Weitere Titel und Rubriken in unserer Printausgabe

In der Printausgabe zu lesen…
Ausgabe Nr. 2513
 

Alles ist (un)möglich. Glosse von Beatrice Ungar

Infrastruktur bleibt Priorität / Rückblick auf die Investitionen der Hermannstädter Stadtverwaltung im Jahr 2016 / von Werner FINK

Radfahrer auf der Rodelbahn / Hochsaison in der Arena Platoș auf der Hohen Rinne / von Beatrice UNGAR

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Evangelisches Gemeindeleben in Hermannstadt und Umgebung

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Hermannstadt auf einen Blick

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Ausgabe Nr. 2512
 

Alles ist (un)möglich. Glosse von Beatrice Ungar

 

Elefant und Dörrobst. „Wegweiser für Beziehungszweifler“ erschienen

Jede dritte Ehe in Deutschland wird geschieden. Falls Paartherapie immer so abläuft wie im „Wegweiser für Beziehungszweifler“ von Agnes-Isabel Pahl und Stefan Parrisius beschrieben, ist diese Zahl noch überraschend niedrig. Denn außer skurrilen Übungen und Geschlechter-Klischees haben die Autoren des Ratgebers wenig zu bieten.

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Post wird teurer: HZ-Abos kosten mehr im Ausland

Ausgabe Nr. 2468
 

In eigener Sache

Ab 1. März steigen die Postgebühren für Auslandssendungen, gab die Rumänische Post am Montag bekannt. Dementsprechend steigen auch die Gebühren für ein Auslandsabonnement der Hermannstädter Zeitung  von derzeit 124 Lei pro Jahr auf 270 Lei pro Jahr (umgerechnet 60 Euro). Die Post begründet die Preissteigerungen damit, dass diese seit 12 Jahren unverändert geblieben seien.

Nähere Auskünfte unter +40269-21.27.75 oder per E-Mail: sekretariat@hermannstaedter.ro

 

Nachrichten

 

„Salvador Dali-Weg" wird eröffnet

Xul Zolar"-Konzert im Erlenpark

Fünftes Männerfrühstück

Vortrag an der EAS

Fahrt zum Sachsentreffen

Joachim Wittstock im Erasmus

Seidenmalwerkstatt 

Johanniskirche – offenes Denkmal

Rumänisches Fernsehen in deutscher Sprache

Radio Neumarkt auf Deutsch

„Das Leben ist (doch) ein Ponyhof“

Ausgabe Nr. 2396
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Reiterhof in Schellenberg feierlich eröffnet

Spätestens seit 2011 hat die im Titel stehende Redewendung für die Familie Avrigean mehr Deckung denn je. Nach mehr als 3 Jahren Bauphase, durften die Geschwister Simina Popa (geb. Avrigean) und Paul Avrigean am 29. August in Anwesenheit des Schellenberger Bürgermeisters, Daniel Maricuța, den Schellenberger Reiterhof (Club Ecvestru Șelimbăr) feierlich einweihen.

 

Letzten Freitagnachmittag wurden somit die 1.500 Quadratmeter große Reithalle mit modernsten Einrichtungen für die Rundum-Versorgung der Pferde sowie der landwirtschaftliche Betrieb für den eigenen Pferdefutteranbau der Öffentlichkeit vorgestellt. Zeitgleich wurde das 3-Sterne- Gasthaus samt 4-Sterne-Restaurant eröffnet.

Die Investition für die in Siebenbürgen einzigartige Anlage ihrer Art betrug über eine Million Euro und wurde größtenteils aus Europäischen Fonds für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung getragen. Das Reiterhof bietet Platz für bis zu 41 Pferde in Einzelboxen und verfügt außerdem über eine Wasch- und Trockenanlage und ständiger Tierarztassistenz. In der Reithalle und den Reitanlagen im äußeren Bereich können sogar internationale Reitwettbewerbe in allen Disziplinen organisiert werden. Schon 2015 will das Familienbetrieb ein internationales Reitsportevent veranstalten.

Der Inhaber, Paul Avrigean, ehemaliger Rumänien- und Balkanmeister im Reiten, und zwei weitere Reitlehrer bieten für Pferdeliebhaber, egal ob Anfänger oder Fortgeschrittene, Reitkurse und Unterricht in Pferdezucht und Pferdepflege. Unter den hauseigenen Pferden können auch einige berühmte Rassen wie Friesen, norwegische Fjordpferde, Hannoveraner und natürlich Ponys bewundert werden. Der Star unter den Vierbeinern ist der 15 Jahre alte Hannoveraner Collie, ein Nachfahre des berühmten weißen Hengstes Kolibri, der als einer der 20 besten deutschen Leistungsvererber galt. Dem Letzteren wurde 2005, nach seinem Tod, eine Bronzestatue im Hof des Haupt- und Landgestütes Neustadt an der Dosse gewidmet.

