Theresienstädter Variationen

Ausgabe Nr. 2459
 

Nachlese auf die diesjährigen Veranstaltungen der Musica Suprimata-Reihe

 

 

Nein, Theresienstadt ist nicht überall, obzwar es überall ist. Allüberall, wo Menschen hinter Gittern und Stacheldraht verbannt sind, ist auch ein Stück Theresienstadt. So wie dort wurde auch hierzulande in den ungezählten Kerkern unter dem Bannfluch der Diktatur  nicht nur gelitten, es wurde gelebt, ja es wurde gelacht. Was jeder weiß, der es weiß. Wobei das Lachen auf Spuren der Engel verweist. Es wurde gedichtet. Jeder Sträfling gibt sich notgedrungen dem Reimeschmieden hin. Schon um die Zeit totzuschlagen, damit die Zeit einen nicht totschlägt. Und weil die Schönheit der Sprache die Welt überwindet. Es wurden Lieder gesummt von Liebeskummer und Fernweh. Dabei öffnete sich ein Stück Himmel über den verbarrikadierten Fenstern. Und komponiert wurde auch.Weiterlesen

Ein Wochenende im Zeichen des Jazz

Ausgabe Nr. 2457
 

Zweite Auflage des Mozaic Jazz Festivals in Hermannstadt

 

Ein kleines aber feines Festival für alle Jazzliebhaber – das war das Mozaic Jazz Festival, das am vergangenen Wochenende Menschen jeden Alters nach Hermannstadt zog. Mit fünf Musikgruppen an drei Abenden war das Festival recht überschaubar. Umso mehr Raum bot sich den einzelnen Musikern, ihre Virtuosität unter Beweis zu stellen.Weiterlesen

„Der Schnee ist nirgendwo so weiß“

Ausgabe Nr. 2455
 

Subjektiver Rückblick auf die zweite Auflage des Clara Haskil-Festivals

 

Fragil, ätherisch, mit einem Blick von jenseits der Welt, in die sie nur blickt, um weiter zu gehen, direkt in den Kernpunkt einer Heimat, aus der sie gekommen ist, in die sie zurückgekehrt ist, in der sie gewohnt hat und in die sie alle mitgenommen hat, die ihr einmal zuhören durften, im Herzen der diesem Universum innewohnenden Harmonie, der Musik. Clara Haskil, die Pianistin. Clara Haskil, die Charlie Chaplin mit ihrer Reinheit und Sensibilität bezauberte, so dass er ehrlich und wahrhaftig sagte: Ich weiß, dass ich außerhalb der Musik nicht existiere."Weiterlesen

Eine Passion für Jazz

Ausgabe Nr. 2454
 

Junge Generation begeisterte im Gong-Theater

 

Im Rahmen des diesjährigen Hermannstädter Jazzfestivals fand die 15. Auflage des gleichnamigen Nachwuchswettbewerbs statt. Vielversprechende Künstler aus Rumänien, Ungarn und der Republik Moldau spielten im Gong-Theater auf und verbanden Einflüsse des Jazz mit neuen Genres, Klängen und Spielweisen. Dem Publikum bot sich eine beeindruckende Bandbreite anspruchsvoller Musik: An zwei Abenden traten 15 Künstlergruppen oder Solisten an, die Trophäe des diesjährigen Hermannstädter Jazzfestivals zu gewinnen.Weiterlesen

Das Sahnehäubchen von der Insel

Ausgabe Nr. 2454
 

Das Hermannstädter Internationale Jazzfestival feierte seine 45. Auflage

 

Als Sahnehäubchen auf der Geburtstagstorte des 45. Hermannstädter Jazzfestivals erwies sich die Stimme Madagaskars", Monika Njava, und ihre Island Jazz"-Band. Doch den Publikumsliebling gab das Amos Hoffman Quartett (Israel) am Samstagabend. Beide Auftritte belohnte das Publikum im Thaliasaal mit reichlich Stehapplaus.Weiterlesen

Mit Taktgefühl

Ausgabe Nr. 2451
 

Hermannstädter Gitarrentreffen auf dem Kleinen Ring

 

Das von dem Kulturverein „Play" veranstaltete Hermannstädter Gitarrentreffen fand am Samstag auf dem Kleinen Ring viele Besucher und Anhänger.

