,,Die liebe und verehrte Stadt Czernowitz“

Gespräch mit dem Czernowitzer Hochschullehrer Felix Zuckermann

Ausgabe Nr. 2657

Felix Zuckermann. Foto: Christel WOLLMANN-FIEDLER

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Bukowina 1945 in Nord und Süd aufgeteilt. Czernowitz im Norden wurde sowjetisch, die Südbukowina blieb bei Rumänien. Die deutsche Sprache wurde die Sprache des Feindes. Der Hochschullehrer Felix Zuckermann wurde 1949 in eine deutschsprachige jüdische Familie geboren, besuchte die Schule in seiner Geburtstadt und studierte von 1969 bis 1975 an der heutigen Jurij-Fedkowitsch-Universität in Czernowitz Deutsche Philologie und Literatur  und lehrt seit 1975 als Professor deutsche Sprache am Gymnasium 1 mit Schwerpunkt Deutsch in Czernowitz.

Unsere Berlin-Korrespondentin, die Autorin und Fotografin Christel W o l l m a n n – F i e d l e r sprach im September 2019 mit ihm. Aus Anlass des Internationalen Holocaust-Gedenktages, der am 27. Januar begangen wird, veröffentlicht die HZ das Gespräch im Folgenden:  Weiterlesen

Alte Wanderschuhe wieder voll im Trend

Stimmungsbilder von der Wiener Ferienmesse 2020

Ausgabe Nr. 2657

Die Autorin Ingrid Weiss (rechts) im Gespräch mit Ionuț Martin.Foto: Heinz WEISS

„Il neige, il neige de gros flocons, jusqu’a present l’hiver a été doux…“ Der Anfang dieses Kindergedichts passte letzten Samstag exakt auf die Stimmung in Wien. Endlich war es soweit: der eigentlich zu Weihnachten so herbeigesehnte Schnee fiel in dicken Flocken aus kalttrübgrauen Himmel und verwandelte die Bundeshauptstadt kurzfristig in ein richtiges „Winter Wonderland“. Wie schön, wenn man es sich entweder im warmen Heim mit Kuschelsocken, einer heißen Tasse Tee und einem spannenden Buch gemütlich machen konnte, oder … man entfloh dem Alltag und ging auf Reisen. Wie? Ganz leicht gemacht, die Wiener Ferienmesse 2020 (16.-19. Januar) hatte ihre Pforten weit geöffnet und tausende Menschen strömten scharenweise in das Wiener Messegelände. Weiterlesen

Emotional und eindringlich

Heinz Bretz beim Seniorentreffen im Spiegelsaal

Ausgabe Nr. 2657

Heinz Bretz (links, stehend) hatte ein sehr interessiertes Publikum.Foto: Fred NUSS

Das erste Seniorentreffen des neuen Jahres hat am 14. Januar  im schön renovierten Spiegelsaal des Forumshauses stattgefunden. So wie es schon lange Zeit gute Tradition ist, konnte die Organisatorin, die Biologielehrerin i. R. Marga Grau, einen Vortragenden zu einem selbst gewählten Thema gewinnen. Der Deutschlehrer Heinz Bretz, ein „arbeitender Pensionär“ wie er sich selbst bezeichnet, war es dieses Mal. Bretz ist in Deutschland Rentner und unterrichtet in dem laufenden Schuljahr als Freiwilliger an dem Pädagogischen Lyzeum in Hermannstadt.Weiterlesen

Neuer im Haus der Kunst

Ausgabe Nr. 2657

Wolfgang Ortmayr.Foto: Harry SOREMSKI

Wolfgang Orthmayr, langjähriger Geschäftsführer verschiedener Unternehmen im Kulturbereich, übernimmt die kaufmännische Geschäftsführung am Haus der Kunst in München. Das gab Kunstminister Bernd Sibler, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender des Ausstellungshauses, vor kurzem in München bekannt. Orthmayr, zuletzt Interims-Geschäftsführer der documenta und des Museums Fridericanum in Kassel, wird zum 25. Februar 2020 seine Tätigkeit in der bayerischen Landeshauptstadt aufnehmen. Er tritt die Nachfolge des bisherigen kaufmännischen Geschäftsführers Dr. Bernhard Spies an, dessen Vertrag wie vorgesehen endet. Mit dem designierten künstlerischen Geschäftsführer Dr. Andrea Lissoni wird er zukünftig die Doppelspitze im Haus der Kunst bilden.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2657

Foto: Cynthia PINTER

Morgen arbeitsfrei; Deutsche Premiere; Am Sonntag laufen die Urzeln; Tag der offenen Türen; Live-Konzert; Gesprächsrunde im Habitus; Buchvorstellung im Erasmus; Basteln im Gong-Theater; Männerfrühstück der EAS; Wasser online bezahlen; Kürzere Öffnungszeiten; Preis für Solidarität; Hermannstadt im Top; Mehr Kinder im Jahr 2019; Pflegeeltern gesucht; Wettbewerb des Konsulats; Deutsche und rumänische Vorträge; Rumänisches Fernsehen in deutscher Sprache.Weiterlesen

