Mensch und Bär: Eine gefährliche Symbiose

Unterwegs im Bärengebiet Rumänien / Von Samuel HÖRMANN

Ausgabe Nr. 2827

Diese Bärin sitzt am Straßenrand unweit der Nordseite des Vidraru-Stausees, beim genaueren Hinsehen sind auch ihre beiden Jungen auszumachen, die hinter ihr im Wald auf der Lauer liegen.

Rumänien ist Bärengebiet, insbesondere die Karpaten. Das sollte jeder Urlauber wissen, der das Land zum ersten Mal bereist. Braunbären gehören zu den mächtigsten und gefährlichsten Tieren der Welt, ähnlich wie der Mensch stehen auch sie an der Spitze jeder Nahrungskette und haben keine natürlichen Feinde. Besonders in touristischen Gebieten nähern sich Mensch und Bär jedoch immer weiter an und verlieren die Scheu voreinander. Dieses Verhalten hat für die friedliche Koexistenz von Mensch und Bär schwerwiegende Folgen.Weiterlesen

Erlebnisse und Ergebnisse

Die Storchzählung 2023 im Kreis Hermannstadt / Von Andreas ZECK und Friedrich PHILIPPI

Ausgabe Nr. 2826

Rothberg: Seit Jahren wieder ein Horst mit sechs Jungstörchen. Im Nest sind aber auch blaue in der Landwirtschaft verwendete Plastikschnüre „gelandet”, die zur Gefahr werden können!
Foto: Max KÖBER

Die Ergebnisse der diesjährigen Storchzählung im Kreis Hermannstadt sind hervorragend. Das wichtigste Ergebnis ist dabei nicht die Anzahl der Nester (294 , also 56 mehr als im Vorjahr) oder die Anzahl der gezählten Jungstörche (848, also 202 mehr als im Vorjahr) sondern die Anzahl der großgezogenen Jungstörche bezogen auf erfolgreich brütende Paare. Und die ist in diesem Jahr 3,39 Jungstörche pro erfolgreich brütendem Paar. Das ist eines der besten Ergebnisse der seit 1988 laufenden Zählung und bedeutet, dass der Nachwuchs der Störche auch für die nächsten Jahre gesichert ist. Weiterlesen

Nussbaum umgefallen

Ausgabe Nr. 2826

Der uralte Nussbaum neben der romanischen Basilika auf der Michelsberger Burg ist bei dem Sturm in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli umgefallen. Dabei ist niemand zu Schaden gekommen. Laut dem Dekret 134/1954 dürfen Nussbäume nur mit Genehmigung seitens der zuständigen Behörden gefällt werden. Legea pomiculturii nr. 348/2003 bestätigt dies und sieht Geldstrafen von bis zu 10.000 Lei vor. Auch wenn ein Nussbaum durch Einwirkung von Naturgewalten umgestürzt ist, müssen die Behörden verständigt werden, um dies zu überprüfen, bevor der Baum entfernt werden darf.                                                                           Foto: Privat

 

Biodiversität und Klima sind untrennbar

Deutsche Botschaft Bukarest unterstützt Projekt für Umweltbewusstsein

Ausgabe Nr. 2823

Schülerinnen und Schüler des Teatrul vienez de copii bei einer Probe für die Aufführung von William Shakespeares ,,Ein Sommernachtstraum“.
Foto: Teatrul Vienez de Copii

Die Deutsche Botschaft Bukarest unterstützt das von der Nichtregierungsorganisation Teatrul Vienez de Copii vorgeschlagene Projekt ,,Eco Awareness – Weißbuch zu Biodiversität und Klimawandel“ mit insgesamt 30.000 Euro. Ziel ist es, mithilfe von Lehrmaterialien und eines Weißbuches zum Schutz von Biodiversität, Umwelt und Klima das Bewusstsein zur Untrennbarkeit von Klima und Biodiversität zu erweitern. Das Weißbuch sammelt Empfehlungen von Organisationen und Experten, die in diesem Bereich tätig sind und soll im Rahmen eines Nachhaltigkeitscamps im Natura-2000-Gebiet Gutâi – Creasta Cocoșului, einem EU-weiten Netz von Schutzgebieten, entworfen werden.Weiterlesen

