Nachrichten

Ausgabe Nr. 2787

Hermannstädter Gespräche

Hermannstadt. – Eine Gesprächsrunde im Rahmen der ,,Hermannstädter Gespräche” findet am Samstag, dem 24. September, um 18 Uhr im Spiegelsaal des Demokratischen Forums der Deutschen Hermannstadt statt. Zum Thema „Schule mit deutscher Unterrichtssprache in Rumänien – quo vadis?“ diskutieren Prof. Dr. Romița Iucu (Universität Bukarest, Experte für Bildungspolitik und Lehrerausbildung, Vorstandsmitglied des Verbands Europäischer Universitäten in der Abteilung Lernen und Lehren), Verona-Maria Onofrei (Vorsitzende der Schulkommission des Siebenbürgenforums), Dr. Thomas Șindilariu (Unterstaatssekretär im Departement für Interethnische Beziehungen im Generalsekretariat der Rumänischen Regierung), Dr. Alexandru Szepesi (Leiter der Direktion für Schulwesen in den Sprachen der Minderheiten im rumänischen Bildungsministerium). Die Moderation des Gesprächs übernimmt Dr. Eveline Cioflec (Dozentin an der deutschsprachigen Abteilung für Grund-und Vorschulpädagogik, ,,Lucian Blaga”-Universität).

Die Veranstaltung findet in deutscher und rumänischer Sprache mit Simultan-Übersetzung statt. (DFDH)Weiterlesen

32. Sachsentreffen in Meschen

Ausgabe Nr. 2786

Meschen/Moșna. – Unter dem Motto „Zu Rat und Tat die Hände reichen” (St. L. Roth) steht das von dem Siebenbürgenforum in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien und der Nachbarschaft Meschen (Deutschland) veranstaltete 32. Sachsentreffen, das am 16. und 17. September in Meschen stattfindet. Am Freitag, dem 16. September, 17 Uhr, wird in der evangelischen Kirche die „Kärntner Dokumentation“ (Bd. 35, 36, 37) vorgestellt und im Anschluss nimmt Mag. Udo Puschnig (Klagenfurt) die goldene Ehrennadel des DFDR entgegen. Ab 19 Uhr findet im Gemeindesaal eine  Tanzunterhaltung mit Trio Saxones Plus statt.

Am Samstag, dem 17. September, sind ab 9 Uhr Stände auf dem Burghof aufgestellt, ab 9.30 Uhr gibt es ein Kinderprogramm und ab 10 Uhr findet der Festgottesdienst in der evangelischen Kirche statt. Im Anschluss steht Blasmusik auf dem Kirchhof im Angebot. Von hier aus startet ab 11.45 Uhr auch der Trachtenumzug. Ab 12.30 Uhr treten die Tanzgruppen auf. Die Festveranstaltung mit Grußworten, Festvortrag von Pfarrer Dr. András Bándi und der Verleihung der Honterusmedaille an Hannelore Baier findet ab 14 Uhr in der evangelischen Kirche statt. Zum Abschluss steht ab 16 Uhr die Theatervorstellung „Bezuolt“ der siebenbürgisch-sächsischen Theatergruppe Landshut im Gemeindesaal auf dem Programm.

Verpflegung kann am Freitag ab 19 Uhr im Gemeindesaal und am Samstag ab 12 Uhr an den Ständen im Burghof gekauft werden.

Zu neuem Leben erwacht

Im August läuteten die Kirchenglocken in Kirchberg

Ausgabe Nr. 2786

Die Kirchberger Kirchenburg erhebt sich in der Dorfmitte.             Fotos: Ute SCHNEIDER

Es ist ein wunderschöner Sommertag, als in Kirchberg am 7. August die Kirchenglocken zum Gottesdienst läuten. An diesem Sonntag stehen im Kirchhof weiß gedeckte Tische, mit Efeuranken liebevoll dekoriert, und Bänke fürs gemütliche Beisammensein danach. Einen Sonntag zuvor war der Kirchenraum nach vielen Jahren erstmalig wieder mit Leben gefüllt, zwölf Besucher hatte die Gemeinde gezählt, es war wie eine Generalprobe vor dem großen Konzert für den Gottesdienst am heutigen Sonntag mit 51 Besuchern, den wieder Diakon Heinrich Rosinger hält. Man sieht ihm an, wie sehr er es genießt, vor einer Gemeinde zu stehen, die zu neuem Leben erwacht ist. Es sind Kirchberger von nah und fern, aber auch viele Besucher aus Hermannstadt und anderen Orten.Weiterlesen

