Dank an die Sachsen

Gedenktafel in Kelling/Câlnic feierlich eingeweiht

Ausgabe Nr. 2579

Dechant Wünsch  (2. v. l.), Erzbischof Irineu (3. v. l.) und Altbischof Klein (4. v. l.) beim Empfang der Gäste.                             
Foto: Kilian WÜNSCH

Am vergangenen Samstag wurde eine besondere Gedenktafel in Kelling enthüllt: auf Rumänisch und auf Deutsch wird hier den Siebenbürger Sachsen gedankt, die am 8. Januar 1919 in Mediasch der Vereinigung Siebenbürgens mit Rumänien zugestimmt haben.Weiterlesen

Ein roter Teppich nur für Frauen?

Streiflichter von den 71. Internationalen Filmfestspielen in Cannes

Ausgabe Nr. 2579

Nadine Labaki mit Hauptdarsteller Zain al-Rafeea bei den Dreharbeiten zu „Capharnaum“.                                               Foto: www.thenational.ae

Gleich zu Anfang wusste man, dass dieses 71. Festival von Cannes anders sein würde als früher. Weniger bekannte Namen, dafür mehr Entdeckungen. Und der, der viele Entdeckungen gemacht hatte, war kurz zuvor verstorben und das Festival wurde ihm gewidmet: Pierre Rissient, jahrelang graue Eminenz, hatte u. a. Clint Eastwood und Lino Brocka nach Cannes gebracht. Und es war das Jahr der Frauen, die offen ihren Tribut forderten, es gab auf dem roten Teppich“ sogar eine montée des marches (so wird der gemeinsame Auftritt eines Filmteams auf dem roten Teppich“ im Fachjargon genannt)nur von Frauen.Weiterlesen

Die Sehnsucht nach den Heiligen bleibt groß

„Theologisches Kolloquium“ zu Heiligen und Heiligenverehrung in Ost und West

Ausgabe Nr. 2579

Gruppenbild der Teilnehmenden im „Heilige Märtyrer Brâncoveanu“-Kloster in Sâmbăta de Sus.                                 Foto: Alexandru BRICIU

Die heutige Zeit ist weitgehend geprägt von Pragmatismus und Profitstreben, von Säkularisierung und zunehmender religiöser Indifferenz. Wenn die erste internationale Konferenz eines neu gegründeten ökumenischen Instituts zum Thema „Heilige und Heiligenverehrung in Ost und West“ allerdings auf Anhieb über 80 Teilnehmer versammelt, dann kommt darin eine Sehnsucht nach den Heiligen zum Ausdruck, die überrascht und zugleich die Initiatoren dieser ökumenischen Initiative in ihrem Bemühen bestätigt. Weiterlesen

HZ-Sonderpreis für Kreativität (VI)

Ausgabe Nr. 2579

Sofia Teodora Șerb
Foto: Beatrice UNGAR

HZ-Sonderpreis für Kreativität (VI)

Bei der Landesphase des Schülerwettbewerbs im Fach Deutsch als Muttersprache hat die Hermannstädter Zeitung für jede Klasse einen Sonderpreis für Kreativität vergeben. Außer einem Jahresabonnement, einer Jubiläumsmedaille, einem T-Shirt und einem Buch gehört zum Preis, dass die prämierten Aufsätze in der HZ veröffentlicht werden.

In der aktuellen Ausgabe lesen Sie den Aufsatz der Schülerin Sofia Teodora Șerb (12. Klasse, Brukenthalschule Hermannstadt) zu folgendem Zitat von Bertolt Brecht. Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2579

In eigener Sache

Liebe Leserinnen und Leser, wegen Reparaturarbeiten, die von der evangelischen Kirchengemeinde A. B. Hermannstadt in den Redaktionsräumen in der Wiesengasse/Tipografilor 12 durchgeführt werden, zieht die Redaktion um.

Sie finden uns ab sofort in der Str. Timotei Popovici 9, im ersten Stock.

Die RedaktionWeiterlesen

Pfingsten

Ausgabe Nr. 2578

Diese Pfingstrosen blühten schon lange vor dem Pfingstfest, das die evangelischen und katholischen Christen am Sonntag, dem 20. Mai, und die orthodoxen Christen am 27. Mai feiern. Es handelt sich um ein „Coral Charm“ genanntes Hybrid von Paeonia lactifora und Paeonia peregrina „Otto Froebel“, dessen Blüte halbgefüllt ist. Diese Pfingstrosen-Art ist selten in Rumänien. Man findet sie z. B. auf dem „Flandernhof“ genannten Anwesen in Thalheim/Daia, wo dieses Foto entstanden ist. Lesen Sie mehr zu dem „Flandernhof“ auf Seite 5.                          Foto: Beatrice UNGAR

 

