Ausgabe Nr. 2459
Nachlese auf die diesjährigen Veranstaltungen der Musica Suprimata-Reihe

Nein, Theresienstadt ist nicht überall, obzwar es überall ist. Allüberall, wo Menschen hinter Gittern und Stacheldraht verbannt sind, ist auch ein Stück Theresienstadt. So wie dort wurde auch hierzulande in den ungezählten Kerkern unter dem Bannfluch der Diktatur nicht nur gelitten, es wurde gelebt, ja es wurde gelacht. Was jeder weiß, der es weiß. Wobei das Lachen auf Spuren der Engel verweist. Es wurde gedichtet. Jeder Sträfling gibt sich notgedrungen dem Reimeschmieden hin. Schon um die Zeit totzuschlagen, damit die Zeit einen nicht totschlägt. Und weil die Schönheit der Sprache die Welt überwindet. Es wurden Lieder gesummt von Liebeskummer und Fernweh. Dabei öffnete sich ein Stück Himmel über den verbarrikadierten Fenstern. Und komponiert wurde auch.Weiterlesen








