Aus dem Reich der Angst

Online-Premiere am DSTT mit ,,Gemma Habibi“ von Robert Prosser

Ausgabe Nr. 2709

Szenenfoto mit Lars Sticker, Robert Prossert, Richard Hladik und Olga Török (v. l. n. r.).                                                                        Foto: DSTT

Das Klopfen kommt aus dem Reich der Angst. Kontrolliert oder nicht, die Gewalt ist oft ein Zufluchtsort und ein Mittel zur Bestätigung für junge Menschen, die ihren Platz in den Gemeinschaften, denen sie angehören, nicht mehr finden. Die vom Österreichischen Kulturforum Bukarest und dem Deutschen Staatstheater Temeswar co-produzierte Performance „Gemma Habibi” wurde von dem Schriftsteller und Performer Robert Prosser zusammen mit dem Schlagzeuger Lars Sticker geschaffen. Sie richten sich insbesondere an junge Menschen – und Erwachsene im Allgemeinen -, die sich in einer modernen multikulturellen Stadt isoliert fühlen oder die Kontrolle über ihre sozialen Beziehungen verlieren. Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2709

Müllabfuhr wird für kleine Haushalte teurer

Hermannstadt. – Der Hermannstädter Stadtrat hat am vergangenen Freitag, den 5. Februar, in einer Sondersitzung die neuen Regelungen und Preise bezüglich Müllabfuhr verabschiedet. Die Regelungen hätten in der Januarsitzung verabschiedet werden müssen, wurden allerdings von der Bürgermeisterin Astrid Fodor von der Tagesordnung zurückgezogen, nachdem Proteste dagegen organisiert wurden. Für die neuen Regelungen und die Preise haben die 9 PNL- und die 8 DFDR-Stadträte gestimmt, dagegen die 4 USR-Plus- und die 2 PSD-Stadträte.

Für Haushalte mit 1, 2 oder 3 Personen wird es bis zu 45 Prozent teurer, für Haushalte ab 4 Personen billiger. Die Firmen zahlen um 3,8 Prozent mehr, um die Inflationsrate zu decken. Für unbewohnte Wohnungen muss man ab diesem Jahr nicht mehr bezahlen, im Vorjahr wurde mindestens eine Person bei der Müllabfuhr berechnet.

Im Vorjahr haben die Hermannstädter 11 Lei pro Person und Monat für die Müllabfuhr bezahlt. Ab 2021 werden drei unterschiedliche Abos eingeführt, jedoch stehen für dieses Jahr nur die zwei teureren Abos (Practic und Maxi) zur Verfügung, denn die billige Variante (Eco) kann nur ab 2022 bezogen werden, wenn die Bürger beweisen, dass sie 2021 den Sondermüll trennen. Laut den neuen Regelungen zahlen die Hermannstädter pro Monat und Haushalt, wie folgt: für einen Haushalt mit einer Person 16 Lei pro Monat (192 Lei/Jahr, also um 45 Prozent mehr als im Vorjahr), für einen  Haushalt mit 2 Personen 32 Lei pro Monat (384 Lei/Jahr). Ab 3 Personen pro Haushalt kostet die Müllabfuhr beim Abo Practic 42 Lei pro Monat, das bedeutet bei einem Haushalt mit 3 Personen eine Preiserhöhung von 27 Prozent, bei einer Wohnung mit 4 Personen ist die Müllabführ um 2 Lei/Monat/Haushalt billiger, bei einer Wohnung mit 5 Personen 13 Lei/Monat/Haushalt weniger, usw.Weiterlesen

Kreativ-Hub im Schatzkästlein

Ausgabe Nr. 2708

Das Schatzkästlein am Kleinen Ring, heute ,,Haus der Künste“ (Casa Artelor), das sich in der Verwaltung des Astra-Museums befindet, soll im Rahmen eines durch den EWR-Finanzierungsmechanismus (EEA Grants) finanzierten Projekts restauriert und in einen Kreativ-Hub umgestaltet werden. Hier soll ein Knotenpunkt entstehen mit dem Schwerpunkt traditionelles und neues Handwerk bzw. Kunsthandwerk. Der Projektbeginn wurde am Donnerstag der Vorwoche vor dem Schatzkästlein zelebriert. Unser Bild: Generaldirektor Ciprian Stefan Anghel (am Rednerpult), die Kreisratsvorsitzende Daniela Cîmpean, Karen Espelund, Geschäftsführerin  der Partnerorganisation Museene i Sør-Trøndelag aus Norwegen und Andreea Ciortea von IA Concept (v. l. n. r.).

Foto: Astra-Museum

 

Neuer Unterstaatssekretär

Der Historiker Thomas Șindilariu übernimmt das Amt

Ausgabe Nr. 2708

Thomas Șindilariu.

Thomas Șindilariu wurde zum Unterstaatssekretär im Departement für Interethnische Beziehungen im Generalsekretariat der Regierung Rumäniens ernannt, teilte das Demokratische Forum der Deutschen in Rumänien (DFDR) am Dienstag mit. Vorgeschlagen hatte den Kronstädter der DFDR-Landesvorsitzende Paul-Jürgen Porr. Der DFDR-Vorstand und die DFDR-Vertreterversammlung stimmten jeweils einstimmig dafür.Weiterlesen

CSU Sibiu schreibt Geschichte

Qualifikation ins Achtelfinale des FIBA Europe Cup

Ausgabe Nr. 2708

Die Mannschaft freute sich über den Einzug ins Achtelfinale.  Foto: FIBA Europe Cup

