Wichtig ist ein „Wärmemantel“

Waldorfschule in Rothberg/Roșia feierte 20. Gründungsjubiläum

Ausgabe Nr. 2550

Toni Wirz (links) überreicht Annette Wiecken ein Geschenk. Foto: Werner FINK

Vergangenen Samstag wurden 20 Jahre seit der Gründung der Waldorfschule in Rothberg gefeiert. Nach der Vorstellungsrunde von ehemaligen und gegenwärtigen Schülern und des Lehrerteams, wurden die Anwesenden durch die Geschichte der Schule geführt, wobei Personen, die im Leben der Schule einmal eine wichtige Rolle gespielt haben oder immer noch spielen und sich für das Projekt weiterhin engagieren zu Wort gebeten wurden. „Wichtig ist, dass sich ein Wärmemantel um ein Projekt bildet, sonst kann es nicht lange existieren. Das ist mir klargeworden, es war mir klargeworden, als sich das gebildet hat”, verriet Annette Wiecken, Initiatorin des Projektes. Viel mehr als die bisher erzielten Erfolge beschäftigt Wiecken und die Projektbeteiligten ein weiteres Ziel: die Gründung einer Berufsschule.Weiterlesen

„Wir schaffen das!”

Kinder aus Heltau lernen, umweltfreundlich zu sein

Ausgabe Nr. 2550

 

Bei der Modeschau zeigten Mädchen und Jungen selbstgebastelte Kleider und Schmuck aus Altpapier, Karton und Plastik.       Foto: Ruxandra STĂNESCU

Für eine Zukunft ohne Müll kämpfen seit einigen Jahren zusammen in Siebenbürgen und in England das britische Sozialunternehmen Clear Public Space und der rumänische Verein A Future without Rubbish“. Seit mehreren Monaten wurden die ersten Schritte auch in Heltau gemacht, vergangenen Donnerstag wurde hier im frisch renovierten Kulturhaus das Projekt vorgestellt.Weiterlesen

Über die Herausforderungen des Erwachsenwerdens

Premiere mit „Avioane de hârtie“ von Studenten aufgeführt
Ausgabe Nr. 2550

Szenenfoto aus „Avioane de hârtie“                           Foto: Cynthia PINTER

Ein Basketballkorb, eine Halfpipe, ein paar Autoreifen. Das Bühnenbild: ein Spielplatz in einem Großstadtviertel. Jugendliche fahren auf Rollerblades über die Bühne. Einer schwingt gefährlich einen Baseballschläger. Das Publikum setzt sich langsam und lässt alles auf sich einwirken. Man ist mittendrin im Geschehen. „Avioane de hârtie“ heißt das neueste Theaterstück von Elise Wilk und am 27. September feierte es im Cavas-Saal der Lucian Blaga-Universität Hermannstadt Premiere. Inszeniert wurde „Papierflieger“ – wie es in der Übersetzung heißt – von Eugen Gyemant mit zwölf Student/innen der Abteilung Theater und Schauspiel der Lucian Blaga-Universität. Es entstanden binnen drei Monaten Probezeit zwei Varianten desselben Stücks mit zwei Besetzungen. Weiterlesen

Internationales Symposium

Ausgabe Nr. 2550

 

Aus Anlass des 200. Jubiläums des Hermannstädter Brukenthalmuseums veranstalteten das Brukenthalmuseum und das Siebenbürgische Museum Gundelsheim am vergangenen Wochenende ein internationales Symposium zum Thema Museum im Spannungsfeld zwischen universeller und nationaler Ausrichtung“. Mehr dazu in unserer nächsten Ausgabe. Unser Bild (v. l. n. r.): In seiner Ansprache zur Eröffnung der Veranstaltung sagte der Deutsche Konsul Hans E. Tischler, das Brukenthalmuseum gehört nicht nur zu den ältesten Museen Europas, sondern besitzt auch eine Sammlung von wahrhaft europäischem Wert“. Dem pflichteten die Vertreter der Hauptveranstalter, Sabin Adrian Luca (Brukenthalmuseum) und Irmgard Sedler (Siebenbürgisches Museum Gundelsheim), bei.      

Foto: Beatrice UNGAR

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2550

 

Luxemburger Pianist zu Gast; 80 Prozent der Wohnungen nicht versichert; Astra Film Fest beginnt am Montag; DFDR zur Minority SafePack-Initiative; Kartoffelfest in Freck; Vortrag an der EAS; RIFF-Konzert in Mediasch; Zum Thema Kompostierung; Preis für Ilse Hehn; Apfelbäumchenverkauf auf dem Huetplatz; Radio Neumarkt auf Deutsch; Rumänisches Fernsehen in deutscher Sprache.Weiterlesen

Zeit der Stärkung und Gemeinschaft

Streiflichter vom sechsten Evangelischen Kirchentag in Kronstadt

Ausgabe Nr. 2549

Pfarrerin Hildegard Servatius-Depner schloss die Reihe der Predigten im Eröffnungsgottesdienst in der Schwarzen Kirche ab. Ihr zur Seite stand Musikwart Jürg Leutert mit dem Kirchenburgen-Hinweisschild. Foto: Beatrice UNGAR