Trash: Vom Abfall zur Ressource

Projekt zum Thema Müll an dem Samuel-von-Brukenthal-Gymnasium

Ausgabe Nr. 2822

Gruppenbild mit Schülerinnen und Schülern, Projektleitern und Schulleiterin Monika Hay (rechts) bei der Präsentation am 12. Juni in der Aula der Brukenthalschule.                                                                Foto: Beatrice UNGAR

Haben Sie sich jemals gefragt, was mit dem Müll passiert, nachdem er in der Mülltonne landet? Unser Projekt nennt sich ,,Trash: Vom Abfall zur Ressource“ und unser Ziel als Projektgruppe war es, die eingangs gestellte Frage zu beantworten.  Projektleiter waren Andrei Rusu und Dana Mitea von dem Verein ,,Urban Bike Revolution“ (UBR) und mitgemacht haben 16 Schüler aus der 11. Klasse des Samuel-von-Brukenthal-Gymnasiums. Das Projekt Trash: vom Abfall zur Ressource wurde vom Verein YOU DID aus Hermannstadt und dem Rathaus, finanziell unterstützt.Weiterlesen

Stadtzentrum Hermannstadt bleibt ohne Störche

Ergebnisse der diesjährigen Storchzählung im Kreis Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2779

Storchzählung in Großau: Andreas Zeck (links an dem Spektiv, auch Beobachtungsfernrohr genannt) und sein ,,Mentor“ Anselm Ewert , von dem man viel lernen kann.  Foto: Friedrich PHILIPPI

Es war für die Storchenfreunde, die seit vielen Jahren dabei sind, auch diesmal organisatorisch nicht leicht, gleichzeitig zur Storchenzählung zu kommen. Aber es hat dann doch geklappt: Anselm und Matthias Ewert reisten mit Peter Pöhls in dessen Kleinbus aus Brandenburg an. Und Andreas Zeck (5. Klasse), der nur ganz schwer drei Tage schulfrei bekam, konnte mit seiner Mutter per Flug aus Reutlingen anreisen, wobei sie beim Herflug kurzfristig die Fluggesellschaft wechseln mussten. Und so konnten wir in den Hitzetagen und ohne Klimaanlage zwischen dem 25. und 30. Juni die Storchzählung im Kreis Hermannstadt wieder erfolgreich durchführen.Weiterlesen

Nachwuchs im Schwalbennest

Ausgabe Nr. 2773

In dem Schwalbennest über dem Bewegungsmelder in der Toreinfahrt des Hauses Nr. 12 in der Wiesengasse/Tipografilor, in dem sich die HZ-Redaktion befindet, sind vor kurzem vier Junge geschlüpft, die nun rundum gefüttert werden müssen…                              Foto: Cynthia PINTER

 

Gut für Wirtschaft und Tourismus

Kreisstraße DJ 141 zwischen Mediasch und Bürgisch wurde modernisiert

Ausgabe Nr. 2765

Die komplett modernisierte Kreisstraße DJ 141 zwischen Bürgisch und Mediasch werde sowohl Wirtschaft als auch Tourismus in der Region ankurbeln, sagte die Kreisratsvorsitzende Daniela Cîmpean anlässlich der offiziellen Begehung dieser Kreisstraße am Dienstag. Unser Bild: In Meschen bestätigte ein Holztransporter und die auf der UNESCO-Weltkulturerbeliste stehende Kirchenburg der Siebenbürger Sachsen diese Aussage, als hier Vertreter des Kreisrats und der Presse Station machten.               Foto: Werner FINK

Die Modernisierungsarbeiten an der Kreisstraße DJ 141 von Mediasch über Meschen/Moșna, Magarei/Pelișor bis Bürgisch/Bârghiș (24,68 Kilometer) wurden beendet. Durch die Arbeiten wurde nun die Verbindung zwischen dem Kokeltal und dem Harbachtal verbessert, was für die wirtschaftliche und touristische Entwicklung der Region wichtig ist.  Weiterlesen