„Auch heute brauchen wir Solidarität“

Ausgabe Nr. 2578

Europatag in Hermannstadts Umgebung im Zeichen der Plurikulturalität gefeiert

Konsul Hans Erich Tischler (Bildmitte) und der Honorarkonsul des Großherzogtums Luxemburg, Daniel Plier (links), beim symbolischen Bäumchenpflanzen im Freilichtmuseum im Jungen Wald. Foto: Werner FINK

Der Europatag wurde im Jahr der Jahrhundertfeier Rumäniens am Mittwoch der Vorwoche, dem 9. Mai, auch in der näheren Umgebung von Hermannstadt gefeiert, unter dem Motto „Ziua Europei. Noi 100“ (Europatag. Wir 100) und im Sinne der Plurikulturalität, wobei Vertreter von lokalen Behörden zusammen mit Vertretern der Diplomatie ein Zeichen setzten, indem sie in Rășinari und im Freilichtmuseum im Jungen Wald je ein Eichenbäumchen pflanzten.

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Er gehört zu unserer Biographie

Ausgabe Nr. 2578
Der Sportkommentator Cristian Țopescu ist tot

Der beste rumänische Sportkommentator aller Zeiten weilt seit Dienstag nicht mehr unter den Lebenden. Cristian Țopescu ist am 15. Mai im Elias-Spital in Bukarest gestorben. Er gehört im wahrsten Sinn des Wortes, wie es eine Leserin formulierte „zu unserer Biographie“.

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„Seltsam ähnlich“

Ausgabe Nr. 2578

Jan de Maere und sein „Flandernhof“ in Thalheim

Blick auf das Flandernhof-Anwesen aus der Dachluke eines der vier aus der Maramuresch hierher umgesiedelten alten Holzhäuser. Foto: Beatrice UNGAR

An der Ausfahrt aus Thalheim/Daia Richtung Rothberg/Roșia fällt jedem linkerhand ein Turm auf, gegenüber der orthodoxen Kirche. Der Turm dient dem Belgier Jan de Maere auf seinem „Flandernhof“ benannten Anwesen als Bibliothek. In diesem Jahr feiert der Flandernhof sein 20. Jubiläum.

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Selbstläufer für historisch Interessierte

Ausgabe Nr. 2578

Historische Reportagen von Rosi Gräfin Waldeck neu ins Deutsche übersetzt

 

R. G. Waldeck: Athénée Palace. Hitlers „Neue Ordnung“ kommt nach Rumänien. Mit einem Nachwort des amerikanischen Diplomaten, Historikers und versierten Rumänien Kenners Ernest H. Latham, Jr. Aus dem Amerikanischen von Dagmar Dusil und Dr. Gerlinde Roth. Pop Verlag Ludwigsburg 2018, 472 Seiten, ISBN: 978-3-86356-218-2.

 

Rosi Gräfin Waldeck, geboren 1898 in Mannheim, starb 1982 einsam und vergessen in den USA. Obwohl die Journalistin einige Jahrzehnte zuvor unstrittig zu den schillerndsten Erscheinungen ihrer Zeit gehörte. Sie legte am Anfang ihrer farbenfrohen Biografie das Abitur ab, eine Seltenheit für eine Frau von damals, studierte später Kunstgeschichte, liebte gern ältere Männer und heiratete öfters. Zunächst den Gynäkologen Ernst Gräfenberg, nach ihm ist der „G-Punkt“ benannt. Als zielstrebige junge Frau ging sie später eine Beziehung mit dem verwitweten Franz Ullstein ein. Eine Liaison, welche am ausgeprägten Standesdünkel der Verlagsfamilie knallhart scheiterte. Ihr blieb als Erbmasse immerhin eine fürstliche Abfindung. Später ehelichte die Jüdin, welche zum Katholizismus konvertierte, in Amerika den ungarischen Grafen Armin von Waldeck.Weiterlesen

Die Welt der Erinnerung

Ausgabe Nr. 2578
Ein lesenswerter Briefroman über die Kindheit in Rumänien

Peter Rosenthal im Erasmus-Büchercafé. Foto: Cynthia PINTER

Arad und das Südbanat sind für den Autor Peter Rosenthal die Schauplätze seiner Kindheit, mit der er sich in seinem Debütroman „Entlang der Venloer Straße“ auseinandersetzt. Der Briefroman erschien 2003 im „Kiepenheuer & Witsch Verlag“ Köln und wurde vor Kurzem auch in rumänischer Sprache (Übersetzung von Hava Oren) unter dem Titel „De-a lungul strazii Venlo“ im Hasefer-Verlag herausgegeben. Peter Rosenthal machte auf seiner Reise durch Rumänien am Dienstagnachmittag (15. Mai) im Hermannstädter Erasmus/Büchercafé halt und las aus den Büchern „Entlang der Venloer Straße“ und „In die Zeit fallen“ vor.

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