Ein historisches Ereignis

Katholische Heilige Messe zum Auftakt der 800-Jahr-Feier der Michelsberger Burg

Ausgabe Nr. 2824

Die Michelsberger Burg aus der Vogelperspektive: Bei der Anfahrt gut sichtbar ist das an der Ringmauer angebrachte Banner mit der Zahl 800 für alle, die durch den Kathreinenwald nach Michelsberg fahren. Das Foto wurde mit der Drohne gemacht.                                                                                                                          Foto: Stefan KÈZDI

Ins 13. Jahrhundert versetzt wurden die Pilgerinnen und Pilger, die am Samstagabend zur Michelsberger Burg aufgestiegen waren, um gemeinsam eine katholische Messe in lateinischer Sprache zu feiern, die ,,Heilige Messe zu Ehren der Heiligen Engel“. Die evangelische Kirchengemeinde A. B. Michelsberg hatte die römisch-katholische Kirchengemeinde Hermannstadt intra muros dazu eingeladen, um so den Auftakt zur 800-Jahr-Feier der Burg auf dem ,,mons sancti Michaelis“, dem Berg des Heiligen Erzengels Michael, gebührend zu gestalten. Auch am Tag darauf stand das 13. Jahrhundert im Mittelpunkt.Weiterlesen

,,Die Summe der Kirchenburgen prägt das Land”

,,Behalten vs. veräußern?” war das Thema des letzten Kirchenburgengesprächs

Ausgabe Nr. 2824

Kirchenburg in Reußmarkt: Die durch das Regionale Operationelle Programm 2014-2020 (Programul Operațional Regional) mit einem Gesamtwert von circa 300.000 Euro finanzierte Reparatur, Erhaltung und Erschließung für den Tourismus der Kirchenburg in Reussmarkt/Miercurea Sibiului (Bild oben: Luftaufnahme/Bild unten: Innenraum) wurde vor kurzem abgeschlossen. Die Arbeiten führte die Firma Euras durch. Die Reparaturarbeiten erfolgten im Rahmen des zweiten EU-Programms, bei dem es um 13 Kirchen/Kirchenburgen geht, die vom Landeskonsistorium der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien auch mit betreut werden.                                                              Fotos: Dan GREAVU

Am 13. Juni hat das Team der Stiftung Kirchenburgen wieder ein online-Kirchenburgengespräch veranstaltet, dieses Mal zum Thema ,,Behalten vs. veräußern – Welche Strategie dient dem Erhalt der Kirchenburgen”.  Als Podiumsgäste eingeladen waren Dr. Hans-Bruno Fröhlich, Bezirksdechant und Stadtpfarrer in Schäßburg, und Arne Franke, Kunsthistoriker und Denkmalpfleger aus Berlin. Bereits Mitte der 1990er soll Franke der Meinung gewesen sein, dass man vor einem riesigen Problem stehe. ,,Da darf man sich nicht Solitärobjekte aussichten und sagen, die machen wir jetzt schön, die bekommen EU-Fördergelder, sondern die Summe der Kirchenburgen prägt dieses Land”, meinte Franke. Moderiert wurde das Gespräch von Stefan Bichler, Referent für Öffentlichkeitsarbeit der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien. Weiterlesen

Mit Tempo durch Siebenbürgen

Ausgabe Nr. 2824

139 Radsportler standen am Donnerstag, dem 6. Juli, am Start der ersten Etappe der 13. Auflage der Hermannstädter Radtour, bei der letzten Etappe, der Etappe 4b am Sonntagnachmittag, ein Zeitfahren in Hermannstadts Altstadt, waren es noch 124. Diese starteten jeweils im Minutentakt in Begleitung von jeweils zwei Motoradfahrern. Die Bestzeit fuhr der Pole  Marceli Boguslawski vom Alpecin-Deceuninck Develpoment Team, der die 3,3 km in 4:19.42 (Durchschnittstempo 45,79 kmh) bewältigte. Mehr zu dem Radrennen auf Seite 8.    Unser Bild: Die zweite Etappe führte von Hermannstadt u. a. über Agnetheln und Kerz, vorbei an der ehemaligen Zisterzienserabtei auf die Transfogarascher Hochstraße.                                                 Foto: ciclism.sibiu.roWeiterlesen

,,Wir lebten sehr kameradschaftlich“

Wilhelm Georgs Erinnerungen an das Waisenhaus in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2824

Die drei Georg-Brüder 1897 in Saloniki (v. l. n. r.): Wilhelm  Friedrich Georg (1890-1962), Oskar Gustav Georg (1892-1971) und Heinrich Franz Georg (1893-1988). Wilhelm und Oskar werden Zöglinge des Hermannstädter Waisenhauses.
Foto: Privatarchiv Heinz Acker