Der Reiterhof liegt 12 km weit von Hermannstadt entfernt und wird über die DN1 in Richtung Bukarest erreicht. Von der Nähe zum angrenzenden Wald kann auch profitiert werden, da hier für Interessierte auch längere Ausritte organisiert werden können. Reitausrüstung kann vor Ort gemietet, im eigenen Laden gekauft oder bei deutschen Partnerherstellern auf Maß bestellt werden.

Die Verantwortung für das Gasthaus übernimmt Simina Popa, die schon langjährige Erfahrung im Gastronomie- und Hotelleriebereich sammeln konnte. Im Reitsport getreu dekorierten Restaurant sowie auf der großzügigen Terasse werden exquisite internationale Gerichte serviert. Zum Beispiel  gekochte Nieren in Salz, Tagliatelle mit Ochsenfleisch oder Cordon Bleu aus Meerwolffleisch und zum Dessert Kirschsuppe. Vier Gästezimmer, ebenfalls in der Reitthematik dekoriert, stehen den Gästen für den kompletten Reiturlaub zur Verfügung.

Im Kontext der drohenden Schließung der Reitanlage des Hermannstädter CSM im Vasile Aaron Viertel, kann eine Investition dieser Art von Hermannstädter und Touristen nur willkommen geheißen werden. Für Paul und Simina ist es ein bißcher mehr. Der Traum vom eigenen Ponyhof wurde wahr. 

                          Monika TOMPOS

 

 Zur Eröffnung gab es auch eine kleine Show.

Die symbolische Schleife durchschnitten (v. l. n. r.) Paul Avrigean, Bürgermeister Daniel Maricuța und Simina Popa.  Fotos: Vali NOVACOVSCHI

„Das ist nicht Dracula, das ist ein Elf“

Ausgabe Nr. 2396
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Gute Stimmung und zahlreiche Gäste beim 14. Mittelalterfestival in Hermannstadt

 

Lauter Ritter und Prinzessinnen freuten sich am Wochenende, dass das Wetter mitspielte, denn im Altstadtzentrum Hermannstadts wurde zum 14. Mal das Mittelalterfestival organisiert. Die Hermannstädter und die Touristen ließen auch nicht auf sich warten und stürmten die Buden mit Essen und Kleinigkeiten, die zum Teil sogar an das Mittelalter erinnerten.

 

Mittelalterliche Musik gab es am Wochenende auf der Bühne, die ebenfalls am Großen Ring aufgestellt war, wo auch der Mittelaltermarkt stattfand. Doch trotz der verschiedenen Shows und Konzerte zog der Markt die meisten Besucher an.

Einen großen Andrang gab es zum Beispiel beim Bogenschießen, wo Jung und Alt probierten, den Bogen richtig zu spannen, den Pfeil rechtzeitig loszulassen und dazu auch noch das Ziel zu treffen. Gemeinsam hatten alle Schützen allerdings Mengen an Freunden und Verwandten, die jede ihrer Bewegungen fotografierten, so dass die perfekte Pose das Leben zusätzlich schwieriger machte.

Einen großen Andrang gab es auch bei den Essenbuden, denn da gab es unter anderem Kohlrouladen, Gulasch und Bohnen, die offensichtlich so lecker waren, dass sie immer wieder alle waren, und Nachschub gekocht werden musste.

So richtig beeindruckt waren die Gäste allerdings von  der Salvador-Riesenmarionette auf dem Großen Ring, denn die zehn Meter hohe Puppe ging unter dem Beifall des Publikums auch spazieren. Dabei handelte es sich aber nicht um einen Elfen, wie das ein Kind in altkluger Manier seinem Großvater erklärt hatte, sondern um den Erzähler Salvador aus einer anderen Show der Spanier, „La Mediteranea". Das Kind hatte seinem Großvater, der meinte, es sei Dracula, im Brustton der Überzeugung gesagt: „Das ist nicht Dracula, das ist ein Elf".  Eine weitere Riesenmarionette der spanischen Truppe „Carros de Foc”, die Hauptgäste des Festivals waren, war der Druide aus Jagul (dem Zauberer Merlin sehr ähnlich geraten), den man während der Parade mitgeschoben hatte und den man auf dem Großen Ring bewundern konnte.

Die Spanier präsentierten am Samstag in der Heltauergasse ihre Straßenshow „Der Druide von Jagul", die sie für das 20. Jubiläum des Internationalen Theaterfestivals im chilenischen Santiago de Mil einstudiert hatten, wobei es natürlich um einen Zaubertrank ging. Ein „braver und starker Druide", der im Wald in Jagul lebt, soll nämlich einen Zaubertrank zubereiten können, der ewige Jugend verspricht. Die jungen Frauen versuchen vergeblich, diesen Zaubertrank zu mischen, trotzdem tanzen und singen zum Schluß alle fröhlich und vergnügt.

Anschließend konzertierten auf der Bühne die Gruppen Novosadski Kamerni Hor (Serbien) und Obscurus Orbis (Lettland)und Crispus (Rumänien) bot eine seiner bewährten Feuershows.

