Fernweh auf Wienerisch

Rückblick auf die Ferienmesse 2026 in Wien

Ausgabe Nr. 2944

Ein kulinarischer Magnet: Beim Rumänien-Stand gab es Leckereien aus dem Banat.                                                                               Foto: Anna HENNING

Wer Mitte Jänner durch die Hallen der Messe Wien schlenderte, merkte schnell: Hier wird nicht nur informiert, hier wird verführt. Die Ferienmesse 2026 war weniger Katalog und mehr Gefühl, weniger Prospekt und mehr Prickeln im Bauch. Man ging hinein, um sich umzusehen – und hinaus mit dem dringenden Wunsch, sofort irgendwohin aufzubrechen. Wohin genau, das war fast nebensächlich, denn die Welt präsentierte sich in all ihren Farben, Düften und Versuchungen.Weiterlesen

„Zeit“-Seeing

Eine nostalgische Kirchenburgentour zwischen den Jahren

Ausgabe Nr. 2942

Die Kirchenburg in Galt/Ungra ist einigermaßen gut instandgehalten.
Foto: kirchenburgen.org

Das weihnachtliche Krippenspiel, die Gottesdienste, die Bescherung, das Chorsingen sind vorbei – bis zum Altjahresabend gibt es noch einen Montag und einen Dienstag. Was tun, um auch selbst mal zu entspannen und vielleicht noch etwas Neues zu erleben? Es wird fieberhaft überlegt: Nach Bukarest? Da ist das Museum des Kommunismus am Montag geöffnet. Oder auch die Kathedrale der Erlösung des Volkes, die man sich ansehen könnte. Aber es gibt Einwände: der Weg ist lang, es gibt ganz sicher Stau, man ist zusammengenommen einen ganzen Tag unterwegs, um dann einen Tag in Bukarest zu verbringen – das lohnt sich nicht. Also Plan B: Kirchenburgen in der Gegend Kronstadt-Reps. Weiterlesen

,,Herren sind 480, Damen 18″

Heute vor 145 Jahren wurde der Siebenbürgische Karpatenverein (SKV) gegründet

Ausgabe Nr. 2938

Der DFDR-Vorsitzende Dr. Paul-Jürgen Porr, Thomas Bross (Vorsitzender Sektion Fogarascher Land/Țara Făgărașului), Catalin Corneschi (Vorsitzender Sektion Kronstadt), Vlad Preca (Schatzmeister), Alexandru Chera (Vorsitzender Sektion Hermannstadt), Leo Kurmes (Vertreter Königsstein/Piatra Craiului), der wiedergewählte SKV-Vorsitzende Marcel Șofariu und die neue SKV-Geschäftsführerin Alexandra Cristina Nedelea (v. l. n. r.).

„Die Gesammtzahl der für den Siebenbürgischen Karpathenverein angemeldeten Mitglieder beläuft sich dermalen auf 498 (…) Herren sind 480, Damen 18”, verlautete Dr. Carl Wolff in seinem Vortrag „Die Aufgaben des Siebenbürgischen Karpathenvereins”, gehalten „in der constituirenden Hauptversammlung am 28. November 1880”, wie im „Jahrbuch des Siebenbürgischen Karpathenvereins” I. Jahrgang 1881 zu lesen ist. Diese Zahlen stimmten Dr. Wolff zuversichtlich, dass der damals junge Verein hoffnungsvoll in die Zukunft blicken und auf seine Lebensfähigkeit vertrauen könne. 145 Jahre danach erweisen sich diese Worte als durchaus prophetisch. Am 22. November 2025 fand nämlich im Spiegelsaal des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt die Hauptversammlung des SKV statt, bei der Wahlen auf der Tagesordnung standen. Weiterlesen

Auf den Spuren der Christen

Eine Reise nach Istanbul / Reisetagebuch von Mihaela WETSCHEZA

Ausgabe Nr. 2937

Sonntagsgottesdienst im Freien am Ufer des Iznik-Sees.                    
Foto: Privat

„Wohin du auch gehst, geh mit deinem ganzen Herzen“ (Konfuzius). Von diesem unausgesprochenen Motto ließen wir uns leiten. Wir, eine Gruppe von 15 Gemeindegliedern der evangelischen Kirchengemeinde Michelsberg unter der Begleitung unseres Pfarrers Lászlo-Zorán Kezdi, machten uns vom 25. bis 30. Oktober 2025 auf die Suche nach den Wurzeln des Christentums in der Türkei. Die Route war sorgfältig geplant und führte an Orte von großer Bedeutung für die christliche Welt. Besucht wurden jene Stätten, an denen die ersten ökumenischen Konzilien stattfanden.Weiterlesen