Vieles zu entdecken

Streiflichter vom 56. Hermannstädter Töpfermarkt

Ausgabe Nr. 2786

56. Töpfermarkt: Vom Regen verschont wurden Töpfer und Käufer auf dem 56. Hermannstädter Töpfermarkt, der am vergangenen Wochenende auf dem Großen Ring stattgefunden hat. Unser Bild: Wer seine Ware gut gelaunt anpreisen konnte, wie diese Töpferfamilie aus Korund, förderte die Kauflust der Kunden mit Erfolg.                                          Foto: Beatrice UNGAR

Ein Drittel Tradition, ein Drittel moderne Kunst und ein Drittel Kitsch: Bei der 56. Auflage des traditionellen Hermannstädter Töpfermarktes, die am Wochenende auf dem Großen Ring stattgefunden hat, konnte man sehen: Der Markt wird langsam aber sicher vom Kitsch erobert, wenn die Organisatoren sich nicht dagegen stemmen. Zwar gibt es Kunden für alle Anbieter, doch ein Teil der Ware hat hier nichts zu suchen, denn sie hat weder mit Töpferei, noch mit Keramik etwas zu tun.Weiterlesen

Umkämpften Freiraum bewahrt

,,Überwachung und Infiltration“ – ein wissenschaftlich hochstehendes Buch

Ausgabe Nr. 2786

 

Hannelore Baier (Hg.): Überwachung und Infiltration. Die Evangelische Kirche in Rumänien unter kommunistischer Herrschaft (1945-1969). Friedrich Pustet Verlag, 2022, 423 Seiten, 39,95 Euro, ISBN: 3791733303

Unter dem Titel „Überwachung und Infiltration“ hat die bekannte Journalistin und verdiente Forscherin Hannelore Baier im vorigen Frühjahr ein überaus spannendes Buch herausgegeben. Gegenstand vielfältiger Überwachung und immer neuer Infiltration und Unterwanderung, die im Buch dargestellt wird, war die Evangelische Kirche A. B. in Rumänien im Zeitraum der kommunistischen Herrschaft, und zwar in der Amtszeit des Bischofs Friedrich Müller (1945-1969). Die allein regierende, von Moskau gelenkte Kommunistische Partei war bestrebt, sich die Kirche mit allen Mitteln hörig zu machen und sie ideologisch in ihre Machtstruktur einzuzwängen. Weiterlesen

Journalistischer Brückenbauer und Vermittler

Ein Historiker der Rumäniendeutschen: Dr. Michael Kroner ist tot

Ausgabe Nr. 2786

Dr. Michael Kroner (1934-2022). Foto: Lukas GEDDERT

,,Am 26. Juli 2022 endete im 88. Lebensjahr das irdische Dasein von Dr. Michael Kroner in Oberasbach. Sein besonderer Beitrag zur Bewahrung und Förderung siebenbürgisch-sächsischer Identität bleibt unserer Gemeinschaft in vielfältiger Form über seinen Tod hinaus erhalten. Wenn wir Siebenbürger Sachsen als recht geschichtsbewusst gelten, ist dies auch ein besonderes Verdienst des promovierten Geschichtswissenschaftlers und regsamen Publizisten Dr. Michael Kroner, der sich mit seinen zahlreichen Veröffentlichungen vielfach Wertschätzung erworben hat als fundierter Kenner und Deuter historischer Ereignisse und Entwicklungen vor allem in seinem siebenbürgischen Herkunftsland, aber auch in der Geschichte Südosteuropas und nicht zuletzt auch in seiner mittelfränkischen Wahlheimat“, schrieb sein ehemaliger Schüler Horst Göbbel in der Siebenbürgischen Zeitung (siehe Online-Ausgabe vom 4. August 2022).Weiterlesen

