Kleiner Ring bald autofrei

Ausgabe Nr. 2715

Ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einem autofreien Kleinen Ring: Sollte der Hermannstädter Stadtrat in seiner gestrigen Sitzung einen diesbezüglichen Beschlussentwurf des Bürgermeisteramtes verabschiedet haben, verschwinden weitere 21 Kfz-Stellplätze vor dem Gebäude des Franz Binder-Völkerkundemuseums (unser Bild). Es verbleiben insgesamt 28.

Foto: Beatrice UNGAR

Alles aus Liebe

Jüngste Premiere am RST ist ein spannender Beziehungsthriller

Ausgabe Nr. 2715

TNRS / Dan SusaSzenenfoto mit Diana Fufezan und Adrian Matioc. Foto:  Dan ȘUȘA

Lisa holt ihren Ehemann Gilles aus dem Krankenhaus zurück nach Hause. Er hat durch einen Unfall sein Gedächtnis verloren. Doch war es wirklich ein Unfall? Und was für eine Ehe führen die beiden? Nach einem Text des französisch-belgischen Erfolgsautors Eric-Emmanuel Schmitt („Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“) haben Mariana Cămărășan und Amalia Iorgoiu „Mici crime conjugale“ (zu deutsch: „Kleine Eheverbrechen“, Originaltitel: ,,Petits crimes conjugaux“) an der rumänischen Abteilung des Hermannstädter Radu Stanca-Nationaltheaters inszeniert. Die Vorpremiere hat am vergangenen Freitag stattgefunden. Weiterlesen

„Der Sturm kann überstanden werden“

Interview mit dem Tourismusbetreiber Cătălin Mureșan

Ausgabe Nr. 2715

Der gebürtige Mediascher Cătălin Mureșan (32) in einem seiner Lieblingslokale in Hermannstadt: dem Café Wien.                           Foto: Werner FINK

Gerade in Zeiten, in denen die Coronavirus-Pandemie tobt, scheint vor allem der Tourismus sehr darunter zu leiden. Zum Thema, wie es einem Tourismusbetreiber in solchen schwierigen Zeiten geht, führte HZ-Redakteur Werner F i n k folgendes Gespräch mit Cătălin Mureșan von der Firma Siebenbürgen Reisen aus Hermannstadt.Weiterlesen

Mehr als ein Kochbuch

Kulinarische und kulturelle Identität in Bild und Wort

Ausgabe Nr. 2715

In der deutschen Fernsehsendung Akzente auf TVR 1 vom 11. März 2021 präsentierte Ramona Lambing ihr Buch und zeigte, wie man  im Banat ,,Bäckerkipfle“(Bäckerkipfel) backt.                 Foto: Adrian ARDELEAN

Ramona Lambing hat mit ihrem Kochbuch „Liebe geht durch den Magen – Kochen und Backen im Banat. Die Rezepte der Gemeinde Orczydorf”, eine Nische der Kulturgeschichte des Banats geöffnet, was längst überfällig war! Entstanden ist ein liebevoll gestaltetes Buch, das mehr ist als ein Kochbuch für den täglichen Bedarf, nimmt es doch den Leser mit sowohl in die Vergangenheit der Geschichte Rumäniens und des Banats, als auch in die kulinarischen Bräuche der deutschen Gemeinschaft der Banater Ortschaft Orczydorf/Orțișoara.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2715

Passionsvesper

Hermannstadt. – Eine musikalische Passionsvesper mit dem Duo Marmor ist heute, Freitag, den 26. März, um 18 Uhr, in der Johanniskirche zu hören. Eine Woche vor Karfreitag lädt die Hermannstädter Kirchengemeinde zu Musik und Gedanken über einen alttestamentlichen Leidenden ein: Hiob bringt eine wahnsinnige Geschichte und tiefsinnige Botschaften mit sich.

Das Musikerehepaar Theresa und Maximilian Braisch (neuerdings in Heltau) lässt zu seinen Gedanken über das Leid des Menschen und über die Herausforderung Gottes ausschließlich jüdische Musik verschiedenster Prägung an Klarinette und Fagott erklingen. (JL)

 

Siebenbürgenforum tagt

Hermannstadt. – Die erste ordentliche Vertreterversammlung des Siebenbürgenforums im Jahre 2021 findet online am Samstag, den 27. März, mit Beginn um 14 Uhr statt.

Auf der Tagesordnung steht der Bericht des Vorsitzenden, die Planung der nächsten Sachsentreffen, die Aktualisierung des Haushaltsplans 2021 sowie die Annahme der Rechnungslegung für das Jahr 2020.

Ebenso stehen Wahlen für den Vorstand der Stiftung Saxonia und der Stiftung Saxonia Transilvania an. (WZ)Weiterlesen

Droht erneut eine Quarantäne?

In Hermannstadt und Heltau gilt bis 28. März 2021 die Alarmstufe rot

Ausgabe Nr. 2714

Das aus Ärzten und Krankenschwestern vom CFR-Spital gebildete und von der Stadt bezahlte mobile Impfteam hat bisher in Hermannstadt 228 bettlägerige Personen (129) und deren Angehörige (99) zu Hause gegen Covid19 geimpft. Anmeldungen nimmt weiterhin das Sozialamt der Stadt telefonisch unter 0369-44.64.41 entgegen.    Foto: Pressestelle der Stadt

Im Kreis Hermannstadt wurde am Mittwoch eine Inzidenzrate von 2,47 positiv Getesteten per 1000 Einwohner registriert, in der Stadt 3,92. Alarmierend: von 190 Covid19-Testen fielen 106 positiv aus. Die Anzahl der Infizierten steigt, obwohl seit Samstag, den 13. März und bis zum 28. März die Alarmstufe rot gilt.