Wege bauen, um zu Hause zu bleiben

Ökotourismusmesse und Werbung für Dörfer und Traditionen in Rumänien

Ausgabe Nr. 2930

Die Ökotourismusmesse war gut besucht.                     Foto: Mugur FRĂŢILĂ

Die Nationale Ökotourismusmesse hat vom 25. bis 28. September stattgefunden und wurde vom ASTRA-Museum organisiert und vom Hermannstädter Kreisrat finanziell unterstützt. Während im Schatzkästlein am Kleinen Ring eine Tourismusbörse und mehrere Diskussionsrunden stattfanden, gab es für das breite Publikum ein reichhaltiges Angebot am Großen Ring – von traditionellen Leckereien aus mehreren Regionen Rumäniens bis zu Workshops und Wettkämpfen. Ziel der Organisatoren und der Aussteller war, das Publikum anzulocken, Urlaub in Rumänien zu machen, „Wege zu bauen, um zu Hause zu bleiben”.Weiterlesen

Der Museumsgarten wirkt lebendig

Zu Besuch im Haszmann Pál Museum in Csernáton/Cernat

Ausgabe Nr. 2925

Museumsleiterin Orsolya Dimény-Haszmann (2. v. r.) führt die Besucherinnen und Besucher durch den Freilichtbereich.           Foto: der Verfasser

Wenn man von Kronstadt in Richtung Szekler-Neumarkt (Kézdivásárhely/ Târgu Secuiesc) fährt, kommt man durch Csernáton/ Cernat, bevor man das Städtchen erreicht. Eine Sehenswürdigkeit hier ist das Haszmann Pál Museum, ein Freilichtmuseum auf einem zwei Hektar großen Grundstück. Es war ein sonniger Sommertag und die Besucher wurden von Museumsleiterin Orsolya Dimény-Haszmann empfangen. Das Museum wurde am 25. Februar 1973 als Außenstelle des damaligen Museums des Kreises, des heutigen Szekler Nationalmuseums gegründet und hatte als Basis die Privatsammlung des Pädagogen Pál Haszmann (1902-1977) und seiner Frau Ida Cseh (1909-2003), der diese der Gemeinde, dem Staat schenkte. Weiterlesen

Ausprobieren, scheitern, Lösungen finden

Mit E-Bike und selbstgebautem Camper legte Björn Maurer knapp 2.000 km zurück

Ausgabe Nr. 2924

Auch auf dem Großen Ring in Hermannstadt erregte Björn Maurer mit seinem Velocamper Interesse.                                 Foto: Ruxandra STĂNESCU

Nicht nur konsumieren, sondern kreativ sein, erfinden und selber machen: Prof. Dr. Björn Maurer, der Medienpädagogik und informatische Bildung an der Pädagogischen Hochschule Thurgau unterrichtet, tat genau das, was er den zukünftigen Lehrern auf den Weg mitgeben will und kam per E-Fahrrad, mit einem selbstgebauten Velocamper, von Kreuzlingen in der Schweiz nach Seligstadt bei Fogarasch. Auf findpenguins.com konnten seine Freunde ihn virtuell mitbegleiten, vom Bau des Velocampers bis zur Ankunft in Seligstadt, inklusive bei einer kurzen Verschnaufpause in Hermannstadt, wo er über seine Reise in der HZ-Redaktion mit Ruxandra S t ă n e s c u sprach. Weiterlesen