,,Was uns und unserer Welt hilft“

Traditioneller Neujahrsempfang des EKR-Bischofs Reinhart Guib

Ausgabe Nr. 2656

Bischof Reinhart Guib (stehend) begrüßt die Gäste, darunter (v. l. n. r.): Stefan Tobler, Martin Bottesch, Hans Erich Tischler, Ilse Philippi, Friedrich Philippi, Henriette Guib, Astrid Fodor, Paul-Jürgen Porr, Christoph Klein und Hans-Georg Junesch. Foto: Fred NUSS

2020 habe die Evangelische Kirche A. B. in Rumänien (EKR) einen großen Wunsch, Grenzen zu überwinden, sagte Bischof Reinhart Guib bei dem traditionellen Neujahrsempfang am 10. Januar in seinem Grußwort im Bischofspalais. So lautet auch das Motto der EKR für das Jahr 2020: ,,Grenzen überwinden“. Die Jahreslosung ,,Ich glaube; hilf meinem Unglauben“ (Markus 9,24) sei ein tolles Beispiel dafür, stellte Guib fest und führte aus:Weiterlesen

„Förderung der kulturellen Vielfalt”

Medientreffen der Deutschen Gesellschaft e. V. fand in Berlin statt

Ausgabe Nr. 2656

 

Gruppenfoto bei der Medientagung

Die Deutsche Gesellschaft e. V. in Berlin organisiert jährlich eine Medientagung, bei dem deutschsprachige Medienvertreter eingeladen werden. Ende 2019 fand das Treffen wieder im eigenen Hause der Deutschen Gesellschaft statt. Dr. Evelyna Schmidt, Referentin für Kultur & Gesellschaft sprach mit HZ-Redakteurin Ruxandra Stănescu über das Treffen und die Organisatoren.Weiterlesen

Die Chemie stimmte

Neujahrskonzert der Hermannstädter Staatsphilharmonie

Ausgabe Nr. 2656

Temperamentvolle Tanzeinlagen boten Laura Daganzo Morales (links) und Carlos Vilan.                                                                    Foto: Artografica

Beim diesjährigen Neujahrskonzert der Hermannstädter Philharmonie konnten die Anwesenden buchstäblich erleben, wie wichtig es ist, dass zwischen Dirigent und Orchester die sprichwörtliche ,,Chemie“ stimmt. An allen drei Abenden – am 9., 10. und 11. Januar – war das spürbar.

Der in Argentinien geborene Dirigent Tulio Gagliardo, der zurzeit Musikdirektor des Opern- und Balletttheaters in Izmir/Türkei ist, hatte mit dem Orchester, den beiden Gesangsolisten und den beiden Tänzern ein abwechslungsreiches Programm einstudiert, bei dem auch das Publikum ab und zu aufgefordert wurde, mitzumachen. So geschehen bei der Arie aus ,,Les filles de Cadix“ von Leo Delibes, wo das Publikum als Chor fungieren durfte. Gagliardo scherzte sogar: ,,Wenn es nicht klappt, kommen alle morgen um 7 Uhr morgens zur Probe.“Weiterlesen

„Wir sind im Top 3”

Manager des Astra-Museums zog Bilanz

Ausgabe Nr. 2656

Eine märchenhafte Stimmung zauberten Raureif und Nebel dieser Tage in Hermannstadt, so auch im Freilichtmuseum im Jungen Wald. Foto: Beatrice UNGAR

Den „Oscarpreis für Museen”, über 660.000 Besucher und zu wenig Angestellte: Ștefan Ciprian Anghel, Generalmanager des Astra-Museums, zog Ende des vergangen Jahres Bilanz.

„Das Jahr 2019 bleibt bestimmt in der Geschichte der Museen in Rumänien, denn das Astra-Museum in Hermannstadt hat den Großen Preis  European Museum Academy/Luigi Micheletti erhalten.Weiterlesen

Die Leidenschaft der Züchter

24. Geflügelausstellung in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2656

Robert Klein und sein ,,Deutscher Widder“.          Foto: Werner FINK

Eine Geflügel- und Kaninchenausstellung veranstaltete am  vergangenen Wochenende  der Verein der Geflügel- und Tierzüchter im Kreis Hermannstadt gemeinsam mit dem Klub der Deutschen Widder-Züchter in einer ehemaligen Halle der Mondex-Fabrik (ehemals ,,7 Noiembrie“) neben dem Zibin. Die Besucher hatten die Möglichkeit etwa 130 Geflügeltiere und etwa 50 Kaninchen zu bewundern, allesamt Rassehühner und Rassekaninchen, wobei die Tiere vor allem von Züchtern aus der Umgebung Hermannstadt kamen. „Die Ausstellung ist bereits eine Tradition”, sagte der Ehrenvorsitzende des Vereins Augustin Beanu.Weiterlesen