,,Die Suche nach der Seele meiner Familie”

Besuch auf Schloss Kálnoky in Miklósvár/Micloșoara / Von Werner FINK

Ausgabe Nr. 2846

Tibor (links) und Boris Kálnoky auf Schloss Miklosvár. Foto: Werner FINK

„Können Sie reiten?” wurde Boris Kálnoky gefragt. Er lachte: „Als mein Vater entschied, dass ich, wie ein Husar reiten soll, da war ich acht Jahre alt. Ich sollte voltigieren, also Purzelbäume auf dem Pferderücken schlagen, da habe ich mich geweigert”. Pferde und Reiten sollen einst „der Kern der eigenen Identität” gewesen sein. „Man war, weil man ritt”, schreibt er in dem Buch „Ahnenland”. Sein Urgroßvater wurde sogar der beste Reiter der k. u. k.-Monarchie. Am Sonntag, dem 1. Oktober, fand in dem Kálnoky-Schloss in Miklósvár/Micloșoara im Széklerland die Vorstellung des Buches „Őseim földje-A Kálnoky család története” von Boris Kálnoky statt, im Vorfeld gab es ein kleines Konzert mit Steffen Schlandt. Das vorgestellte Buch ist die ungarische Version des Buches „Ahnenland oder die Suche nach der Seele meiner Familie”, das bereits 2011 im Droemer Verlag erschienen ist. Nur leider ist die deutsche Fassung ausverkauft. Es war aber eine gute Gelegenheit, Boris und Tibor Kálnoky kennenzulernen und einiges über die Geschichte der Familie zu erfahren. Weiterlesen

Weil es da Gemeinschaft gibt…

20 Jahre Deutscher Jugendverein Siebenbürgen im Spiegelsaal des DFDH gefeiert

Ausgabe Nr. 2842

Alina Depner, Kevin Wagner und Andrea Rost bei der Jubiläumsfeier im Spiegelsaal (v. l. n. r.). Foto: Cynthia PINTER„Zum Jugendforum kommt jeder, weil Freunde da sind, weil es da Gemeinschaft gibt – ein Wort, das immer kleiner geschrieben wird“, bemerkte Benjamin Jozsa, Geschäftsführer des DFDR, der die Jugendlichen und Junggebliebenen bei der Jubiläumsfeier des Deutschen Jugendvereins Siebenbürgen (DJVS) begrüßen durfte. Am Freitag, dem 10. November feierte der DJVS 20 Jahre seit seiner juristischen Eintragung im Spiegelsaal des Hermannstädter Forums. Zur Feierstunde waren zahlreiche Ehemalige, Vertreter aller siebenbürgischen Jugendvereine sowie viele Ehrengäste geladen. Die Präsentation der einzelnen Jugendvereine auf Roll-ups, erarbeitet von den neuen Jugendreferenten rundete die Veranstaltung ab.Weiterlesen

„Kulturvermittlung hat hohe Priorität”

20 Jahre Friedrich Teutsch-Begegnungs- und Kulturzentrum

Ausgabe Nr. 2840

Blick in den Innenhof des Teutschhauses mit Johanniskirche.

Die Einweihung des Friedrich Teutsch-Begegnungs- und Kulturzentrums in Hermannstadt erfolgte am 19. Oktober 2003, in einem für die evangelischen Siebenbürger Sachsen geschichtsträchtigen Jahr. Die 20-Jahr-Feier, als Tag der Offenen Türen unter dem Motto „Im Geiste der Gemeinschaft: bewahren – bilden – bewegen” am Stichtag, dem 19. Oktober 2023, gestaltet, ebenso. Vor 140 Jahren war hier die Vorgängereinrichtung, das Lutherhaus mit Waisenhaus, eingeweiht worden, in diesem Jahr sind es 90 Jahre seit dem Tod des Namensgebers, Bischof Friedrich Teutsch, und 75 Jahre seit der Enteignung des Archivs der Stadt Hermannstadt und der Sächsischen Nation.

Einen Einblick in die wechselhafte Geschichte des Hauses bietet eine Ausstellung im Treppenhaus, lesen Sie im Folgenden den von der Leiterin Dr. Gerhild Rudolf zum Abschluss des Tages der Offenen Türen vorgetragenen Ausblick:Weiterlesen

Zwischen Schätzen, Waffen und Wappen

Besuch im Historischen Museum im Alten Rathaus in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2833

In dem Raum mit mittelalterlichen Waffen und Rüstungen steht eine riesigen Figur mit einem Ritter und seinem Pferd.
Foto: Maja HENNEMANN

