Hängematten und Picknick-Bereich

Finanzierung für die Umgestaltung des Erlenparks wurde genehmigt

Ausgabe Nr. 2943

So sieht die Planung für die Sanierung des Rosengartens und des dazugehörigen Brunnens aus.
Fotos: Presseamt der Stadt

1856 habe die k. u. k. Stadthalterei Hermannstadts beschlossen, „…den Spazierweg ,Unter den Erlen‘ genannt, der von den Bewohnern Hermannstadts (…) am meisten besucht wird (…) in einen der Landeshauptstadt würdigen Zustand zu versetzen (…) und bis zum Jungen Wald zu leiten”, heißt es in der von Ernst Buchholzer verfassten „Festschrift zur Feier des Fünzigjährigen Bestandes des Vereins zur Verschönerung der Stadt Hermannstadt” (Verlag Krafft & Drotleff AG, Hermannstadt 1929). Der Erlenpark in Hermannstadt, der unter der Leitung von Ingenieur Michael Seyfried entsprechend des Beschlusses der k. u. k. Stadthalterei vom 3. November 1856 angelegt worden ist, soll nun umgestaltet werden, ohne aber den historischen Charakter der Anlage zu beeinträchtigen. Heute belegt der Park eine Fläche von 22 Hektar, auf der 68 Baumarten, davon 38 einheimische und 30 exotische stehen. Die ältesten Bäume (Erlen, Schwarzpappeln, Linden, Eichen) sind über 150 Jahre alt.Weiterlesen

Ein Jahr Hermannstadt

Aus dem Leben einer ,,Heruntergekommen“ / Von Annette KÖNIGES

Ausgabe Nr. 2943

Annette Königes erläutert bei einer Führung in der evangelischen Stadtpfarrkirche den vorreformatorischen Flügelaltar.   Foto: Beatrice UNGAR

Nach Rumänien zurückkehren? Niemals! Zu Besuch ja – ab und zu – aber doch nicht dort leben, wieder, nachdem ich 1981 heilfroh war in die Freiheit und in das Land meiner Sprache auszuwandern, das „Elend“ hinter mir zu lassen, um an der Seite meines Mannes in Deutschland ein neues Leben aufzubauen.

München wurde zu meiner zweiten Heimat – es ist tatsächlich möglich, mehrere Heimaten zu haben – in der ich mich wohl fühlte, wo ich Wurzeln schlug, wo meine Kinder geboren sind, wo wir ein Haus bauten und einen großen Freundeskreis immer noch haben. Ich wurde sogar Stadtführerin und brachte Menschen aus aller Welt „mein“ München näher, aber auch in München lebenden Siebenbürgern unter dem Motto: Wer Wurzeln schlagen will, sollte den Boden gut kennen. Ich lernte also den Boden gut kennen und schlug Wurzeln. Die Zukunft war klar. Bis zu unserer Rente haben wir die Schulden für das Haus abbezahlt, so dass wir dann entspannt und ohne Sorgen das Alter genießen können, in der Nähe unserer Kinder, unserer Enkel und unserer Freunde. So der Plan. Soweit so gut.Weiterlesen

Atemberaubend zuschauerfreundlich

Zwei spannende 4 X Cross-Wettkämpfe in der Păltiniș Arena auf der Hohen Rinne

Ausgabe Nr. 2943

Vier Snowboarder bei schönstem Wetter auf der Skipiste.                                                                             Foto: Tibi HILA

Atemberaubend zuschauerfreundlich waren die zwei 4 X Cross-Wettkämpfe, an denen am vergangenen Wochenende in der Păltiniș Arena auf der Hohen Rinne insgesamt mehr als 70 Konkurrenten aus ganz Rumänien teilgenommen haben. Samstag waren beim Ski & Snowboard 4X Cross Skifahrer bzw. Snowboarder auf der Piste, am Sonntag die Mountainbiker beim MTB Winter 4X Cross. Letztgenannter Wettkampf war ein Novum für den Skiort. Erstmals starteten MTB-Fahrer auf der gleichen Piste wie die Skifahrer und Snowboarder. Also auf Schnee. Weiterlesen

