzerner Lehrerseminar, an dem Peter Connerth damals noch als Werklehrer tätig war. Connerth hatte seine Heimatstadt Mitte April 1990 nach langen Jahren der Abwesenheit – 1961 war er ausgewandert und hatte sich 1962 in der Schweiz niedergelassen – wieder besucht, am Steuer eines Transporters. Er veranlasste einen Besuch seiner Kollegen vom Päda in Luzern und im März 1991 kamen die Schweizer auf Gegenbesuch. Die Schulpartnerschaft besteht weiter, eine Städtepartnerschaft ist nicht zustande gekommen.Weiterlesen

Modells am Flughafen

Ausgabe Nr. 2438
 

Ein Flugzeug der Blueair-Fluggesellschaft und die Landebahn am Hermannstädter Flughafen dienten am Mittwoch als Laufsteg für die Präsentation von Kreationen rumänischer Modedesigner im Rahmen des Feeric Fashion Festivals.

 

Foto: Ruxandra STĂNESCU

Focus Fotoausstellung

Ausgabe Nr. 2432
 

„Das Jahr 2014 war ein sehr intensives und das kann man auch auf den Fotos sehen", sagte Astrid Fodor, Bürgermeisterin ad interim, bei der Vernissage der siebenten Ausgabe der Fotoausstellung Focus Sibiu. In diesem Jahr wurden insgesamt 70 Aufnahmen von Silvana Armat, Sebastian Marcovici und Dragoș Dumitru im Innenhof des Bürgermeisteramts zu Themen wie Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport oder Soziales ausgestellt. Dazu konnten zwei Fotoreportagen bewundert werden: Silvana Armat zeigte Fotos zum Thema Therapiehunde im Einsatz für Kinder mit Autismus" und Sebastian Marcovici bebilderte die letzte Theater-Spielzeit am Radu-Stanca-Theater. Wir haben Glück, in einer Stadt wie Hermannstadt zu arbeiten, wo uns die Veranstaltungen auf dem Servierteller präsentiert werden, wir müssen die Momente bloß fotografieren", sagte Silvana Armat und Sebastian Marcovici gab bekannt, dass im Herbst ein internationales Fotografiefestival in Hermannstadt geplant ist.

Foto: Cynthia PINTER

 

Verbindungselement zwischen Ethnien

Ausgabe Nr. 2431
 

Ausstellung „Was sächsische Truhen erzählen…“ im Schatzkästlein eröffnet

 

Nachbarschaftstruhen, Zunfttruhen, Geldtruhen, Kirchentruhen oder Mitgifttruhen. Alte, wie neue solcher Truhen konnte man am Samstag, dem 16. Mai, im Schatzkästlein bewundern. Hier fand nämlich die Vernissage der Ausstellung „Was sächsische Truhen erzählen…“ statt.

   „Wenn Sie sich hier diese Ausstellung ansehen, so sehen Sie als erstes die ungeheure Vielfalt der Truhen“, erklärte Prof. Dr. Paul Niedermaier in seiner Eröffnungsrede.  Die Truhen hätten einen besonderen Stellenwert gehabt, vor allem in Siebenbürgen. „Wenn man die Innenräume der Häuser ansieht, dann kann man einen merklichen Unterschied zwischen West- und Osteuropa feststellen. In Westeuropa sind die Innenräume viel weniger ausgeschmückt und vor allem sehr arm an Textilien. In Osteuropa dagegen sind gerade die Textilien sehr reich verwendet beim Innenraum, bei den Rumänen stärker als bei den Sachsen. Jenseits von dieser allgemeinen Gliederung ist das Möbelstück ein funktionelles Element, das überall angewendet wird.“Weiterlesen

Handwerker und Geistliche als Vorfahren

Ausgabe Nr. 2431
 

(Fortsetzung des Beitrags aus der HZ-Ausgabe Nr. 2430/15. Mai 2015)

 

Aus der Zwischenkriegszeit haben sich einige mit Reisen verbundene motivische und technische Experimente erhalten, die den Anschluss an das Kunstgeschehen aus der weiten Welt illustrieren. Hier ist die Herausforderung des Wassers als Motiv und als Darstellungsweise ein gemeinsamer Nenner. Ein Berlin-Aufenthalt 1930/31 zeitigte Experimente motivischer und formaler Art, darin die Darstellung von Wesenhaftem – von Materialität reflektiert wird (Stillleben mit Hering, 1931). 

Auch das fascinosum des Lichts veranlasst eine motivische Auseinandersetzung, die sekundär auch eine formale ist. Mehrere Arbeiten thematisieren und reflektieren das Wesen des Lichts, – das tellurische (Brennende Sonde von Moreni, 1929), oder das verwandelnde (Glasbläser, 1924), oder seine spirituelle Qualität (Aus Schäßburg, 1919, Winter auf dem Valare, 1929). Ein undatiertes – vom Ausdruck der Gestalten zu schließen – frühes Werk, „Leuchter,“ lässt gleich mehrere Themen anklingen: Die drei Gestalten um den geschmückten traditionellen Baumleuchter veranschaulichen zugleich die Lebensalter, ein Motiv, das die menschliche Existenz geistlich reflektiert; die Kirchentracht und der „Lichtert“ verorten das Geschehen im siebenbürgischen Kirchenraum, und dabei erfüllt der Lichtert die geistliche Symbolik, insgesamt selbstleuchtend. Die Lichtregie folgt darin einer „Erfindung“ des Manierismus, da ein „selbstleuchtendes“ Jesuskind zur Lichtmitte des Weihnachtsgeschehens wird. Damit bekommt dieses heimatliche Weihnachtsmotiv bei aller Traditionsbeflissenheit auch einen eschatologischen Bezug, nämlich jenen zum Himmlischen Jerusalem, darin Christus selbst Mitte und Lichtquelle ist (Offb. 21, 22f).

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Handwerker und Geistliche als Vorfahren

Ausgabe Nr. 2430
 

Gemälde von Hans Hermann (1885-1980) im Teutsch-Haus /Von Heidrun KÖNIG

 

Nach wie vor ist der 1980 verstorbene siebenbürgisch-sächsische Künstler Hans Hermann (1885-1980) als Maler und Graphiker in seiner Heimat und darüber hinaus bekannt und geschätzt. Seine Bekanntheit begründet vor allem das graphische Werk – es handelt sich um die überaus zahlreichen, weitgestreuten Drucke, von denen das Brukenthalmuseum in Hermannstadt je einen Abzug besitzt und seit 1989 in Auswahl regelmäßig zeigt.

130 Jahre nach der Geburt des Künstlers wird dem Hermannstädter Publikum nun eine Auswahl seines malerischen Werks vorgeführt, das bisher weniger Aufmerksamkeit erfahren hat, da es sich nicht primär um Werke mit den vertrauten Themen handelt.

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