Goldene und goldwerte Impressionen

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Herbstlicher Wandertag der Frauenarbeit der EKR im Repser Ländchen

Ausgabe Nr. 2978

Gruppenbild der Wanderlustigen vor der ältesten Eiche Rumäniens.                                                 Foto: Margit KÉZDI

Einen Wandertag im Repser Ländchen veranstaltete die Frauenarbeit der Evangelischen Kirche A. B. am Samstag, dem 26. September. An der Schwelle zum bunten Herbst, knapp vor der Farbenexplosion, die sich bereits erkennen ließ, brachen wir auf, die besondere Landschaft im Repser Ländchen auszukundschaften. Über sanfte Hügel führte der Weg nach Fogarasch über Leblang nach Racoș. Noch grün, hellgelb und rostbraun verwöhnten unser Auge.

 

Am Repser Bahnhof fand sich die große Wandergruppe ein – die Teilnehmenden waren aus drei Kirchenbezirken angereist, teils von (sehr) Weitem, in aller Herrgottsfrühe abgefahren. Dem freudigen Wiedersehen, gespannten Kennenlernen neuer Frauen und der herzlichen Begrüßung brachen alle gemeinsam in Richtung Racoș auf, um den Smaragd-See, die Basaltsäulen und den stillen Vulkan zu besichtigen. Ein Wow folgte dem nächsten. Der Himmel reich an Schäfchenwolken, die sich im klaren See spiegelnden Felswände, die bunten Sträucher und noch grünen Bäume ringsherum ergänzten das beeindruckende Bild. Kein Wunder, dass ununterbrochen Handys gezuckt wurden, um die einmaligen Impressionen und Bilder festhalten zu wollen.

Als Kameraspeicher und Seele fast voll waren, folgte ein weiterer Höhepunkt: das Begehen des Vulkans im Inneren. Unser Reiseleiter Dan Adomnicăi führte zielsicher zu den schönsten Stellen und bereicherte diesen Tag mit vielen interessanten Informationen.

Nach dem Zwischenstopp beim Schloss Betlen-Sükösd ging die Reise weiter nach Schweischer, ins landeskirchliche Altenheim, wo die Wandergruppe mit einer warmen Mahlzeit erwartet wurde. Verwöhnung pur waren Kaffee und die frisch gebackenen Mohnstritzel, Marmorkuchen, Hanklich und Baumstritzel. So verweilten wir viel länger als geplant und genossen die Gemeinschaft.

Gestärkt an Leib und Seele, auch mit thematischem Impuls und gemeinsamen Singen, begab sich die reiselustige Gruppe auf die Suche nach der ältesten Eiche Rumäniens. Weder fehlendes Telefonnetz und Internet, noch mangelhafte Ausschilderung konnte die motivierte Wandergruppe davon abhalten, die Eichenlandschaft bei Streitfort/Mercheașa zu finden. Und schlussendlich waren sich alle einig, dass sich die Aussicht trotz Ortungsschwierigkeiten und schlechter Zufahrtsstraße definitiv lohnt. Unglaublich bereichert und zutiefst beeindruckt von Landschaft und Menschen im Repser Ländchen begaben sich spätnachmittags, viel später als geplant, die Teilnehmenden dieses Wandertags der Frauenarbeit auf die Heimreise und wurden von einem traumhaften Ausblick auf die Fogarascher, den Königsberg und Sonnenuntergang belohnt. Das Wandern ist nicht nur des Müllers Lust, wie wir fröhlich gesungen haben, sondern auch unser Lust und auch des Glaubens Lust. Wir waren auf geografischen, seelischen und biblischen Pfaden unterwegs, haben Natur und Gemeinschaft genossen. Und groß ist die Vorfreude auf den Frühjahr nächsten Jahres geplanten Wandertag der Frauenarbeit.

Margit KÉZDI

Veröffentlicht in Aktuelle Ausgabe, Tourismus.