2023 wird das „Friedrich Teutsch”-Begegnungs- und Kulturzentrum  in Hermannstadt 20 Jahre alt. Zur Verdichtung des hauseigenen Archivs sind Forschungen im Gange zur nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgten Enteignung des damaligen Lutherhauses als Einrichtung für Waisenkinder sowie die dessen Umwandlung in ein studentisches Kulturhaus und Wohnheim während der kommunistischen Zeit. Das Gebäude wurde zur Unterbringung, für Büroräume, Sport und Discos genutzt, im Hof neben der Johanniskirche fanden im Sommer legendäre Jazzkonzerte statt.  In diesem Zusammenhang erging ein Aufruf seitens der Leiterin des Teutsch-Hauses, Dr. Gerhild Rudolf, an eventuelle Zeitzeugen, die sich an solche Aktivitäten erinnern oder die einmal in dem ehemaligen Waisenhaus gelebt haben. Die Zeitzeugen können sich immer noch an Sandra Jordan per Mail unter info.teutsch@gmail.com oder per Telefon 0269-20.67.30 wenden. Einen Bericht über seinen Großvater Wilhelm  Friedrich Georg (1890-1962), der einige Jahre im evangelischen Waisenhaus, das 1883 eingeweiht worden ist, verbracht hat, stellte Prof. Heinz Acker der Hermannstädter Zeitung zur Veröffentlichung zur Verfügung:          Weiterlesen

Mobilität und Kulturtransfer im Fokus

Wissenschaftliche Tagung zu Ehren des Historikers Dr. Konrad G. Gündisch

Ausgabe Nr. 2824

Gruppenbild der Teilnehmenden mit Konrad Gündisch auf der Terrasse des Elimheims.     Foto: Beatrice UNGAR

Unter dem Titel ,,Städtischer Raum. Merkmale von Mobilität und Kulturtransfer im spätmittelalterlichen Europa (1200-1500)“ haben der Arbeitskreis für Siebenbürgische Landeskunde und das Siebenbürgenforum in Zusammenarbeit mit dem Hermannstädter Forschungsinstitut für Geisteswissenschaften der Rumänischen Akademie und weiteren unten genannten Institutionen aus Anlass des bevorstehenden 75. Geburtstags, den der renommierte Mediävist Professor Dr. Konrad G. Gündisch am 25. Juli d. J. feiert, eine wissenschaftliche Tagung veranstaltet. Getagt wurde am 7. Juli in Heltau und am 8. Juli in Michelsberg. Weiterlesen

Edle Klänge tönen durch Hermannstadt

2. Musikalisch-literarischer Salon im Spiegelsaal des DFDH
Ausgabe Nr. 2824

Der Spiegelsaal war bis auf den letzten Platz besetzt.
Foto: Răzvan NEGRU

Am 9. Juli 2023 wurde zum zweiten Mal  in Hermannstadt der musikalisch-literarische Salon im Rahmen des Carl-Filtsch-Klavier- und Kompositionswettbewerbfestivals aufgeführt. Die eineinhalbstündige Darbietung fand im Spiegelsaal des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt (DFDH) unter dem Motto ,,Chopin und sein Lieblingsschüler Carl Filtsch” vor 120 Zuschauern statt. Unter den zahlreichen Gästen befand sich auch die Deutsche Konsulin Kerstin Ursula Jahn.

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Zum 40. Jubiläum des HHB

Ausgabe Nr. 2824

Seit 17 Jahren bin ich Mitglied der Heimatgemeinschaft der Deutschen aus Hermannstadt (HDH) und möchte aus aktuellem Anlass meine Erfahrungen mit dem Hermannstädter Heimat-Boten (HHB) mitteilen. Jede Ausgabe des „Boten“ war für mich ein Unikat und jeder entsprechend dazu verfasste Leitartikel von Dagmar Zink eine Premiere. Immer wieder ein großes Lesevergnügen. Der Inhalt jeder Ausgabe ist ein Mosaik von gut dokumentierten Beiträgen bereichert mit Fotos, der bestrebt ist den Lesegenuss zu erfüllen. Als „Heimat-Bote“ sind die Artikel mit „Heimatverbundenheit“ und „Kulturelles“ gut vertreten. Weiterlesen

