Liederlese aus Hamburg

Kantorei St. Katharinen auf Siebenbürgentournee

Ausgabe Nr. 2551

Vor und nach dem Festgottesdienst in der evangelischen Kirche in der imposanten Großauer Kirchenburg genossen alle Anwesenden das wunderschöne Herbstwetter.                                                 Foto: Beatrice UNGAR

Passend zur Jahreszeit, die im Zeichen der Ernte steht, überbrachte die Hamburger Kantorei St. Katharinen mit ihren Konzerten in Siebenbürgen eine Liederlese, von der man lange zehren kann. Ihren ersten Auftritt hatte der Klangkörper am Sonntag bei dem Gemeindefest der von Dechant Dietrich Galter betreuten Kirchengemeinden in Großau.Weiterlesen

Aven Amentza heißt „Kommt mit!“

2. Auflage des einzigen Roma-Poesiefestivals in Rumänien

Ausgabe Nr. 2551

Auf der Bühne auf dem Großen Ring begeisterte am Samstag das Ensemble Phenjoripe.                       Foto: Ruxandra STĂNESCU

Die zweite Auflage des Internationalen Poesiefestivals der Roma Romaii Poesia hat vergangene Woche in Hermannstadt stattgefunden. Eingeladen waren Roma-Dichter aus aller Welt, die hier gemeinsam gearbeitet, gefeiert und vorgelesen haben. Den Höhepunkt des Festivals stellte am Samstag eine bunte Darbietung auf dem Großen Ring dar, bei der die Autorinnen und Autoren ihre Gedichte vorgetragen haben, aber auch Musiker und Tänzer aufgetreten sind.Weiterlesen

Evangelische Kirche schaut Luther wieder aufs Maul

Der frühere bayerische Landesbischof Dr. Johannes Friedrich zur Revision der Luther-Bibel 2017

Ausgabe Nr. 2551

Johannes Friedrich.               Foto: Beatrice UNGAR

Martin Luther hat bei seiner Bibelübersetzung ins Deutsche dem Volk aufs Maul geschaut. Er hat damit die deutsche Sprache geprägt wie kein Zweiter. Die Evangelische Kirche hat bei der Neufassung der „Luther-Bibel“ 2017 wiederum Luther aufs Maul geschaut und manche „Verschlimmbesserungen“ oder auch unschöne Sprachanpassungen bei bekannten Texten rückgängig gemacht. Auf diesen Nenner kann man das EKD-Projekt zur Neuausgabe der Luther-Bibel für das Jahr des Reformationsjubiläums 2017 bringen. Im Rahmen eines mehrtägigen Besuches in Rumänien referierte der frühere evangelische Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Dr. Johannes Friedrich, bei einer Veranstaltung in der Evangelischen Akademie Siebenbürgen (EAS) zu der EKD-Revision der Luther-Bibel, die rechtzeitig zum Reformationsjubiläum 2017 fertiggestellt wurde.Weiterlesen

Kunst aus den Donauländern

Die Welt der Kunstsammler trifft sich Ende Oktober in Michelsberg

Ausgabe Nr. 2551

Oana Ionel: „Natasha“ aus der Serie „Ladies on the couch“ (Damen auf dem Sofa), Öl und Sepia auf Leinwand, 2012. Reproduktion: Cristian DRĂGHICI

Zum ersten Mal findet ein internationales Treffen von Kunstsammlern in Rumänien statt und zwar in Michelsberg. Die Begegnung wird begleitet von einer Ausstellung zeitgenössischer Kunst aus dem Donauraum im Kunsthaus 7 B.Weiterlesen

Von Familie und Fremdkörper

Zur dritten Auflage des „Jungen Festivals von Hermannstadt“ am Gong-Theater

Ausgabe Nr. 2551

Szenenfoto aus dem Stück „Corp străin“ (Jüdisches Staatstheater Bukarest) mit Alice Monica Marinescu und Katia Pascariu. Foto: Dragoș DUMITRU

„Hand hoch, wer hat ein Kendama dabei?“ Zig Kinder hoben das beliebte Holzspielzeug in die Luft und kreischten vor freudiger Erwartung. Die beiden Trickshows der beiden Japaner von „Zoomadanke“ waren am Mittwoch, dem 12. Oktober, seit Tagen ausverkauft. Zum ersten Mal in Rumänien und Europa traten Takeshi Kodama und Hiroki Iijima innerhalb des „Jungen Festivals von Hermannstadt“, das dieses Jahr vom 7.-15. Oktober im Kinder- und Jugendtheater „Gong“ stattfand, auf.Weiterlesen

„Unmittelbar sinnlich“

Luxemburger Pianist konzertierte in Hermannstadt
Ausgabe Nr. 2551

Der Pianist Jean Muller. Foto: Beatrice UNGAR

Als unmittelbar sinnlich und von erhabener Schönheit“ bezeichnet der Luxemburger Pianist Jean Muller die Goldberg-Variationen“ BWV 988 von Johann Sebastian Bach in seinem Begleittext zur CD Bach. Goldberg Variations“, die er in diesem Jahr herausgebracht hat. Am 13. Oktober überzeugte der Klaviervirtuose mit seinem Konzert im Thaliasaal auch das Hermannstädter Publikum davon.   Weiterlesen

Brukenthal aus seiner Zeit verstehen

Internationale Museologische Tagung im Brukenthalmuseum

Ausgabe Nr. 2551

Sabin Adrian Luca und Irmgard Sedler bei der Eröffnungsveranstaltung. Foto: Beatrice UNGAR

