Fantastische Welt der Drachen

,,Dragoni“ begeisterte die Kleinen am Kindertag

Ausgabe Nr. 2773

Im Land der bösen Gnome mussten die Kinder die Drachen befreien. Unser Bild: Die Erzählerin, eine gute Fee, erklärt den Kleinen, wie sie den Drachen helfen können.  Foto: Cynthia PINTER

Am 1. Juni wird auch in Rumänien der Internationale Kindertag gefeiert. Da sowohl Kinder als auch Eltern an diesem Tag schul- bzw. arbeitsfrei hatten, dachten sich die Mitarbeiter/innen des Hermannstädter Kinder- und Jugendtheaters Gong eine außergewöhnliche Veranstaltung für die Kinder aus: eine interaktive Installation unter dem Titel „Dragoni“, zu deutsch „Drachen“. Regie führte Bobi Pricop, für das Bühnenbild war Oana Micu zuständig.

 

Schon im Foyer des Gong-Theaters herrschte große Aufregung zu Beginn der Vorstellung. Die Kinder und Erwachsenen wurden in vier Gruppen aufgeteilt: die gelbe, die blaue, die grüne und die rote Gruppe. Jeder bekam einen durchsichtigen Drachenumhang und ein fluoreszierendes Armband, in der Farbe der jeweiligen Gruppe. Jede Gruppe hatte eine eigene Leiterin, die durch die Welt der Drachen führte.

Und los ging es, die Treppen hoch, bis zur obersten Etage, wo eine magische Welt begann. Durch einen hell leuchtenden Tunnel wurden die Kinder in einen bunten Raum geführt. Jede Gruppe ging in einen anderen Raum, besuchte jedoch der Reihe nach alle vier Zimmer dieser fantastischen Welt der Drachen.

Die gelbe Gruppe reiste zuerst in das Land der bösen Gnome, die Drachen in Käfigen gefangen hielten. Wie in einem Computerspiel mussten Kinder die auf der Wand projizierten Käfige mit Bällen treffen, um die virtuellen Drachen zu befreien. Das machte den kleinen, wie den großen Teilnehmern wahnsinnigen Spaß. Sobald alle Drachen befreit wurden und die bösen Gnome besiegt waren, durfte die Gruppe durch den Tunnel in die zweite Welt reisen. Hier mussten sich die Kinder niederknien und durch einen kleinen Schlitz wurden ihnen mehrere Geschichten mit Drachen gezeigt. Durch die bereitgestellten Kopfhörer konnten sie auch hören, was geschah. Mit Handpuppen zeigten die Schauspielerinnen und Schauspieler des Gong-Theaters sehr geschickt die jeweiligen Szenen. Und wenn ein Drachen zu nah an den Schlitz geführt wurde, schreckte manch ein Kind vor Entzückung auf.

Die Dracheneier aus einem Nest ins andere zu bringen, machte den Kindern großen Spaß. Foto: Cynthia PINTER

Die dritte Geschichte entstand im Körper des Drachens. Darin saß eine Erzählerin. Die Kinder durften den Kopf und die Hände in den Drachenkörper stecken. Vor sich hatten sie einen Sandkasten, in dem sie mit den Händchen nach Edelsteinen suchen durften, die der Drache verschluckt hatte. Die Kleinen ertasteten im Sand bunte Steinchen, die sie stolz in den Händen hielten.

Im vierten und letzten Raum wurde die gelbe Gruppe von zwei riesigen Drachenköpfen empfangen. Die Erzählerin sagte, dass der weiße Drachen die Eier des roten Drachens gestohlen hat. Nun war es die Aufgabe der Kinder, die Dracheneier von einem Nest zum anderen zu bringen, ohne den weißen Drachen zu wecken. Das machte allen einen Riesenspaß.

Dass die Installation „Dragoni“ ein großer Erfolg war, davon zeugten nicht nur die begeisterten Kindergesichter nach der Vorstellung, sondern auch die Anfrage der Eltern, das Stück doch bitte öfter zu zeigen. Direkt nach der ersten Aufführung wurden zwei neue Vorstellungen für das kommende Wochenende geplant, sehr zur Freude vieler Hermannstädter Eltern, die ihren Kindern ein besonderes Erlebnis bieten wollten.

Cynthia PINTER

Veröffentlicht in Aktuelle Ausgabe, Kinder.