Die Riesenmarionette „Salvador" hatte dann am Sonntagabend nach dem Konzert der deutschen Gruppe „Drachenmond" ihren großen Auftritt. Sie lag vor dem Ratturm und wurde von buntem Licht bestrahlt und als sie nach und nach aufgerichtet wurde, war die Begeisterung groß: Sie ragte regelrecht in die Höhe und man hatte von unten den Eindruck, sie stehe auf gleicher Höhe wie der Ratturm.

Großen Andrang gab es auch bei den Kleinigkeiten, die man auf dem Mittelaltermarkt kaufen konnte. Es gab schöne handgemachte Kerzen, originelle Ledertaschen und viel Schmuck, so dass die ebenfalls an einem Stand angebotenen Plastikspielsachen untergingen, denn wahrscheinlich waren im Mittelalter chinesische Plastikschlangen und – spinnen nicht gerade in.

Auf jeden Fall freuten sich insbesondere die Hermannstädter über das milde Wetter, so dass sie endlich die Gelegenheit wahrnehmen konnten, um die Supermärkte am Rande der Stadt – ein beliebtes Wochenendziel bei Regenwetter  – zu verlassen und im Zentrum spazieren zu gehen. Auf dem Großen Ring konnten die Kinder sich auch an einigen von den Wandergesellen gebauten  Spielgeräten oder ausgedachten Spielen versuchen. Besonders der Krafthammer zog viele an. Sogar eine Braut probierte hier ihre  Kraft aus.

Auch konnten die Kinder in zwei Lager aufgeteilt, an Minikatapulten mit kleinen Holzstücken auf Blechdosen zielen, angefeuert von ihren Eltern und Großeltern.

Mit einem Konzert der lettischen Gruppe Obscurus Orbis und einer von der Gruppe „Chigot" aus Bulgarien nachgestellten mittelalterlichen Schlacht wurde das diesjährige Festival beendet, das unter dem Motto „Bucuroși de oaspeți" (Wir freuen uns auf Gäste) stand.

               Ruxandra STẰNESCU

 

 

Echt mittelalterlich wirkten diese beiden Gestalten, die sich nach der Parade vor der römisch-katholischen Stadtpfarrkirche unterhielten, vor der eine Arkadenfolge aufgestellt worden war.                 Foto: Fred NUSS

 

Auch in Rückenlage beeindruckte Salvador" die Anwesenden.

Lacerta präsentiert neuen Wein

Ausgabe Nr. 2396
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Weinverkostung im Lili´s Café am Kleinen Ring

 

„Shiraz” heißt der neue dunkelfarbige Wein von Lacerta der vergangenen Mittwoch im Lilli´s Café in Hermannstadt erstmals vorgestellt wurde. Präsentiert wurde der neue Shiraz, aber auch andere Lacerta-Weine von Sommelier Bogdan Raul Todor. Zur Weinverkostung gehörten verschiedene von Gastgeber Steffen von der Dunk, Koch von Lili´s Café, zubereitete köstliche Spezialitäten.

 

Gleich neben dem Ledererloch, am Kleinen Ring Nr. 30, befindet sich das nette „Lili´s Café" wo die Gäste am vergangenen Mittwoch in einer angenehm familiären Athmosphäre die Weine von Lacerta verkosten durften. Begonnen wurde mit einigen bereits bekannten Weinen von Lacerta, wie dem trockenen Rose, der gänzlich aus der Blaufränkisch Rebesorte gemacht wird. An die Reihe kam dann ein tockener Muscat Ottonel, im Inox-Gefäß gegoren und im Glas gereift und schließlich folgte der Chardonnay Reserva der im Innox-Gefäß gegoren und im Barrique Faß mehrere Monate lang gereift wird. Zu diesen drei Weinsorten gab es Spezialitäten wie Graved Lax Forelle mit Honig-Senf, Gurken-Dill Sorbet, thailändischer Tunfischsalat, andere andere köstliche Spezialitäten. Selbstverständlich fehlten auch verschiedene Käsesorten nicht.

Zum Schluss ging es in den ersten Stock wo die Gäste nach steigender Spannung endlich mit dem dunklen, taninreichen Shiraz Bekanntschaft machen durften. Zu diesem Wein hatte Steffen von der Dunk Überraschungen wie Wildschweingulasch aber auch andere Spezialitäten wie Gänsestopfleberpastete u. a. vorbereitet. Der Shiraz von Lacerta ist trocken, hat einen 14 prozentigen Alkoholgehalt und wird acht Monate lang im Barriquefaß gereift. Der Shiraz schien dem Geschmack der Gäste außerordentlich zu entsprechen. Sommelier Bogdan Raul Tudor hatte alle Hände voll zu tun, denn die Gäste ließen sich den Wein immer wieder einschenken. Es ist nun zum ersten Mal, dass Lacerta den Shiraz rein  auf den Markt bringt. Bislang gab es bereits den Cabernet Sauvignon mit Shiraz.

                                           Werner FINK

 

 

Somellier Bogdan Raul Todor schenkt Steffen von der Dunk ein.