36. Sachsentreffen hat am 19. und 20. September in Schönau stattgefunden
Ausgabe Nr. 2977

Den Aufmarsch der Trachten- und Tanzgruppen eröffneten die Gastgeber und Mitorganisatoren von der HOG-Schönau zünftig mit dem wie zum traditionellen Rinnenfest geschmückten Wagen. Foto: Cynthia PINTER
Unter dem Motto „Jugend bewegt Siebenbürgen“ fand am 19. und 20. September in Schönau/Șona/ Szépmező im Kreis Alba das 36. Sachsentreffen statt. Im schmucken Dorf an der Kleinen Kokel mit dem schick hergerichteten Zentrum war so viel Bewegung wie seit vielen Jahren nicht mehr: Die Siebenbürger Sachsen feierten zwei Tage und zwei Nächte ausgelassen, wie in den „guten alten Zeiten“. Natürlich durfte gerade hier nicht der Wein fehlen: Das Unternehmen Jidvei stellte als Sponsor den in Seiden/Jidvei hergestellen Wein zur Verfügung, und zwar mit extra hergestelltem Etikett. Dass auch das Wetter mitspielte – knapp 30 Grad Außentemperatur bei strahlender Sonne – war das Tüpfelchen auf dem i.
Das schöne Wetter verdient eine besondere Erwähnung, denn bereits am Montag brachte eine Polarwelle Nässe und Kälte nach Rumänien.
Sehr gut und übersichtlich war das Zentrum des Dorfes vorbereitet – ein Beweis der guten Zusammenarbeit der Organisatoren und lokalen Behörden. Rund um die Kirchenburg, wo die offiziellen Veranstaltungen stattfanden, waren Entspannungs- und Auffrischungsplätze eingerichtet, wo man mit den Freunden und Nachbarn ein paar mici essen konnte und die Tänze und den Gesang der verschiedenen Gruppen erleben konnte.

Bei der Weinverkostung am Samstag im Keller des Pfarrhauses herrschte gute Stimmung. Foto: Oana BALACI
Mit einer Führung durch das Weingut Seiden mit anschließender Erklärung des Herstellungsprozesses in den Kelterhallen begann das Sachsentreffen am Samstag. Der erste Programmpunkt endete mit der Besichtigung des Schlosses Bethlen und natürlich mit einer kleinen Weinverkostung.
Ein Restaurierungs-Workshop des Architekturclubs Hermannstadt im Rahmen der Stiftung Kirchenburgen, eine Wanderung zu einem Weingarten mit Besichtigung und die Präsentation „Rinnenfest – Zwiegespräch zwischen zwei Bauern“ rundeten das Vor mittagsprogramm ab. Am Nachmittag ging es mit dem Kulturprogramm weiter, denn mehrere Ausstellungen waren über die zwei Tage zu sehen: „Schönau – eine multiethnische Ortschaft“ im Bürgermeisteramt; „Schönau – ein sächsisches Dorf an der Kleinen Kokel“ in der Kirchenburg, „Schönauer Rinnenfest“ auf dem Pfarrhof und „Ausstellung Kulturerbe (Stiftung Kirchenburgen)“ in der Scheune und „Highlights des sächsischen Kulturerbes im Kreis Alba“ auf dem Burghof.

Die freiwilligen Helfer beim Jugendprogramm präsentieren die Bestätigungen, die ihnen die Organisatoren als Dank ausgehändigt haben. Foto: privat
Im Gemeindesaal waren die Gäste nach einer Mittags-Stärkung zum Konzert eingeladen: 120 Jahre Grete Lienert-Zultner mit dem Līder-Zīker und Angelika Meltzer.
Wer gerade der Musik auf den Geschmack gekommen war, konnte beim Offenen Singen vor dem Eingang der Kirchenburg mitmachen.
Feucht-fröhlich begann danach der entspannte Teil des Abends: im Keller des Pfarrhauses fand eine zweite Weinverkostung statt, danach begann im Gemeindesaal eine Tanzunterhaltung mit der Zinphony-Band und dem Trio Saxones, die für eine passende Athmosphäre sorgten. Und weil was in Schönau passiert, in Schönau bleiben soll… auf jeden Fall fiel so manchem der Kirchgang am Sonntag nicht sehr leicht.

