Ein globales Netzwerk

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Was ist eigentlich die Internationale Medienhilfe (IMH)?

Ausgabe Nr. 2946

Bei der Internationalen Medienhilfe kann unter anderem das „Handbuch der deutschsprachigen Presse im Ausland“ bestellt werden. Es ist ein einzigartiges und außerordentlich nützliches Adressverzeichnis mit rund 320 Seiten.

In dem Impressum der Hermannstädter Zeitung findet man wie bei vielen anderen Zeitungen den Hinweis „Mitglied im weltweiten IMH-Netzwerk der deutschsprachigen Auslandsmedien”. Das Kürzel „IMH steht für Internationale Medienhilfe. Diese Organisation existiert seit den 1990er-Jahren und kümmert sich um deutschsprachige Medien wie auch Minderheiten rund um den Globus. Von Berlin aus hilft die IMH den Minderheitenmedien bei der Vernetzung, bei der Lobbyarbeit, bei Werbemaßnahmen und bei Fragen rund um Medien- und Marketingthemen. Gegründet wurde sie von Björn Akstinat, der sie auch bis heute leitet und im Folgenden darüber Auskunft gibt.

Eine der ersten Hilfsmaßnahmen war der Aufbau des Netzwerks der deutschsprachigen Auslandsmedien, damit die über 2.500 deutschsprachigen Zeitungen, Zeitschriften, Rundfunkprogramme und Internetportale außerhalb Deutschlands, Österreichs und der Schweiz besser kooperieren und gemeinsame Aktionen starten können. Das Ergebnis dieser Verknüpfung ist heute das weltweit größte deutschsprachige Medien-, Korrespondenten- und Nachrichtennetz.

Obwohl die deutschsprachigen Auslandsmedien als Kulturbotschafter, Außenhandelsförderer, Ratgeber, Brückenbauer, Sprachwerber und einzigartige Informationsquellen einen immensen Nutzen für Deutschland, Österreich und die Schweiz haben, erhalten sie von den Regierungen dieser größten deutschsprachigen Länder kaum Unterstützung. Nur einzelnen Minderheitenmedien in Osteuropa wird unter die Arme gegriffen, weil man meint, dass die deutschen Minderheiten dort mehr als andere unter den Folgen des Zweiten Weltkriegs zu leiden hatten.

Medien in Westeuropa (außer in Dänemark), Afrika, Asien, Australien, Nord- und Südamerika bekommen nichts. Also bleibt den meisten Publikationen und Rundfunkprogrammen nur eins: Sie müssen sich selbst helfen, und zwar beispielsweise durch Zusammenarbeit.

In nahezu allen Ländern gibt es deutschsprachige Auslandsmedien. Das Spektrum reicht von der Wochenzeitung Condor in Chile über den Belgischen Rundfunk (BRF) in Ostbelgien, die Zeitschrift Das Fenster aus den USA bis hin zur täglichen Allgemeinen Zeitung in Namibia.

Die Chefredakteure der Mitgliedsmedien schätzen besonders den Nachrichtenaustausch, die Anzeigenvermittlung und die Personalbeschaffung über das Netzwerk.

Konzertierte Aktionen der IMH-Mitgliedsmedien führten schon zur Rettung von Hörfunkprogrammen wie Radio Prag oder bewirkten, dass die deutsche Bundesregierung bei Bundestagswahlen weltweit mehr Informationsanzeigen für Auslandsdeutsche schalten lässt. Auch die regelmäßige Wahl zur Auslandsdeutschen des Jahres ist eine IMH-Initiative.

Wer mehr über die IMH oder deutschsprachige Medien rund um den Globus erfahren möchte, melde sich einfach unter info@medienhilfe.org.

Veröffentlicht in Medien, Aktuelle Ausgabe.