„Triathlon“ der Töpfer

5. Internationaler Markt: Schön. Keramisch. Nützlich
Ausgabe Nr. 2540

 

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50 Keramikfachleute, Museographen und vor allem Töpferinnen und Töpfer aus Bulgarien, Ungarn und Rumänien beteiligten sich an der 5. Auflage des Internationalen Marktes „Schön. Keramisch. Nützlich“, der vom 19. bis 23. Juli im Freilichtmuseum im Jungen Wald stattgefunden hat.

 

Die auf Initiative des Töpfermeisters Leș Gabor ins Leben gerufene und von Karla Roșca vom ASTRA-Museum betreute Veranstaltung wird in Fachkreisen auch „Töpfer-Triathlon“ genannt. Die teilnehmenden Töpfer müssen nämlich jeweils zwei im Stil des im Fokus stehenden Töpfereizentrums (bei der diesjährigen Auflage war es Keisd/Saschiz) in ihrem jeweiligen Atelier angefertigte Objekte mitbringen, dazu in Tongefäßen ein traditionelles Gericht kochen und nicht zuletzt Schautöpfern. Dafür haben die Fabriken Interkeramik aus Kecskemet/Ungarn und Interceram aus Schäßburg 100 kg Lehm kostenlos zur Verfügung gestellt. Für Übersetzungen bei der dem Keisder Töpfereizentrum gewidmete Konferenz zum Auftakt am 19. Juli aber auch während der gesamten Veranstaltung setzte der Hermannstädter Ungarnverein (HID) Freiwillige ein.

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Zum Abschluss am Sonntag, wurden die besten Töpfer und die besten Köche preisgekrönt. Töpfer: 1. Leș Gabor (Bodony, Ungarn), 2. Leș Norbert (Bodony, Ungarn), 3. Nagyné Török Zsóka (Tiszafüred, Ungarn); Kochwettbewerb: Sonderpreis der Jury: Pfadfinder-Zentrum Leschkirch/Nocrich (Bálint Csaba und Alin Ciocea – Hunnengulasch); 1. Preis: Molnár János und Molnárné Anetta (Tata, Ungarn, „Männerfang“-Suppe); 2. Preis: Nagyné Török Zsóka (Tiszafüred, Ungarn – Kalb in Wildsauce mit Kartoffelknödeln); 3. Preis: Farkas Gábor und Farkasné Szegfü Anikó (Mezőmegyer, Ungarn, Kartoffelsuppe mit geräucherter Schweinshaxe und Csabai-Wurst).

Das Los hat entschieden: 2018 wird der sechste Markt dieser besonderen Art dem alten siebenbürgisch-sächischen Töpferzentrum Bistritz gewidmet sein, das seine Blütezeit im 17. und 18. Jahrhundert erlebte und zu Beginn des 19. Jahrhunderts aufgelöst wurde.

Beatrice UNGAR

 

Foto 1: Die Gewinner des Kochwettbewerbs Molnárné Anetta und Molnár János.

Töpfern wie an der Theiss: Nagyné Török Zsòka beim Schautöpfern.

Foto 2: Objekte im Stil der Keisder Keramik aus der Werkstatt von Leș Gabor, dem Gewinner des Töpferei-Wettbewerbs.      

Fotos: Fred NUSS

 

 

 

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