Fuchs in Pose

Ausgabe Nr. 2763

Dieser Fuchs (vulpes vulpes) stellte sich am 19. Februar d. J. vor einer Gruppe von Wanderern unweit der Valea Sâmbetei-Schutzhütte auf 1400 Meter Höhe unterhalb des sogenannten Großen Fensters in den Fogarascher Bergen  regelrecht in Pose. Der Fuchs – oder die Füchsin – war sehr zutraulich und lief nicht weg, so dass eine der Wanderinnen dieses Prachtexemplar in aller Ruhe fotografieren konnte.                                                              Foto: Eniko GALL

 

Erfolgreiche Fotopirsch

Ausgabe Nr. 2757

Unterhalb der steinernen Brücke stand am Mittwoch Morgen ein weißer Tupfer zwischen den Stockenten, die sich gewöhnlich im Zibin tummeln. Es ist ein Silberreiher (Ardea alba), der offensichtlich hier Nahrung gefunden hat. Nicht so gut zu sehen: Auf einem Ästchen am rechten Ufer sitzt ein bunt schillernder Eisvogel (Alcedo atthis) und betrachtet die Szene.                      Foto: Cynthia PINTER

Endlich Schnee in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2755

Am Sonntag, dem 23. Januar, hat es in Hermannstadt gehörig geschneit, ebenfalls an diesem Tag wurde um 6.30 Uhr in Elisabethstadt/Dumbrăveni mit minus 20 Grad Celsius die bisher niedrigste Außentemperatur seit Winterbeginn gemessen. Dienstag, den 25. Januar, zog Hermannstadt nach, hier wurde um 8 Uhr morgens die gleiche Außentemperatur gemessen. In den Fogarascher Bergen herrscht bei über 2000 m  Lawinen-Warnstufe 5. Im Buleakessel maß die Schneedecke am Sonntag zweieinhalb Meter. Im Erlenpark waren am arbeits- und schulfreien Montag, dem 24. Januar, Kinder mit Schlitten aber auch Fußgänger zu sehen.                                       Foto: Fred NUSS

 

Baumpflanzaktionen in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2747

Baumpflanzaktionen sind seit Ende Oktober in mehreren Stadtvierteln von Hermannstadt in vollem Gange. Nachdem das Städtische Amt für Parks und Grünanlagen 115 Bäume im Erlenpark, im Jugendpark und an verschiedenen Straßen gepflanzt hat, war es an der Straßenbaufirma Geiger, im Hippodrom-Viertel in dem Areal, wo sie Modernisierungsarbeiten durchgeführt hat, rund 400 Bäume zu pflanzen.                          

Foto: Presseamt der Stadt

Die ,,Grüne Linie“ ist in Betrieb

Elektrobusse und  -tretroller in der Hermannstädter Altstadt

Ausgabe Nr. 2735

Die dem Großen Ring am nächsten gelegene Haltestelle der Elektrobusse befindet sich vor dem Geschichtsmuseum.Foto: Cynthia PINTER

Dass man in der Hermannstädter Innenstadt mittlerweile kaum noch Parkplätze finden kann, ist keine Neuigkeit. Dieses Problem zu lösen, ist ein schwieriges Unternehmen.

Seit Montag, dem 16. August, gibt es jedoch eine ökofreundliche Alternative: die „Grüne Linie“ (Linia Verde) ist eine Buslinie, auf der elektrische Kleinbusse nur durch die Altstadt fahren. Fünf dieser grünen Busse sind zurzeit im Einsatz und fahren alle 8 Minuten zu Hauptverkehrszeiten (morgens und mittags) und alle 10-14 Minuten den Rest des Tages vom Bahnhof los, wo auch die Endhaltestelle ist. Die Idee dahinter: den PKW am Bahnhof parken und mit dem Elektrobus in die Stadt fahren. Eine Fahrt kostet 2 Lei.Weiterlesen