Der Koch: „die Seele der Küche“

Zu Besuch im neuen Lokal Lor.And Takeaway in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2573

Lóránt Erdei in seinem Lokal.                                       
Foto: Werner FINK

Köstlich war der Käsekuchen mit Keksboden und mit Heidelbeersoße im Lor.Andan der Mündung der Str. Oituz in die  Junger-Wald-Straße/Calea Dumbrăvii, nicht weit vom großen Kreisel entfernt. Der kleine nette Innenraum ist mit drei Standtischen ausgestattet. Ein gewöhnliches Imbisslokal ist das nicht, das merkt man gleich beim Anblick der Gerichte im kurzen Menü. Im Lor.Andwerden nämlich etwa sechs Gerichte pro Tag angeboten, die aber dem Niveau eines Restaurants entsprechen und Koch Lóránt Erdei versteht es scheinbar regelrecht den Geschmackssinn anzuregen, wobei das Angebot von traditionellen bis zu internationalen Gerichten und eigenen Kombinationen reicht.  Außerdem ist es als „Takeaway”-Konzept gedacht worden, wo die Kunden die Speisen mitnehmen können. Mit dem Koch Lóránt Erdei sprach HZ-Redakteur Werner F i n k.Weiterlesen

Die Mühen der Ebene

Germanistentagung war Bertolt Brecht gewidmet

Ausgabe Nr. 2573

Gruppenbild mit den Teilnehmenden vor der gastfreundlichen „Casa Speranței” in Kronstadt, wo die Tagung stattgefunden hat.

Die XXI. Tagung der Kronstädter Germanistik war in diesem Jahr dem 120. Geburtstag Bertolt Brechts gewidmet. Das Motto: „Die Mühen der Berge liegen hinter uns, vor uns liegen die Mühen der Ebene.“ sollte eine unbeabsichtigte Konnotation bekommen, denn am 22. März abends begann es pünktlich zum Tagungsbeginn zu schneien und hörte bis nächsten Abend nicht mehr auf. Dadurch konnten die Gäste zwar am Samstag, den 24. März  ohne Mühen die Heimreise antreten, diejenigen jedoch, die erst Freitag Morgen anreisen sollten, schafften das nur mit erheblicher Verspätung oder gar nicht.Weiterlesen

Seder-Mahl mit Überraschung

Deutscher Konsul zu Gast in der jüdischen Gemeinde

Ausgabe Nr. 2573
Deutscher Konsul zu Gast in der jüdischen Gemeinde

 

Konsul Hans Erich Tischler, Nadia Badrus und der Gemeindevorsitzende Otto Deutsch.                                                          Foto: Beatrice UNGAR

Die jüdische Gemeinde in Hermannstadt feiert die traditionellen Feste gewöhnlich als Gemeinschaftsfeste, so auch das gewöhnlich in der Familie zelebrierte Seder-Mahl am Vorabend des Pessah-Festes, das in diesem Jahr mit den katholischen und den evangelischen Ostern zusammenfiel. Weiterlesen

Über Menschen und Orte von früher

Zur Anthologie „Aus der Ethnologie der Deutschen in Rumänien”

Ausgabe Nr. 2573

Ilie Moise/Andreea Buzas (Hrsg): Din etnologia germanilor din România/Aus der Ethnologie der Deutschen in Rumänien. Honterus-Verlag Hermannstadt, 2017, 554 Seiten, ISBN 978-606-8573-93-9

Der zweisprachige Band „Aus der Ethnologie der Deutschen in Rumänien” (Honterus Verlag, 2017) ist von seinen Herausgebern – dem Ethnologen und Hochschulprofessor Ilie Moise und seiner jungen Kollegin Andreea Buzaș – Professor Dr. Paul Niedermaier, korrespondierendes Mitglied der Rumänischen Akademie und Leiter des Forschungsinstitutes für Geisteswissenschaften in Hermannstadt, zum 80. Geburtstag gewidmet. Die 554 Seiten des Buches umfassen Beiträge zur volkstümlichen Kultur der Siebenbürger Sachsen und Landler von insgesamt 29 Forschern und Museologen. Alle Texte liegen in einer einwandfreien Übersetzung vor, hauptsächlich wird der vollständige deutsche Beitrag mit rumänischer Übersetzung oder mit einer Kurzfassung in rumänischer Sprache veröffentlicht. Dadurch wird das Buch einem großen Leserkreis zugänglich. Das angebotene komplette und sogleich komplexe Bild dieser Ethnologieforschung wurde auch durch den qualitativen Druck des Honterusverlags, sowie durch die finanzielle Unterstützung des Departements für Interethnische Beziehungen im Generalsekretariat der Rumänischen Regierung durch das Demokratische Forum der Deutschen möglich gemacht.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2573

Coposu-Boulevard gesperrt; Deutsche Literaturtage in Reschitza; Gastvorstellung im Gong-Theater; „Hermannstädter Netzwerk”; Seniorentreffen am 17. April; Lesung mit Opernsängerin; Entchen-Rennen auf dem Zibin; Gastronomie und Kultur; Maifest am 5. Mai; Evangelische Theologie in deutscher Sprache; Neuer Vorstand der GGR;Rumänisches Fernsehen in deutscher Sprache;Radio Neumarkt auf Deutsch.Weiterlesen

Eine unbegreiflich große Liebe

Osterbotschaft aus Mediasch
Ausgabe Nr. 2572

Fest der Christenheit. Von Ostern her kommt unser Glaube: dass Christus für uns gelitten hat, für uns gestorben und auferstanden ist und uns dadurch von dem ewigen Tod befreit hat. Er hat am Kreuz der Welt Sünden auf sich genommen und getragen.

