Projekt mit Studierenden aus Hermannstadt und Würzburg
Ausgabe Nr. 2983

Medienwissenschaftler René Anderl (rechts außen) gibt kurze Anweisungen bei der Vorbereitung des Interviews mit dem Heltauer Stadtpfarrer.
Ein gemeinsames Projekt im Bereich Medienproduktion führten Studierende der Fachrichtungen Journalismus, bzw. Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit der Lucian-Blaga-Universität in Hermannstadt mit ihren Kommilitonen von der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THW) der Fachrichtung Medienmanagement in der Zeitspanne 19.-23. Oktober durch.
Sie drehten in Hermannstadt und Umgebung und erstellten vier Kurzdokus.
Seit 2018 kommen jährlich Studenten dieser Fachrichtung für eine Woche nach Hermannstadt, um zusammen mit hiesigen Studierenden Kurzfilme im Bereich rumänischer und deutscher Kultur und Tradition zu erstellen.
In diesem Jahr wurde in Hermannstadt, Michelsberg, Heltau und Schäßburg gedreht. Die beiden Produktionsteams bestanden aus jeweils vier Studierenden der Lucian Blaga-Universität (ULBS) und vier Studierenden der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THW), die miteinander recherchierten, vor Ort drehten und Interviews führten, um danach Kurzfilme, je zwei pro Team, herstellten.

Die Studierenden hatten offensichtlich Spaß bei der Arbeit, hier im Innenhof der Heltauer Kirchenburg. Fotos: Privat
Das Projekt umfasste folgende Etappen: Vorbereitung und Dokumentation (19. Oktober) mit Kennenlernen der Teilnehmenden, Teambildung, Festlegung der Drehorte und Interviewpartner, anschließend Dokumentation; Dreharbeiten (20.–21. Oktober) mit Interviews und Aufnahmen an den festgelegten Orten; Postproduktion mit Schnitt und Untertitelung (20.–23. Oktober).
Am ersten Tag reiste das eine Team nach Michelsberg, um ein Interview mit Carmen Kelber, der Burghüterin, zu führen und verschiedene Aufnahmen von der Burg und Umgebung zu machen. Das andere Team fuhr nach Schäßburg und traf sich mit Pfarrer Bruno Fröhlich. Am zweiten Tag fanden Dreharbeiten in Heltau in der Kirchenburg und das Gespräch mit László-Zorán Kézdi statt, bzw. es wurde im KornAtelier in Hermannstadt bei den Fabini-Brüdern gedreht.
Danach erfolgten an den nächsten zwei Tagen Schnitt und Videomontage des vor Ort entstandenen Materials, sowie Fertigstellung und Untertitelung. Dafür wurden die Übersetzungen ins Rumänische und die finalen Kurzfilmfassungen erstellt.
Das Projekt endete am Freitag, den 23. Oktober, mit der öffentlichen Vorführung der Kurzfilme in der Avram-Iancu-Aula der Fakultät für Sozial- und Geisteswissenschaften. Das Filmprojekt wurde von Prof. Dr. Ioana Crețu (ULBS) und M.Sc. René Anderl (THWS) geleitet, unter der Mitwirkung von Alberto Duhomnicu und Eduard Gross, jeweils von der Hermannstädter Universität.
Darüber hinaus waren in diesem Jahr zwei Bachelor-Absolventen, Alyson Forgas und Fabian Wilke, dabei, um im Rahmen ihrer Bachelorarbeit eine Dokumentation über Heimat, Wurzeln und Zugehörigkeit der Siebenbürger Sachsen zu drehen, unter der Leitung von René Anderl. Die gewählten Protagonisten, die den Studierenden ihre Geschichte erzählt haben, sind Annette und Hans Königes, gebürtige Zeidner,die in München gelebt haben und nun in Hermannstadt ihre Heimat wiedergefunden haben.
Alisia BORCAN