Ausgabe Nr. 2978

„Buchstabengetreu. Lektüre, Wissen und Gemeinschaft bei den Siebenbürger Sachsen in der Vormoderne“ lautet der Titel der Sonderausstellung, die am Dienstag der Vorwoche im ehemaligen Landkartenkabinett im Brukenthalpalais eröffnet wurde und daselbst bis zum 27. März 2027 zu sehen sein wird. Die von Dr. Adinel Dincă kuratierte Ausstellung widmet sich der Bildungskultur der Siebenbürger Sachsen in der Zeit vor der Reformation. Handschriften, frühe Drucke und Fragmente erzählen von den Menschen, die diese Bücher in Kirchen und Schulen lasen, nutzten und über Generationen bewahrten. Im Dialog mit zeitgenössischer Kunst wird diese fast vergessene Wissenswelt überraschend gegenwärtig. Werke von Simina Oprescu, Ciprian Mureșan, Flavia Pitiș, Nicolae Romanițan, Emilian Pospaii und Nicoleta Radu eröffnen neue Perspektiven auf das historische Material. Sie fragen danach, wie Wissen bewahrt, gelesen, weitergegeben und immer wieder neu interpretiert wird. Das Teutsch-Haus ist auch in der Ausstellung vertreten: Das Landeskirchliche Museum stellte das Lesepult aus Rosch als Leihgabe zur Verfügung und unterstützte Kurator Dr. Dincă bei der Auswahl der zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstler. Foto: Beatrice UNGAR