Zum Kinderprogramm am Samstag gehörte auch das Musizieren im Park von Șona Connect. Foto: privat
Auch für das Wohl der Kinder und Jugendlichen wurde gesorgt, denn im für das Treffen eingerichtete „Kinderpark Șona Connect“ wurden Jugendprogramm, Workshops und Spiele organisiert. Mit einem Fackelzug von der Allee in den Kinderpark endete das Programm. Bei dieser Gelegenheit fand auch das Treffen der siebenbürgisch-sächsischen Volkstanzgruppen statt.
Im Kinderpark wurden am Sonntag die Informations- und Verkaufsstände aufgestellt. Hier konnte man jede Menge Geschenke kaufen – von Gesticktes und Gestricktes bis Honig und Bücher – oder einen leckeren hausgemachten Kuchen essen, wo das Angebot wirklich reichhaltig war und wo man von traditionellen bis zu modernen Kuchensorten fand.
Ebenda wurde das Kinderprogramm auch am Sonnatg weitergeführt und auch die Auftritte fanden auf der hier aufgestellten Bühne statt. Dabei gab es ein buntes Angebot der siebenbürgisch-sächsischen, rumänischen und ungarischen Tanz- und Musikkgruppen.

Beim Ausgang aus der Kirche nach dem Festgottesdienst: Bischof Reinhart Guib (Bildmitte) und Pfarrer László-Zorán Kézdi freuen sich über das von Trachtenträgerinnen und -trägern aller Altersklassen gebildete Spalier. Foto: Cynthia PINTER
Der Festgottesdienst war natürlich einer der wichtigsten Tagespunkte, mit einer Predigt des Pfarrers László-Zorán Kézdi. Liturgen waren die beiden Dechanten Dietrich Galter (Hermannstadt) und Alfred Dahinten (Mühlbach). László-Zorán Kézdi sprach über das Besondere an Schönau: „Eines war Schönau seit jeher: ein ertragreiches Weinbaugebiet. Wer einen Weinberg pflegt, weiß, wie wenig ein Weinstock von der Erinnerung an vergangene Jahrgänge lebt. Er braucht den Schnitt im Frühjahr, die Arbeit im Sommer, den Regen des Himmels, jedes Jahr aufs Neue. Bleibt er sich selbst überlassen, verwildert er schon nach wenigen Jahren. So ist es auch mit unserer Tradition. Sie lebt davon, dass Menschen sie aufnehmen, prüfen und weitergeben, dass sie in der Gegenwart Gestalt gewinnt.“
Bischof Reinhard Guib begrüßte die Gäste unde bedankte sich besonders bei den Gastgebern: „Das gute Zusammenwirken der HOG Schönau mit dem Bürgermeisteramt und dem Verein Șona Connect hat seine Spuren hinterlassen. Die sind überall sichtbar, wo gestern wie heute viele Treffen zwischen den Kleinen, den Jugendlichen und Erwachsenen stattfinden. Diese grenzüberwindende Gemeinschaft hat vieles in Bewegung gebracht.
Die Kirchengemeinde Schönau ist mit den anderen kleinen Diasporagemeinden an der Kleinen Kokel seit Jahren zu einer Regionalgemeinde, dem Gemeindeverband Mühlbach, zusammengewachsen, sodass Gemeinschaft und Gastfreundschaft hier groß geschrieben werden. Das erleben wir auch an diesem Wochenende. Es ist alles andere als selbstverständlich, dass wir in einer so kleinen Dorfgemeinde als Gäste willkommen geheißen werden. Wir dürfen dafür von Herzen danken.“

Die Tanzgruppe des Demokratischen Forums der Deutschen aus Mühlbach unter der Leitung von Anamaria Dahinten beim Aufmarsch durch die Gemeinde.
Foto Cynthia PINTER
Auch das Siebenbürgenforum wurde für die Wahl des diesjährigen Mottos „Jugend bewegt Siebenbürgen“ beglückwunscht: „Damit werden zum ersten Mal überhaupt gleich drei Jugendorganisationen, der Kirche, des Forums und des Verbands in Deutschland in den Mittelpunkt gehoben. Das mit Recht, denn was wären wir ohne das Jugendwerk der EKR, das auf zwei Jahrzehnte segensvolles Wirken zurückblickt, die Arbeitsgemeinschaft deutscher Jugendorganisationen in Siebenbürgen und Rumänien mit ihrer 30 Jahren Erfahrung und die Siebenbürgisch-Sächsische Jugend in Deutschland die sogar schon ihr 40. Jubiläum begeht.“

