7. Sieg für Lettenbichler

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„Red Bull Romaniacs“ endete am Hammersdorfer Berg

Ausgabe Nr. 2970

Spektakulär: Die 23. Ausgabe des Enduro-Wettkampfes „Red Bull Romaniacs“ hat vom 28. Juli bis 1. August stattgefunden. Der Bulgare Teo Kabakchiev beim Überwinden der natürlichen Hindernisse in den Karpaten während der Offroad-Tage des „Red Bull Romaniacs“. Er landete auf dem zweiten Platz der Gold-Class.                                                                                                                                     Foto: Mona PEKAREK

Den krönenden Abschluss der „Unstoppable“-Auflage 23 des „Red Bull Romaniacs“ bildete der vierte Renntag am Samstag, dem 1. August, auf dem Hammersdorfer Berg. Die steigenden Sommertemperaturen hatten die Strecke bis zum Finale grundlegend verändert und sorgten für trockene, staubige Bedingungen.

Mani Lettenbichler (Deutschland) ging mit einem komfortablen Vorsprung von 18 Minuten und 44 Sekunden auf seinen härtesten Verfolger Teo Kabakchiev (Bulgarien) in den letzten Renntag. Nach seinem Tagessieg am Vortag war Kabakchiev hoch motiviert, den Rückstand noch aufzuholen. Doch bereits vom Start des vierten Offroad-Tages an machte Lettenbichler erneut deutlich, dass er derzeit kaum zu schlagen ist. Mit einer fehlerfreien Fahrt baute er seinen Vorsprung kontinuierlich aus und erreichte die Hillclimb-Arena – mit deutlichem Vorsprung.

Lettenbichler meisterte die technischen Auffahrten auf dem Hammersdorfer Berg souverän, flog über die Rampen und überquerte die Ziellinie unter dem Red Bull Bogen, um sich einen weiteren dominanten Sieg bei den „Red Bull Romaniacs“ zu sichern. Mit diesem Erfolg zieht Lettenbichler mit Graham Jarvis (Großbritannien) gleich. Beide stehen nun bei beeindruckenden sieben Gesamtsiegen in der Geschichte der „Red Bull Romaniacs“. Platz zwei sicherte sich Teo Kabakchiev und als dritter fuhr James Moore (Neuseeland) ins Ziel der Gold-Klasse.

Das Siegertreppchen der Gold-Class beim Abschluss der 23. Auflage des „Red Bull Romaniacs“: Martin Freinademetz, Teo Kabakchiev, Mani Lettenbichler, James Moore und Andy Fazekas (v. l. n. r.).
Foto: Tibi HILA

Mit 51 Jahren bewies der „König der Karpaten“ Graham Jarvis einmal mehr, dass er nicht nur eine Legende des Hard Enduro Sports, sondern auch ein echter Vorreiter ist. Er zeigte, dass auch er „Unstoppable“ ist, und schrieb Geschichte als erster Fahrer überhaupt, der die Gold Class auf einem elektrischen Motorrad absolvierte.

In der Silver-Class standen vor allem technische Strecken auf dem Programm. Sandon Kerswell (Australien) dominierte die Konkurrenz mit Tagessiegen an allen Offroad Tagen und sicherte sich souverän den Gesamtsieg.

Auf Platz 2 fuhr Florian Kirchmayer ins Ziel und als dritter stieg Lorenz Steinkellner (beide aus Österreich) aufs Siegertreppchen.

Sandra Gomez (Spanien) zeigte eine beeindruckende Leistung im extremen Gelände der Karpaten und belegte nach vier kräftezehrenden Renntagen den fünften Gesamtrang der Silver-Class.

Gleichzeitig bleibt sie die einzige Frau, die jemals die Gold-Class erfolgreich beendet hat.

Santiago Freinademetz (AUT), der seit vielen Jahren hinter den Kulissen am Streckenbau und der Logistik der „Red Bull Romaniacs“ mitarbeitet, stellte sich bei dieser Ausgabe selbst der Herausforderung in der Silver-Class. Der Sohn von Veranstalter Martin Freinademetz überzeugte mit einer starken Leistung und belegte Gesamtrang zehn.

In der Bronze-Class schrieb Emanuel Gyenes (Rumänien) ein weiteres Kapitel seiner außergewöhnlichen „Red Bull Romaniacs“-Geschichte. Der Vertreter Rumäniens, der an jeder einzelnen Ausgabe der Veranstaltung teilgenommen hat, beendete seine 23. Teilnahme mit einem hart erkämpften dritten Platz.

Auf das Siegerpodium stiegen in der Bronze-Class Benjamin Richter (1. Platz, Deutschland), David Rusănescu (2. Platz, Rumänien) und Emanuel Gyenes (3. Platz, Rumänien).

Auch für die Amateurklassen war die Herausforderung nicht weniger groß als für die Spitzenfahrer. Teilnehmer der Iron- und Atom-Klassen wurden in den Karpaten bis an ihre körperlichen Grenzen gebracht, wie jedes Jahr gab es auch Unfälle. Die meisten meisterten Hindernisse, die kaum vorstellbar sind, und bewiesen eindrucksvoll, dass die „Red Bull Romaniacs“ für jeden Teilnehmenden eine echte Herausforderung darstellen.

Aus Hermannstadt fuhr Leni Binder-Moss in der Iron-Class mit und landete auf Platz 55.

Laut Veranstaltern Martin Freinademetz und Andy Fazekas wird schon an der Vorbereitung der 24. Auflage des Enduro-Rennens gearbeitet, das 2027 in der Zeitspanne vom 27. bis 31. Juli stattfinden wird.

Cynthia PINTER

Veröffentlicht in Aktuelle Ausgabe, Sport.