Zum ersten Mal qualifizierte sich die Hermannstädter Basketballmannschaft BC CSU Sibiu ins Achtelfinale der FIBA Europe Cup. Ausschlaggebend dafür war der Sieg gegen eine andere rumänische Mannschaft, CSM Oradea, am Freitag, dem 29. Januar, als die von Dan Fleșeriu trainierte Mannschaft 78-70 gewann. Damit ist BC CSU Sibiu erstmalig weiter bei einem europäischen Wettbewerb.Weiterlesen

„Die lokale Gemeinschaft stärken”

Projekt für 230 Frauen aus dem Harbachtal für ein besseres Leben

Ausgabe Nr. 2708

Die Kulturscheune in Holzmengen steht den Workshopteilnehmerinnen weit offen, empfangen werden sie von Gabriela Cotaru. Foto: Hosman Durabil

Die Vereine Hosman Durabil und A.L.E.G. haben das Projekt „Digitales Zentrum für Frauen” in Hermannstadt ins Leben gerufen, das sich an Frauen aus dem Harbachtal wendet. Das Projekt wird von der Orange-Stiftung finanziell unterstützt, als Teil des 2015 von der Orange Group Foundation ins Leben gerufene Programm „Women’s Digital Centers“, das 320 Zentren in 23 Ländern organisiert hat und bisher über 40.000 Frauen in schwierigen Lebenssituationen unterstützt hat. Weiterlesen

Ein gewichtiges Werk

Ausstellungskatalog  ,,skoro damoi!“ im Brandes-Verlag erschienen

Ausgabe Nr. 2708

Irmgard Sedler: …skoro damoi – Hoffnung und Verzweiflung. Siebenbürger Sachsen in sowjetischen Arbeitslagern 1945 – 1949. Verlag Renate Brandes, Altenriet 2021, Herausgeber Siebenbürgisches Museum, Gundelsheim, 312 Seiten, ISBN 978-3-9819701-9-7

Im Januar 2021 ist der Ausstellungskatalog „skoro damoi!“ erschienen, ein gewichtiges Werk, das mehr ist als ein Ausstellungskatalog. Auf 312 Seiten thematisiert die Publikation das Deportationsgeschehen siebenbürgisch-sächsischer Männer und Frauen in die Arbeitslager der Sowjetunion im Zusammenhang mit den Folgen des Zweiten Weltkriegs. Neben knapp 200 Materialzeugnissen, die an Einzelschicksale der Deportierten gebunden sind, belegen Zeitdokumente, Tagebücher und Briefe die historischen Ereignisse in ihrem chronologischen Ablauf vom Beginn der Deportation über das Lagerleben im Zeichen von Hunger, Tod und Hoffnung bis hin zur Odyssee der Rückkehr und der Integration der Überlebenden in die kommunistische Gesellschaft Rumäniens nach 1949.Weiterlesen

Eine Geschichte von Liebe und Flucht

Der Roman ,,Einer, der Hans hieß“ von Dietfried Zink

Ausgabe Nr. 2708

 

Sucht man im Zusammenhang mit der Deportation unserer Landsleute nach Russland, im Januar 1945, nach schöngeistigen Darstellungen des Leidens und der Schrecken der Verschleppung zur Zwangsarbeit, so entdeckt man wohl kein anderes, welches das zwischenmenschlichen Geschehen und die Verwandlung des inneren Lebens der von der Deportation Betroffenen so überraschend thematisiert wie der Roman ,,Einer, der Hans hieß“ von Dietfried Zink. Und wohl keines, das so intensiv die Macht ihres inneren Lebens schildert, welches zunächst seinen Ausgang und darauf eine bedeutsame Erweiterung nimmt aus der Wechselwirkung von Zwecken und Trieben und ebenso von Vereinigung und Trennung  –  von Herausforderungen und von Handlungen somit, die die eigenen seelischen Zustände oder die des anderen beeinflussen. Weiterlesen

Wie reagieren wir?

Mögliche innere Einstellungen zur Pandemie / Von Dan DEDIU

Ausgabe Nr. 2708

Albrecht Dürer: Melencolia I (Die Melancholie).

Unter dem Motto ,,Der Feind ist nicht außerhalb von uns, sondern in uns.“ (Giorgio Agamben) hat sich der Komponist und Musikwissenschaftler Dan Dediu überlegt, ein paar Gedanken zu dem Chaos, das in Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie in unseren Köpfen herrscht, zu Papier zu bringen. Aus diesem Anlass hat er versucht, verschiedene schriftlich geäußerte Meinungen mit einzubeziehen, er hat sich darüber hinaus aber auch eine Reihe von Interviews mit verschiedenen Würdenträgern, Denkern und Künstlern angesehen.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2708

 Schulen ab Montag wieder offen

Die Schulen werden ab dem 8. Februar wieder geöffnet, nachdem das erste Semester fast ausschließlich online stattgefunden hat. Allerdings gibt es drei Szenarien, denn je nach Anzahl der Covid-19-Kranken pro Tausend Einwohner wird in jeder Ortschaft entschieden, welches Szenario angewendet wird und ob alle Kinder in die Schule gehen. 

Bei einer Infektionsrate von unter 1 Neuerkrankung pro 1.000 Einwohner (kummulative Erkrankungen in den letzten 14 Tagen) gehen alle Kinder in die Schule. Bei 3/1.000 gehen die Vorschul- und Grundschulkinder in die Schule, bzw. Schüler der Abschlussklassen (8., 12., 13. Klasse). Die anderen Schüler haben weiterhin Online-Kurse. Bei über 3/1.000 gehen nur die Vorschul- und Grundschulkinder in die Schule. Die Universitäten haben Autonomie und entscheiden selber, ob sie wieder Offline-Kurse anbieten. Im Kreis Hermannstadt liegt die Infektionsrate bei über 1/1.000, so dass in den meisten Ortschaften das zweite Szenario angewendet wird. inklusive in der Stadt Hermannstadt.Weiterlesen