Anlässlich des 200-jährigen Bestehens des Brukenthalmuseums fand vom 5. bis 8. Oktober im Blauen Stadthaus am Großen Ring ein Symposium zum Thema „Museum im Spannungsfeld zwischen universeller und nationaler Ausrichtung“ mit diversen Vorträgen statt, die Leben und Werk Samuel von Brukenthals sowie den Umgang und die Rolle von Museen im Allgemeinen und der des Brukenthalmuseums im Besonderen in den Mittelpunkt stellten. Die Teilnehmer kamen aus Deutschland und Rumänien; die Vorträge wurden jeweils ins Deutsche und Rumänische simultan übersetzt. Das durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien geförderte Symposium wurde von dem Brukenthalmuseum in Zusammenarbeit mit dem Siebenbürgischen Museum in Gundelsheim veranstaltet. Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2551

 

Birthälmer Bischöfe; Holocaust-Museum; Zum Thema Kompostierung; Apfelbäumchenverkauf auf dem Huetplatz; Immobilien- und Möbelmesse; Kartoffelfest in Freck; Dagmar Dusil bei Humanitas; Ballettpremiere; Clara Haskil-Buch; Weiterbildung zum Thema Zeitmanagement; 27. Siebenbürgischer Lehrertag; Jazzwettbewerb; Rumänisches Fernsehen in deutscher Sprache; Radio Neumarkt auf Deutsch.Weiterlesen

Zwischen den Nebeln schreiben

Die Autorin Dagmar Dusil erhält Dorfschreiberpreis in Katzendorf

Ausgabe Nr. 2550

 

„Das ist unsere neue Dorfschreiberin!“: Frieder Schuller (Bildmitte) begrüßt Dagmar Dusil (2. v. r.), die Laudatio hält Michaela Nowotnick (1. v. r.). Foto: Aurelia BRECHT

Zum fünften Mal wurde am Wochenende vom 29. September bis 1. Oktober in Katzendorf der Dorfschreiberpreis vergeben. Dagmar Dusil, u. a. Autorin des Buchs „Blick zurück durchs Küchenfenster – Erinnerungen und Rezepte aus Siebenbürgen“ hat nun für ein Jahr die Möglichkeit, in der Dorfschreiberklause auf dem Pfarrhof in Katzendorf zu wohnen und zu arbeiten. Ein ganzes Wochenende lang fanden kulturelle Veranstaltungen vor einem bunten Publikum statt; denn aus vielen Ländern waren die Besucher gekommen.Weiterlesen

„Mein Traum ist wahr geworden“

Die rumänische Tennisspielerin Simona Halep schreibt Geschichte

Ausgabe Nr. 2550

 

Sie hat das Finalspiel im Turnier in Peking verloren, aber wurde Weltranglisten-Erste: Simona Halep (mit einer riesigen aus Blumen geflochtenen Eins) freut sich riesig über diesen traumhaften Erfolg. Die Bukarester Tageszeitung Adevărul titelte ihren Bericht „HALEPRIMA!“ Foto: sport.ro

Endlich! Wer die Laufbahn von Simona Halep in letzter Zeit verfolgt hat, muss am Samstagabend erleichtert aufgeatmet haben, als Simona endlich zur Nummer Eins in der Weltrangliste der WTA (Women Tennis Association) gekürt wurde. Ganz Rumänien freute sich für sie und mit ihr. Sie ist die erste Rumänin, die an der Spitze der Tennis-Weltrangliste steht. Durch ihren Finaleinzug beim WTA-Turnier in Peking löst die aus Konstanza stammende Sportlerin die spanische Wimbledonsiegerin Garbine Muguruza ab.Weiterlesen

„Das Wort ruft den Gedanken“

Gespräch mit Nora Iuga, der Grande Dame der rumänischen Literatur

Ausgabe Nr. 2550

 

Beide Autorinnen – Nora Iuga (rechts) und Angela Baciu – bewiesen bei der Lesung schauspielerisches Talent.                         Foto: Beatrice UNGAR

Den mit 3.000 Euro dotierten Sonderpreis zum Spiegelungen-Preis für Lyrik erhält 2017 die rumänische Dichterin Nora Iuga. Die Redaktion der Zeitschrift Spiegelungen würdigt damit ein literarisches und übersetzerisches Lebenswerk, das, geprägt von der Sprachenvielfalt und der komplexen politischen und kulturellen Gemengelage im Donau-Karpaten-Raum, die Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts bereichert und zum innereuropäischen Kulturtransfer entscheidend beigetragen hat. Die Preisverleihung findet am 6. Dezember im Lyrik-Kabinett München statt.

Nora Iuga und Angela Baciu lasen am 23. September im Erasmus-Büchercafé in Hermannstadt aus ihrem Buch „mai drăguț decât dostoievski“, das vor kurzem im Polirom-Verlag Jassy erschienen ist und im Anschluss an die Lesung gewährte Nora Iuga der Berliner Fotografin und Autorin Christel W o l l m a n n – F i e d l e r das nachstehende Interview für die Hermannstädter Zeitung:

Das Buch habt Ihr beide, Du und Angela zusammen geschrieben. Ist das ein Roman, sind das Dialoge, sind das Erlebnisse, sind das literarische Gedanken? Weiterlesen