Leben aus der Differenz

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Ausgabe Nr. 2971

Eine internationale Sommerschule in Hermannstadt

Gruppenbild mit Teilnehmenden vor dem Portal der romanischen Basilika auf der Michelsberger Burg. Foto: Privat

Im Rahmen des europäischen Universitäts-Verbandes FORTHEM, zu dem auch die Hermannstädter „Lucian-Blaga“-Universität gehört, erkundeten 16 internationale Studierende vom 20. bis 24. Juli die Region in und um Hermannstadt. Die Sommerschule „Living from Difference! Intercultural Encounters & the Contradictions of Pluriversal Ways of Being“ wurde vom Lehrpersonal des Studiengangs Grund- und Vorschulpädagogik in deutscher Sprache unter der Leitung von Teresa Leonhard (Idee und Konzept) und Eveline Cioflec (Thematischer Hintergrund), gemeinsam mit Liana Iunesch, Alina Geanina Ionescu und Alina Moldovan organisiert.

Studierende aus Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Finnland und Polen beschäftigten sich mit Fragen zu Zugehörigkeit und sozialer Verwurzelung und der Möglichkeit, Antworten in Form künstlerischen Ausdrucks zu formulieren. Mit seiner Geschichte von Migration, Mehrsprachigkeit und kultureller Vielfalt bot Hermannstadt hierfür den passenden Rahmen. Die unterschiedlichen fachlichen und kulturellen Hintergründe der Studierenden brachten vielfältige Perspektiven zusammen, die im Laufe der Woche mit interdisziplinären Methoden kreativ verarbeitet wurden.

Das Programm verband Exkursionen mit Reflexionssitzungen und kreativ-künstlerischer Arbeit an der Universität. Im ASTRA-Freilichtmuseum erhielten die Teilnehmenden Einblicke in den historischen Wandel der Lebensbedingungen der Region. Außerdem wurde die Gruppe für ein traditionelles siebenbürgisch-sächsisches Abendessen in Michelsberg empfangen, wo auch die Zitadelle und ihre malerische Aussicht bewundert wurden. Weitere Programmpunkte waren Besichtigungen der evangelischen Kirchen in Heltau und Hammersdorf sowie eine akustische Erkundung der evangelischen Stadtpfarrkirche in Hermannstadt.

Die Sommerschule endete am Freitag mit einer Ausstellung in der Universität. Zu sehen gab es Kunst zum Betrachten, Erleben und Mitmachen: Gedichte, Fotografien, Kunstwerke aus verschiedensten Materialien, ein Video und zwei musikalische Performances, die Tanz, Klang, Storytelling und Bewegung vereinten. Die Ausstellung machte sichtbar, wie aus unterschiedlichen kulturellen Hintergründen ein gemeinsamer kreativer Austausch entstehen kann.

Celine WAGNER

Veröffentlicht in Jugend, Aktuelle Ausgabe, Bildung.