Unter dem Motto „Aus gutem Grund. Evangelisch in Rumänien“ fand vom 29. September bis 1. Oktober in Kronstadt der Evangelische Kirchentag statt, der dem 500. Reformationsjubiläum gewidmet war und den die Evangelische Kirche A. B. in Rumänien erstmals gemeinsam mit der ungarischsprachigen Evangelisch-Lutherischen Kirche in Rumänien ausgerichtet hat. Zum Auftakt am Freitag Abend in der evangelisch-lutherischen Kirche an der Bahngasse begrüßten Bischof Reinhart Guib bzw. Bischofsvikar Jozséf Zelenak die zahlreichen Gäste.Weiterlesen

Herkunft – Eine lebensprägende Mission

Paul Philippi nahm in Berlin den Georg Dehio-Preis entgegen

Ausgabe Nr. 2549

Gruppenbild mit Preisträgern und Veranstaltern: MDg i. R. Winfried Smaczny, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Kulturforums östliches Europa e.V., Jaroslav Ostrčilík, Dr. Paul Philippi, Maria Bering, Gruppenleiterin „Geschichte und Erinnerung“ bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, und Dr. Harald Roth, Direktor des Deutschen Kulturforums östliches Europa (v. l. n.r). Foto: © Deutsches Kulturforum östliches Europa Fotograf Mathias Marx

Klänge von Bachs Cello Suite Nummer eins erfüllen den Otto-Braun-Saal der deutschen Staatsbibliothek zu Berlin. Man versammelte sich, um Paul Philippi und Jaroslav Ostrčilík zu ehren. Seit 2003 verleiht das deutsche Kulturforum östliches Europa den Georg-Dehio-Kulturpreis an Personen und Institutionen, die „sich mit den Traditionen und Interferenzen deutscher Kultur und Geschichte im östlichen Europa bewahrend, zukunftsorientiert und im partnerschaftlichen Dialog mit den Nachbarn auseinandersetzen.” beschreibt das Kulturforum seine Leitidee. Der Preis ist dem in Reval geborenen Kunsthistoriker Georg Dehio gewidmet, dessen Errungenschaften in der modernen Denkmalpflege auch die Arbeit des Forums inspirierten. Die Tätigkeit des Kulturforums umfasst die Organisation von Veranstaltungen, wie Podiumsdiskussionen, Konzerten und Wanderausstellungen, sowie die Publikation von Kulturreiseführern und historischen Sachbüchern im eigenen Verlag.Weiterlesen

Engagement gewürdigt

Hartmut Koschyk mit Nationalorden ausgezeichnet
Ausgabe Nr. 2549

Hartmut Koschyk (links) und Emil Hurezeanu bei der Feierstunde in der Rumänischen Botschaft.                     Foto: Büro Hartmut Koschyk MdB

Für seinen Einsatz um die deutsch-rumänischen Beziehungen ist der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten und langjährige Bayreuther Bundestagsabgeordnete Hartmut Koschyk mit dem Nationalorden „Stern Rumäniens“ im Range eines Offiziers ausgezeichnet worden. Die feierliche Ordensverleihung nahm der rumänische Botschafter S. E. Emil Hurezeanu in der rumänischen Botschaft vor.Weiterlesen

Schreiben als Therapie

Lesung mit Karin Macke im Erasmus-Büchercafé

Ausgabe Nr. 2549

Die Lesung von Karin Macke (stehend) war gut besucht. Foto: die Verfasserin

Das Erasmus-Büchercafé ist ein Ort zum Lesen und Schreiben und am Dienstag, 26. September 2017 war es auch ein Ort zum Lesen und Schreiben über das Lesen und Schreiben. „Schreiben schreiben schreiben schreiben schreiben schreiben schreiben schreiben.“ So begann die Karin Macke ihre Lesung. Sie ist Autorin, Mitgründerin der Akademie für Text und Therapie Sprachraum und des Vereins grauenfruppe und vieles weitere. Sie will, dass Kinder und Erwachsene ihre Freude am Schreiben (wieder)entdecken. Man solle mit Worten spielen, sich trauen, Fehler zu machen, Neues auszuprobieren. „Viele denken, dass sie nicht schreiben können. Gerade von der Schule her, wo alles immer falsch oder richtig sein muss.“ Dabei habe Schreiben eine therapeutische Wirkung.Weiterlesen

Unermüdlich am Werk

Hans Liebhardt ist tot

Ausgabe Nr. 2549

Hans Liebhardt 2016. Foto: Christian BINDER

Unser Kollege bei der Allgemeinen Deutschen Zeitung für Rumänien, der Schriftsteller und Publizist Hans Liebhardt, ist am Samstag im Alter von 83 Jahren plötzlich verstorben. Zwei Tage vor seinem Tod saß er noch an seinem Schreibtisch in der Redaktion, verfasste Nachrichten und stellte die Lokalseiten zusammen.Weiterlesen

Ernste und wütende Grimassen

Serge Ernst war mit seinem Comic „Boule à zéro“ in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2549

Serge Ernst zeigte, wie einfach es sein kann, Comics zu zeichnen. Foto: Vlad POPA

Ein Flipchart, mehrere Kinder und Jugendliche, ein Comiczeichner aus Belgien und ein paar Grimassen – mehr brauchte es nicht, um die kleine Gruppe zu motivieren, die sich am Samstag, den 23. September im Gewölbekeller des Hermeshauses am Kleinen Ring zusammengefunden hatte. Das Comics-Festival in Hermannstadt, das von der Maison Ile-et-Villaine (dem Französischen Kulturzentrum in Hermannstadt) initiiert wurde, konnte im Laufe der Zeit das Astra-Museum als Partner gewinnen und in diesem Jahr fand die fünfte Auflage statt.Weiterlesen