,,Freiheit macht den Unterschied“

Das 35. Sachsentreffen findet am 19. und 20. September in Zeiden/Codlea statt

Ausgabe Nr. 2923

Die Kirchenburg mit der evangelischen Kirche ist das älteste und bedeutendste Baudenkmal Zeidens. Die Kirche stammt aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts und wurde den Heiligen Georg und Michael geweiht. Von der ursprünglichen romanischen Kirche ist nur das Westportal erhalten. Im 15. Jahrhundert wurde das Gotteshaus in eine gotische Saalkirche umgebaut. 1702 wurde die Kassettendecke mit 252 bemalten Feldern hergestellt. Aus dem Nachlass des Sachsengrafen Sachs von Harteneck erwarb die Gemeinde 1709 die Orgel. 1789 baute der Schlesier Johann Prause mit Benutzung der alten eine neue Orgel, die heute zu den wertvollsten Instrumenten dieser Art Siebenbürgens zählt. Die Kirchenburg hat einen ovalen Grundriss mit 85 Metern Durchmesser und ist somit die größte Kirchenburg des Burzenlands.
Text und Foto: zeiden.evang.ro

Unter dem Motto „Freiheit macht den Unterschied” findet in Zeiden/Codlea am 19. und 20. September d. J. das 35. Sachsentreffen statt. Veranstalter sind das Demokratische Forum der Deutschen in Siebenbürgen, das Demokratisches Forum der Deutschen im Kreis Kronstadt und das Ortsforum Zeiden, die Evangelische Kirche A. B. in Rumänien und die evangelische Kirchengemeinde Zeiden, die Zeidner Nachbarschaft und das Bürgermeisteramt Zeiden.Weiterlesen

,,Spuren, die uns leiten”

Neue Ausstellung im Urzelmuseum in Großschenk

Ausgabe Nr. 2923

In der neuen Ausstellung sind auch die Werke von zehn zeitgenössischen Handwerkern zu sehen.                                                                   Foto: der Verfasser

Die Ausstellung „Spuren, die uns leiten” (Urme care ne poartă / Traces That Lead Us) der Vereine „Großschenker Urzellauf” und „Soxen” im Urzelmuseum in der Großschenker Kirchenburg wurde am 9. Juli eröffnet. „Diesmal haben wir eine ganz andere Ausstellung als sonst, und zwar über Handwerk“, freute sich Kuratorin Marlene Herberth. „Wir wollten zeigen, was das Handwerk eigentlich wert ist.” Weiterlesen

,,…was aus mir geworden ist“

Karin Gündisch las aus ihrem neuen Buch ,,Die Tür zum Paradies“ im Erasmus-Büchercafé

Ausgabe Nr. 2923

Zwei Wahlmichelsberger unter sich: Die Schriftstellerin Karin Gündisch (rechts) im Gespräch mit dem Theologen Stefan Tobler.     Foto: B. UNGAR

Nicht nur Karl, der Protagonist der titelgebenden Erzählung „Die Tür zum Paradies“ des neuen Buches von Karin Gündisch, schlägt sich mit dieser Feststellung herum: „Was ich einmal war und was aus mir geworden ist“. Sie lässt sich als subkutanes Leitmotiv des gesamten Bandes auffassen, in dem wir auf 180 Seiten in den zehn Erzählungen Personen in herausfordernden Lebenssituationen antreffen, die ihnen als Zwischen- oder Finalbilanzierung diesen Satz abnötigen. Am 1. August führte Karin Gündisch in ihrer Lesung im Erasmus-Büchercafé das zahlreiche Publikum manchmal bis zur Tür, aber manchmal auch bis in die Intimität der privaten Räume menschlicher Lebensführung ihrer siebenbürgisch-sächsischen Protagonistinnen hinein. Weiterlesen

Dorffest mit Buchvorstellung

Martin Rill verfasste Törnen-Buch

Ausgabe Nr. 2923

Das jährliche Gemeindefest in Törnen, das am Sonntag, den 10. August stattfindet, wird dieses Jahr um einen Höhepunkt reicher. Im Rahmen der Feierlichkeiten präsentiert die Gemeinde Törnen um 14.30 Uhr ein neues Buch, das den Ort, seinen Charakter und seine Einwohnerinnen und Einwohner vorstellt. Bei den Texten, die von Martin Rill verfasst wurden, kommt auch Geschichtliches nicht zu kurz. Das Werk, das den Leserinnen und Lesern einen Einblick in das Leben in Törnen gibt, erscheint auf Deutsch und Rumänisch und soll als Vorläufer für eine geplante Ortsmonographie dienen.Weiterlesen

Neuer Flug aus Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2923

Wizz Air: Neuer Flug und drei Millionen Passagiere von und aus Hermannstadt. Die glückliche Passagierin der Wizz Air-Flugkarte mit der Nummer 3.000.000 (6. v. l.) wurde am Dienstag mit einem Gutschein über 100 Euro am Hermannstädter Flughafen von András Radó (5. v. l.), Leiter der Unternehmenskommunikation bei Wizz Air überrascht, als sie aus Memmingen kam. Bei dieser Gelegenheit kündigte Radó ein neues Flugziel aus Hermannstadt an, nach Mailand/Bergamo, ab dem 6. Januar 2026. Wizz Air hat seit Anfang August das zweite Flugzeug nach Hermannstadt umdisponiert, für die sechs vor kurzem neu eingeführten Flugziele, was einer Steigerung der Transportkapazität um 48 Prozent im Vergleich zu 2024 entspricht. Bei einer Pressekonferenz in Hermannstadt erklärte András Radó auch, dass Wizz Air mit dem Vorschlag des Europäische Parlaments, dass Passagiere ein Handgepäckstück von bis zu sieben Kilogramm kostenlos in der Kabine mitführen dürfen, nicht einverstanden sei, u. a. weil die Maßnahme zu einem erhebliches Mehrgewicht führe und somit zusätzliche Kosten, aber auch eine größere Umweltverschmutzung generiere.                                 Foto: Ruxandra STĂNESCU

