Jahrestreffen des Medienvereins ,,FunkForum“ hat in Karlsburg/Alba-Iulia stattgefunden
Ausgabe Nr. 2977

Gruppenbild mit Skulpturen vor der St. Michael Kathedrale in der Alba Carolina Zitadelle (v. l. n. r.): Ruxandra Stănescu, Anca Micluța Herbei, Cynthia Pinter, Krisztina Molnar und Gabriella Mezei.
Foto: Mirona STĂNESCU
„In Finnland wird demnächst die vier Tage Schulwoche eingeführt.“ Fake News oder Wahrheit? Daran hatten die Journalisten des Medienvereins FunkForum zu knabbern. Diese Frage wurde von Theaterpädagogin Dr. Mirona Stănescu während des Workshops „Fake News in der Grundschule“ gestellt, das im Rahmen des Herbsttreffens des FunkForums am Freitagnachmittag stattfand. Das Jahrestreffen des Medienvereins wurde diesmal im malerischen Karlsburg/Alba-Iulia vom 18. bis zum 20. September abgehalten und vom Institut für Auslandsbeziehungen Stuttgart finanziert.
Zurück zur Eingangsfrage: Es handelte sich um eine Fehlmeldung, die jedoch schwierig zu erkennen war, auch für Journalisten, die schon mehr als 20 Jahre in der Presse aktiv sind. Diese Frage sollte sie allerdings auf das FunkForum-Projekt „Minderheiten, Journalismus, neue Medien und Fake News 2026“ vorbereiten, das ab Oktober an den Grundschulen mit deutscher Unterrichtssprache laufen soll und vom Institut für Auslandsbeziehungen Stuttgart finanziert wird. Zielgruppe werden Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren (3. und 4. Klasse) sein.
Da in der heutigen Informationsgesellschaft Grundschulkinder zunehmend mit digitalen Nachrichten konfrontiert werden, jedoch oft nicht die nötigen Medienkompetenzen besitzen, um diese kritisch zu hinterfragen, sollte der Workshop daher auf interaktive Weise die Grundlagen des Journalismus vermitteln, die Bedeutung seriöser Quellen sowie den kritischen Umgang mit Fake News. Dafür vorbereitet wurden die Mitglieder des FunkForums durch ein spannendes Seminar über Unterrichtsmethoden für Journalisten, das von Dr. Mirona Stănescu, Leiterin des Departements für Aus-, Weiter- und Fortbildung der Lehrkräfte der Babes-Bolyai Universität geführt wurde. Austragungsort des Workshops und des FunkForum-Treffens war der modern ausgestattete Sitzungssaal des Kreisrats Alba-Iulia, inmitten der Zitadelle Alba Carolina. Dieser Standort lud natürlich ein, die wunderschön renovierte Anlage zu besichtigen, und das eine oder andere Gruppenfoto zu machen.
Auf Einladung des Rotary Clubs Alba Iulia, durch Präsident Sergiu Săndulache durften die anwesenden Mitglieder am Freitagabend den faszinierenden Gitarrenklängen von István Beke im Hof des Kreisrats lauschen, die im Rahmen des „Music Nights Festival“ zu hören waren. Mit Stücken von Johann Sebastian Bach, Astor Piazzolla, Andrew York, Agustín Barrios Mangoré u. a. verzauberte der Gitarrist die Zuschauer.
Nach einem erholsamen Schlaf und einem üppigen Frühstück ging es am Samstag für die FunkForum-Mitglieder wieder um die Planung für die Umsetzung des oben genannten Projekts. Man nahm sich vor, in den deutschen Schulen in Temeswar, Lugosch, Sächsisch-Regen, Neumarkt, Klausenburg, Hermannstadt und Heltau anzufragen, um den Workshop mit den Kindern durchführen zu können.
Projektleiterin und Leiterin des FunkForums Ruxandra Stănescu lud am Samstagnachmittag zur Mitgliedervollversammlung des FunkForums ein, in der interne Angelegenheiten besprochen wurden und ein Ideenaustausch über die Organisation des nächsten Funkforum-Treffens stattfand.
Am letzten Tag des Herbsttreffens fuhren die Journalisten gemeinsam nach Schönau/Șona, um der 36. Auflage des Sachsentreffens beizuwohnen, das dieses Jahr unter dem Motto „Jugend bewegt Siebenbürgen“ stand und vom Demokratischen Forum der Deutschen in Siebenbürgen organisiert wurde.
Wie bei jedem Treffen unter Journalisten fand auch diesmal ein reger Austausch statt, neue Beziehungen entstanden und man freute sich über das Wiedersehen und auf künftige Treffen im Rahmen des FunkForum-Vereins, den es nun schon seit 25 Jahren gibt.
Cynthia PINTER