Neuer Flug aus Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2923

Wizz Air: Neuer Flug und drei Millionen Passagiere von und aus Hermannstadt. Die glückliche Passagierin der Wizz Air-Flugkarte mit der Nummer 3.000.000 (6. v. l.) wurde am Dienstag mit einem Gutschein über 100 Euro am Hermannstädter Flughafen von András Radó (5. v. l.), Leiter der Unternehmenskommunikation bei Wizz Air überrascht, als sie aus Memmingen kam. Bei dieser Gelegenheit kündigte Radó ein neues Flugziel aus Hermannstadt an, nach Mailand/Bergamo, ab dem 6. Januar 2026. Wizz Air hat seit Anfang August das zweite Flugzeug nach Hermannstadt umdisponiert, für die sechs vor kurzem neu eingeführten Flugziele, was einer Steigerung der Transportkapazität um 48 Prozent im Vergleich zu 2024 entspricht. Bei einer Pressekonferenz in Hermannstadt erklärte András Radó auch, dass Wizz Air mit dem Vorschlag des Europäische Parlaments, dass Passagiere ein Handgepäckstück von bis zu sieben Kilogramm kostenlos in der Kabine mitführen dürfen, nicht einverstanden sei, u. a. weil die Maßnahme zu einem erhebliches Mehrgewicht führe und somit zusätzliche Kosten, aber auch eine größere Umweltverschmutzung generiere.                                 Foto: Ruxandra STĂNESCU

 

Rettung in letzter Minute

Prejbe-Hütte durch Einsatz der Denkmal-Ambulanz vor dem Verfall bewahrt

Ausgabe Nr. 2919

Winterliches Skilager der Brukenthalschule an der Prejbe-Hütte – ein Moment aus dem Januar 1978.                                         Foto: Friedrich PHILIPPI

Nach Jahrzehnten der Verwahrlosung durch Wind, Wetter und Vandalismus gibt es neue Hoffnung für die historische Prejbe-Hütte in den südlichen Karpaten: Die Denkmal-Ambulanz (Ambulanța pentru Monumente) hat mit ersten Sicherungsmaßnahmen begonnen. Im Rahmen eines Projekts zur Rettung historischer Berghütten haben rund 20 Freiwillige – vor allem Architekturstudenten – Seite an Seite mit erfahrenen Handwerkern an der Instandsetzung der stark beschädigten Hütte gearbeitet.Weiterlesen

Alpen-Know-how trifft Karpaten-Charme

Ausgabe Nr. 2914

Rückblick auf den Tourismustag in der Rumänischen Botschaft in Wien

Paul Kuttesch, stellvertretender Vorsitzender des Kreisrats Hermannstadt, József Mik, Bürgermeister von Borsec, Simion Giurcă, Tourismusexperte aus Temeswar und Alin Chipăilă, Leiter des Tourismusvereins des Kreises Hermannstadt gehörten zu den Teilnehmern an der Diskussionsrunde (v. l. n. r.). Foto: Kreisrat Hermannstadt

 

Unter dem Motto „Einladung nach Rumänien. Entdecken, Erforschen, Erkunden: Neue Kooperationen – Hohes Geschäftspotenzial, nachhaltige Perspektiven“ veranstaltete die Rumänische Botschaft in Wien einen bemerkenswerten Tourismustag. Die Veranstaltung unterstrich die wachsende Bedeutung des Tourismus für beide Länder: Für Rumänien als Motor für wirtschaftliche Entwicklung und internationale Sichtbarkeit, für Österreich als bewährter Partner mit langjähriger Expertise in nachhaltigem Tourismusmanagement. Weiterlesen

Reiseziel des Jahres: Donaudelta

Ausgabe Nr. 2908

Die Gala des Online-Wettbewerbs im Bereich Inlandtourismus, „Reiseziel des Jahres 2025” fand am 8. April in Hermannstadt im Thaliasaal statt. In der Kategorie „Städte, die begeistern“ (Orașe care inspiră) siegte die Stadt Großwardein/Oradea, gefolgt von den Städten Hermannstadt und Kronstadt. Die Sieger in den weiteren fünf Kategorien waren: Sovata (Heilbäder und Kurorte), Donaudelta (Verwunschene Gegenden, diese Destination wurde auch zum „Reiseziel des Jahres 2025” gekürt), Rimetea (Märchendörfer), Dino Parc Râșnov/Rosenau (Spaß und Abenteuer), ASTRA-Freilichtmuseum (Kultur und Bildung). Den Sonderpreis für die Landkreise mit den bisher meisten Gewinnern teilten sich Hermannstadt und Kronstadt. 2024 hatte die Stadt Hermannstadt bei diesem Wettbewerb den großen Preis „Reiseziel des Jahres 2024“ und den ersten Preis in der Kategorie „Städte, die begeistern“ gewonnen. Unser Bild: Gruppenbild mit allen Preisträgern auf der Bühne des Thaliasaals.                                        Foto: www.iov.ro