IRCA-Vollversammlung tagte erstmals in Hermannstadt an der EAS
Ausgabe Nr. 2970

Gruppenbild mit allen anwesenden Teilnehmenden und Gastgeber Dechant Pfarrer Dietrich Galter in der evangelischen Kirche in Neppendorf, wo sie Andachten und Gottesdienste zum Auftakt und zum Abschluss gefeiert haben, aber wo einige von ihnen auch den regulären Gottesdienst der Kirchengemeinde am Sonntag besucht haben. Foto: Beatrice UNGAR
Die Vollversammlung 2026 der Internationalen Vereinigung der Kirchen im ländlichen Raum (International Rural Churches Association, IRCA) stand unter dem Motto „Roots, Faith and Identity” (Wurzeln, Glaube und Identität) und tagte vom 20. bis 24. Juli im Tagungshaus der Evangelischen Akademie Siebenbürgen (EAS). EAS-Programmleiter Roger Pârvu und Pfarrer Lothar Schullerus waren die Hauptreferenten. Im Vorfeld war die IRCA-Präsidentin, die Theologin Dr. Heather Major aus England, Mitte März zu Gast bei der EAS, um diese Veranstaltung vorzubereiten. Bischof Deva Prasada Rao Boyineni aus Indien wurde zum neuen IRCA-Präsidenten gewählt. Lesen Sie im Folgenden einen persönlichen Erlebnisbericht von Pfarrfrau Hiltrud Schullerus:
Es war schön, einmal bei einer internationalen IRCA-Tagung dabei sein zu können. Einerseits war es ein Wiedersehen mit „alten“ Bekannten, aber auch ein Kennenlernen von Christinnen und Christen aus der ganzen Welt, deren Namen man aus Berichten kannte, oder jetzt zum ersten Mal begegnete.
Beeindruckt haben mich die Geschichten einzelner Personen, vor allem aus Südkoreea, Indien, Afrika und Ozeanien. Es ist bekannt, dass Christen auch heutzutage verfolgt werden. Aber es dann aus eigener Erfahrung erzählt zu bekommen, ist noch einmal etwas ganz anderes.
Der Satz „Der Glaube versetzt Berge“ gilt auch heute noch. Ein Pfarrer wollte gerne zur Tagung kommen, konnte aber die Kosten nicht alleine aufbringen. Er erzählte davon in seiner Gemeinde. Die Spende eines Gemeindegliedes ermöglichte es ihm, dabei zu sein, wofür er sehr dankbar war.
Eine Pfarrerin von den Salomonen dürfte wohl bei ihrer Heimkehr die fertige Kirche betreten haben, die durch glückliche Fügungen und Spendengelder finanziert worden ist.
Was für uns selbstverständlich ist – in einer jahrhundertealten Kirche zu stehen – löst bei anderen einen Kulturschock aus.
Gottesdienste zum Tagungsbeginn und -ende in der Neppendorfer Kirche sowie zum Abschluss mit denen, die noch nicht abgereist waren, in Martinsberg weckten schöne Erinnerungen an die alte Zeit in Siebenbürgen.
Eine Tagung mit hochkarätiger Besetzung in familiärer Atmosphäre erleben zu dürfen war eine Glanzleistung der Organisatoren.
Das Thema „Wurzeln, Glaube, Identität: Menschen und Gemeinschaften auf dem Land“ hätte aussagekräftiger nicht sein können und setzte unser Dasein als Siebenbürger in einen internationalen Zusammenhang.
Mehr zu dem Verein und der Vollversammlung finden Sie in englischer Sprache unter https://irca.online/irca-conference-2026/