Osterbasar im Spiegelsaal des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt
Ausgabe Nr. 2952

Der neue Leiter des Elimheims in Michelsberg, Klaus Göbbel, betreute den Stand dieser Erholungs- und Tagungsstätte der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien Foto: Alisa SCHWARZ
Bunte Ostereier, kunstvolle Handarbeiten und frischer Kuchen. Am Samstag, dem 21. März öffnete der Osterbasar in Hermannstadt seine Pforten. Organisiert vom Demokratischen Forum der Deutschen in Hermannstadt und dem Evangelischen Frauenkreis Hermannstadt gehen einige der Erlöse des traditionellen Osterbasars an die sozialen Einrichtungen der Evangelischen Kirche oder unterstützen die jeweiligen Vereine.
Im Spiegelsaal des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt wuselte es von Verkäuferinnen und Verkäufern, die ihre Handarbeiten zur Schau stellten. Besucher tummelten sich zwischen bunten Ständen oder saßen bei einem Stück selbstgebackenen Kuchen und frischem Kaffee zusammen.

Immer dabei sind Kinder und Mitarbeitende des Offenen Hauses, der Kindertagesstätte der evangelischen Kirchengemeinde A. B. Hermannstadt. Foto: Alisa SCHWARZ
Diejenigen, die lieber Lebkuchen naschen, fanden am Ende des großen Raumes einen weitläufigen Stand. Mit Zuckerguss und Zuckerperlen verzierte Hasen und Ostereier aus Lebkuchen waren auf dem ganzen Tisch drapiert. Die Bäckerinnen erzählten, sie hätten acht Kilo Mehl verwendet, um auf diese Menge Teig zu kommen. Die Frauen vom Handarbeitskreis Hermannstadt haben die Lebkuchen in Hammersdorf gebacken, dort haben sie einen großen Ofen und eine Rührmaschine. Zum Verzieren haben sie sich dann ein anderes Mal getroffen. Etwa 20 Leute waren sie, als sie die Lebkuchen kunstvoll geschmückt haben. Die Frau hinter dem Tresen schob einen Osterhasen vor: „Häschen in der Grube“ stand in schnörkeliger Schrift darauf. Einige Lebkuchen seien schöner verziert als andere, erklärten die beiden Bäckerinnen mit einem Lächeln. Manche von ihnen hatten mehr Übung, andere weniger. So brachte beispielsweise eine Lehrerin acht Studierende zum Verzieren mit, sie hätten sich viel Mühe gegeben. An Weihnachten backen sie auch immer Lebkuchen, dann aber noch viel mehr.

Erstmals dabei war der Forumskindergarten. Foto: Beatrice UNGAR
Direkt nebenan fand sich der Stand des Handarbeitskreises Neppendorf. Gehäkelte, geklöppelte und gestrickte Kunstwerke wurden ausgestellt. Das meiste ist selbstgemacht. Im Winter treffen sich die 15 Handarbeiterinnen aus Neppendorf jede Woche, deshalb hatten sie wohl solch eine Vielzahl an unterschiedlichen Dingen im Angebot. Zwischen Hauben, Tischdecken und Kochschürzen fand sich auch etwas ganz Besonderes. Ein kleines Säckchen, das wie ein Kleid mit Schürze zusammengestellt wurde. Darin kann man seine Wäscheklammern aufbewahren und hat sie immer griffbereit: „Das ist sehr praktisch“, erklärte eine der Frauen. Im Sommer macht der Handarbeitskreis Neppendorf Pause, erzählten sie.

Gut besucht war auch die Kuchentheke. Foto: die Verfasserin
Gleich bunt wie beim Handarbeitsstand ging es in der Mitte des Raumes zu. Schon von Weitem sah man selbstgemachte Schmuckstücke funkeln. Der Mann hinter den glitzernden Perlen war Klaus Göbbel. Direkt daneben standen drei Kinder bei ihrem eigenen Stand. Viele kleine selbstgebastelte Figuren und Werkstücke waren ausgestellt. Die drei und viele andere Kinder der Kindertagesstätte „Offenes Haus“ der evangelischen Kirchengemeinde A. B. Hermannstadt hatten alles selbst gebastelt. Links von ihnen fand man viele alte und neue Bücher, der ganze Bücherstand des Forums war voll mit Geschichten, Karten und Heften. Dort konnte man sich verlieren und wer nach dem Stöbern zwischen Büchern und Kunstwerken in der ganzen Halle hungrig wurde, fand Irina und Cilia bei ihrem Brotstand.

Mit einem Stand vertreten war auch die Werkstatt von Diakoniewerk International. Foto: Beatrice UNGAR
Immer wieder tischten die beiden frisch geschmierte Brote auf. Cilia ist die Jugendbotschafterin des Forums, sie und ihre Freundin sind Teil der Volkstanzgruppe des Hermannstädter Jugendforums, wie sie begeistert erzählten. Ihren nächsten Auftritt haben sie beim Maifest in Hermannstadt am 9. Mai.
Die Stehtische rings um den Stand waren mit bunten Servietten, Ostereiern und Federn geschmückt.
Alisa SCHWARZ