Neubau

Ausgabe Nr. 2943

Zur Schule Nr. 8 in der Wolfsgasse/Str. Lupeni gehört seit Kurzem ein neues Gebäude, das an der Straße gebaut wurde. Darin sind 4 neue Klassenräume eingerichtet worden, in denen etwa 100 Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden können. Das neue Gebäude ist energieeffizient, und die neuen Klassenzimmer wurden mit neuen Möbeln, interaktiven Tafeln und Videoprojektoren versehen. „Wir werden die Modernisierungsarbeiten an dieser Schule fortsetzen, da wir europäische Fördermittel für die Installation von Photovoltaikmodulen auf dem alten Schulgebäude erhalten haben, um grüne Energie zu erzeugen und die Stromkosten zu senken“, sagte Bürgermeisterin Astrid Fodor über die 3,23 Millionen Lei Investition, die vom Bürgermeisteramt durch EU-Mittel finanziert wurde.                                    Foto: Cynthia PINTER

50. Ausgabe gefeiert

Über das ,,Mediascher Infoblatt“ und den ,,Tramiter“              

Ausgabe Nr. 2943

Heimatgemeinschaft Mediasch e. V. (Hg.): Mediascher Infoblatt. 26. Jahrgang/Nr. 50/Dezember 2025, 66 Seiten. Der Bezug ist im Mitgliedsbeitrag enthalten. Seit 2024 beträgt der Beitrag für die Einzelmitgliedschaft in der HG Mediasch 18 Euro und für die Familienmitgliedschaft 28 Euro. Näheres unter www.mediasch.de

Wer aus Mediasch stammt, dem ist das Mediascher Infoblatt bestimmt schon ein Begriff. Im Dezember 2025 feierte die Heimatgemeinschaft Mediasch e.V. die 50. Ausgabe der Publikation, die sich als Nachrichten- und Informationsplattform der Heimatgemeinschaft (HG) Mediasch bewährt hat. Im Folgenden lesen Sie einen leicht gekürzten Text zur 50. Ausgabe des Mediascher Infoblatts von Hansotto Drotloff:Weiterlesen

Anschaulich vorgetragene Beispiele

Interessantes Thema beim Kaffeenachmittag des DFDH im Spiegelsaal

Ausgabe Nr. 2943

Petru Scântei (stehend) bei seinem Vortrag.               Foto: Beatrice UNGAR

Das neue Jahr 2026 beginnt mit einem Winter „wie er früher einmal war“ und mit der ersten Einladung des DFDH zum regelmäßigen Kaffeenachmittag in den Spiegelsaal. Am 20. Januar, 14 Uhr, bei strahlendem Wintersonnenschein, der die obere Eisschicht auftaute und die Besucher zur Vorsicht beim Gehen mahnte, fand ein anspruchsvoller Vortrag von Petru Scântei statt. Weiterlesen

Virtuos und berührend

Inszenierung ,,Heute Abend: Lola Blau“ viersprachig

Ausgabe Nr. 2943

Szenenfoto mit Emőke Boldizsár.                                
Foto: Iuliana REVENCU

Vier Sprachen bestimmen die Inszenierung von Regisseur Dumitru Acriș nach Georg Kreislers „Heute Abend: Lola Blau” mit der mehrsprachigen Schauspielerin Emőke Boldizsár. Insofern war jede Vorstellung eine Premiere: Am 11. Dezember 2025 in rumänischer Sprache, am 18. und 20. Dezember 2025 in deutscher Sprache und am 14. Januar 2026 in ungarischer Sprache. Geplant ist auch eine Vorstellung in englischer Sprache.

