Das Ziel: Null Verkehrsunfälle

Ausgabe Nr. 2434
 

Tag der Innovation bei Bosch Rexroth in Blasendorf/Blaj gefeiert

„Ich erwäge, dass die Innovation die Essenz der Entwicklung ist und die Fabrik in Blasendorf ist hier eine der besten“, sagte Rumäniens Präsident Klaus Johannis, Ehrengast beim „Bosch Innovation Day“, dem Tag der offenen Türen, der am Samstag im Bosch-Werk in Blasendorf gefeiert wurde. Dabei konnten die zahlreichen Besucher die Innovationen aus den vier Geschäftsfeldern der Boschgruppe bewundern, darunter  den neuesten Stand der Technik zum Thema „autonomes Fahren“.

 

„In dieser Etappe nach der Krise hat Rumänien ein neues Modell für wirtschaftliche Entwicklung nötig, das auf Kompetivität und Innovation, auf wirtschaftlichem Wachstum beruht“, sagte Johannis. Das Heranziehen von ausländischen Investoren sei eine Priorität für Rumänien, gleichermaßen müsse man sich aber auch auf die Unterstützung von autochtonen Investitionen konzentrieren. Erforderlich sei es dabei, die Aufgaben für Forschung und Entwicklung zu steigern. Gleichermaßen müsse sich Rumänien bemühen, seine wirtschaftliche Kompetitivität zu steigern.

Dabei waren Dirk Hocheisel, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH und Mitglied im Verwaltungsrat der Robert Bosch Gruppe, Mihai Boldijar, Generaldirektor von Robert Bosch Rumänien, Konrad Kaschek, Geschäftsführer des Werkers in Jucu bei Klausenburg und Werner Richter, Geschäftsführer von Bosch Rexroth in Blasendorf und zugleich Gastgeber. Ebenso eingeladen waren Blasendorfs Bürgermeister Valentin Rotar und der Kreisratsvorsitzende  Ion Dumitrel.

„Ihr könnt euch heute unsere Produkte und viele Anwendungen ansehen, wo ihr gar nicht gedacht hättet, das Bosch darin steckt”, sagte Werner Richter, Geschäftsführer von Bosch Rexroth in Blasendorf. Gebracht wurden unter anderem Neuigkeiten die auf der Industriemesse in Hanover präsentiert wurden. Zu den Themen beispielsweise Hydraulik, Antrieb- und Steuerungstechik oder Lieneartechnologie u.a.

Die Besucher hatten die Möglichkeit, sich von dem 150 Meter hohen Liebherr-Kran in einer Kabine in die Höhe heben zu lassen, um die Landschaft zu bewundern. Hinter der Leistung des Krans, der ein Gewicht von 500 Tonnen heben kann, steckt natürlich eine Hydraulik-Lösung von Bosch. Gerne ausprobiert wurde aber auch das E-Fahrrad mit dem Bosch-Antriebssystem. Die neuesten Innovationen Gartenwerkzeuge und andere Werkzeuge betreffend duften  natürlich auch in die Hand genommen werden. Dass in Hybridwagen oder in einem Sportwagen auch Bosch-Technik eingebaut ist, weiß auch nicht jeder.

Interesse gab es aber natürlich auch für das Rekrutierungszelt.

Die Bosch Gruppe beschäftigt weltweit etwa 360.000 Mitarbeiter, wobei sich der Umsatz 2014 auf 49 Milliarden Euro belaufen hat. Die vier Geschäftsfelder, auf denen die Gruppe aktiv ist, sind Mobilitätslösungen, Industrietechnologie, Konsumgüter sowie Energie und Gebäudetechnologie. Im vergangenen Jahr hat die Bosch Gruppe in Rumänien laut Mihai Boldijar 210 Millionen Euro Umsatz gemacht. Im ersten Trimester dieses Jahres habe man eine Steigerung verglichen mit derselben Periode des vorigen Jahres verzeichnet. Gegenwärtig verfüge die Gruppe über 2.700 Angestellte in Rumänien. Allerdings wolle man diese Anzahl auf 3.000 Mitarbeitern erhöhen. Außerdem sollen in den nächsten zwei Jahren die Investitionen in Rumänien schätzungsweise auf 55 Millionen Euro ansteigen.

Eines der wichtigsten Geschäftsfelder der Zukunft sei,  laut Boldijar, die Vernetzung. Das Internet bietet das Potenzial für die Vernetzung von Dingen und Sensoren mit dem Ziel, Lösungen für die intelligente Wohnung der Zukunft anzubieten.

„Eines der wichtigsten Ziele der Boschgruppe ist Null Unfälle anzustreben“, sagte Boldijar. Das bedeute aktive und passive Sicherheitssysteme an Fahrzeugen. Ein Thema sei das des automatisierten oder autonomen Fahrens, also teils Fahrer, teils Fahrzeug. Möglicherweise werde dies viel schneller kommen als man denke. In den Niederlassungen in Klausenburg und in Blasendorf arbeite man bereits an Software und Hardware der Ausrüstungen für Wagen, die ohne menschliches Eingreifen fahren werden. 90 Prozent der Verkehrsunfälle würden übrigens wegen menschlichen Fehlern passieren. Der Wagen in der Halle 3, der mit Ausrüstung für das „autonome Fahren“ ausgestattet war, durfte auch bewundert werden.

„In den nächsten drei Jahren möchten wir die Aktivitäten hier in Blasendorf erweitern“, sagte Werner Richter zu den Zielen des Werkes in Blasendorf. „Wir werden über 40 Millionen Euro in Maschinen investieren. Weiterhin werden wir die Aktivitäten erweitern, die elektronischen Bestandteile die Automotiveindustrie und das Sensorgeschäft betreffend.“

Niederlassungen der Boschgruppe in Rumänien gibt es übrigens in Blasendorf, in Jucu bei Klausenburg, Bukarest und Temeswar.

Werner FINK

Foto 1: Das autonome Auto wurde bei dem Tag der Offenen Türen im Bosch-Werk in Blasendorf u. a. vorgestellt. Unser Bild: Bosch-Verwaltungsrat Dirk Hocheisel (3. v. r.) präsentiert den Wagen Staatspräsident Klaus Johannis (2. v. r.).            Foto 2: Ein Bosch-Mitarbeiter zeigt interessierten Besuchern, wie eine Elektrosäge funktioniert.

Fotos: der Verfasser

 

 

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