Denkwürdig und inhaltsschwer

Zwei Festvorträge im Spiegelsaal des DFDH

Ausgabe Nr. 2790

Sie bestritten die Sonderveranstaltung im Spiegelsaal (v. l. n. r.): Dr. Florian Kührer-Wielach, Botschafter Emil Hurezeanu, Dr. Emil Brix und Dr. Kurt Scharr.                      Foto: Marko FREEK

Eine Tagung zum Thema „Zwischen Bollwerk und Brücke? Der habsburgische Südosten Europas. Kultur-Raum-Konzepte seit dem 18. Jahrhundert“ hat am 29. und 30. September im Forschungsinstitut für Geisteswissenschaften der Rumänischen Akademie in Hermannstadt stattgefunden.  In deren Zentrum standen Raumkonzeptionen und -theorien mit Schwerpunkt auf Mittel- und Südosteuropa. Ein wesentlicher Teil des Seminars waren die Festvorträge von  Dr. Emil Brix, Direktor der Diplomatischen Akademie Wien, zum Thema: „Von Imperien zu Nationalstaaten. Und Zurück“? sowie von  Emil Hurezeanu,  Botschafter Rumäniens in Österreich, zum Thema „Österreich und Rumänien, zwischen Wahlverwandtschaften und wohlwollender Gleichgültigkeit“. Die Moderation der Veranstaltung am Abend des ersten Tages im Spiegelsaal im Forumshaus hatten Dr. Kurt Scharr (Innsbruck) und Dr. Florian Kührer-Wielach (München) inne. Weiterlesen

Umkämpften Freiraum bewahrt

,,Überwachung und Infiltration“ – ein wissenschaftlich hochstehendes Buch

Ausgabe Nr. 2786

 

Hannelore Baier (Hg.): Überwachung und Infiltration. Die Evangelische Kirche in Rumänien unter kommunistischer Herrschaft (1945-1969). Friedrich Pustet Verlag, 2022, 423 Seiten, 39,95 Euro, ISBN: 3791733303

Unter dem Titel „Überwachung und Infiltration“ hat die bekannte Journalistin und verdiente Forscherin Hannelore Baier im vorigen Frühjahr ein überaus spannendes Buch herausgegeben. Gegenstand vielfältiger Überwachung und immer neuer Infiltration und Unterwanderung, die im Buch dargestellt wird, war die Evangelische Kirche A. B. in Rumänien im Zeitraum der kommunistischen Herrschaft, und zwar in der Amtszeit des Bischofs Friedrich Müller (1945-1969). Die allein regierende, von Moskau gelenkte Kommunistische Partei war bestrebt, sich die Kirche mit allen Mitteln hörig zu machen und sie ideologisch in ihre Machtstruktur einzuzwängen. Weiterlesen

,,Eine der prägendsten Zeiten meines Lebens“

Gespräch mit dem Biophysiker Prof. Dr. Günther Zeck von der TU Wien

Ausgabe Nr. 2764

Prof. Dr. Günther Zeck in seinem Büro an der TU Wien mit der ,,Neuroikone“  von Dorcas Müller (einem der Chips, künstlerisch fotografiert mit ein paar Blutstropfen).                        Foto: Privat

Etwas über 20 Jahre ist es her, dass eine Forschungsgruppe des Max-Planck-Instituts (MPI) für Biochemie in Martinsried weltweit Aufsehen erregte. Im Sommer 2001 gelang es den Wissenschaftlern, erstmals ein Netz aus Nervenzellen in direkte Kommunikation mit einer Halbleiterstruktur zu bringen. Teil des Teams war auch Günther Zeck, ein junger Doktorand mit siebenbürgischen Wurzeln, über den die Hermannstädter Zeitung im September 2001 berichtete. Mittlerweile ist der heute 48-Jährige Professor an der Technischen Universität Wien. Über seine Karriere als Wissenschaftler und über eine jahrzehntelange Verbundenheit mit Siebenbürgen berichtet Prof. Dr. Günther Zeck im Interview mit der HZ-Praktikantin Cheyenne P e t e r s.Weiterlesen

Sammlung Oberths entdeckt

Ausgabe Nr. 2743

Bei Reparaturarbeiten an dem „Hermann Oberth“-Gedenkhaus in Mediasch wurde auf dem Dachboden des Gebäudes eine bedeutende Sammlung von Materialien aus der Zwischenkriegszeit entdeckt, bestehend aus Korrespondenz, Skizzen, Plänen, Faksimiles, Zeitungen, Zeitschriften, Zeichnungen, Manuskripten und Objekte, die der Familie des Wissenschaftlers Hermann Oberth gehörten. Nach rund neun Jahrzehnten wurde die Sammlung von Mitarbeitern der Kulturdirektion Mediasch wieder ans Licht gebracht und nach einer ersten Untersuchung hat man festgestellt, dass einige von ihnen auf die ursprünglichen Pläne und Skizzen der 1935 in Mediasch gezündeten Rakete verweisen. Somit ist Mediasch in die Geschichte der Weltraumfahrt eingegangen, als vierte Stadt nach New Mexico, Berlin und Moskau,  in welcher eine Rakete mit flüssigem Treibstoff gezündet wurde. Die entdeckten Objekte sollen in das Erbe der Gemeinde Mediasch aufgenommen werden, in die Sammlungen des Städtischen Museums, geplant sind Konservierung, Forschung und Ausstellung, meldet das Mediascher Bürgermeisteramt.              

Foto: Bürgermeisteramt Mediasch

Über sächsische Keramik

Ausgabe Nr. 2733

Vortrag und Workshop im Deutschen Forum

Gertrud Krech (links) begrüßte die Anwesenden im Spiegelsaal und gab Dr. Karla Roşca (rechts) das Wort. Fotos: die Verfasserin

Die siebenbürgisch-sächsische Keramik im Mittelpunkt hatte der Vortrag von Museografin Dr. Karla Roșca am vergangenen Freitag im Forumshaus, gefolgt von einem Ton-Workshop mit dem Hermannstädter Verein Tonal.

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Mediasch und die Raumfahrt

1935 ließ Oberth seine erste Flüssigkeitsrakete steigen

Ausgabe Nr. 2679

Auf dem Sonderbriefumschlag mit dem Sonderstempel sind ein Foto der Mediascher Fliegerschule von 1935 und ein Porträt von Hermann Oberth abgebildet.

Um der 85 Jahre zu gedenken, seit Professor Hermann Oberth (1894-1989) im Jahr 1935 in Mediasch an der Fliegerschule seine erste Flüssigkeitsrakete hatte steigen lassen, hat der Mediascher Philatelist Liviu Pintican einen Sonderbriefumschlag mit einem Sonderstempel bei der Rumänischen Post in Auftrag gegeben. Da man das genaue Datum dieses Ereignisses nicht kennt, ist der Sonderstempel mit dem Geburtsdatum von Oberth versehen, der am 25. Juni 1894 in Hermannstadt geboren wurde.Weiterlesen