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Die Zeit anhalten

Andreas H. Apelt erzählt in seinem neuen Roman die Geschichte der Bewohner eines Dorfes

Ausgabe Nr. 2943

Andreas H. Apelt: Sechsunddreißig Seelen. Roman. Mitteldeutscher Verlag, Halle (Saale), 2024, 303 Seiten, ISBN 978-3-96311-916-3, 28 Euro. www.mitteldeutscherver lag.de

In das beschauliche Fürstlich Drehna in der Niederlausitz wurden die Bewohner der geschleiften umliegenden Dörfer umgesiedelt, die in der DDR-Zeit dem Tagebau weichen mussten. Viele wiederum sind Vertriebene aus Schlesien und Ostpreußen. Die Menschen sind verbittert wegen des durch die deutschen Diktaturen erfahrenen Unrechts. Wehmut ergreift die Protagonisten in Apelts Roman, wenn sie zur Abbruchkante gehen und ihren längst verschwundenen Ort Presenchen in der trostlosen Mondlandschaft suchen, den keiner mehr sieht, nur noch die alte Elli Noack, die lediglich vom Friedhof die Grabsteine gerettet und auf ihrem Grundstück aufgestellt hat, wo sie mit den Toten spricht ebenso mit dem Mond. Weiterlesen

Dagmar Dusil Writer in Residence 2026 in Arosa

Ausgabe Nr. 2943

Georg Brunold lädt jedes Jahr einen Autor zu einem Aufenthalt von drei bis vier Monaten in seine Schreibwerkstatt PenArosa mit Brunolds Arbeitsbibliothek ein. In diesem Sommer wird die gebürtige Hermannstädterin Dagmar Dusil zu Gast sein.

Die Daten sind flexibel zu wählen im Zeitraum von Mitte Juni bis Ende Oktober. Im Rahmen des umfangreichen Sommerprogramms von Arosa Kultur hat der Writer in Residence sich mindestens einmal der interessierten Öffentlichkeit zu stellen und dieser zu erklären, woran er/sie arbeitet. Im Rahmen des Arosaer Kultursommers sind weitere Lesungen geplant.

Gegenüber der HZ schreibt die Autorin: „Ich habe mich auch sehr gefreut. Arosa war die erste Anlaufstelle von Thomas Mann in seinem Schweizer Exil. Die Szene aus dem „Zauberberg”, der zwar in Davos spielt, hat seine reale Vorlage in dem Salon des Waldhotels in Arosa, wo Thomas Mann oft Kaffee trank und Zeitung las. Hermann Hesse hat seine zweite Hochzeitreise nach Arosa gemacht…”. Unser Bild: Dagmar Dusil im Wiener Stadtpark 2025.                             Foto: privat

Die leise Autorität der Musik

15. Januar 2026 – Tag der Rumänischen Kultur in Wien

Ausgabe Nr. 2943

Veranstalterinnen und Musikerin (v. l. n. r.): Dr. Andrea Amza-András, Geschäftsträgerin a. i. der Botschaft von Rumänien in der Republik Österreich, die Pianistin Adela Liculescu und Mag. Andreea Dincă, Direktorin des Rumänischen Kulturinstituts Wien.                              Foto: Heinz WEISS

Das Klavierkonzert von Adela Liculescu im ORF RadioKulturhaus in Wien am 15. Januar d. J. war mehr als ein „Beitrag“ zum Tag der Rumänischen Kultur. Es entwickelte sich zu einem stillen, eindringlichen Plädoyer für die Bedeutung von Kunst in einer Zeit gesellschaftlicher Verunsicherung – präzise, unaufdringlich und von bemerkenswerter innerer Stringenz.Weiterlesen

Drei Künstler – drei Perspektiven

Die Ausstellung ,,TREI“ wurde am Nationalen Kulturtag eröffnet

Ausgabe Nr. 2943

Bei der Vernissage anwesend waren (v. l. n. r.) Sorin Purcaru, Alexandru Constantin Chituță und Adrian Stoleriu.                
Foto: Eduard RESCHKE