Was haben die Steinzeit, das Mittelalter und Füllfederhalter gemeinsam? Im Geschichtsmuseum im Alten Rathaus („Casa Altemberger”) in Hermannstadt erhält man Einblicke zu allen Themenbereichen. Eher zufällig stolperten meine Freundin Leonie Deubig und ich in das Geschichtsmuseum „Casa Altemberger”, welches nach dem ehemaligen Bürgermeister der Stadt, Thomas Altemberger, benannt ist. An einem Freitag aßen wir gerade im „Lumos” zum Frühstück, als uns das Museum gegenüber mit seinem gotischen Stil und der gelb-goldenen Schrift ins Auge fiel. Kurzerhand entschieden wir uns dazu, diesem einen Besuch abzustatten. Wir hatten gehört, dass das Museum mit seiner ständigen Ausstellung zum Brukenthalmuseum gehört und früher ein Rathaus war. Das weckte unsere Neugier zusätzlich.Weiterlesen

,,Mit außergewöhnlichem Engagement“

Ausgabe Nr. 2832
Dr. Klaus Fabritius wurde mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt

Botschafter Dr. Peer Gebauer (links) und Dr. Klaus Fabritius bei der Ordensverleihung. Foto: Deutsche Botschaft Bukarest

Das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland übergab Botschafter Dr. Peer Gebauer am 31. August 2023 an den 1942 in Hermannstadt geborenen Biologen Dr. Klaus Fabritius, Vorsitzender des Regionalforums Altreich. Die Verleihungszeremonie fand in der Residenz des Botschafters statt. Weiterlesen

Eine herausragende Persönlichkeit

Ausgabe Nr. 2832

Nachruf auf den Germanisten Prof. Dr. George Guțu (1944-2023)


George Guţu (1944-2023).

Der Gründer und langjähriger Präsident der Gesellschaft der Germanisten Rumäniens, Professor Dr. George Guțu, ist am 3. September 2023 verstorben. Durch seine Lehre und Forschung sowie durch sein organisatorisches Talent hat sich George Guțu als eine herausragende Persönlichkeit der rumänischen Germanistik etabliert. Sein unermüdlicher Einsatz für den Aufbau des Faches nach der politischen Wende in Rumänien hat sich in der Gründung von Einrichtungen niedergeschlagen, die von der germanistischen Landschaft Rumäniens nicht mehr wegzudenken sind. Weiterlesen

Kirchenburg in Roseln renoviert

Ausgabe Nr. 2831


Durch ein EU-Projekt wurde die Kirchenburg in Roseln renoviert. Der Vertrag mit der Agentur für regionale Entwicklung Mitte wurde am 2. Februar 2018 unterzeichnet, am 4. März 2020 war offizieller Baubeginn. Am 12. August d. J. fand die Wiedereinweihung statt. Foto: Stefan BICHLER

Michelsberg im 20. Jahrhundert

Ausgabe Nr. 2831

Erfolgreicher Abschluss

Unser Bild: ,,Geschichten aus der Geschichte“ von Michelsberg im 20. Jahrhundert erzählte Kurator Michael Henning (rechts) im Dialog mit Pfarrer Zorán Kézdi. Foto: Beatrice UNGAR

Mit dem achten Konzert der Reihe ,,Michelsberger Spaziergänge“, geboten von dem Ensemble Couleurs aus Klausenburg und einem Dialog zur Geschichte von Michelsberg im 20. Jahrhundert sind am Sonntag die Veranstaltungen zum 800. Jubiläum der Michelsberger Burg teilweise abgeschlossen worden. Lesen Sie mehr dazu auf den Seiten 5 und II. Weitere zwei Veranstaltungen, die ebenfalls auf der Michelsberger Burg geplant sind, stehen allerdings ebenfalls im Zeichen der 800 Jahre seit der ersten urkundlichen Erwähnung von Michelsberg: Am Sonntag, dem 3. September, 18 Uhr, findet eine orthodoxe Abendandacht statt und am 29. und 30. September veranstaltet der Reenactment-Verein Anacronism erneut ein Michaelsfest.

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,,Großartige Gelegenheit“

Ausgabe Nr. 2831

Die 16. Schauwerkstatt der Wandergesellen

Die Schmiede-Schauwerkstatt auf dem Huetplatz. Foto: Lorenz ZECK

Sie sind wieder da. Zum 16. Mal führten die Wandergesellen ihre Künste in einer Schauwerkstatt in Hermannstadt vor. Dabei kommen sie aus dem gesamten deutschsprachigen Raum, arbeiten für Kost und Logie und bilden sich in ihrem Handwerk weiter. Dabei gibt es vor allem Zimmerer, Steinmetze, Dachdecker und Schmiede – aber auch Instrumentenbauer und Bäcker können auf Wanderschaft gehen.

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