Das bedeutet, dass alle in öffentlichen Innenräumen geplanten Veranstaltungen – Theatervorstellungen, Konzerte u. a. – verboten sind und auch alle Lokale, falls sie darüber verfügen, ihre Kunden nur noch im Freien bedienen dürfen bzw. im Take away-Modus. Desgleichen erhalten die Schülerinnen und Schüler online-Unterricht, mit Ausnahme der Grundschulklassen sowie der achten und der zwölften Klassen. Auch Kindergärten und Kinderkrippen bleiben geöffnet.Weiterlesen

Erster Storch in Großau

Ausgabe Nr. 2714

Am Sonntag oder einen Tag davor hat der erste Storch Großau erreicht. Der Ort gilt schon seit Jahren als ,,Hauptstadt der Störche“ in Rumänien. Letztes Jahr waren 47 Horste belegt, es wurden 102 Jungstörche gezählt. Bis dato ist nur ein einziges Nest belegt. Vielleicht ist es der einzige Storch, der nicht erfahren hatte, dass es ab Mitte März wieder kalt und feucht sein wird…                

Foto: Beatrice UNGAR

,,Fluch oder Segen?“

Online-Debatte zur Nutzungserweiterung für Kirchenburgen in Siebenbürgen

Ausgabe Nr. 2714

Neben dem Aufstieg zur Kirchenburg in Holzmengen fanden diese Schafe im Winter noch viel Gras zum Fressen.                  Foto: Beatrice UNGAR

„Nutzungserweiterung für Kirchenburgen – Fluch oder Segen?“ lautete das Thema der Online-Debatte, die am vergangenen Donnerstag veranstaltet wurde. Als Gäste eingeladen waren Katharina Stefani von der Heimatortsgemeinschaft (HOG) Abtsdorf bei Mediasch, Thomas Schneider von der HOG Holzmengen, die Architektin Annemarie Rothe und Ruth István von der Stiftung Kirchenburgen. Wie offen ist man für alternative Nutzungskonzepte, wo zieht man klare Grenzen, kann man erfolgreiche Beispiele von Nutzungserweiterungen in anderen Ländern auf Siebenbürgen übertragen, wie lassen sich solche Konzepte und Ideen verwirklichen?  lauteten einige der Fragen auf die eine Antwort gesucht wurde. Moderiert wurden die Gespräche von dem Öffentlichkeitsreferenten der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien, Stefan Bichler.Weiterlesen

Die Presse als Beispiel

,,Hermannstädter Gespräche“ über Oscar-nominierten Film

Ausgabe Nr. 2714

Premiere in der rumänischen Filmgeschichte: Der rumänische Dokumentarfilm „Colectiv“, in der Regie von Alexander Nanau (2. v. r.), wurde in zwei Kategorien (bester Dokumentarfilm und bester internationaler Film) in die kurze Auswahl für den Oscar 2021 nominiert. Unser Bild: Am Samstag war Nanau Gast der ersten Auflage der „Hermannstädter Gespräche“ in diesem Jahr und diskutierte mit Günter Czernetzky (1. v. l.), Aurelia Brecht (2. v. l.) und Raimar Wagner (1. v. r.).Foto: Cynthia PINTER

Seit Montag ist es offiziell: Der rumänische Dokumentarfilm „Colectiv“, in der Regie von Alexander Nanau, wurde in zwei Kategorien (bester Dokumentarfilm und bester internationaler Film) in die kurze Auswahl für den Oscar-Filmpreis 2021 nominiert. Das ist eine Premiere, denn kein anderer rumänischer Film hat es bisher auf die Shortlist der Oscar-Verleihung geschafft.

Einen besonderen Einblick in die Arbeit für den Film und die Veränderungen, die der Film in Rumänien und international mit sich brachte, konnte man bei dem Podiumsgespräch zum Thema „Colectiv. Tödliche Verflechtungen von Politik und Gesundheitssystem“, das am vergangenen Samstag im Spiegelsaal des Hermannstädter Forums im Rahmen der „Hermannstädter Gespräche“ stattgefunden hat, gewinnen.Weiterlesen

Versteckte Tragödien in Heimen

Reportage über das Amt für Kinderschutz und Sozialfürsorge des Kreises Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2714

Das Schulungsgebäude auf dem Gelände des  Kinderheims in Orlat  wurde komplett saniert, die Zahl der Kinder auf 44 reduziert. Foto: Beatrice Ungar

Während sich in der lokalen Presse die Managerin der Sozialdirektion des Kreises Hermannstadt (DGASPC), Laura Vîlsan, damit lobt, dass alle Kinder „aus dem System” (gemeint sind die Heime) Zugang zu der online-Schule haben, berichtet eine Reportage aus Bukarest über die weniger schöne Seite der Amtes. Da geht es um 11- und 12-jährige Mädchen „aus dem System”, die sexuellen Straftätern wehrlos ausgesetzt sind, um Bewohner eines Heimes für Personen mit Behinderung, die ihren Mitbewohnern im wahrsten Sinne des Wortes die Augen ausreißen und vor allem darum, dass es keine legalen Konsequenzen für die Mitarbeiter gibt, die Vîlsan sogar „Helden” nennt. Es ist nicht das erste Mal, dass hässliche Geschichten über das DGASPC Hermannstadt an die Öffentlichkeit gebracht werden, es gab sogar Prozesse gegen Angestellte des Amtes, die minderjährige Mädchen zur Prostitution gezwungen haben, reformiert wurde das Amt bisher nie. Und wenn auch zum Augenschein dem einen oder anderen Angestellten aus disziplinären Gründen gekündigt wird – nicht der Managerin -, bekommt diese Person eine gut bezahlte staatliche Arbeitsstelle, wie z. B. bei der Präfektur.Weiterlesen