Über Schlamm und Stein

Triada MTB-Wettkämpfe auf der Hohen Rinne

Ausgabe Nr. 2682

Auf der Hohen Rinne  fanden am Wochenende die Triada MTB-Wettkämpfe statt. Unser Bild: Start der 25 Nachwuchs-Mountainbiker  (11-14 Jahre).                      Foto: Tobias LEISER

Am 18. und 19. Juli fanden erneut die Triada MTB-Wettkämpfe auf der Hohen Rinne statt. Trotz Dauerregens und Temperaturen zwischen 6 und 10 Grad gingen dennoch rund 250 Mountainbiker in der Arena Platoș an den Start und kämpften sich durch das Gelände. Neben den rumänischen Fahrern nahmen auch drei Fahrer aus Frankreich und Italien teil. Höhepunkt des Wochenendes war die 13. Geiger-MTB-Challenge, eine Etappe der rumänischen XCM-Landesmeisterschaft. Weiterlesen

,,Nichts, aber ich bin glücklich“

Rose Ausländer-Ausstellung im Chorraum der evangelischen Stadtpfarrkirche

Ausgabe Nr. 2682

Rose Ausländer (1901-1980).

,,Dennoch Rosen – die Lyrikerin Rose Ausländer“ lautet der Titel der Ausstellung der Friedensbibliothek des Antikriegsmuseums der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg, die bis Ende September im Chorraum der evangelischen Stadtpfarrkirche (Eintritt durch die Sakristei) täglich zwischen 9 und 17 Uhr zu besichtigen ist.Weiterlesen

,,Ein Konglomerat unserer Erfahrungen“

Gespräch mit Thomas Perle, derzeit Dorfschreiber von Katzendorf

Ausgabe Nr. 2682

Thomas Perle.Foto: Julia GREVENKAMP

Thomas Perle, 1987 in Oberwischau/Vişeu de Sus geboren, emigrierte 1991 gemeinsam mit seiner Familie in die Bundesrepublik Deutschland. Nach seinem Volontariat am Staatstheater Nürnberg studierte er Theater-, Film und Medienwissenschaften an der Universität Wien. Bekanntheit erlangte Perle mit seinem Kurzprosatext „wir gingen weil alle gingen“, für den er 2013 mit dem exil-Literaturpreis ausgezeichnet wurde. Sein Theaterstück „karpatenflecken“, das eigentlich im Mai am Wiener Burgtheater uraufgeführt werden sollte, erhielt den Retzhofer Dramapreis 2019.

Der HZ-Praktikant Tobias L e i s e r sprach mit Thomas Perle über dessen jüngstes Stück „Live“, das in der Regie von Bobi Pricop an der deutschen Abteilung des Radu Stanca-Nationaltheaters in Hermannstadt entstand und am 24. Juli online Premiere feiert, sowie dessen bisherige Tätigkeit als Dorfschreiber von Katzendorf.Weiterlesen

2020 kein Headbangen

ARTmania-Festival fällt heuer aus

Ausgabe Nr. 2682

Bei der 14. Auflage des ARTmania-Festivals 2019 herrschte wie immer Bombenstimmung auf dem Großen Ring.              Foto: Cynthia PINTER

Eigentlich hätten sich an diesem Wochenende, am 24. und 25. Juli, wieder tausende Metalfans auf dem Großen Ring in Hermannstadt versammelt, um gemeinsam zu headbangen. Aufgrund der Covid-19 Pandemie muss aber neben unzähligen Festivals und Konzerten weltweit auch das 15. ARTmania-Festival in Hermannstadt ausfallen, und die enttäuschten Fans bleiben zu Hause. Weiterlesen

Mörder unter sich

Schwarzer Humor im neuesten Film des TNRS

Ausgabe Nr. 2682

Unter dem Titel ,,Tom și Jerry 2.0″ wurde im Rahmen der online-Spielzeit des Radu Stanca-Nationaltheaters die Verfilmung des Stücks ,,Jerry and Tom“ von Rick Cleveland an drei Abenden ausgestrahlt. Unser Bild: Ali Deac (links) und Marius Turdeanu warten als Jerry und Tom auf ihr nächstes Opfer. Foto: Rareș HELICI

Es geht weder um ein Stück Käse, noch um eine Schüssel Milch in diesem „Tom und Jerry“. Tom und Jerry sind keine lustigen Zeichentrickfilmhelden sondern kaltblütige Mörder. Die einzige Ähnlichkeit zwischen dem Zeichentrickfilm und dem Film ist der schwarze Humor. Die Verfilmung des Stücks „Jerry and Tom“ von Rick Cleveland wurde vergangene Woche drei Mal online, unter dem Titel ,,Tom și Jerry 2.0″ im Rahmen der „Digitalen Spielzeit“ des Hermannstädter Radu Stanca-Nationaltheaters (TNRS) gezeigt, am 15., 16. und 17. Juli. Es spielten die Schauspieler Marius Turdeanu, Ali Deac und Ioan Paraschiv, Regie führte Florin Piersic Jr. Wiederholt wird der Film am 2., 3. und 4. September.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2682

80 Milliarden Euro – 1.030 Neuinfizierte

   Brüssel/Bukarest. – Rumäniens Staatspräsident Klaus Johannis kam von dem EU-Gipfel, der am Wochenende in Brüssel getagt hat, mit der Nachricht zurück, dass Rumänien 80 Milliarden Euro erhalten wird, um Schulen und Krankenhäuser zu bauen und wichtige öffentliche Systeme zu modernisieren.

