Ökotourismusmesse und Werbung für Dörfer und Traditionen in Rumänien
Ausgabe Nr. 2930

Die Ökotourismusmesse war gut besucht. Foto: Mugur FRĂŢILĂ
Die Nationale Ökotourismusmesse hat vom 25. bis 28. September stattgefunden und wurde vom ASTRA-Museum organisiert und vom Hermannstädter Kreisrat finanziell unterstützt. Während im Schatzkästlein am Kleinen Ring eine Tourismusbörse und mehrere Diskussionsrunden stattfanden, gab es für das breite Publikum ein reichhaltiges Angebot am Großen Ring – von traditionellen Leckereien aus mehreren Regionen Rumäniens bis zu Workshops und Wettkämpfen. Ziel der Organisatoren und der Aussteller war, das Publikum anzulocken, Urlaub in Rumänien zu machen, „Wege zu bauen, um zu Hause zu bleiben”.
Auf dem Großen Ring wurden schöne, recht hohe Holzhäuschen aufgebaut, die am mit Schindeln gedeckten Dach die für Hermannstadt typischen Hermannstädter Stadtaugen hatten. Diese Häuschen kann man vom ASTRA-Museum kaufen oder mieten. Hier wurde für Ortschaften und Regionen geworben, doch es gab mehr als bunte Broschüren: Mitbringsel und verschiedene Leckereien konten hier gekostet und gekauft werden. Von Fettbrot bis Schuberek und Kekswurst und von Wein bis Bier und Sirup konnte man hier alles an Ort und Stelle verzehren oder nach Hause mitnehmen.
Mit einem Bohneneintopf prämierte der Direktor des ASTRA-Museums Ciprian Ștefan die Wanderer, die vom Großen Ring zu Fuß ins Freilichtmuseum gingen. Dass das Wetter außer am Freitag mitspielte, war ein großer Pluspunkt – nicht nur für die Wanderung, sondern für die ganze Messe.

Der Schauspieler Florin Coșuleţ siegte am Samstag bei der „Șindrilă-Battle”. Foto: Beatrice UNGAR
Bei strahlendem Sonnenschein wurden am Großen Ring Werkstätten organisiert. Richtig spannend wurde es beim Schindel-Wettkampf („Șindrilă-Battle”), bei dem Amateure – wie der Name es sagt – Schindeln herstellen mussten. Beim ersten Wettkampf am Samstag setzte sich der Schauspieler Florin Coșuleţ durch, der u. a. sogar gegen den Museumsdirektor und den Kreisratsvize antrat.
Für Groß und Klein gab es viele Werkstätten: Zu den traditionellen für Keramik und Weben, gab es auch überraschende Alternativen: Man konnte lernen, wie man eine Angelrute zum Fischen vorbereitet, wie man Pilze trocknet, Käse einlegt und Heilpflanzen aufbewahrt.

Hohe Gäste auf der Ökotourismusmesse: Zeitgleich mit der Eröffnung der Ökotourismusmesse auf dem Großen Ring in Hermannstadt begann in Hermannstadt die Jubiläumstagung des Verbands der Honorarkonsuln aus Rumänien (UCOR). Am Freitag besuchte die Delegation der Diplomaten die Ökotourismusmesse. Unser Bild: Vor dem Stand des Landkreises Hunedoara (v. l. n. r.) der Kreisratsvizevorsitzende Paul Kuttesch mit Südkoreas Botschafter Kap-soo Rim, Honorarkonsul Dumitru Mihalescul (Südkorea), Honorarkonsul Mihai Ferariu (Großherzogtum Luxemburg) und Honorarkonsulin Corina Martin (Kasachstan). Foto: Beatrice UNGAR
Nicht nur die Traditionen, sondern auch die Geschichte Rumäniens standen im Mittelpunkt: Vorgestellt wurden historische Ortschaften, aber man konnte auch lernen, wie Münzen geprägt wurden.
Im Vorjahr wurde die Ökotourismusmesse im Frühjahr organisiert, doch bei der diesjährigen Auflage war der Herbst ein Pluspunkt: Sie konnte mit einem Erntedankfest für 31 Grundschulklassen deutscher Abteilungen von Hermannstädter Schulen verbunden werden, das Publikum konnte sich nicht nur über ein entsprechendes Angebot erfreuen, sondern auch rechtzeitig den Urlaub für das nächste Jahr planen, der vielleicht nach Rumänien führt.
Ruxandra STĂNESCU