,,Sing das DSD“ ging in die zweite Runde
Ausgabe Nr. 2923

Die Fachberaterin aus China, ein Jurymitglied (auf dem Bildschirm) ist gerade zugeschaltet, um ihre Bewertung mitzuteilen. Foto: privat
Der internationale Wettbewerb „Sing das DSD“, entstanden im Juni 2023 auf die Aufforderung der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) hin, einen Beitrag für das 50-jährige Bestehen des Deutschen Sprachdiploms (DSD) zu leisten, ging im Schuljahr 2024/25 in die zweite Runde. Die teilnehmenden Länder waren Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, China, Estland, Kroatien, Polen Rumänien, Serbien und die Slowakei.
Der Wettbewerb ist nach den Regeln des ESC (European Song Contest), bekannt als Eurovision-Singwettbewerb, aufgebaut und die Schülerinnen und Schüler sollten dieses Mal zu dem Thema „Kindheit und Jugend (in Deutschland)“ ein DSD-Lied kreieren. Die erste Phase umfasst den Landeswettbewerb und in manchen Ländern gab es bis zu acht singfreudige Schulen. Die jeweiligen Landesgewinner gehen weiter ins internationale Finale, die Zweitplatzierten übernehmen die Rolle der Jury im internationalen Wettbewerb, ohne allerdings ihr eigenes Land zu bewerten. Die Kriterien für die Bewertung sind in einem Raster wie folgt festgehalten: Text (Beachtung des Themas, Einbindung „DSD“-Terminologie, Lexik allgemein, Abwechslung, Sinn/Bedeutung), Musikalische Darbietung (Verständlichkeit/Aussprache, Gesang, Rhythmus/Melodie, Einbindung der Gruppe) und Kreativität (Künstlerische Gestaltung des Videos bzw. des Auftritts). Für jedes Kriterium werden maximal 4 Punkte vergeben.
Die Bekanntgabe der Gewinner fand wie 2024 schon während der Halbfinalveranstaltung „Jugend Debattiert” in Rumänien statt. Alle Länder schalten sich online zu und die Jurys geben ihre Gewinner bekannt. Das Backoffice ermittelt auf Grund der schon vorher eingereichten Jurybewertungen die ersten drei Plätze, an die jeweils ein Wanderpokal mit der Unterschrift von Peter Maffay (Bild unten) geht.
„Sing das DSD“ 2025 hat das Mathematische Gymnasium Varna Bulgarien gewonnen mit dem Titel „Wahre Liebe bricht es nicht“. Den zweiten Platz belegte Newcomer China (Foreign Language School Shanghai) mit dem Titel „Wenn du die Augen schließt“. Der dritte Platz ging an das „Tudor Vianu” -Nationalkolleg in Bukarest, Rumänien, mit dem Songtitel „Versprechen aus der Kindheit”.
Es war ein sehr knappes Rennen und die Rangfolge änderte sich auch immer wieder, je nach Zusendung der Juryentscheide. Die Jurys hatten es nicht einfach!
Wir wollen den Wettbewerb auch 2025/26 weiterführen, ihn stärker etablieren und planen einen noch detaillierteren Kriterienkatalog für die Songs, eventuell auch unter Einbindung der KI.
Das Thema 2025/26: „Medien“. Wir sind schon gespannt, wo der Pokal mit der Peter Maffay Unterschrift (Bild unten) im nächsten Jahr landen wird.
Sabine Maya SCHLATTNER