Die 27 EU-Mitgliedsstaaten hatten sich am Dienstagmorgen nach langen Verhandlungen auf ein als historisch zu betrachtende Konjunkturprogramm für die EU geeinigt. Der 750 Milliarden Euro schwere Plan für die Zeit nach der Krise ergänzt das Mehrjahresbudget der EU von 1.074 Milliarden Euro für 2021-2027. Von den 750 Milliarden Euro sollen 390 Milliarden in Form von Subventionen an die von der Corona-Krise am schlimmsten betroffenen Länder vergeben werden, 360 Milliarden sollen in Form von Darlehen zur Verfügung stehen.

Derweilen gab es laut dem am Mittwoch, dem 22. Juli, veröffentlichten Bericht der Gruppe für strategische Kommunikation 1030 neue COVID-19-Fälle in Rumänien, womit die Gesamtzahl seit Ende Februar auf 40.163 angestiegen ist. Die Gesamtzahl der Todesopfer liegt bei 2101.

Sowohl Staatspräsident Klaus Johannis als auch Premierminister Ludovic Orban riefen die Bürgerinnen und Bürger erneut zur Einhaltung der Schutzvorschriften und zur Verwendung von Mundschutzmasken in Innenräumen auf. (BU)

 

Deutsche Premiere online

Hermannstadt. – Das Stück ,,Live“ von Thomas Perle, dem aktuellen Dorfschreiber von Katzendorf wurde in der Regie von Bobi Pricop an der deutschen Abteilung des Radu Stanca-Nationaltheaters online produziert und wird im Rahmen der online-Spielzeit ,,Digitale Bühne“ am 24., 25. und 26. Juli, jeweils ab 19 Uhr, auf der Homepage des Theaters gezeigt. Hier, unter www.tnrs.ro können auch Karten gekauft werden. Mehr zum Programm der online-Spielzeit auf Seite 8 in unserer Printausgabe. (BU)Weiterlesen

Apfelsuppe auf dem Winzerhof

Streiflichter von der 13. Auflage des ,,Astra Multicultural“-Festivals

Ausgabe Nr. 2681

Entsprechend den Umständen mit Mund- und Nasenschutz ausgestattet, kochten Hirten aus Städterdorf/ Rășinari und ihre Helferinnen einen traditionellen Lammeintopf.                               Foto: Tobias LEISER

Zum fünften Mal wurde am vergangenen Wochenende, vom 10. bis 12. Juli, das „Astra Multicultural“-Festival der kulturellen Vielfalt im Freilichtmuseum im Jungen Wald gefeiert. Auf dem 96 Hektar großen Gelände wurden den rund 7000 Besuchern die Kulturen der verschiedenen Ethnien Rumäniens nähergebracht. Über 100 Künstler führten Volksmusik und -tänze auf; 50 Handwerker boten an ihren Ständen ihre traditionell hergestellten Waren feil, und in verschiedenen Workshops setzten sich rund 100 Teilnehmer sowohl mit Holz- und Keramikmalerei, Sticken und Nähen als auch mit der Holzverarbeitung auseinander. Zudem wurden auch 16 Dokumentarfilme zum Thema Minderheiten gezeigt. Und natürlich durfte der alljährliche Gastronomie-Marathon nicht fehlen. Weiterlesen

Es gibt keine einzig wahre Geschichte

Gespräch mit dem Hochschulassistenten und Historiker Szabó Csaba

Ausgabe Nr. 2681

Szabó Csaba vor der Kulisse der Wehrtürme in der Harteneckgasse/Str. Cetatii in Hermannstadts Altstadtzentrum.                Foto: Werner FINK

Szabó Csaba kommt aus Sathmar und ist seit zwei Jahren Assistent im Rahmen des Departements für Geschichte an der Lucian Blaga Universität. Er studierte Geschichte an der Babeș-Bolyai Universität in Klausenburg und setzte sein Studium in Pécs (2012-2015) und am Max-Weber-Kolleg in Erfurt (2014-2016) fort. Im Rahmen eines derzeitigen Forschungsprojektes an der Universität von Szeged, fokussiert er sich auf römische Religionskommunikation und sakrale Räume. 

Über dessen Werdegang und einige aktuelle Themen sprach mit Szabó Csaba der HZ-Redakteur Werner F i n k.

Wie kamen Sie nach Hermannstadt?

Das hat das Leben so gebracht. Das Doktorat hatte ich 2012 an der Universität in Pécs begonnen und dann war ich über einen Cotutelle-Vertrag Doktorand an der Universität in Erfurt. 2016 bin ich nach Rumänien zurückgekehrt und von 2016 bis 2018 habe ich versucht, in Klausenburg einen Arbeitsplatz in diesem Bereich zu finden, was nicht gelang. Im Sommer 2018 wies der ehemalige Betreuer meiner Masterarbeit darauf hin, dass es in Hermannstadt eine freie Assistenten-Stelle gibt. Ich habe mich beworben, das Vorstellungsgespräch verlief sehr gut und so bin ich hier gelandet. Das ist ein typisches Beispiel für den akademischen Nomadismus. Ich hatte auch in Erfurt Kollegen, die es an 5-6 Universitäten probiert hatten, bis sie zu einem festen Arbeitsplatz gekommen sind. Das ist jetzt eine dreijährige Stelle.Weiterlesen