Schulbeginn 2022

Ausgabe Nr. 2786

Montag hat die Schule wieder begonnen, das Schuljahr 2022-2023 wird 36 Wochen dauern. Im Kreis Hermannstadt lernen allein im Grundschulbereich rund 1600 Kinder an den deutschen Abteilungen. In einer unserer nächsten Ausgaben mehr dazu. Unser Bild: Die Kinder in der Vorbereitungsklasse an der deutschen Abteilung der Schule Nr. 4 in Hermannstadt mit Lehrerin Dalia Lisan feierten den ersten Schultag im Zeichen der Biene Maja, die sie in diesem Schuljahr begleiten wird.                                              

Foto: Privat

An der Heilkraft interessiert

Beim Csiszár-Bad im Kurort Bálványos im Kreis Covasna

Ausgabe Nr. 2786

Meister Petz hautnah: Wer im Landkreis Covasna unterwegs ist, kann etwas erleben, wie der HZ-Redakteur, den tatsächlich ein Bär „begrüßt hat, als er im Wald unweit vom Kurort Bálványos den Wagen anhielt. Foto: Werner FINK

Wenn man von Sankt Georgen in Richtung Szeklerburg fährt, heißt das vierte Dorf Sepsibükszád/Bixad. Hier muss man nach rechts abbiegen, um zum Kurort Bálványos zu gelangen. Eine gern besuchte Anlage ist hier das „Csiszár“-Bad, das sich nun wieder im Familienbesitz befindet. Über die Lockerung von Corona-Maßnahmen haben sich im Sommer vor allem die Tourismusbetreiber gefreut. Die Taierling-Brüder Johann und Péter, die sich um das Csiszár-Bad kümmern, haben sich entschlossen, das Bad auch „offiziell“ zu eröffnen und damit in den kommerziellen Sektor einzutreten. Hier gibt es acht Mineralwasser-Becken, jedes mit einer anderen Zusammensetzung des Wassers, wobei viele Badelustige vor allem wegen der Heilkraft dieses Wassers kommen. Seit neuestem kann man hier auch in beheizten Holzzubern baden.Weiterlesen

Jacobi-Vernissage in Gundelsheim

Ausgabe Nr. 2786

Die Vernissage der Sonderausstellung „MEMORIA – Denk- und Mahnmale des Bildhauers Peter Jacobi“ findet am Freitag, dem 16. September, um 18 Uhr, im Siebenbürgischen Museum Gundelsheim statt, mit Werken eines der bedeutendsten zeitgenössischen Bildhauer siebenbürgischer Herkunft. Bereits 1970 vertrat Peter Jacobi Rumänien bei der Biennale in Venedig. Es folgten zahlreiche Einzelausstellungen unter anderem 1981 im Chicago Museum of Contemporary Art und 1984 im Musée d’Art Moderne de Paris. Nach seiner Ausreise in die Bundesrepublik Deutschland hatte er zudem von 1971 bis 1998 eine Professur an der Hochschule für Gestaltung in Pforzheim inne. Als eines seiner Hauptwerke gilt das 2009 eingeweihte zentrale Holocaust-Mahnmal in Bukarest, das im Zentrum der Ausstellung steht (unser Bild).                   Foto: Beatrice UNGAR

Vom Klapotetz und der Apfelalm

Streiflichter von den 32. Deutschen Literaturtagen in Reschitza

Ausgabe Nr. 2786

Gruppenbild der Teilnehmer.
Foto: DFDBB

Was sucht eine Bierfabrik auf der Apfelalm? Gutes Wasser natürlich. Und was ein Klapotetz im Hof der Deutschen ,,Alexander Tietz“-Bibliothek? Die Spende des Landes Steiermark soll, so Gastgeber und Hauptorganisator Erwin Josef Țigla, die bösen Geister vertreiben… Der Klapotetz ist eine im südsteirischen Weinland verbreitete Vogelscheuche und besteht aus einem Windrad mit Welle und Schlägeln, die durch ihr rhythmisches Geklapper die Vögel von den Weingärten zur Zeit der Traubenreife fernhalten sollen. Der Name stammt aus dem Slowenischen: klopótec, zu deutsch „Klapper“. Solchen und ähnlichen Fragen konnten die Teilnehmenden an den 32. Deutschen Literaturtagen in Reschitza vom 19. bis 21. August nachgehen. Weiterlesen