Beim Aufmarsch dabei war auch die Volkstanzgruppe des Hermannstädter Samuel-von-Brukenthal-Gymnasiums. Foto: Beatrice UNGAR
Am Ende sprach Bischof Guib auch über die Zukunft: „In diesem Jahr 2026 setzen wir als Kirche den Schwerpunkt auf die Wertschätzung, Unterstützung und Gründung von Gemeindeverbänden. Unsere Kirche ist in den letzten Jahren aktiv geworden im Zusammenschließen von Kleinstgemeinden um eine Großgemeinde. Wir wollen damit eine Gemeinschaftsform der Zukunft für unsere Groß- wie Kleinstgemeinden ermöglichen, die den Glauben, die Gemeinschaft und Verantwortung füreinander verstärken und dem aktiv werden beziehungsweise dem Getragensein Raum geben.“

Die rumänische Volkstanzgruppe aus Schönau mit Bürgermeister Teodor-Florin Mărginean und Vizebürgermeister Ghedeon Dulău. Foto: B. UNGAR
Im Anschluss an den Gottesdienst erfolgte eine besondere Ehrung: Martin Bottesch wurde der Ehrenstern der Föderation der Siebenbürger Sachsen verliehen.
Rainer Lehni hielt die Laudatio: „’Engagiert, gründlich, vielseitig, bescheiden. Es sind Eigenschaften, die jedem sofort einfallen, wenn von Martin Bottesch die Rede ist.‘ Diese Worte stammen von der Publizistin Hannelore Baier. Hier muss ich ihr zu 100 Prozent Recht geben. Genauso habe ich Martin Bottesch kennen und schätzen gelernt. Er stellte sich nie in den Vordergrund, ihm war immer die Sache, für die er einstand, wichtig.
Für uns Siebenbürger Sachsen ist das Wirken von Martin Bottesch in den letzten über drei Jahrzehnten ein segensreiches gewesen. Nicht nur hier in Siebenbürgen, auch über Grenzen hinweg im Rahmen der Föderation der Siebenbürger Sachsen, hat dieses Wirken hinausgestrahlt.

Von links: Radu Nebert, Martin Bottesch und Rainer Lehni bei der Verleihung des Ehrensterns der Föderation der Siebenbürger Sachsen.
Foto: Cynthia PINTER
Mit dieser Verleihung möchten wir Dein jahrzehntelanges Engagement für die Siebenbürger Sachsen würdigen. Du hast nicht nur für die in Siebenbürgen lebenden Landsleute mit viel Umsicht gewirkt, sondern durch die beiden Großen Sachsentreffen 2017 und 2024 auch für die weltumspannende Gemeinschaft der Siebenbürger Sachsen neue Maßstäbe gesetzt. Gerade mit diesen beiden großen Treffen ist die Verbindung zur alten Heimat für viele Landsleute außerhalb Siebenbürgens wieder verstärkt worden. An diesem Erfolg trägst Du einen großen Anteil.“
Martin Bottesch bedankte sich für die Ehre und errinnerte sich an die Zusammenarbeit bei der Vorbereitung der zwei großen Sachsentreffen, 2017 und 2024: „Während die großen Sachsentreffen für die Teilnehmer schöne Ereignisse waren, so brachten sie denen, die sie vorbereiteten, etwas ganz Besonderes: Die Zusammenarbeit der sächsischen Verbände von zwei Kontinenten, Europa und Amerika, die gemeinsam verbrachten Stunden und Tage mit Finden von Ideen und Lösungen, für jedes große Sachsentreffen jeweils im Verlauf von zwei Jahren, das alles hat zwischen den Beteiligten ein intensives Gemeinschaftsgefühl aufkommen lassen. Wenn ich mich so ausdrücken darf: Man konnte die Föderation in einer schönen Weise bei ihrer Arbeit erleben. Dafür, dass ich dieses auch mitmachen durfte, bin ich dankbar. Der Gedanke an die Föderation der Siebenbürger Sachsen ist und bleibt für mich mit dem guten Gefühl der Arbeit unter Gleichgesinnten verbunden. Dass die Föderation ihr Ziel, die weltweite Einheit der Siebenbürger Sachsen zu stärken auch weiterhin erfolgreich verfolgen könne, ist mein Wunsch.“
Für die gesamte Schönauer Gemeinde war der anschließende Aufmarsch der Trachtengruppen ein bewegender Moment, der wieder an die „guten alten Zeiten“ erinnerte.