 Ungewohnte Klänge drangen am Samstag über den Kleinen Ring in Hermannstadt: Unter die Geräusche der umliegenden Restaurants mischte sich zunehmend auch das Trommeln, Saitenzupfen und Singen zahlreicher Künstler und Gäste. Das Hermannstädter Gitarrentreffen wurde zum Anlaufpunkt für Gitarrenbegeisterte aller Altersstufen.Weiterlesen

Festkonzert des Caedonia Chors

Ausgabe Nr. 2450
 

Unter dem Motto „Eine Gemeinschaft, ein Chor, ein Dirigent" bot der Hermannstädter Caedonia-Kammerchor am vergangenen Wochenende mehrere Konzerte. Gefeiert wurde der Dirigent Florin Soare, der diesen Klangkörper seit 35 Jahren leitet und es wurde die von Simona Manea verfasste Monografie des Chores vorgestellt. Unser Bild: Das Festkonzert fand am vergangenen Freitag im Festsaal der Astra-Bibliothek statt.                    

Foto: Fred NUSS

Erfrischend und locker

Ausgabe Nr. 2450
 

Händel zum Auftakt des Sibiu Opera Festivals

„Am Samstag (12. September) in der Lukaskirche Luzern, am Sonntag (13. September) in der fast voll besetzten Pfarrkirche St. Jakob Cham: Das Oratorium 'Israel in Egypt' von Georg Friedrich Händel (1685-1759) erhielt zwei glanzvolle Wiedergaben in Originalsprache, bei welchen der Chor musikalisch im Mittelpunkt stand. Aus den beiden Chören Cantori Contenti Zug und Matthäuskantorei Luzern entstand ein Klangkörper mit gut 50 Mitwirkenden, welcher in gleicher Weise durch eine exakte Wiedergabe des Notentextes sowie durch die nie nachlassende Konzentration überzeugte". So beginnt der Konzert-Bericht in der Neuen Zuger Zeitung vom 15. September d. J..Weiterlesen

Beschwingt mitreißend

Ausgabe Nr. 2448
 

Kreisjugend-Orchester Ludwigsburg konzertierte in Heltau

 

Richtige Ohrwürmer brachten die 46 Jungmusiker vom Kreisjugendorchester Ludwigsburg (KJO) am Donnerstag der Vorwoche unter der Leitung von Stadtmusikdirektor Roland Haug in der evangelischen Kirche in Heltau zu Gehör. Allen voran mit dem allbekannten Bläserstück nach einem altrussischen Gebet, Ich bete an die Kraft der Liebe" von Dimitri Stepanovitsch Bortnianski, das bei vielen der ca. 80 Zuhörern noch lange nachgeklungen haben mag.Weiterlesen

„Eine zupackende, kraftvolle Persönlichkeit“

Ausgabe Nr. 2447
 

Der Klavierlehrer, Pianist und Musikologe Peter Szaunig ist tot


Am 28. August 2015 verstarb nach kurzer und heftiger, aber tapfer ertragener Krankheit in Bamberg der bekannte aus Hermannstadt stammende Klavierlehrer, Pianist und Musikologe Peter Szaunig im Alter von 82 Jahren. Die Trauerfeier – gestaltet in beeindruckender Weise von der Gemeindepfarrerin Anette Simojoki – fand am 3. September in der Bamberger Erlöserkirche vor einer großen Trauergemeinde statt. Im Namen des Freundeskreises fand Jürgen Schuster bewegende Dankesworte. Christina Reckerth dankte im Namen der Kreisgruppe für Szaunigs stets beherzten Einsatz für siebenbürgische Belange und Franz Metz, der GDMSE-Vorsitzende (Gesellschaft für deutsche Musikkultur im Südöstlichen Europa) erinnerte an das langjährige, vielfältige Wirken des Verstobenen in diversen siebenbürgischen Arbeitskreisen und Musikverbänden. Sein langjähriges Engagement für die Durchführung des Hermannstädter Carl-Filtsch-Wettbewerbes, dessen Mitinitiator er war, hob er als Krönung seines Lebenswerkes hervor. Dagmar Zink, die literarische Partnerin des poetisch-musikalischen Künstlerdous Szaunig-Dusil und verlässliche Stütze seiner letzten Jahre beschloss die Trauerfeier mit bewegenden Worten und einem tief beeindruckenden Gedicht. Wir geben beides im Anschluss an die Abschiedsworte von Szaunigs langem Weggefährten, dem Heidelberger Musikprofessor Heinz Acker, wieder.