Gemalte und malende Frauen

Neue Sonderausstellung im Multimediasaal im Blauen Stadthaus eröffnet

Ausgabe Nr. 2824

Bei der Vernissage (v. l. n. r.): Dr. Alexandru Constantin Chituță, Manager ad interim des Brukenthalmuseums, Emese Bonta, Dr. Iulia Mesea und Robert Strebeli.                                                                        Foto: Răzvan NEGRU

,,Wenn bis heute keine Frau ein Dante geworden ist, so ist das der Tatsache zu verdanken, dass sie es vorgezogen hat, Beatrice zu bleiben“, behauptete die rumänische bildende Künstlerin Olga Greceanu (1890-1978) zu Beginn des 20. Jahrhunderts.  So jedenfalls zitiert sie die Hermannstädter Kunstkritikerin und Museologin Dr. Iulia Mesea in dem Vorwort zum Katalog der Ausstellung ,,Die Frau. Vom Modell zur Berufskünstlerin“, die am Freitag der Vorwoche im Multimediasaal im Blauen Stadthaus des Brukenthalmuseums eröffnet worden ist.Weiterlesen

In Schönberg tut sich etwas

Ausgabe Nr. 2824

Nachdem letztes Jahr im „Zentrum für vernakuläre (einheimische) Architektur“ der Ion-Mincu-Universität in der Kirchenburg in Schönberg/Dealu Frumos zwei Architektur-Summer-Schools zu den Themen Architektur und Handwerk stattgefunden haben, in deren Rahmen eine digitale Vermessung der Kirchenburg erfolgte, sind seit dem 26. Juni und noch bis 16. Juli Studierende der Architektur an einem Workshop zum Thema ,,Tradition und Technologie – Restaurierungstechniken“ beteiligt. Bei dem Workshop geht es um die Reparatur der Dächer der Wehrtürme im Südosten bzw. im Nordwesten der Kirchenburg, deren Ursprünge ins 13. Jahrhundert reichen. Desgleichen soll der einsturzgefährdete Wehrturm im Nordwesten gesichert werden. Die technische Koordination hat der Architekt Jan Hülsemann inne, die Arbeiten selbst erfolgen unter der Leitung der Restauratoren Ștefan Vaida und Ionuț Dobra. Es folgt im Anschluss eine Sommerschule ebenda bis einschließlich 30. Juli.  Kooperatiomspartner dieses Projekts sind die Bukarester Zweigstelle des Rumänischen Architektenordens, der Verein Monumentum – Ambulanța pentru Monumente, das Bürgermeisteramt der Gemeinde Mergeln/Merghindeal, die Heimatortsgemeinschaft (HOG) Schönberg, das ,,Friedrich Teutsch“-Kultur- und Begegnungszentrum und das ASTRA-Museum. Unser Bild (v. l. n. r.): Jan Hülsemann, Architektin Lavinia Cociubei, Koordinatorin Ambulanta pentru Monumente Bistritz-Nassod,  Architekt Eugen Vaida, Monumentum-Verein, und Diana Iabrașu, Initiatorin der ,,Albastru-Gemeinschaft.                        

Foto: Claudia POPESCU

Ghizela Vonica erneut erfolgreich

Ausgabe Nr. 2824

Gleich zwei Medaillen gewann die Hermannstädterin Ghizela Vonica (Bildmitte) bei den Masters-Europameisterschaften im Berglauf und Trail, die am Wochenende vom 7.-9. Juli in Adelboden, in der Schweiz stattgefunden haben. In der Einzelwertung belegte Vonica den dritten Platz hinter der Vertreterin der Schweiz und Frankreichs. Zusammen mit dem rumänischen Team, gebildet aus Maria Herman (1. v. l.) aus Mediasch und Irina Mărgăritescu (1. v. r.) aus Bukarest gewann Ghizela Vonica die Silbermedaille. Im Einzelwettkampf musste die Hermannstädterin 37 km mit 2.000 Metern Höhenunterschied bewältigen. Als nächstes wird Ghizela Vonica an mehreren Wettbewerben in Rumänien und an der Weltmeisterschaft im Berglauf auf Madeira zwischen dem 15.-17. September, teilnehmen.                                                       Foto: Privat

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2824

Sommerfest auf dem Kirchhof

Hermannstadt. – Ein Konzert des Jugendblasorchesters aus Chronstau/Chrząstowice aus Oberschlesien findet am Samstag, dem 15. Juli, 17 Uhr, im Hof der evangelischen Kirche in Neppendorf statt. Ebenfalls auftreten werden die Jugendtanzgruppe des DFDH, die Lehrertanzgruppe, die Jugendtanzgruppe des DFD Schäßburg und die Neppendorfer Blaskapelle. (RS) Weiterlesen