 

Eine fundierte Auseinandersetzung

Hannelore Baier veröffentlicht Buch zum Thema ,,Leben in der Diktatur“

Ausgabe Nr. 2923

Hannelore Baier: Leben in der Diktatur. Beiträge zur Geschichte der Rumäniendeutschen 1940-1989. Honterus Verlag Hermannstadt 2025. 451 Seiten, ISBN 978-606-008-198-2. Das Buch liegt zur kostenlosen Mitnahme im Büro des Siebenbürgenforums auf.

„Leben in der Diktatur“ ist der Titel eines 2025 im Honterus Verlag von der Journalistin Hannelore Baier herausgegebenen Buches. Das Buch thematisiert in 18 Beiträgen die Geschichte der Rumäniendeutschen in der Zeitspanne 1940-1989. Darin werden die Deportation zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion, die Politik der rumänischen Regierungen gegenüber der deutschen Minderheit und deren politische Vertretung, ihre Überwachung und Verfolgung durch die Securitate, der Freikauf aber auch die Ansprüche der Deutschen Volksgruppe in Rumänien auf jüdisches Eigentum behandelt.Weiterlesen

Wege entstehen im Gehen

Informativ und lesenswert: Festschrift zu 30 Jahren Frauenordination in der EKR

Ausgabe Nr. 2923

Elfriede Dörr (Hg.): Wege entstehen im Gehen. Festschrift zu 30 Jahren Ordination der Frauen in der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien, Curs Verlag Klausenburg 2024, 129 Seiten, ISBN 978-606-968-53-2. 50 Lei. Das Buch liegt im Kiosk der evangelischen Stadtpfarrkirche in Hermannstadt auf.

Im Herbst 1994 beschloss die Evangelische Kirche A. B. in Rumänien (EKR), Frauen zum ordinierten Amt zuzulassen. Unter Ordination versteht man in der Evangelischen Kirche die feierliche Einsetzung eines Pfarrers oder einer Pfarrerin in sein/ihr Amt. Dreißig Jahre später erschien aus der Feder von Elfriede Dörr ein Buch im Druck, das schon durch den Titel – „Wege entstehen im Gehen” – eine weitgefächerte Leserschaft anspricht. Es könnten dies Historiker, Theologen, Sozialwissenschaftler oder allgemein Menschen, die Interesse an Siebenbürgen haben, sein. Weiterlesen

Wege, Umwege, Irrwege und Abwege

Lesung mit Birgit van der Leeden im Erasmus-Büchercafé in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2923

Die Lesung von Birgit van der Leeden (links) moderierte Beatrice Ungar.          
Foto: Aurelia BRECHT

„Spannend wie einen Roman” habe er das Buch „Rumänien – armes reiches Land” von Birgit van der Leeden empfunden, sagte ein Anwesender bei der Lesung der früheren Fachberaterin für Deutsch am 30. Juli im Erasmus-Büchercafé in Hermannstadt. Der untypische Reiseführer war im März 2022 im Schiller Verlag Bonn-Hermannstadt erschienen.Weiterlesen

Hirtenlieder und Pop-Musik

Ausgabe Nr. 2923

Die Geschichte zweier junger Interpreten von Hirtenliedern aus dem Hermannstädter Umland, Codruța Rodean und Bogdan Cioranu, wurde am ersten Abend der 50. Auflage des internationalen Folklorefestivals „Cântecele Munților” (Lieder der Berge) erzählt. Mit auf der Bühne auf dem Großen Ring stand das Ensemble „Cindrelul-Junii Sibiului” unter der Leitung von Silvia Macrea. Der Abend gipfelte in einer echten Show mit dem Pop-Musiker Ștefan Bănică Jr. (am Mikrophon).                                       Foto: traditiisibiene.ro

Mehr als nur ein Bildungsprogramm

Streiflichter von der Sommerakademie ,,Siebenbürgen“ 2025

Ausgabe Nr. 2923

Gruppenbild der Teilnehmenden mit Prof. Dr. Maria Sass vor dem Gebäude der Fakultät für Sprachwissenschaften und Schauspielkunst.                                                  
Foto: privat

Wenn der Sommer ruft, folgen wir und manchmal bringt uns der Weg an einen Ort, der sich nach Vergangenheit anfühlt und dennoch voller Leben pulsiert: Hermannstadt, oder Sibiu, wie die Rumänen sagen, wo die Sommerakademie Siebenbürgen 2025 stattgefunden hat. Eine Stadt, die ihre Geschichten zwischen barocken Fassaden, gepflasterten Gassen und leisen Innenhöfen versteckt. Genau dort begann für uns eine Reise, die mehr war als nur ein Bildungsprogramm – sie war Begegnung, Erfahrung und ein stilles Versprechen, dass Sprache, Kultur und Neugier Brücken schlagen können.Weiterlesen