Lisa Gärtner und Jonathan Servatius-Depner bestritten die musikalische Untermalung der Festveranstaltung. Foto: Cynthia PINTER
Nach dem Mittagessen fand die Festveranstaltung statt, wofür man sich wieder in der Kirche zusammenfand. Für die musikalischen Einlagen – Lieder aus dem Singspiel „Bäm Brännchen“ von Grete Lienert-Zultner – sorgten Lisa Gärtner und Jonathan Servatius-Depner. Verona-Maria Onofrei, Leiterin der Schulkommission des Siebenbürgenforums, führte durch die Festveranstaltung und erinnerte an die drei Jubiläen, die im Mittelpunkt standen: 30 Jahre Arbeitsgemeinschaft Deutscher Jugendorganisationen, 40 Jahre Siebenbürgisch-Sächsische Jugend in Deutschland und 20 Jahre Jugendwerk der Evangelischen Kirche A.B.

(V. l. n. r.): Radu Nebert, Vorsitzender des Siebenbürgenforums, Bürgermeistergattin, Hans Gärtner von der HOG Schönau, Bürgermeister Teodor-Florin Marginean, Konsulin Wiebke Oeser und Gesandter Markus Teglas vor der evangelischen Kirche.
Foto: Beatrice UNGAR
Grußworte sprachen Radu Nebert, Vorsitzendender des DFDS und Hans Gärtner, Vorsitzender der HOG Schönau, Teodor-Florin Mărginean, Bürgermeister von Schönau, Ion Dumitrel, Vorsitzender des Kreisrates Alba, Markus Teglas, Gesandter der Deutschen Botschaft Bukarest, Rainer Lehni, Bundesvorsitzender des Verbands der Siebenbürger Sachsen in Deutschland und Martin von Hochmeister vom HOG-Verband.
Die Verleihung der Honterusmedaille an Dr. Johannes Klein und Gustav Binder war einer der wichtigsten Momente des Sachsentreffens.
Pfarrer Wolfgang Arvay sprach die Laudatio für Dr. Johannes Klein: „Wer Jugendarbeit macht, der trägt dazu bei, dass durch Gespräche, Programme, durch Zuwendung und Seelsorge, durch Ermutigung, sich selber auch zu implizieren ein gutes Fundament im Leben von Kindern und Jugendlichen gelegt wird. Und solche Leute brauchen wir immer, so wird unsere Gesellschaft stark und resilient, offen und innovativ.“
Dr. Klein bedankte sich für diese Ehrung und erklärte: „Wenn ich auf die Menschen schaue, die diese Medaille vor mir erhalten haben, sehe ich viele, die auch unsere Gemeinschaft getragen und unser kulturelles Erbe bewahrt und Träume erhalten haben, in denen siebenbürgisch-sächsisches Leben möglich geblieben ist. In der Jugendarbeit haben wir einen besonderen Weg gefunden, um solche Räume zu bewahren.“

Die Honterus-Medaille, die vom Siebenbürgenforum und von der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien verliehen wird, nahmen im Rahmen der Festveranstaltung am Sonntagnachmittag in der evangelischen Kirche Gustav Binder (links) und Dr. Johannes Klein entgegen. Foto: Cynthia PINTER
Die Laudatio für Gustav Binder hielt Prof. Dr. András Balogh: „Es ist für mich eine besondere Freude, die Laudatio auf Gustav Binder, den Studienleiter des Heiligenhofs in Bad Kissingen in Bayern zu halten. Die Freude kommt daher, dass wir uns seit 30 Jahre kennen, und in diesen Jahrzehnten konnte ich mich vergewissern, dass Gustav Binder ein Mensch für die anderen Menschen ist, ein Helfer und Organisator, der die Siebenbürgische Kultur als Organisator von wissenschaftlichen Tagungen und freundschaftlichen Treffen vorangebracht hat. Die Honterus-Medaille geht bei ihm auf den besten Platz.“

