Ausgabe Nr. 2971
Streiflichter vom zweitägigen 14. Neppendorfer Heimattreffen

Gruppenbild mit Pfarrer Dietrich Galter und allen Gottesdienstteilnehmenden am Sonntag vor der renovierten evangelischen Kirche. Fotos: Beatrice UNGAR
Das 14. Heimattreffen der Neppendorfer hat am 8. und 9. August stattgefunden und reihte sich ein in die Veranstaltungen der „Festtage in Siebenbürgen“. Bei der Eröffnungsfeier in der evangelischen Kirche begrüßte Dechant Pfarrer Dietrich Galter die Anwesenden und gab nach einer kurzen Andacht das Wort weiter an den Gemeindekurator Josef Beer und an den HOG-Vorsitzenden Helmut Gromer.
Josef Beer stellte treffend und mit klaren Worten fest, dass nun endlich die Zeit gekommen sei, in der die ausgewanderten Neppendorfer Sachsen und Landler nicht mehr bei ihren Besuchen in ihrem Geburtsort sagen, dies oder das sei zu tun, dies oder das könne doch gemacht werden. Seit einigen Jahren heiße es: „Wir kommen nach Hause, um dies oder das zu tun.“ Die inzwischen drei Arbeitseinsätze zeugen davon, dass die Zusammenarbeit zwischen Heimatgemeinde und Heimatgemeinschaft in normales Fahrwasser eingelaufen ist. Helmut Gromer sagte, dass die Männer bei den Arbeitseinsätzen u. a. auf dem Friedhof die Gräber nummeriert und in der Schule den Dachboden entrümpelt haben. Die Frauen kümmerten sich um die Reinigung der Exponate im Landlermuseum, das in der Kirche zu besichtigen ist.

Die Mitglieder des Tanzkreises Neudau der ARGE Volkstanz Steiermark eröffneten den Reigen der Tanzdarbietungen.
Der erste Programmpunkt des Neppendorfer Heimattreffens war allerdings eine dreistündige Führung durch Hermannstadts Altstadt mit dem Wahl-Neppendorfer, dem in Hermannstadt geborenen Autor Heinrich Heini Höchsmann.
An zwei Abenden gab es dann bis nach Mitternacht je eine Tanzunterhaltung mit dem „Oberbayern Express“ im Großen Saal neben der Kirche. In der Kirche wurden beim Festgottesdienst am Sonntag 200 Teilnehmende gezählt. In seiner Predigt würdigte Pfarrer Galter die Heimatverbundenheit der Neppendorfer und deren Gemeinschaftssinn.

Sara Konnerth (Hg.): Bilder einer verflossenen Zeit. Schiller Verlag Bonn-Hermannstadt 2026, 287 Seiten, ISBN 978-3-949583-88-9, 99 Lei. In Hermannstadt liegt das Buch in der Schiller-Buchhandlung und im Erasmus-Büchercafé auf.
Nach dem Gottesdienst fand eine Kranzniederlegung am Denkmal der Opfer des Zweiten Weltkriegs und der Russlanddeportation statt. Anschließend trat die Tanzgruppe aus Neudau auf.
Bei einem gemeinsamen Mittagessen gab es weitere musikalische Einlagen mit den Gästen aus der Steiermark und den viel beklatschten ersten Auftritt der Neppendorfer Tanzgruppe.

Die neu gegründete Neppendorfer Tanzgruppe im Großen Saal.
Am Nachmittag stellte mit einem Bildvortrag Sara Konnerth das Buch „Bilder einer verflossenen Zeit“ (Schiller Verlag Bonn-Hermannstadt) vor.
Grund zum Feiern gibt es auch nächstes Jahr: Am 7. und 8. August die 700 Jahr-Feier zur ersten urkundlichen Erwähnung von Neppendorf im Jahr 1327. B. U.