Diese Worte klingen einerseits – geschrieben wie gesprochen – wie ein alter Merkvers, den Konfirmanden etwa auswendig lernen sollen. Wenn diese Worte nur klingen, dann ist das nicht genug – das spüren wir. Wie jemand, der „Ich liebe Dich!“ sagt, doch dabei etwa auf sein Handy schaut…

Authentisch bedeute was anderes: die Botschaft soll lebendig sein. Die Botschaft soll uns verändern!Weiterlesen

„Verdienste für freiheitliche Demokratie“

Rumäniens Staatspräsident Klaus Johannis erhält Franz Josef Strauß-Preis

Ausgabe Nr. 2572

Staatspräsident Klaus Johannis (5. v. l.) auf der Bühne auf dem Großen Ring bei dem großen Sachsentreffen im August 2017 in Hermannstadt mit (v. l. n. r.) Herta Daniel, Bundesvorsitzende des Verbands der Siebenbürger Sachsen in Deutschland, der Kreisratsvorsitzenden Daniela Cîmpean, Bürgermeisterin Astrid Fodor, dem Vorsitzenden des Siebenbürgenforums, Martin Bottesch, Gattin Carmen Johannis, Bischof Reinhart Guib und dem DFDR-Landesvorsitzenden Paul-Jürgen Porr.                
Foto: Fred NUSS

Die CSU-nahe Hanns-Seidel-Stiftung verleiht 2018 ihren Franz Josef Strauß-Preis an Rumäniens Staatspräsidenten Klaus Johannis. Damit würdigt die Stiftung, laut einer diesbezüglichen Pressemitteilung, die Verdienste des 58-Jährigen für eine freiheitliche Demokratie und eine zukunftsweisende Mitgestaltung des Landes, insbesondere auf dem Weg in die Europäische Union. Der Preis ist mit 10 000 Euro dotiert.Weiterlesen

Motto der Messe: Leipzig liest

Stimmungsbilder von der Leipziger Buchmesse 2018

Ausgabe Nr. 2572

Die Leipziger Buchmesse hatte dieses Jahr Rumänien als Schwerpunktland.
Foto: Roland BARWINSKY

Und es gibt sie doch, trotz aller Unkenrufe: die Leser. Die Leipziger Buchmesse hat auch diesmal ganze Rudel dieser angeblich ausgestorbenen Spezies angelockt. Einem selbstvergessen in einen Text vertieften Besucher wäre bei gelegentlichem Aufblicken vielleicht ein Jugendlicher in einem knallbunten, fantastischen Mangafigurenkostüm ins Auge gesprungen und er hätte sich einen Moment lang gefragt, ob das, was er sieht, echt ist, oder nur seiner Fantasie, oder dem Text entsprungen ist, den er gerade liest.Weiterlesen

Schmeckt wie bei Mama zu Hause

Leckeres Tagesmenü im Restaurant „Sigemo” in Schellenberg
Ausgabe Nr. 2572

Köchin Ileana Deak geht auch im Rentenalter ihrer Lieblingsbeschäftigung nach.                       Foto: Cynthia PINTER

Der Frühling ist da. Schnee und Glatteis gehören der Vergangenheit an und der gewissenhafte Autofahrer weiß: Der Reifenwechsel von Winter- zu Sommerreifen steht an. Die bekannteste Autoreifen-Werkstatt in Hermannstadt heißt „Sigemo“, das weiß fast jeder Einwohner mit Führerschein. Was viele jedoch nicht wissen, ist, dass es im Obergeschoss der Werkstatt, die in Schellenberg/Șelimbăr an der Ausfahrt Richtung Bukarest auf der linken Seite zu finden ist, ein Restaurant gibt. Man kann quasi, während der Reifenfachmann am Werk ist, schnell das Mittagsmenü ausprobieren und satt und zufrieden, mit vollem Magen und neuen Reifen, nach Hause fahren. Weiterlesen

„Quo vadis deutsche Schulen?”

Babeş-Bolyai-Universität: Treffen für Schulleiter in Klausenburg organisiert
Ausgabe Nr. 2572

Die Teilnehmer und Organisatoren freuten sich über ein gelungenes Treffen, auch der Schneefall ließ gegen Mittag nach.
Foto: Ruxandra STĂNESCU

„Wohin mit dem Lehramt in deutscher Sprache in Rumänien?“ Das war die zentrale Frage des Treffens, das am vergangenen Freitag vom Departement für Pädagogik und Didaktik in Deutscher Sprache der Babeş-Bolyai-Universität gestellt wurde. Eingeladen wurden hauptsächlich Leiter der Schulen und Kindergärten aus Rumänien, die eine deutsche Abteilung haben. Auch wenn der Winter den Organisatoren einen Strich durch die Rechnung zog – das halbe Land war wegen heftigen Schneefällen und Sturm gelähmt – diejenigen, die es schafften, dabei zu sein, waren sehr zufrieden, denn hier konnten sie erstmals über ihre Sorgen sprechen. „Wir sind da, weil uns allen die Zukunft der Kindergärten und der Schulen in deutscher Sprache am Herzen liegt“, erklärte Dr. Mirona Stănescu, die Direktorin des Departements, „und wir hoffen, dass wir am Ende dieses Treffens auch gemeinsame Lösungen finden.“Weiterlesen