Die ungarische Volkstanzgruppe aus Sânmiclăuș/Klosdorf/Bethlenszentmiklós bei ihrem Auftritt. Foto: Cynthia PINTER
Gustav Binder bedankte sich mit den Worten: „Ich fühle mich durch die Überreichung der Honterus-Medaille sehr geehrt und habe eine solche Ehrung nicht erwartet, zumal ich die Reihe vorheriger Träger – auf die ich mit Ehrfurcht blicke – kenne.“ Seine Rede schloss er mit einem Zitat von Sören Kirkegaard ab: „Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden“: „Ich habe ein glückliches und zufriedenes Leben erfahren und konnte hoffentlich meinem sehr häufigen sächsischen Familiennamen gerecht werden, nämlich ,Verbindungen‘ zu schaffen.“
Radu Nebert und Bischof Reinhart Guib überreichten beiden die Honterus-Medaille.
Mit einer Podiumsdiskussion zum Thema „Jugendarbeit“ und der Vorstellung des Buches „Der Schwarze-Kirche-Prozess 1957/58. Erlebnisberichte und Dokumentation“ ging der offizielle Teil des Sachsentreffens 2026 zu Ende. Herausgegeben wurde der Band von Karl-Heinz Brenndörfer und Thomas Șindilariu und ist 2025 im Honterus-Verlag erschienen.

Die Jugendblaskapelle Kronstadt unter der Leitung von Matthias Roos (links außen) beim Platzkonzert auf dem Burghof.
Foto: Cynthia PINTER
Während ein Teil der Gäste sich auf den Rückweg machten und sich über die letzten Sonnenstrahlen und die malerische Gegend freuten, ließen sich die anderen nicht die Gelegenheit entgehen, eine Flasche Wein als Andenken oder Geschenk mitzunehmen und den Abend fortzusetzen.
Das 37. Sachsentreffen ist in Petersberg (rumänisch Sânpetru, siebenbürgisch-sächsisch Piterschbårch oder Peterschbarch) geplant. Die Burzenländer werden es sicherlich nicht einfach haben, dieses Treffen zu toppen – auch wenn das Wetter mitspielt.
Ruxandra STĂNESCU
Veranstalter des Sachsentreffens 2026:
Demokratisches Forum der Deutschen in Siebenbürgen
Demokratisches Forum der Deutschen in Mühlbach
Evangelische Kirche A. B. in Rumänien (Kirchengemeinde Schönau)
HOG Schönau/Nachbarschaft
HOG-Verband
Bürgermeisteramt Schönau
Șona Connect
Kreisrat Alba
Deutscher Jugendverein
Siebenbürgen
Siebenbürgisch-Sächsische Jugend in Deutschland
Jugendwerk der EKR
Schönau
Schönau (rumänisch Șona, ungarisch Szépmező, siebenbürgisch-sächsisch Schinen) ist ein ehemaliges siebenbürgisch-sächsisches Hörigendorf des Kokelburger Komitats, mit einer Kirchenburg auf einer Anhöhe im Westen des Ortes gelegen. Es wurde erstmals 1313 unter der Bezeichnung terra Scepmezeu urkundlich erwähnt.
Zu der Gemeinde gehören die Dörfer Alecuș, Bendendorf/Biia, Doptău, Lunca Târnavei, Klosdorf/Sânmiclăuș und Deutschbach/Valea Sasului. Bei der Volkszählung 2021 waren 10 Deutsche von insgesamt 3782 Einwohnern.
Bis Anfang der 1990er Jahre feierten die Schönauer Sachsen jährlich im Mai das große „Rinnenfest“. In der Woche davor wurden durch die Burschen des Dorfes die Feldquellen und Abflussrinnen gereinigt. Danach wurde von diesen ein Ochsenwagen geschmückt, mit welchem sie singend durch den Ort fuhren und als Dank für ihre Arbeit von den Bauern Wein erhielten.