Die Ausstellung „TREI“ (rumänisch für „drei“) bringt in Hermannstadt drei zeitgenössische künstlerische Positionen zusammen, die sich in ihrer Unterschiedlichkeit ergänzten. Die Werke von Dragoș Pătrașcu, Sorin Purcaru und Adrian Stoleriu zeigen im Touristeninformationszentrum im Foyer des Rathauses am Großen Ring eindrucksvoll, wie vielfältig zeitgenössische rumänische Kunst sein kann.Weiterlesen

Als Sammler Amateure genannt wurden

Raritäten aus den Beständen der Bibliothek von Samuel von Brukenthal (VI)

Ausgabe Nr. 2943

Das Exlibris mit dem Namen Christian Gottlieb Jöcher auf dem marmorierten Vorsatzblatt des Buches John Spencer, De Legibus Hebraeorum, gedruckt in Cambridge im Jahr 1727. Wenn Brukenthal dieses Exemplar nicht von J. L. von Mosheim (gest. 1755) erworben hat, gehörte es mit Sicherheit zu einem bestimmten Zeitpunkt C. G. Jöcher (gest. 1758). In der Sammlung von Brukenthal wird kein Katalog eines Verkaufs der Bibliothek von Jöcher erwähnt, dafür aber sein berühmtes Gelehrten Lexikon.

Über die Anfänge der Bibliothek des Barons Samuel von Brukenthal ist sehr wenig bekannt. In der Fachliteratur geht man meist auf die Jahre 1770-1780 zurück, wenn von Buchkäufen des ehemaligen Gubernators von Siebenbürgen oder von seinen Verbindungen auf dem mitteleuropäischen Buchmarkt die Rede ist. Wie sieht es jedoch in der Zeit vor den 1770er Jahren aus? Dieser Frage geht der für die Bibliothek zuständige Kurator Alexandru-Ilie Muntean in der sechsten Folge der Reihe „Raritäten aus den Beständen der Bibliothek von Samuel von Brukenthal” nach, wobei der Fokus auf dem Verkaufskatalog der Bibliothek von Johann Lorenz von Mosheim, (Göttingen, 14. Juli 1756) liegt.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2943

In Hermannstadt ist es seit Jahresbeginn winterlich. Der Dauerfrost hat zeitweilig auch Glatteis beschert. Es soll milder werden. Unser Bild: Abendstimmung an der Sagstiege. Foto: Beatrice UNGAR

Urzellauf und Marienball

Agnetheln/Hermannstadt. – Bei dem diesjährigen Urzellauf in Agnetheln wird am 25. Januar ein kleines Jubiläum gefeiert: 20 Jahre seit der Wiederaufnahme dieses 1689 erstmals urkundlich erwähnten Brauches in dem Städtchen am Harbach. Geplant ist eine Ausstellung mit Fotos aus den 20 Jahren in der „Georg Daniel Teutsch”-Schule. Hier werden am 25. Januar auch verschiedene Aktivitäten für Schulkinder angeboten, sowie ein Film gezeigt. Der Abmarsch der Urzelparade findet ab 10 Uhr von dem IMIX-Werk (Str. Avram Iancu) statt, um 10.15 Uhr werden vor der Apotheke und dem Dacia-Hotel die traditionellen Figuren vorgestellt, um 10.30 Uhr vor dem Bürgermeisteramt und um 11 Uhr an der Abzweigung nach Kirchberg, danach laufen die Urzeln bis 18 Uhr in Parten durch die Stadt.

Am Freitag, den 13. Februar, ab 18 Uhr, findet der Marienball des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt (DFDH) im Restaurant Hanul din Tulgheș im ASTRA-Freilichtmuseum statt, wo auch der Katharinenball 2025 veranstaltet worden war. Auch diesmal wird die Band Trio Saxones für gute Stimmung sorgen.

Eine Teilnahme ist nur mit Anmeldung im Sekretariat des DFDH möglich, vom 26. bis 30. Januar, jeweils zwischen 9 und 14 Uhr.Weiterlesen